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Im heutigen Podcast spreche ich mit Alexander Bischl.
Alexander ist Versicherungsmakler - mein Versicherungsmakler. Wir sprechen über Versicherungen und Finanzierungen - eh kloa. Besonders spannend ist, wie Alexander Bischl Ordinationen mit der Gastronomie vergleicht. Also nicht das Wirtshaus mit einer Ordi, sondern die Art der Finanzierung und die Art der Versicherung.
Erstaunlicherweise gibt es sehr viele Parallelen.
Mach das so wie ich es gemacht habe und du wirst erfolgreich!
Kennst du so Aussagen? Bekommst du so etwas auch immer wieder um die Ohren geworfen? Hast du dabei ein schlechtes Gefühl?
Gut!
Gut, dass du dabei ein schlechtes Gefühl hast! Denn es wird in den meisten Fällen nicht funktionieren. Es funktioniert nur, wenn du die gleiche Ausbildung, den gleichen Werdegang, die gleichen Erfahrungen, die gleichen Lehrer - also ganz genau das gleiche Leben des Menschen hattest, der das behauptet.
Nachmachen ist nicht modellieren!
Heute erfährst du, was der Unterschied zwischen Nachmachen und Modellieren ist, warum Nachmachen selten funktioniert und warum niemand sich selbst modellieren kann.
Das wichtigste bei einem Vortrag ist der Anfang!
In fast allen Präsentationstrainings hören wir das immer wieder. Als ehemaliger WM-Finalist im Formationstanz behaupte ich jetzt: DAS IST SCHWACHSINN!
Das Wichtigste ist das Ende!
Am Ende musst du deine Zuhörer dazu bringen, dass sie weiter an dich denken, wenn der nächste Vortrag schon im Laufen ist. Sie müssen über dich sprechen, wenn sie beim Kaffee angestellt sind, beim Mittagessen und am Abend beim Kongressdinner! Das schaffst du nicht mit einem fulminanten Anfang, einem guten Mittelteil und "Thank You".
"Thank you" oder "Danke für Ihre Aufmerksamkeit" ist die Aufforderung zum Einschlafen und zum Löschen.
Wie groß ist der Aufwand, nein war der Aufwand, dass du einen Vortrag über deine Profession halten kannst? Hast du das schon einmal in Stunden umgerechnet? - Mach es nicht!
Warum hältst du Vorträge? Was hast du davon? Was haben die Anderen davon und vor allem wer hat was davon?
In meinen fast 20 Jahren in "DER Industrie" habe ich viele Vortragende gesehen und gesprochen. Es gab viele, die für Ihre Vorträge nicht finanziell honoriert wurden - vielleicht ein Blumenstrauß oder eine Flasche Wein. Es gab viele, die wenig bezahlt bekamen, es gab viele, die nicht viel gezahlt bekamen. Es gab einige wenige, die für ihr Können und ihr Wissen adäquat entlohnt wurden - die sogenannten Starsurgeons.
Adäquat? Die bekommen horrende Summen! Stimmt nicht - rechne es wieder in Stunden um. Stunden, die sie benötigten um sich dieses Wissen anzueignen und Vorträge vorzubereiten und zu trainieren. Fast alle hatte Trainer, die ihnen dabei halfen. Die mussten auch gezahlt werden.
Wenn du dieses Podcast hörst, dann hast du auch dieses Wissen - daran liegt es also nicht! Woran liegt es dann, dass der Starsurgeon soooooo viel bekommt?
Brauch ich nicht! Die Patienten kommen eh von alleine!
Stimmt das?
Kann es nicht nützlich sein, dass die Patienten von alleine kommen und genau wissen was sie erwartet?
In vielen Ordinationen ist es so, dass Patienten kommen und erst da sich ein wirkliches Bild von dir, deiner Ordi und deiner Arbeit machen können. Es ist dann auch Zufall, was sie sich denken, denn das was sie sich denken hängt stark davon ab, wie ihr Tag bis zum Besuch deiner Ordi gelaufen ist.
Nun ist es möglich, dass du ihnen diese Unsicherheit abnimmst und schon ein Bild von dir im Netz generierst. Ein Bild das dir entspricht. Damit nimmst du deinen Patienten die Unsicherheit und das Leben von dir und deinem Team wird leichter.
Jetzt haben wir da ein Problem, du bist Ärztin, Arzt oder Pflegeperson. Du hast dich wahrscheinlich noch nie wirklich mit Marketing beschäftig. Jetzt erzählt dir der Scherleitner du sollst dich mit Marketing beschäftigen. Nein das erzähle ich dir nicht. Auch hier gilt der Spruch: Schuster bleib bei deinen Leisten.
Es wäre nicht nur stressig, sondern auch für dein Fachwissen und Können abträglich würdest du die Zeit in Marketing und nicht in dein Können und deine Weiterentwicklung stecken.
Wir alle sprechen so wie die meisten Menschen in unserem Umfeld sprechen. Wir verwenden haben einen ähnlichen Tonfall und verwenden die selben Vokabel. Nun kann gerade das ein Problem sein.
Für Menschen in Gesundheitsberufen sind manche Worte selbstverständlich und sehr oft reagieren Patienten gar nicht, wenn sie etwas nicht verstehen, weil das eben so ist und schon immer so war. Manchmal sind sie es auch einfach nur müde bei jedem zweiten Wort nachfragen zu müssen und manchmal haben sie das Gefühl, dass sie ungebildet sind.
Das Arzt-Patient-Verhältnis wird von dieser Diskrepanz mehr beeinträchtigt, als angenommen wird. Patienten fühlen sich unmündig und werden mit diesem Gefühl in ihre Kindheit zurück versetzt. Kinder sagen viel nicht, wenn sie beim Arzt sind, weil sie Angst haben. Eine ähnliche Strategie fahren alle Menschen, die sich unmündig fühlen und es gehen wertvolle Informationen verloren.
Dabei könnte es so leicht sein........
Was nimmst du rund um dich wahr?
Alles?
Ja, es gibt sie, die Menschen, die alles mitschneiden! NEIN es gibt sie nicht!
Niemand bekommt alles mit, was rundherum geschieht. Wir glauben es, und wir wollen es. In Wahrheit können wir heilfroh darüber sein, dass wir nicht alles mitbekommen. Wir würden es nicht schaffen.
Wenn du einen Vortrag hältst, dann muss dir genau das bewusst sein. Deine Zuhörerschaft ist nicht den ganzen Vortrag zu 100% bei dir und deinem Vortrag.
Was hält uns davon ab?
Wovon?
Na von Vielem oder Allem, oder was auch immer?
Dafür bin ich nicht geschaffen. So sind wir nicht. Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere. Geld mach nicht Glücklich. Lieber bin ich ..........
Das sind sie unsere Glaubenssätze. Unsere Glaubenssätze bestimmen unser Leben. Die haben wir uns irgendwo eingetreten und auf´s Aug gedrückt bekommen. Glaubenssätze sind nicht immer nur einschränkend, sondern können auch beflügeln: Probleme sind da um gelöst zu werden. Ich liebe Herausforderungen.
Wir haben die Wahl, wie unsere Glaubenssätze aussehen.
Erfahrung ist, doch immer gut? Kann Erfahrung schlecht sein?
Nein, Erfahrung ist immer gut. Nur Erfahrung alleine ist meiner Erfahrung nach nicht nur zu wenig, sondern schlecht.
Stell dir vor du bist Professor oder Professorin und gilts als Kapazität auf deinem Gebiet. Du hast extrem viel Erfahrung bei Vorträgen. Wieviele Menschen kennst du, die dir ehrlich sagen würden, dass deine Vorträge verbesserungswürdig sind. Deine Mitarbeiter wahrscheinlich nicht. Deine Studenten - sicher nicht. Deine Familie, wahrscheinlich auch nicht, weil sie die wenigsten Vorträge von dir hören. Deine Kolleginnen und Kollegen - wahrscheinlich auch nicht. Entweder sind sie deine Peergroup, denken und handeln ähnlich wie du, deine Konkurrenten, da brauche ich nichts dazu zu sagen, oder es sind Menschen, denen es ohnehin egal ist.
Also nur mit Erfahrung alleine bekommst du zu wenig Feedback - je angesehener du bist und je höher deine Position ist, desto weniger ehrliches Feedback bekommst du.4
Was ist also die Lösung?
Sehr oft höre ich in meinen Coachings, dass Vorträge am Abend davor im Hotelzimmer noch schnell zusammengestellt werden. Ich bewundere den Mut: Am nächsten Tag vor mehreren hundert Fachleuten zu sprechen und dann nur einige wenige Stunden - wenn überhaupt Stunden - in die Vorbereitung zu investieren. Ist es Mut, oder ...... egal!
Was ich auch immer wieder sehe ist, dass Ärztinnen oder Ärzte nicht wirklich wissen, wie ein Drehbuch eines Vortrages aussieht. Da höre ich: "Das habe ich im Gefühl." "Das weiß ich halt." "Das habe ich immer schon so gemacht." "Das machen die Anderen auch so."
Ganz selten kommt die Frage: "Wie mache ich es richtig?" oder noch viel interessanter und besser: "Wie soll ich es machen?"
Eines vorne weg: Du musst es so machen, wie es dir entspricht und wie dein Publikum denkt."
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