Persönlich

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & CulturePersonal Journals
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Persönlich episodes

  • Jacqueline Burckhardt und Manuel Battegay
    Zwei Persönlichkeiten, mit unterschiedlichen Lebenswegen, die sich in der Radiotalkshow «Persönlich» kennenlernen: Jacqueline Burckhardt gilt als eine der renommiertesten Kunstexpertinnen der Schweiz. Der Infektiologe Manuel Battegay steht als Chefarzt und Professor kurz vor der Emeritierung.
    Jacqueline Burckhardts Herz schlägt für die Kunst. Als Diplomatenkind wuchs sie in verschiedenen Hauptstädten Europas auf. Die Leidenschaft an der Archäologie entdeckte sie bereits in der Kindheit, als sie in Italien eine römische Legionärsmedaille fand. Auch Ihre Ausbildung zur Restauratorin führte sie später erneut nach Rom.
    Jacqueline Burckhardt ist Mitbegründerin der Kunstzeitschrift «Parkett» und hat durch ihr Engagement für die zeitgenössische Kunst viele Freundschaften mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern wie Laurie Anderson, Lou Reed oder Pipilotti Rist aufgebaut: «Das ist mein Olymp, der mich begleitet», sagt sie mit einem verschmitzten Lächeln. Seit über 40 Jahren wohnt Jacqueline Burckhardt in Zürich.
    Manuel Battegay steht unmittelbar vor einem neuen Lebensabschnitt: Ende März 2023 tritt der Chefarzt der Klinik für Infektiologie & Spitalhygiene am Universitätsspital Basel zurück. Bereits diese Woche findet das Abschiedssymposium des Professors für Innere Medizin und Infektiologie an der Universität Basel statt.
    «Die letzten Jahre waren happig,» erzählt Manuel Battegay: Er war Vize-Leiter der COVID-19 Science Task Force und nahm in dieser Funktion an den Sitzungen im Gesamtbundesrat teil. Daneben engagiert sich Manuel Battegay in Tansania und Osteuropa für eine bessere Betreuung von HIV-infizierten Menschen. Manuel Battegay wohnt in Basel.
    51 min
  • Schauspielerin Heidi Maria Glössner & Hypnosetherapie-Experte Gabriel Palacios
    Der Beruf ist ihr Lebenselixier: Schauspielerin Heidi Maria Glössner steht auch mit 78 Jahren noch immer auf der Bühne. Hypnosetherapie-Experte Gabriel Palacios hat mit 32 Jahren ein ganzes Imperium aufgebaut.
    Gabriel Palacios' Kindheit war geprägt von immer wiederkehrenden Ohnmachtsanfällen, die medizinisch nicht geklärt werden konnten. Im Alter von fünf Jahren hat er seinen Vater durch Suizid verloren. Als jüngster von sieben Geschwistern hat er sich schon als Bub intensiv mit der Gedankenwelt auseinandergesetzt. Sein erstes Auto und die Fahrprüfung finanzierte sich der geschäftstüchtige Gabriel Palacios als Mentalist und Zauberer.
    Längstens ist es sein Ziel und zugleich auch Geschäftsmodell, Menschen in ihrer geistigen Entwicklung und Entfaltung zu unterstützen. Das tut er unter anderem an Vorträgen, Seminaren und auch als Autor von Ratgeberbüchern. An seinem Institut in Bern bildet er auch Hypnosetherapeutinnen und -therapeuten aus.
    Heidi Maria Glössner gilt als Grande Dame der Schweizer Theaterbühnen. Über viele Jahre gehörte sie zum festen Ensemble der Stadttheater Luzern und Bern. Bekannt ist sie auch aus diversen Kino- und Fernsehfilmen. Ihrem Beruf geht sie bis heute nach. Als nächstes spielt sie eine Sterbewillige im Stück «Gott» von Ferdinand von Schirach.
    Die Schauspielerin ist in Süddeutschland zu Kiegszeiten geboren. Aufgewachsen ist sie bei einer Freundin ihrer Mutter in Niederuzwil SG. Heidi Maria Glössner ist Mutter eines Sohnes und zweifache Grossmutter. Seit über 30 Jahren lebt sie in Bern, ohne Berndeutsch zu sprechen. Sie lebt alleine und ist seit fünf Jahren in einer festen Beziehung.
    Die Gesprächssendung «Persönlich» wird moderiert von Dani Fohrler und kommt aus dem Veranstaltungsort Casino in Bern.
    50 min
  • Olga Miler, Finanzexpertin und Michel Gammenthaler, Komiker
    Das Gipfeltreffen zweier Profis: Olga Miler gehört zu den prominentesten Finanzexpertinnen der Schweiz, Michel Gammenthaler ist einer der profiliertesten Komiker im Land. Sie sind zu Gast bei Christian Zeugin.
    Olga Miler, 46 – Finanzexpertin «Geldanlegen ist wie Sportmachen: Irgendwann muss man beginnen, dranbleiben und dann kommt auch die Freude daran», sagt Olga Miler. Die Finanzexpertin war über zehn Jahre bei der UBS tätig, baute dort das Frauenförderungsprogramm und gründete danach ihr eigenes Start-up «SmartPurse» mit Kursen über Finanzen und Geldanlagen.«Ich wurde nie zur klassischen Bankerin und doch bin ich heute eine solide Finanzspezialistin», erzählt Olga Miler.Michel Gammenthaler, 49 – Komiker «Ich probe nicht gerne, aber üben tue ich für mein Leben gerne», stellt Michel Gammenthaler klar. «Beim Proben sitzt die Regisseurin in der vierten Reihe und hat alles schon siebenmal gesehen», schmunzelt er. Seit über 20 Jahren steht Michel Gammenthaler auf der Bühne und gehört heute zu den erfolgreichsten Komikern der Schweiz.«Ich wollte früh vor die Leute», erzählt Michel Gammenthaler weiter, «mit 15 wurde ich bereits als Zauberer bei der Eröffnung der CD-Abteilung in der Bibliothek Dietlikon engagiert». Aktuell tourt er mit dem Programm «Blöff» über die Schweizer Bühnen.
    51 min
  • Hotelière Monika Gmür und Theatermacher Thomas Scheidegger
    Auf dem Lebensweg die richtige Abzweigung zu finden, ist beiden gelungen: Monika Gmür hat mit über fünfzig ihr altes Leben hinter sich gelassen und führt seither im Tessin ein Hotel. Thomas Scheidegger lebt seine Passion mit Theaterstücken, die in einem Steinbruch vorgeführt werden.
    Monika Gmür, 68 – Hotelière
    Mit über fünfzig Jahren verliess Monika Gmür ihr Haus am Zürichsee und wanderte zu Fuss ins Tessin. Das war ein symbolischer Akt, um ein neues Leben anzufangen. Vorher hatte sie zwei Jahre lang auf «Flipcharts» ihre Pläne geschmiedet. Ein Hotel sollte es werden. Das Traumhaus dazu hat sie in Maggia gefunden. Die Grenzerfahrungen des Aufbaus ihres «Casa Martinelli» in den ersten Jahren waren immens. Aber Monika Gmür hat es geschafft und ihr Glück gefunden.
    Die Tochter des legendären Tausendsassa Hans Gmür ist Mutter von zwei Töchtern und findet in der Natur an oder in der «Maggia» für ihren Alltag immer wieder neue Lebensenergie.
    Thomas Scheidegger, 64 – Theatermacher
    Thomas Scheidegger war Lehrer, als er Mitte zwanzig seiner grossen Leidenschaft nachging und in Paris die «Philipp Gaulier Theaterschule» absolvierte. Diese Zeit war richtungsweisend. Er gründete mit anderen Schauspielenden das «Theater Madame Bissegger». Viele Jahre waren sie als Strassentheater in Deutschland und der Schweiz unterwegs. Es haben sich damals immer viele Leute gemeldet, die Zimmer angeboten haben. Eine davon ist seine jetzige Ehefrau. Mit ihr zusammen ist der zweifache Vater Thomas Scheidegger längst ansässig geworden. Auch das Theater hat einen festen Standort. Bis im September ist das aktuelle Stück «Block» im «Steigrüebli» in Ostermundigen zu sehen.
    51 min
  • Hotelière Yordanka Jaschke und Klima-Aktivist Edwin Moser
    Yordanka Jaschke ist der Liebe wegen vor 27 Jahren in die Schweiz gekommen. Edwin Moser ist geschäftlich in die Schweiz gezogen – und hat hier ein neues Leben und die Liebe gefunden.
    Yordanka Jaschke, 45 – Hotelière
    Yordanka Jaschke stand in Havanna kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Hochbauzeichnerin, als eine Bekannte einen jungen Schweizer zu Besuch vorbeibrachte, den sie als Dolmetscherin durch Kuba begleitete. Die beiden verliebten sich und Yordanka begann intensiv Deutsch zu lernen und folgte ihm in die Schweiz. Die Liebe hat nicht gehalten, dennoch ist Yordanka geblieben.
    Einige Zeit später lernte Yordanka Jaschke ihren heutigen Mann kennen. Die beiden haben zwei Söhne im Teenageralter und haben sich 2018 einen Traum verwirklicht: Sie übernahmen einen Gasthof mit Restaurant und Hotelbetrieb in Neftenbach.
    Jordankas Handschrift ist im ganzen Haus spürbar: So hängen etwa an den Wänden selbstgemalte Bilder und auf der Speisekarte finden sich auch kubanische Spezialitäten und Getränke. «Keine Angst», sagt Yordanka Jeschke, «in der Küche stehen Profis» und verweist lachend auf ein Büchlein mit einer Anekdotensammlung ihrer Söhne. Der Titel: «Mama kann nicht kochen».
    Edwin Moser, 52 – Klima-Aktivist
    Edwin Moser ist auf der Schwäbischen Alp aufgewachsen. «Viele Steine und wenig Humus prägen die Gegend und haben den Menschen schon immer viel Arbeit abverlangt», sagt er. So war auch in seinem Elternhaus Fleiss und Arbeitseinsatz wichtig. Edwin arbeitete neben Schule und Studium in verschiedenen Jobs und machte danach Karriere auf der Bank. Diese führte ihn nach Argentinien und schliesslich auf den Schweizer Finanzplatz nach Zürich.
    Heute achtet er auf einen möglichst kleinen Fussabdruck. Er organisiert ein Umwelt-Film-Festival und ist engagierter Vater von zwei kleinen Kindern.
    51 min
  • Isabelle Bitterli, Verlegerin und Autorin und Urs Bucher, Betriebsleiter Kapuzinerkloster Solothurn
    Beide waren viele Jahre Gastgeberin und Gastgeber in der Gastronomie: Heute sind für einmal Isabelle Bitterli und Urs Bucher zu Besuch bei Christian Zeugin im «Persönlich».
    Isabelle Bitterli – Verlegerin und Autorin
    Isabelle Bitterli leitete mit ihrem damaligen Mann 18 Jahre lang das renommierte Restaurant «Salmen» in Olten. Heute ist die gelernte Werberin und Grafikerin wieder an ihren beruflichen Wurzeln angelangt: Sie organisiert mit einem kleinen Team das IPFO (International Photo Festival Olten) im Haus der Fotografie. Dazu ist Isabelle Bitterli Autorin und Verlegerin des Kobold Books Verlags, den sie mit ihrem Partner Werner Nydegger führt.
    Urs Bucher – Betriebsleiter
    Urs Bucher war viele Jahre Gastronom, er organisierte Messen für Kunsthandwerk und Events und Partys, die weit über die Stadt Solothurn beliebt waren. Heute leitet er das Kapuzinerkloster, das mit verschiedenen Sozialprojekten einerseits Menschen in einem geschützten Umfeld ins Arbeitsleben integriert, andererseits mit dem Klostergarten eine Spielwiese für Schulkinder bietet, die damit Gartenarbeit aus eigener Hand erlernen. Urs Buchers Handschrift zeigt sich auch in den diversen Produkten, die das Kloster herstellt: Von Klostertee bis Gin entstehen diverse kulinarische Erzeugnisse, die im Klostershop verkauft werden.
    50 min
  • Bergführerin Ariane Stäubli und Schuhmachermeister Franz Kälin
    Wer ein Erlebnis ausserhalb der eigenen Komfortzone sucht, ist hier richtig: Ariane Stäubli führt Menschen auf Gipfel, bei Franz Kälin kann man seine eigenen Schuhe herstellen.
    Ariane Stäubli, 35, ist schon als Kind auf Bäume und Berge geklettert. Diese Leidenschaft ist geblieben: Sie absolvierte als erste Frau die Gebirgsspezialisten-Rekrutenschule und verbringt fast ihre ganze Freizeit in den Bergen, häufig mit ihrem Lebenspartner. Ariane Stäuble hat bereits mit der Ausbildung zur Bergführerin begonnen, als sie sich 2014 mit ihrem Partner auf eine Skitour begibt. «Es war ganz alleine meine Schuld, ich war wohl einen Moment nicht bei der Sache», sagt sie rückblickend. Auf dem Grat rutscht ihr auf dem harten Schnee ein Ski weg – sie stürzt 500 Meter in die Tiefe.
    «Sie werden wieder lernen müssen, zu gehen» sagen die Ärzte, und lassen offen, ob das klappen kann. Es sah alles nach dem Ende von Arianes Bergtraum aus. Doch sie kämpfte sich zurück, heute ist sie eine der immer noch wenigen Bergführerinnen in der Schweiz. Und jongliert mit ihren Aufgaben als Mutter, Umwelt-Ingenieurin und Bergführerin mit Weitsicht, Gelassenheit und Humor.
    Franz Kälin, 60, ist erblich vorbelastet: Schon sein Vater und sein Götti waren Schuhmacher. Der Sohn hätte dereinst die Werkstatt vom Vater in Interlaken übernehmen sollen. Doch es kam anders: Als Schuhmachermeister übernahm Franz Kälin die Leitung der Werkstatt in einem Jungendheim. Er fertigte nicht einfach Schuhe für andere an, er zeigte anderen, wie man Schuhe anfertigt. Diese Kunst hat er verfeinert: Heute gibt er Kurse zur Herstellung eigener Schuhe in seiner Werkstatt in Brienz – und die Menschen reisen von weither an. Polizistinnen, Chirurgen, Gastwirte, Lehrerinnen. «Ich gebe keine Therapiekurse», sagt Franz Kälin lachend, «aber meine Kurse haben offenbar auch einen therapeutischen Nutzen». Mal was mit den eigenen Händen machen, etwas das bleibt, das man brauchen kann und nach den eigenen Vorstellungen gestalten und passend machen kann, das scheint bei vielen Menschen einen Nerv zu treffen.
    Franz Kälin ist fünffacher Vater und lebt mit seiner Partnerin in Brienz – nach dem eigenen 4-H-Prinzip, wie er sagt: «Hirn, Herz, Hand und Humor.»
    Ariane Stäubli und Franz Kälin sind zu Gast bei Daniela Lager im Zentrum Paul Klee in Bern.
    50 min
  • Anikó Donáth, Schauspielerin und Marco Cortesi, ehemaliger Medienchef Stadtpolizei Zürich
    Anikó Donáth studierte sieben Semester Rechtswissenschaften mitsamt Gastsemester im Ausland, bis sie doch in die Schauspielerei rutschte. Marco Cortesi hielt es nur drei Tage bei der Bank aus und wechselte dann zur Stadtpolizei Zürich. Christian Zeugin begrüsst die beiden als Gäste in «Persönlich».
    «Sechsmal scheiterte ich an der Aufnahmeprüfung an einer Schauspielschule», erzählt Anikó Donáth. Also entschied sie sich für ein Jus-Studium. «Die Anmeldung für die Uni gab ich unter Tränen ab, als würde ich meinen Traum begraben.» Und dann kam es doch anders. Nach sieben Semestern Rechtswissenschaften mitsamt Gastsemester im Ausland rutschte Anikó Donáth doch ins Schauspielfach – durch Glück, Begabung und Mut. «Ich wollte nicht warten, nahm alle Rollen an, war uneitel und lebte nach der Maxime Hauptsache spielen!»
    Heute gehört die Schauspielerin mit dem Comedy-Programm «Ex-Freundinnen» fest zur Schweizer Unterhaltungsbranche. Soeben ist Anikó Donáths Erstling «Ich, die Gurke» mit 50 witzigen Anekdoten aus ihrem Leben auf der Bühne erschienen.
    Marco Cortesi wuchs im Engadin auf und kam nach der Postlehre für das Handelsdiplom nach Zürich. «Bei der Bank hielt ich es nur drei Tage aus und wechselte dann zur Zürcher Stadtpolizei», schmunzelt Marco Cortesi, wenn er seinen Lebensweg aufzeigt. Er ging auf Streife im Kreis 4, war im Jugenddienst der Kriminalpolizei und wechselte bereits 1992 zur Medienstelle. Damit wurde er während Jahrzehnten zur prominentesten Stimme der Stadtpolizei Zürich. Er informierte über Unfälle und Verbrechen und wurde zuweilen selbst zum Ziel von Angriffen, sodass er am Ende seiner Karriere nur noch mit Personenschutz unterwegs war.
    Im Herzen ist Marco Cortesi Engadiner geblieben, die Liebe zur Heimat hat sich auch auf seinen Haushalt im Unterland übertragen: Seine Frau und er unterhalten sich zuhause konsequent im rätoromanischen Idiom des Oberengadins.
    51 min
  • Berührende Lebensgeschichten
    Beide singen gerne, beide haben eine spezielle Beziehung zu Gott: die Bündner Musikerin Marie Louise Werth und Christian Meyer, Abt des Klosters Engelberg. Am Muttertag treffen sie sich im Kursaal in Engelberg bei Sonja Hasler ganz persönlich.
    Marie Louise Werth, 59 – MusikerinMarie Louise Werth ist Sängerin und Pianistin mit Leib und Seele. Schon mit fünf Jahren entdeckte sie daheim das Klavier und brachte es sich selbst bei. Ihr Meerschweinchen war ihr erster Fan. 1989 trat sie mit der Gesangsgruppe Furbaz beim Concours Eurovision de la Chanson auf und belegte mit «Viver senza tei» den 13. Platz. Aufgewachsen ist Marie Louise Werth als jüngstes von fünf Kindern in Disentis und besuchte dort die Klosterschule. «Ich war ein wildes Kind und die Patres hatten ihre liebe Mühe mit mir», lacht sie. Heute lebt sie in Sachseln am Sarnersee und ist im Moment solo unterwegs.Christian Meyer, 55 – Abt im Kloster EngelbergAuch Abt Christian singt gerne, früher sogar im Jodlerclub. Seit zwölf Jahren ist er Abt des Klosters Engelberg und lebt dort mit 16 Mitbrüdern. Aufgewachsen ist Abt Christian mit zwei Brüdern in der Stadt Basel und wusste schon früh, dass er Priester werden wollte. Von seinen Kollegen bekam er deshalb einen besonderen Spitznamen: «Ja, mein Spitzname war Jesus, und zwar englisch gesprochen: 'Tschiises'», erzählt er. In seiner Freizeit spielt der Abt leidenschaftlich gerne Laientheater und pflegt seine vier Papageie der Gattung Amazonen, die er in einer Volière im Arbeitszimmer hält.
    51 min
  • Rote Nase trifft Tüftler – Christine Lienhard und Frido Stutz
    Sie bringt Lebensfreude in Heime für Demenzkranke – er baut automatische Parkiertürme für Velos.
    «Ich habe eigentlich immer eine rote Nase bei mir», sagt Christine Lienhard, 52, «die kleine Schaumstoffkugel sorgt bei Alt und Jung für gute Laune». Und so setzt sie die Nase auch mal im Auto vor einer Ampel auf – was bei Fussgängern und anderen Autofahrerinnen erst Verblüffung und dann Heiterkeit auslöst. Anderen Menschen Freude bereiten ist ihr erklärtes Ziel. Ihre Stiftung «Lebensfreude» vermittelt Clowns und Künstlerinnen in Heime für ältere Menschen und Demenzkranke. Und daneben führt sie das Büro für ihren Mann, den Bandleader Pepe Lienhard. Mit ihm hat sie sich in Frauenfeld einen Traum erfüllt und ein altes Bauernhaus in eine Oase für Mensch und Tier umgestaltet. Christine Lienhard bewegt sich in verschiedenen Welten, besucht Heimbewohnerinnen und sammelt bei vermögenden Menschen Geld für ihre Projekte. Dabei hilft ihr auch ihre Erfahrung als langjährige Flight-Attendant bei einer Privatjet-Fluggesellschaft, wo sie reiche und einflussreiche Persönlichkeiten in der Luft betreute.
    Auch Frido Stutz, 67, war beruflich in der Luft unterwegs: Als Pilot grosser Frachtflugzeuge ist er in jede Ecke der Welt gereist. Er hat seinen Flugplan mit dem seiner Frau abgestimmt, die als Flight- Attendant bei der Swissair und später bei der Swiss ebenfalls viel unterwegs war. Bei einem verregneten Aufenthalt in Taipeh hat Frido Stutz vor Jahren aus dem Hotelzimmer in einen Hinterhof, direkt auf ein automatisches Parkhaus schauen können. Er hatte Zeit – und hat gezeichnet, gerechnet und perfektioniert, bis er sein eigenes Parkhaussystem patentieren lassen konnte. Heute baut der Vater zweier erwachsener Kinder nach dem gleichen Prinzip Parkiertürme für Velos und entwickelt kombinierte Wind- und Solarsysteme für Wohnhäuser. «Pilot war ein fantastischer Beruf», sagt er, «aber es ist unkreativ. Ich will noch etwas erschaffen».
    52 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Was einem im Leben so alles passieren…