Pferde, Schäfer und Menschen

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Pferde, Schäfer und Menschen episodes

  • Aktiv zuhören statt Show-Therapie – ein unterschätzter Erfolgsfaktor in der Pferdetherapie

    Wer glaubt, schon alles zu wissen, hört auf, wirklich zuzuhören, sowohl beim Pferd als auch beim Pferdebesitzer. In dieser Folge geht es um die osteopathische Listening-Technik als eine Form des aktiven Zuhörens, warum stille, unspektakuläre Behandlungen oft die wirkungsvollsten sind, und warum die Gespräche vor und nach der Behandlung genauso wichtig sind wie die Arbeit am Pferd selbst. Außerdem: das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun, und warum Expertentum ohne Demut zum Stillstand führt.

    00:00 Intro: Wenn du glaubst, alles zu wissen

    03:12 Die Brücke zur Osteopathie: die Listening-Technik
    07:27 Warum meine Behandlung still ist – keine Show-Therapie
    09:30 Zuhören gegenüber dem Pferdebesitzer
    11:10 Das Kommunikationsquadrat
    13:47 Wenn man glaubt, Experte zu sein
    16:29 Fazit: ein Appell zum bewussten Zuhören

    18 min
  • Selen, Social Media und das Jungpferd, das fast in eine toxische Überversorgung rutschte

    Ein junges, engagiert aufgepäppeltes Pferd rutschte fast in eine toxische Selenüberversorgung – ein Fallbeispiel, das zeigt, warum schnelle Empfehlungen aus sozialen Medien gefährlich sein können. In dieser Folge geht es um die genaue Rechnung hinter dem Fall, deutlich über der toxischen Grenze, und darum, wer eigentlich die Verantwortung trägt, wenn gut gemeinte Fütterung nach hinten losgeht. Außerdem: warum sich Wachstumsfutter, hoher Selengehalt und ein bestehender Wurmbefall gegenseitig verstärkt haben, und warum osteopathische Behandlung allein hier nicht gereicht hätte.

    00:00 Intro: Wenn Aufpäppeln zur Überversorgung wird

    03:06 Ein Fallbeispiel: gut gemeint, aber riskant umgesetzt
    06:32 Wie es zur Überversorgung kam
    11:03 Die Rechnung: deutlich über der toxischen Grenze
    13:49 Wen trifft die Verantwortung?
    15:07 Die Gesamtsituation des Pferdes
    17:49 Selenüberschuss: Symptome und regionale Besonderheiten
    20:13 Wie sich die Probleme gegenseitig verstärkten
    22:19 Warum ich nie nur osteopathisch schaue
    23:19 Ein Blick über das Pferd hinaus
    26:50 Fazit

    29 min
  • Die Zähne wurden gerade „gemacht“ – warum der Pferdebesitzer und Therapeut bei den Zähnen genauer hinsehen sollte

    Eine Zahnbehandlung ist für viele Pferdebesitzer erledigt, sobald der Zahnarzt da war und Haken und Kanten entfernt hat. In dieser Folge geht es darum, warum eine wirklich gründliche Untersuchung deutlich mehr umfasst – von der Schleimhautfarbe über den Geruch bis zur Beweglichkeit von Ober- und Unterkiefer. Außerdem: warum Pferde Zahnschmerzen ganz anders zeigen als Menschen, und ein Fallbeispiel, bei dem ein frisch kontrollierter Zahn trotzdem die eigentliche Ursache war.

    00:00 Intro: Mehr als Haken und Kanten

    03:22 "Die Zähne wurden gemacht"

    04:14 Was eine gründliche Untersuchung bedeutet

    09:07 Zahnschmerzen anders gezeigt als beim Menschen

    13:12 Ein Fallbeispiel

    17:15 Mein Appell

    21 min
  • Zwischen Herz und Haltung – ursachenorientierte Pferdetherapie mit Janine Kettlitz
    Ein ehrliches Gespräch mit Janine Kettlitz über Haltung, Verantwortung und die Kunst, als Therapeut:in klar und authentisch zu bleiben.
    Wir sprechen über die Bedeutung von Mindset, Grenzen und ursachenorientiertem Denken – und darüber, was wahre Professionalität mit Wertschätzung und dir selbst zu tun hat.
    Wenn dich die folgenden Themen interessieren, solltest du diese Folge nicht verpassen: Mindset Pferdetherapeut, Pferdetherapie Ausbildung, professionell arbeiten mit Pferden, Business für Pferdetherapeuten, ganzheitliche Pferdetherapie, Ursachenorientierung, Selbstständigkeit Pferdetherapie, Pferdetherapeut werden, Grenzen setzen im Pferdebusiness, Erfolg im Pferdeberuf
    https://horse-therapy-academy.de
    Transkript:
    Zwischen Herz und Haltung: Ursachenorientierte Pferdetherapie mit Janine Kettlitz
    Denise Hallo und herzlich willkommen zu meinem Podcast "Pferde, Schäfer und Menschen". Mein Name ist Denise, ich bin Pferde-Osteotherapeutin, Humanphysio und Sporttherapeutin und habe die Horse Therapy Academy gegründet, um anderen Therapeuten zu mehr Wissen und Tiefe zu verhelfen und ihr Business besser zu strukturieren. Heute habe ich einen Gast: Janine Kettlitz. Sie ist Pferdephysiotherapeutin, Huforthopädin und bildet sich aktuell zur Chiropraktikerin weiter, dazu bietet sie Faszientraining für Pferde und klassische Handarbeit an. Sie kommt aus der Gegend Bremerhaven-Loxstedt, gut zweieinhalb Stunden von mir im nördlichen Münsterland entfernt. Ich habe Janine sehr intuitiv eingeladen, nachdem ich sie in einer Podcast-Folge von Equibiz gehört hatte – es geht dort ums Pferde-Business und Coaching. Ein Satz auf ihrer Instagram-Seite hat mich besonders angesprochen: "Ich möchte, dass du mich als Pferdebesitzer so wenig wie möglich brauchst." Das ist genau meine Wellenlänge, weil es nicht um dauerhaftes Symptome-Behandeln geht, sondern um Ursachenarbeit. Janine, schön, dass du da bist! Magst du dich kurz vorstellen – wer bist du, was machst du, und wie ist dieser Satz entstanden?
    Janine Hallo Denise, danke, dass ich dabei sein darf. Der Satz ist entstanden, weil ich in meinem Umfeld ganz viel sehe, dass es bei Pferdetherapeuten gang und gäbe ist, alle paar Wochen vorbeizukommen, kurz etwas am Pferd zu machen und vielleicht noch zu sagen, massier mal hier oder da – aber das löst das eigentliche Problem nicht. Ich war selbst als Pferdebesitzerin betroffen, das ist auch der Grund für meine ganze Ausbildung: Ich wollte wirklich wissen, warum mein Pferd eine bestimmte Baustelle hat, wie ich ihm am besten helfe, ob ich vielleicht einen anderen Trainer brauche – und was sich langfristig ändern muss, statt alle paar Wochen Geld für dasselbe Problem auszugeben. Ich bin Pferdetherapeutin aus dem Raum Bremerhaven, ursprünglich auch dort geboren, außerdem Huforthopädin, mache Faszientraining und klassische Handarbeit – ich versuche, einen möglichst ganzheitlichen Blick zu haben.
    Denise Du warst also selbst Pferdebesitzerin und hast eigentlich erstmal für dich selbst verstehen wollen, was mit deinem Pferd los ist – nicht mit dem Ziel, dich voll selbstständig zu machen, was du seit 2021 bist. Ich kenne das gut: Ich habe mein eigenes Pferd damals durch eine nicht ganz korrekte Reitweise selbst vergurkt und hätte mir gewünscht, dass mir jemand ehrlich sagt, dass sich etwas ändern muss. Was sind die Fragen oder Probleme, über die du am häufigsten aufklärst?
    Janine Das hat sich bei mir stark in eine Richtung entwickelt, wahrscheinlich auch, weil ich selbst betroffen war: Mein älterer Wallach Leo hat seit vier, fünf Jahren einen Fesselträgerschaden. Ich bin nur draufgekommen, weil ich durch meine eigene Ausbildung angefangen habe, Dinge zu hinterfragen – zum Beispiel, dass die natürliche Schiefe bei ihm nicht zu den Symptomen passte. Ein sehr guter Tierarzt hat das dann bestätigt. Aber die Therapeuten, die ich vorher hatte, hatten das nicht gesehen. Hätte das früher jemand angesprochen, wäre er wahrscheinlich noch voll reitbar. Ich habe ihn auch selbst kaputt geritten, zu sehr Richtung Versammlung, das hat ihm nicht gutgetan. Deswegen spreche ich solche Themen mit meinen Kunden offen an. Von zehn Pferden, die mir vorgestellt werden, sind mindestens neun lahm – und häufig schon seit Langem, sodass die Hilfe manchmal zu spät kommt.
    Denise Vielleicht trauen sich auch viele Therapeuten nicht, das offen auszusprechen, aus Sorge vor Ablehnung. Bei mir ist das ähnlich: Wenn Pferde 23 Stunden in der Box stehen ohne Heu und Wasser, sage ich klar, dass ich dann eigentlich gar nicht zum Behandeln kommen muss, weil die Ursache woanders liegt. Ist das bei dir auch so, oder hältst du dich eher zurück?
    Janine Auf Fortbildungen, gerade bei Ganganalysen, sehe ich oft, dass andere ein unharmonisch bewegtes Becken diagnostizieren, wo ich sofort sage: Das Pferd ist lahm. Ich glaube, das wird in vielen Schulen einfach nicht so gelehrt, und bis man das wirklich sieht, dauert es – Pferde kompensieren zu gut. Es gibt sicher auch Therapeuten, die sich nicht trauen, etwas zu sagen, weil man als voll Selbstständige einen bestimmten Umsatz braucht. Das Wort "Lahmheit" macht vielen Besitzern Angst, man muss es manchmal vorsichtig verpacken. Ich habe früher konsequent meine Linie durchgezogen und dadurch tatsächlich Kunden verloren – manche kamen nach ein, zwei Jahren zurück, nachdem es bei anderen Therapeuten nicht besser wurde. Ich nehme meinen Pferden auch nicht gerne die Kompensation, die sie im Moment vielleicht sogar brauchen.
    Denise Das ist frustrierend – wenn man in eine Dauertherapie geht, obwohl das eigentliche Problem ein ganz anderes ist. Ich schicke Besitzer manchmal in die Klinik, wenn ich massive Zahnprobleme vermute, auch wenn "die Zähne gerade erst gemacht wurden" – gemacht heißt oft nur, Haken und Kanten wurden entfernt, aber niemand hat nach Entzündungen geschaut. Kurzfristig ist das teuer, aber langfristig spart es Geld. Ich glaube, viele Besitzer fühlen sich dann auch schuldig.
    Janine Ich habe oft Kunden mit einem fünfzehnjährigen Pferd, das sie erst vor zwei Jahren gekauft haben. Da kann ich ehrlich sagen: Was dein Pferd hat, hatte es wahrscheinlich schon vorher, das hat sich über Jahre aufgebaut, du bist daran nicht schuld. Das sind oft Liebeskäufe – ich nehme mich da nicht raus, meinen Leo hätte ich nach heutigem Wissen wahrscheinlich auch nicht gekauft. Aber man kann aus allem das Beste machen.
    Denise Ich glaube, ein großer Teil unserer Arbeit ist mittlerweile, Besitzer aufzuklären und zu beruhigen. Ein Thema, das mir noch wichtig ist: Wir wünschen uns beide, dass Pferde während der Behandlung wirklich kommunizieren dürfen, statt am Halfter festgehalten zu werden. Wie ist das bei dir entstanden?
    Janine Das war in der Ausbildung schon ein Thema, aber nicht in der Tiefe, wie ich es heute mache – das kam eher durch meine Trainerin und viele Fortbildungen. Mir ist wichtig, dass Pferde in der Behandlung kommunizieren dürfen. Besitzer sind manchmal erschrocken, wenn ich sage, es ist in Ordnung, wenn das Pferd nach mir schnappt – ich passe natürlich auf, dass es mich nicht erwischt, aber wie soll das Pferd sonst sagen, dass etwas unangenehm ist? Ohren anlegen, Nase rümpfen, notfalls ein Schnappen – das ist erlaubt, und ich bestehe darauf, dass Besitzer ihr Pferd dafür nicht bestrafen. Ich möchte auch nicht, dass Pferde während der Behandlung angebunden sind, sie sollen sich frei bewegen können, deshalb brauche ich meistens viel Platz. Bei manchen unruhigen Pferden behandle ich sogar in der Bewegung, zum Beispiel mit Handgriffen aus dem tensegralen Training. Therapie ist eben auch ein bisschen Ausprobieren, nicht Schema F – man muss individuell auf jedes Pferd eingehen.
    Denise Genau das ist mir auch wichtig – die Zeit vor und nach der Behandlung gehört dem Besitzer, aber während der Behandlung arbeite ich erstmal allein mit dem Pferd, das darf sich bewegen. Ich hasse es auch, wenn eine Technik auf Fortbildungen als die eine Wunderlösung verkauft wird. Stattdessen biete ich dem Pferd meine Hände an und schaue, worauf es reagiert – und kann oft gar nicht erklären, was ich gerade mache, während ich es tue, weil ich die ganze Zeit mit dem Pferd interagiere. Hattest du schon mal ein richtig schwieriges Erlebnis, wo du die Behandlung abbrechen musstest?
    Janine Ja, noch in der Ausbildung, an einem Übungspferd. Ich war noch sehr auf meine Technik fixiert, habe am Widerrist plump zu mir rübergezogen – die Antwort war Steigen. Die Besitzerin hatte einen viel zu engen Sattel auf dem Pferd, und es ist wirklich auf mich losgegangen. Danach bin ich nicht mehr an das Pferd rangekommen. Heute beobachte ich Pferde viel besser, weil ich nicht mehr auf meine Technik fixiert bin. Ich mache auch nicht bei jedem Pferd erst die volle Gelenkstestung – manchmal muss ich direkt an einen bestimmten Punkt, das ergibt sich im Moment.
    Denise Ich lasse auch mal ganze Bereiche aus, wenn ich merke, dass sich zum Beispiel im Kopfbereich schon so viel löst, dass sich hinten im Becken vieles von selbst erledigt hat. Spannend finde ich, wenn frische Therapeutinnen im Mentoring bei jeder kleinen Schiefe hängen bleiben – dabei hat jedes Pferd irgendwo eine Schiefe, das ist nicht automatisch das Hauptproblem. Ging es dir am Anfang auch so, dass du dachtest, du müsstest alle Gelenke einzeln abarbeiten?
    Janine Ja, ich hatte auch immer Angst, etwas zu übersehen. Wenn ein Pferd am Anfang die Beine nicht hochheben konnte, dachte ich, dann kann ich das Becken gar nicht behandeln, weil mir der passende Handgriff fehlte. Heute, mit viel mehr Techniken im Repertoire, ist das egal – irgendetwas findet sich immer, und man muss nicht jedes Mal jedes Bein hochheben.
    Denise Als Huforthopädin ist das sicher nochmal schwieriger, wenn ein Pferd das Bein nicht gibt.
    Janine Das ist auch in der Huforthopädie ein Thema. Ich habe gerade ein sehr durchtrittiges Pferd übernommen, das massive Probleme hat,...
    54 min
  • Training beginnt mit Körpergefühl – bei Mensch und Pferd

    "Du brauchst ja auch kein Fitnessstudio mehr" – ein Satz, der zeigt, wie oft körperliche Arbeit mit echtem Training verwechselt wird. In dieser Folge geht es um den Unterschied zwischen Bewegung und Training, um Superkompensation und Regeneration, und um die grundlegenden Trainingsprinzipien, die für Mensch und Pferd gleichermaßen gelten. Außerdem: warum "der geht doch auf die Wiese" als Bewegung nicht ausreicht, und warum Rumpfkraft die Voraussetzung für schnelle, gesunde Extremitäten ist.

    00:00 Intro: Warum Bewegung nicht gleich Training ist

    02:14 Körperliche Arbeit ist nicht dasselbe wie Training

    03:32 Superkompensation und Regeneration

    05:22 Warum gezielte Reize auch für mich selbst wichtig sind

    08:54 Bewegung ist Leben, Training ist Anpassung

    10:09 "Der geht doch auf die Wiese" reicht nicht

    11:34 Die grundlegenden Trainingsprinzipien

    15:48 Funktionelles Training statt isolierter Übungen

    20:27 Ein Appell: eine Sache nach der anderen

    21:20 Rumpfkraft vor Extremitätenkraft

    22:56 Vielseitigkeit, Regeneration und das Nervensystem

    25:48 Trainingspausen sind okay – planloses Training nicht

    28 min
  • „Ich will lieber mit Tieren arbeiten“ – Warum das kein guter Grund ist, Therapeut zu werden

    Die meisten werden Pferdetherapeut, weil sie mit Tieren statt mit Menschen arbeiten möchten – aber genau das reicht als alleiniger Beweggrund nicht aus. In dieser Folge geht es darum, warum der Faktor Mensch, also die Kommunikation mit dem Pferdebesitzer, mindestens so wichtig ist wie die Arbeit am Pferd selbst. Außerdem: warum soziale Erschöpfung bei introvertierten Therapeuten eine reale Belastung ist, und wie sich die eigene Selbstständigkeit trotzdem so gestalten lässt, dass sie zur eigenen Persönlichkeit passt.

    00:00 Intro: Warum Tierliebe allein nicht reicht

    01:50 Der häufigste Beweggrund

    03:13 Warum Meckern über Pferdebesitzer nicht weiterhilft

    05:44 Die Realität nach der Ausbildung

    06:57 Meine eigene Erfahrung mit sozialer Erschöpfung

    09:15 Die eigene Selbstständigkeit gestalten

    11:49 Der Faktor Mensch bleibt entscheidend

    13:44 Kommunikation als Werkzeug

    15:21 Grenzen setzen als Teil des Berufs

    16:06 Fazit

    18 min
  • PSSM, MIM, MFM beim Pferd – Warum Genetik nicht alles entscheidet

    PSSM1, PSSM2 (heute MIM genannt) und MFM werden im Alltag oft durcheinandergeworfen – dabei handelt es sich um unterschiedliche, teils noch wenig erforschte Muskelerkrankungen beim Pferd. In dieser Folge geht es um den aktuellen Forschungsstand, die Rolle von Genetik und Epigenetik, und warum ein positiver oder negativer Gentest allein wenig über die tatsächliche Ursache aussagt. Außerdem: warum vor jedem Spezialtest erst die Basics in Haltung, Fütterung und Training stimmen sollten.

    00:00 Intro: Wenn Diagnosen wichtiger werden als das Pferd

    02:38 Was wir heute wissen – und was nicht

    03:48 PSSM1, PSSM2 und die Umbenennung zu MIM

    06:24 Eine gefährliche Vereinfachung im Netz

    09:13 PSSM1 im Detail

    12:49 Von PSSM2 zu MIM

    15:41 Was die aktuelle Forschung zeigt

    19:52 Die P-Varianten der ehemaligen PSSM2

    28:14 Wann macht so ein Test überhaupt Sinn?

    30:46 Antioxidantien und Stoffwechsel

    33:42 Der Zusammenhang zwischen Magen und Muskulatur

    35:48 Epigenetik als Brücke zwischen Genetik und Alltag

    37:20 Ein Mythos zum Schluss

    40:07 Fazit

    43 min
  • Ist das wirklich Osteopathie, was da im Pferdebereich angeboten wird?

    Ein Human-Osteopath beobachtete vor Jahren eine Behandlung und sagte danach nur: gute manuelle Therapie, aber keine Osteopathie. Dieser Satz wurde zum Wendepunkt für die eigene Arbeit und ist Ausgangspunkt dieser Folge. Es geht um den ehrlichen Unterschied zwischen dem Sammeln einzelner Techniken und einer wirklich osteopathischen Denkweise, und darum, warum die Bezeichnung "Pferde-Osteopath" nicht geschützt ist und entsprechend vorsichtig verwendet werden sollte.

    00:00 Intro: Ist das, was wir machen, wirklich Osteopathie?

    01:36 Der Moment, der alles veränderte

    02:25 Was Osteopathie nicht ist

    03:44 Was Osteopathie stattdessen ist

    05:04 Riesiger Respekt vor der Human-Osteopathie

    05:59 Ein Vergleich: Lymphdrainage im Pferde- und Humanbereich

    09:00 Eine ehrliche Selbsteinschätzung

    10:24 Eine ungeschützte Bezeichnung

    11:25 Was ich mir wünschen würde

    13:28 Ein Beispiel aus der eigenen Praxis

    14:51 Fazit

    16 min
  • Selbstständig oder teilselbstständig als Pferdetherapeut? Nur, wenn du bereit bist, an dir zu arbeiten

    Gute Pferdetherapie braucht mehr als fachliches Wissen – sie braucht auch Kommunikationsfähigkeit und die Bereitschaft, die eigenen Schwachstellen zu kennen. In dieser Folge geht es um Präzision als Grundhaltung, um die eigene Persönlichkeit als Werkzeug im Beruf, und um einen besonders mitnehmenden Stallbesuch, der zeigt, wo die eigenen Grenzen als Therapeutin liegen. Außerdem: warum die Frage "Was kostet deine Behandlung?" oft schon viel über die passende Kundschaft verrät.

    00:00 Intro: Warum Mindset und Kommunikation zum Beruf gehören

    02:03 Zuhören als Quelle für neue Impulse

    02:48 Das heutige Thema: Kommunikation und Mindset

    04:00 Präzision als Grundhaltung

    05:31 Was das mit dem Mindset zu tun hat

    08:11 Ein Stallbesuch, der mich mitgenommen hat

    11:55 "Was kostet deine Behandlung?"

    14:14 Was mich wirklich mitgenommen hat

    16:58 Wer wirklich von meiner Arbeit profitiert

    19:42 Mein Appell

    23 min
  • Ganzheitlich – das meist missbrauchte Wort in der Pferdetherapie?

    Der Begriff "ganzheitlich" ist in der Pferdetherapie so wichtig wie abgenutzt – aber was bedeutet er eigentlich konkret? In dieser Folge geht es darum, warum rein lokale, symptomatische Arbeit langfristig nicht reicht, und wie sich ganzheitliches Arbeiten mit einer klaren fachlichen Spezialisierung verbinden lässt. Dazu gehört der Blick auf den Pferdebesitzer, auf die Stimmung im Stall und auf ungewöhnliche Stressoren, die selten mitgedacht werden.

    00:00 Intro: Was "ganzheitlich" wirklich bedeutet

    00:50 Warum lokale, symptomatische Arbeit allein nicht reicht

    03:16 Was "ganzheitlich" aus Sicht der Osteopathie bedeutet

    05:53 Mein eigener, erweiterter Ansatz

    08:30 Der Pferdebesitzer gehört mit in den Blick

    11:53 Was der Stall selbst verrät

    13:51 Die eigenen Sinne schulen statt zu verkopft arbeiten

    15:46 Auch ungewöhnliche Stressoren gehören dazu

    16:59 Fazit

    20 min

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Erfahrungen in der Therapie mit Pferd und Mensch