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Im Augenblick spricht alle Welt von der Erschütterung des status quo durch den 2024 gewählten US-amerikanischen Präsidenten. Das Erdbeben hat eine lange Vorgeschichte, die beide maßgeblichen Parteien zu verantworten haben. Ein Gespräch zwischen Birgit Langenberger und Herbert Hrachovec bezieht sich auf die Bewältigung der Wahlniederlage der Demokraten und analysiert sie vor dem Hintergrund ihrer tatkräftigen Mitarbeit an der wachsenden sozialen Ungleichheit. Ihr wurde als Hüterin des status quo der Wahlgang zum Verhängnis.
Wie wirken Kapitalismus und Neoliberalismus auf die Erfahrung von Zeit ein und was bedeutet es, sich gegen Zeit aufzulehnen? Autor, Filmemacher und Kulturarbeiter Simon Nagy spricht in einem Werkstatt Gespräch mit Sonja Riegler über dessen Buch "Zeit abschaffen - Ein hauntologischer Essay gegen die Arbeit, die Familie und die Herrschaft der Zeit."
Eine "Medienwerkstatt" am Institut für Philosophie der Universität Wien drehte sich um das Thema "Humanität". Fünf in diesem Rahmen entstandene Podcasts werden dokumentiert. Sie drehen sich um die Themenkreise "Krieg und Humanismus?" "Mensch und Tier" sowie "Humanistische Hybris". Präsentation Herbert Hrachovec.
Madalina Diaconu spricht als Sendungsgestalterin über ihr neues Buch „Aesthetics of Weather“ (Bloomsbury, 2024). Die erste internationale Monographie zu diesem Thema beschreibt die Wetterästhetik fächerübergreifend von der Ästhetik des Alltags über die Umwelt- und Sozialästhetik bis zur Kunstphilosophie und Wissenschaftsästhetik. Dabei wird Kritik am Konsum des „schönen“ Wetters geübt und für eine Sensibilisierung für den Klimawandel plädiert als entscheidend für eine nachhaltige, ökologisch vertretbare Änderung unseres Lebensstils.
Gerhard Weinberger, Diplomat im Ruhestand und aktiver Philosoph (1. Wiener Philosophen Café im CAFE KORB) vergleicht in seinem jüngst erschienen Buch "Beunruhigungen" die beiden französisch-sprachigen Philosophen. Er findet systematische Gemeinsamkeiten, gepaart mit gegenstrebigen Tendenzen in ihren Versuchen, dem meschlichen Alltagstrott die Aussicht auf ein anspruchsvolles Leben abzugewinnen. Mit Gerhard Weinberger spricht Herbert Hrachovec.
Franz Wimmer spricht mit Maximilian Wollner über Staatstheorien in der islamischen Tradition, über historische Begriffe wie Umma und Kalifat, sowie über Eigen- und Neuentwicklungen des vergangenen Jahrhunderts und der Gegenwart.
Die Erstausstrahlung dieser Sendung stammt aus 2009.
Von "Geschenkideen" hört man gewöhnlich vor festlichen Anlässen wie Geburtstagen oder anderen Feiern. Diese Sendung vom Weihnachtstag 2024 bringt Ideen zu Schenken und Geschenken. Charlotte Annerl fragt sich, warum Kindern gerade zu Weihnachten Geschenke gemacht werden. Ein Gespräch im Buchladen "Erlkönig" (Tilman Eder, Thomas Lasnik & Herbert Hrachovec) erklärt, warum Bücher ganz besondere Geschenke sind. Elisabeth Schäfer nimmt vom "Gabentisch" die Gabe, als "Aufgabe" des Weihnachtsfests -- im Sinn von weggeben und vorgeben. Für Ulrike Kadi bietet "Einkäufe" von Kurt Tucholsky als Text und Lied Gelegenheit, einen Bogen zwischen dem Kriegswinter 1919 und den Frustbeulen durch Politik 2024 zu ziehen.
In dieser Sendung sprechen Sonja Riegler und Irene Salzmann über Walter Benjamin, die "Konservative Revolution" und die Methode der "Politischen Charakterologie", sowie deren Bezüge zu neuen rechten Bewegungen.
Produktion: Johann Redl
Von Schillers Theaterstück Die Räuber über dessen Erzählung Der Verbrecher aus verlorener Ehre bis zu Heinrich von Kleists Michael Kohlhaas zeichnen sich die Jahrzehnte um 1800 durch eine auffallende literarische Konjunktur der Räuberfigur aus, so Sandra Janßen. Wie der Vortrag in seinen ersten beiden Teilen zeigt, lässt sich dieses literarische Interesse auch mit jenen klassischen Theorien über den Ursprung und die Begründung von Eigentum in Beziehung setzen, wie sie etwa John Locke oder Jean Jacques Rousseau vorlegten.
Birgit Langenberger editiert (unter technischer Unterstützung durch Andrea Adelsburg) und kommentiert den Vortrag Miriam Gassners anlässlich eines Symposiums zum 50. Todestag Hans Kelsens (2023): "Weiblich, jüdisch, vergessen?". Der erste Teil beschreibt das Umfeld Hans Kelsens in Wien, der zweite die Karriere Helen Silvings nach der Emigration. Sie wurde zur ersten Rechtsprofessorin im Verwaltungsbereich der Vereinigten Staaten (Puerto Rico).
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