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Wo Menschen kommunizieren, entstehen Konflikte. Um Konflikte zu vermeiden, könnten wir einfach nicht kommunizieren. Nur das geht nicht. Wir kommunizieren immer.
Ist es möglich Konflikte zu vermeiden? Aus meiner Sicht nicht. Nun könnten wir die Flinte ins Korn werfen und beschließen, dass es dann ohnehin egal ist, wie wir etwas sagen, machen oder meinen, das ja ohnehin überall Konflikte entstehen.
Meine Lehrer in der Schule haben immer gesagt, dass zum Streiten immer zwei gehören. Ja, das stimmt. Damals habe ich das nicht verstanden. (Vermutlich haben sie selbst nicht wirklich verstanden, was sie da gesagt haben.) Vermutlich verstehe ich das heute auch noch nicht ganz und vermutlich bin ich damit nicht alleine.
Nach allem, was ich bisher gelernt habe, können beide potentielle Konfliktparteien noch bevor ein Konflikt entsteht durch Aufmerksamkeit den Konflikt erst gar nicht entstehen zu lassen oder in dessen Mächtigkeit reduzieren.
Konflikte kosten Menschen Energie und Firmen Geld. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäuser und Ordinationen sind nicht davor gefeit, dass unnötige Konflikte entstehen. Sie kosten der Gemeinschaft Geld und Ressourcen. Vieles Gute kann nicht entstehen, weil Menschen sich nicht richtig verstehen.
Was können wir also machen, damit wir gemeinsam ein leichteres und erfüllteres Leben haben, weil wir Konflikte rechtzeitig erkennen?
Immer wieder werden Ärzte und Ärztinnen damit konfrontiert, dass Angehörige von Patienten versterben. In vielen Fällen hören diese Menschen, wenn die Trauer nach Meinung der Umgebung zu lange dauert, dass sie doch endlich loslassen sollen.
Loslassen - wie funktioniert das?
Loslassen - was kann losgelassen werden?
Loslassen - was ist das und worum geht es dabei?
Loslassen - geht das überhaupt?
.......... geht das überhaupt?
Kann überhaupt richtig kritisiert werden? Mit richtig, meine ich, dass diese Kritik auch ankommt.
"Dem hab ich´s aber jetzt gegeben!" Das ich auch richtig kritisieren - nur nicht in dem Sinn, wie ich es jetzt gerade meine. Austeilen ist einfach, nur hilft es weder der Person, die kritisiert, noch dem Menschen, der sie empfängt.
Versuche es mit Feedback!
Was ist nun der Unterschied zwischen Kritik und Feedback?
Wie äußere ich Feedback richtig und was will ich mit Feedback erzielen?
Wie wird Feedback richtig aufgebaut?
Hier die Anleitung dazu!
Trauerbegleitung? Das könnte ich nicht! Ich weiß ja nicht, was ich da machen soll!
Das ist echt die häufigste Aussage, die ich höre. Sehr oft haben wir keine Wahl. Wir haben keine Wahl als Privatpersonen und auch als Menschen in Gesundheitsberufen. Was sollen wir machen? Davonlaufen?
Nein, das geht nicht!
Nun, was sollen wir nun machen, wenn wir das Vertrauen von Trauernden geschenkt bekommen und sie zu uns mit genau diesem Anliegen kommen? Welche Interventionen sollen wir setzen? Wie geht Trauerbegleitung richtig? Wie geht Sterbebegleitung richtig?
Bevor Du Dir diese Folge anhörst: Da gibt es kein Richtig und kein Falsch! Jede Begleitung ist anders.
Die wichtigste und häufigste Intervention ist es einfach nur da zu sein. Zu hören, was der Mensch sagt und es auszuhalten.
Meine Erfahrung ist die, dass die Menschen, denen das Vertrauen geschenkt wird in fast allen Fällen die Kraft haben es auszuhalten.
Wer fragt führt!
Ja, das stimmt - naja nur bedingt. Fragen alleine reicht nicht aus. Wichtig ist, dass wir die richtigen Fragen stellen. Diese Fragen können wir nur stellen, wenn wir den Antworten Beachtung schenken. Wichtig ist auch, dass wir dem Beachtung schenken, was nicht direkt gesagt wird.
Wie denkt unser Gegenüber, was ist wichtig und worauf wird wert gelegt. Wie kann ich dem Gegenüber helfen das zu erreichen, was es möchte? Wie sind die Denkstrukturen? Erst wenn ich diese Fragen beantworten kann, dann gelange ich ans Ziel.
Vor einiger Zeit habe ich genau darüber auf Radio SOL gesprochen. Hier noch einmal das Interview.
Wir leben in einer Zeit mit besonderen Herausforderungen ....... und Anforderungen.
Corona, der Lockdown, die mutierten Arten des Coronaviruses, die besondere Arbeitssituation usw. tun ihr Übriges, damit wir an unsere Grenzen kommen. Viele Menschen sind am Ende ihrer Kräfte und niemand weiß, wie lange die Situation noch so bleiben wird. Konflikte sind damit vorprogrammiert.
Klar, wissen wir das. Klar, stellen wir uns darauf ein. Einmal am falschen Fuß erwischt und schon schon sind Ausbildung, Training und Vorsätze dahin.
Wie können wir nun Konflikten vorbeugen, wie können wir Konflikten richtig begegnen?
Das war immer so, das wird immer so sein?
Wir haben das immer schon so gemacht!
Dafür sind wir halt nicht geschaffen!
Kennst du Aussagen wie diese? Welche Relevanz haben Sie für dich?
Das mit der Relevanz ist schwer zu beantworten. Zum Einen sollten diese Sprüche keinen Einfluss auf dich und dein handeln haben, weil sich dich nur davon abhalten dich noch weiter und noch schneller zu entwickeln. Zum Anderen wurden uns diese Sprüche immer eingehämmert. Wir haben sie schon von frühester Kindheit an gehört.
Wenn wir etwas versuchten und es gelang uns nicht wurden, wir mit Sätzen dieser Art getröstet. Es war also keine böse Absicht dabei, sondern viel Fürsorge.
Was können wir nun machen, um diesen einschränkenden Glaubenssätzen die Kraft zu nehmen?
Gerhard Pellegrini ist der Gründer von Radio SOL. Radio SOL ist ein privates Radio, das gänzlich auf Werbung verzichtet und sich dadurch extrem an den Wünschen der Hörerinnen und Hörer orientieren muss.
Ich spreche mit Gerhard darüber, worauf es ankommt, wenn im Radio gesprochen wird. Wie Du Dich darauf vorbereiten musst und was zu beachten ist, wenn Du über Deine Profession, Deine Berufung sprichst. Gerhard erzählt von den verschiedenen Arten sich im Radio zu präsentieren. Was musst Du mitbringen, wenn Du auf Sendung gehst und wobei hilft Dir der Moderator oder die Moderatorin.
Wie gehst Du mit Deiner Nervosität um, wie helfen Dir die Menschen vom Radio dabei, wie triffst Du die Musikauswahl bespreche ich mit Gerhard, genau so in welcher Reihenfolge Deine Themen auf Sendung kommen und warum immer wieder Musik gespielt wird.
Wenn Du noch mehr wissen möchtest:
www.radiosol.at
In meiner Kindheit gab es einen Moderator einer Samstagabendsendung, der auch Werbung gemacht hat. Bei dieser Werbung war der Schlusssatz: "Man muss rechtzeitig drauf schau´n, dass ma´s hot, wenn ma´s braucht!"
Dieser Satz hat noch immer Gültigkeit.
Ich bin geschäftlich viel unterwegs und vor dem zweiten Lockdown, habe ich auch wieder viel in Hotels übernachtet. Mir sind Menschen begegnet, die gejammert haben, wie schrecklich alles ist. Ich habe Hotels gesehen, die den ersten Lockdown nicht genutzt haben, weil alles so schrecklich ist und die Regierung schuld an all dem hat.
Ich habe einige gesehen, die diese, ich gebe zu sehr schwierige Zeit, genutzt haben, um etwas zu verändern und zu verbessern. Die schauen jetzt drauf, dass sie es haben, wenn sie es brauchen.
Die Cororna - Pandemie hat viele Änderungen mit sich gebracht. Meetings, Fortbildungen, Ausbildungen finden hauptsächlich im Netz statt.
Halten wir eine Präsentation oder einen Vortrag, müssen wir bedenken, dass es Zeitverzögerungen gibt, die im "wirklichen Leben" so nicht stattfinden würden.
Wir, die Vortragenden, bekommen die Reaktionen des Publikums nicht mit. Wir haben nicht einmal ein Gefühl dafür, wieviele Menschen wirklich zuhören und zusehen. Nur weil sie eingeloggt sind, bedeutet das nicht, dass sie auch wirklich vor dem Bildschirm sitzen und zuhören.
Emotionen sind noch schwerer zu übermitteln. Daher brauchen wir eine andere Art Emotionen hervorzurufen.
Es geht einfach viel an Information verloren, die bei Live-Vorträgen einfach durch die Präsenz vorhanden sind.
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