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Vor 400 Jahren nahm in Lembach im Mühlkreis eine der größten Aufstandsbewegungen der oberösterreichischen Geschichte ihren Anfang: der Oberösterreichische Bauernkrieg von 1626. Im Rahmen der COMUNALE OÖ 2026 erinnert die Vortragsreihe „Die (K)Gunst der Heimatforschung – was wahr oder war ist“, konzipiert und moderiert von Siegfried Kristöfl, an die historischen Ereignisse und fragt nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart.
In dieser Sendung hören Sie den Mitschnitt des Vortrags aus der Mutgemeinde Lembach. Der Architekt und Historiker Roland Forster sowie der Prior des Stiftes Schlägl, Stiftsarchivar und Historiker Petrus Bayer, zeichnen die Ereignisse im Oberen Mühlviertel rund um das Stift Schlägl nach. Sie beleuchten die Vorgeschichte des Aufstands, seine Ausbreitung nach dem 17. Mai 1626 und richten den Blick auch auf die Geschehnisse in Hartkirchen und Aschach an der Donau.
Alle Termine zur COMUNALE OÖ 2026 finden Sie hier.
Harald Schopf vom Kurhaus Schärding spricht im Gespräch mit Sabine Traxler über die Gemeinwohlökonomie – ein Wirtschaftsmodell, das neben wirtschaftlichem Erfolg auch auf Fairness, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung abzielt. Entwickelt wurde die Idee vom österreichischen Ökonomen Christian Felber. Österreich zählt zu den Kernländern der Bewegung, die sich mittlerweile auch in anderen Teilen Europas etabliert hat.
Das Kurhaus Schärding gehört zu den Vorreitern, die diesen Ansatz praktisch umsetzen – unter anderem mit einer Gemeinwohlbilanz. Daraus ist auch ein Führungskompass entstanden, der Werte wie Zusammenarbeit und Verantwortung im Betrieb verankert.
Harald Schopf spricht über den Prozess der Umsetzung – und darüber, welche Veränderungen sich daraus ergeben haben: im Verständnis von wirtschaftlichem Erfolg ebenso wie im Umgang miteinander.
In dieser Sendung spricht Harald Schopf vom Kurhaus Schärding über die Gemeinwohlökonomie – ein Wirtschaftsmodell, das nicht nur auf Gewinn, sondern auch auf Fairness, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung setzt. Entwickelt wurde die Idee vom österreichischen Ökonomen Christian Felber. Österreich gilt als eines der Kernländer dieser Bewegung, die sich inzwischen europaweit verbreitet hat – von Deutschland bis Spanien beteiligen sich Unternehmen und Gemeinden. Auch das Kurhaus Schärding zählt zu den Vorreitern: Dort wurde eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt, die zeigt, wie stark ein Betrieb tatsächlich zum Gemeinwohl beiträgt. Das Modell ist nicht unumstritten, da die Umsetzung aufwendig ist und die Bewegung insgesamt noch eine Nische darstellt. Dennoch zeigt das Beispiel, dass Gemeinwohlökonomie in der Praxis funktionieren kann.
Interview anhören
Im zweiten Teil der Sendung hören Sie ein Interview mit Tanja Kraska vom neuen Repair Café Alkoven/Wilhering.
Zum Abschluss hören Sie bei planetarium die Eröffnungsworte von Alfred Weidinger, wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖ. Landes-Kultur GmbH, zur Ausstellung „Bauernkrieg 1626. Zwischen Geschichte und Fiktion“ im Linz. Diese wurde am 8. Mai 2026 feierlich eröffnet und läuft bis 7. Jänner 2027. Sie beleuchtet anlässlich des 400-Jahr-Jubiläums Ursachen, Verlauf und Folgen des oberösterreichischen Bauernkriegs von 1626.
Wer sichtbar ist, wird gehört – und wer gehört wird, kann etwas verändern. Doch gerade für Frauen war der Weg zu dieser Sichtbarkeit lange Zeit alles andere als selbstverständlich.
Sie hören heute eine Sendung über eine Veranstaltung in Steyr im Dominikanerhaus (24.02.2026), die sich mit einem hochaktuellen Thema beschäftigt hat: dem Frauenbild im digitalen Zeitalter. Unter dem Titel „Backlash? Not today!“ diskutierten Expertinnen aus unterschiedlichen Bereichen darüber, wie sich gesellschaftliche Rollenbilder verändern – und welchen Einfluss Medien, Politik und soziale Netzwerke darauf haben.
In einer Zeit in der Femizide, Pelicot-Prozesse, Epstein Files oder Dokumentationen über «Manosphere» an der Tagesordnung stehen, ist es nur wichtig, sich mit dem Thema Backlash auseinanderzusetzen und sich als Frauen zu vernetzen und zusammenzustehen.
Den inhaltlichen Auftakt des Abends gestaltete Maria Pernegger, Geschäftsführerin von Media Affairs in Wien. In ihrem Vortrag sprach sie darüber, warum Sichtbarkeit mehr bedeutet als nur Präsenz in der Öffentlichkeit.
Auf dem Podium diskutierten im Anschluss Persönlichkeiten aus Medien, Bildung, Wirtschaft, Kultur und Social Media: Es sprachen die Social Media-Expertin Mia Lamb, Alexandra Mittermayr, Chefredakteurin der Tips, die HTL-Direktorin Sandra Losbichler, die Kunstwissenschaftlerin Barbara Wetzlmair-Steininger, Daniela Zeiner von der Zukunftsregion Steyr, Lisa Lehner von der Frauenstiftung Steyr sowie Romana Hausleitner, Leiterin Human Resources beim Unternehmen BMD in Steyr. Ausgewählte Statements aus der Podiumsdiskussion hören sie nun. Moderation: LAbg. Dagmar Engl.
Links:
Foto: Peter Kainrath
Wie lässt sich der Übergang in eine nachhaltige, klimafreundliche Gesellschaft wirklich schaffen – und warum tun wir uns damit so schwer? Der Grazer Nachhaltigkeitsforscher und Klimapsychologe Thomas Brudermann untersucht, welche psychologischen Hürden uns beim Klimaschutz im Weg stehen. Bekannt ist er vor allem für seine „Klima-Ausreden“, die er in Comicform auf Social Media verbreitet, um Diskussionen über unser Verhalten anzustoßen.
Hören Sie den Vortrag von Thomas Brudermann vom 27. September 2025 in Bad Schallerbach. In seinem Vortrag „Die Kunst der Ausrede“ zeigt Brudermann auf, wie solche Denkmuster überwunden werden können – und was es braucht, damit aus Wissen endlich Handeln wird.
Links:
https://www.klimapsychologie.com/
Buch: „Die Kunst der Ausrede – Warum wir uns lieber selbst täuschen, statt klimafreundlich zu leben“, 2022, Oekom Verlag
Im Rahmen des Symposiums „Hat Frieden eine Chance? – Kriege, Aufrüstung, Wiederaufbau – immanent in unserem Wirtschaftssystem?“ der Generation Plus OÖ am 14. November 2025, sprach die Journalistin Katharina Mau über die Frage, wie ein gutes Leben jenseits von Wirtschaftswachstum aussehen kann.
Katharina Mau arbeitet als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Klima und Wirtschaft. Ihr Studium der International Economics und ihre Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule verbinden ökonomisches Hintergrundwissen mit journalistischem Handwerk. Seit Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der Klimakrise, gibt Workshops zum Klimajournalismus und engagiert sich im Netzwerk Klimajournalismus Deutschland.
Im Mai 2024 erschien ihr Buch „Das Ende der Erschöpfung. Wie wir eine Welt ohne Wachstum schaffen“ im Löwenzahn Verlag.
Im Rahmen des Symposiums (14.11.225) „Kriege, Aufrüstung, Wiederaufbau – immanent in unserem Wirtschaftssystem? – Hat Frieden eine Chance?” hören Sie den Beitrag von Michael Genner.
Genner, Jahrgang 1948, wuchs in Wien als Sohn eines kommunistischen Widerstandskämpfers und einer halbjüdischen Ärztin auf. Schon in jungen Jahren engagierte er sich politisch: zuerst im VSStÖ im Kampf gegen Studiengebühren und gegen alte wie neue Nazis an den Universitäten, später in der Organisation Spartakus, wo er Missstände in Erziehungsheimen und rechtsextreme Strukturen im Staatsapparat anprangerte.
Sein Aktivismus führte zu Anklagen und Untersuchungshaft und schließlich zu mehreren Jahren Exil in der Schweiz und in Frankreich. Nach seiner Amnestie kehrte er zurück und war 1973 Mitbegründer der Europäischen Kooperative Longo mai.
Ab 1989 wurde das Asylrecht zu seinem zentralen Arbeitsfeld: zunächst als Rechtsberater am Flughafen Wien, später bei Asyl in Not, dessen Obmann er viele Jahre war. Unermüdlich kämpfte er gegen fremdenfeindliche Praktiken und institutionelle Ungerechtigkeiten – oft unter hohem persönlichem Risiko. 2011 wurde er dafür mit dem Preis der Österreichischen Liga für Menschenrechte ausgezeichnet. Seit seinem Rückzug aus der aktiven Rechtsberatung 2021 ist er stellvertretender Vorsitzender von Asyl in Not.
In seinem Ende 2012 im Mandelbaum-Verlag erschienenen Buch „Verleitung zum Aufstand. Ein Versuch über Widerstand und Aktivismus“ fasst Michael Genner die gesellschaftlichen Kämpfe von den 1960er-Jahren bis heute zusammen.
Heute spricht er über Flucht und Migration in Österreich und zeichnet dabei die wichtigsten Entwicklungen und Bruchlinien seit den 1970er-Jahren nach.
Foto v.l.n.r: Michael Genner, Werner Wintersteiner, Katharina Mau und Doris Eisenriegler
Im Jahr 2026 jährt sich in Oberösterreich der 400. Jahrestag der Bauernkriege. Unter der Losung „Es muass sein“ erhoben sich damals Bauern und Bäuerinnen gegen die adelige Herrschaft und stürmten die großen Städte – ein Aufstand mitten im Dreißigjährigen Krieg. Auch die folgenden Jahrhunderte waren in Europa von Konflikten geprägt, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg ihre verheerenden Höhepunkte fanden.
Heute blicken wir mit Sorge auf die aktuellen Kriegsschauplätze, etwa in der Ukraine oder im Gazastreifen. Mitunter scheint es, als wären kriegerische Auseinandersetzungen eine konstante Begleiterscheinung der Menschheitsgeschichte. Dennoch erinnerte der indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi, mehrfach für den Friedensnobelpreis nominiert, daran: „Es ist möglich, in Frieden zu leben.“
Aber wie kommen wir zu dem Zustand – das wir Menschen in Frieden leben können? Genau dieser Frage widmet sich der heutige Vortrag von Univ.-Prof. i.R. Dr. Werner Wintersteiner, der sein Konzept des „planetaren Friedens“ vorstellt. Wintersteiner ist österreichischer Germanist, Friedenspädagoge, Herausgeber und langjähriger Hochschullehrer. Er gründete und leitete das „Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und gehört dem wissenschaftlichen Leitungsteam des Masterstudiums „Global Citizenship Education“ an.
In seinem Vortrag plädiert er dafür, Frieden nicht nur als politisches Ziel, sondern als umfassende Weltsicht, als Leitbild und als Orientierung für unser gemeinsames Handeln zu begreifen. Er erläutert die Perspektive des „global citizen“ für die planetare Ära.
Der Vortrag wurde im Rahmen des Fachsymposiums der Generation Plus OÖ „Hat Frieden eine Chance? – Kriege, Aufrüstung, Wiederaufbau – immanent in unserem Wirtschaftssystem?“ gehalten, das am 14. November 2025 in Linz stattfand.
Links:
https://wernerwintersteiner.at/
Buchhinweis: Wintersteiner, Werner (Hg.): „Mehr Sicherheit ohne Waffen“. Zur Aktualität von Hans Thirrings Friedensplan, Verlag Promedia 2025. 248 S.
Wie lässt sich der Übergang in eine nachhaltige, klimafreundliche Gesellschaft wirklich schaffen – und warum tun wir uns damit so schwer? Der Grazer Nachhaltigkeitsforscher und Klimapsychologe Thomas Brudermann untersucht, welche psychologischen Hürden uns beim Klimaschutz im Weg stehen. Bekannt ist er vor allem für seine „Klima-Ausreden“, die er in Comicform auf Social Media verbreitet, um Diskussionen über unser Verhalten anzustoßen.
Beim 31. Grünen Gemeindetag am 27. September 2025 sprach Brudermann in seinem Vortrag „Die Kunst der Ausrede“ darüber, wie solche Denkmuster überwunden werden können – und was es braucht, damit aus Wissen endlich Handeln wird.
Links:
https://www.klimapsychologie.com/
Buch: „Die Kunst der Ausrede – Warum wir uns lieber selbst täuschen, statt klimafreundlich zu leben“, 2022, Oekom Verlag
Hol dir das Beste für deine Pension! Heute in Planetarium steht alles im Zeichen der Frauenpensionen. Zu Gast ist die Expertin Dr.in Ingrid Mairhuber, die erläutert, weshalb Frauen oft geringere Bezüge erhalten als Männer – und vor allem, wie sich diese Unterschiede durch gezieltes Wissen und strategische Planung ausgleichen lassen. Freuen Sie sich auf aufschlussreiche Einblicke und praxisnahe Tipps! Im zweiten Teil dieser Ausgabe spricht Roger Hackstock, Autor des Buches „Wie wir die Welt retten, ohne uns dauernd Sorgen zu machen“. Der Vordenker in Sachen Energiewende plädiert für Lachfalten statt Sorgenfalten, denn Lachen macht Mut und öffnet den Blick für neue Strategien.
Wir werfen einen genaueren Blick auf diese Ungleichheit. Dazu spreche ich heute mit Dr.in Ingrid Mairhuber, sie ist Pensionsexpertin bei FORBA – die Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt.
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Mut, Leichtigkeit und Klimaschutz: Roger Hackstock im Gespräch
Roger Hackstock beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Klimaschutz. Er ist Sachbuchautor, Lehrbeauftragter an der TU Wien und seit 20 Jahren Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar. Bei seinen beruflichen Stationen im Ministerium, in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der nationalen Energieagentur, im Klima- und Energiefonds und im Industrieverband konnte er vielfältige Einblicke gewinnen, was Klimaschutz voranbringt oder hemmt.
Am 10. September 2025 war er in Linz mit seinem Buch als Diskutant zu Gast – im Interview mit planetarium spricht er darüber, warum Humor im Klimaschutz so wichtig ist über das Reizwort Klimawandel und zeigt positive Beispiele für Klimaschutz auf.
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