planetarium - Die Sendung der Grünen Bildungswerkstatt OÖ

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  • planetarium #59: Kaputtalismus – Wird der Kapitalismus sterben, und wenn ja, würde uns das glücklich machen?

    „Das Kapital produziert seine eigenen Totengräber“, schrieben Marx und Engels 1848 im ‚Kommunistischen Manifest‘. Der Gedanke, der Kapitalismus müsse aufgrund inhärenter Widersprüche früher oder später zugrunde gehen, ist seit dem 19. Jahrhundert sowohl von kapitalismuskritischen als auch von bürgerlichen Theoretikern in verschiedenen Ausprägungen immer wieder formuliert worden. Allerdings und bekanntermaßen ist der Kapitalismus – entgegen aller Prognosen –bislang noch nicht verschwunden und hat im Laufe der Geschichte eine große Widerstandsfähigkeit demonstriert. Zudem scheinen realistische Alternativen zum bestehenden System in weite Ferne gerückt.

    Doch auch wenn derzeit keine neue, bessere Gesellschaft in Sicht sein mag, schließt das natürlich nicht aus, dass der Kapitalismus aufgrund innerer Widersprüche in naher Zukunft zusammenbrechen könnte. Und angesichts zunehmender Verschuldung, wachsender Ungleichheit und stagnierender Wirtschaftslage ist spätestens seit derFinanzkrisen 2008 die Frage nach dem Fortbestand des Kapitalismus erneut in den Fokus zahlreicher ökonomischer Autoren gerückt.

    Der Journalist Robert Misik hat daher in seinem jüngsten Buch den Versuch unternommen, einen Überblick über die gegenwärtige Debatte zu geben. Vergangenen Monat war er zu Besuch im Alten Rathaus in Linz, um in Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚querdenken‘ sein Buch „Kaputtalismus“ vorzustellen. Im Folgenden hören Sie zentrale Passagen seines Vortrags – entlang der Fragestellung „Wird der Kapitalismus sterben, und wenn ja, würde uns das glücklich machen?“

    Robert Misik ist Journalist & Sachbuchautor, lebt und arbeitet in Wien. Er schreibt regelmäßig in Der Standard, Falter, profil, der Berliner „tageszeitung“ und bloggt auf www.misik.at

    Buch: „Kaputtalismus – Wird der Kapitalismus sterben, und wenn ja, würde uns das glücklich machen?“ Aufbau Verlag, 224 Seiten, 16,95.- Euro) Leseprobe auf der Seite des Verlags → http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783351036355.pdf

    Im Vortrag erwähnte Bücher und Artikel von Ökonomen:

    • Brenner, Robert (2006): The Economics of global Turbulences: the advanced capitalist economies from Long Boom to Long Downturn, 1945–2005 (New York, Verso)
    • Galbraith, James (2015) The End oof Normal: The Great Crisis an the future of Growth
    • Piketty, Thomas (2014): Das Kapital im 21. Jahrhundert
    • Wolfgang Streeck: Wie wird der Kapitalismus enden? erschienen im Frühjahr 2015 in den Blättern für deutsche und internationale Politik
    • Krugmann, Paul ( 2013): A Permanent Slump? – http://www.nytimes.com/2013/11/18/opinion/krugman-a-permanent-slump.html
    • Gordon, Robert:  Der Stillstand von Innovation, das Ende von Wachstum – https://www.ted.com/talks/robert_gordon_the_death_of_innovation_the_end_of_growth?language=de
    • MIT (2012): Race against the machine – http://ebusiness.mit.edu/research/Briefs/Brynjolfsson_McAfee_Race_Against_the_Machine.pdf
    • Musik: Antony Raijekov -Deep blue 2005 – https://www.jamendo.com/track/29862/deep-blue-2005

      1 hr
    • ‚Persönliche Assistenz in Theorie und Praxis‘ – Ein Gespräch mit Karin Kaufmann (Verein Inklusa) und Edgar Hagmüller (PA GmbH)

      Persönlicher Assistenz ist eine Unterstützungsform für beeinträchtigte Menschen, bei der wesentliche Kompetenzen in der Verantwortung der beeinträchtigten Person liegen, womit in erster Linie das Ziel einer größtmöglichen Selbstbestimmung angestrebt und realisiert wird.

      Um über das Konzept sowie die bestehenden Angebote von Persönlichen Assistenz in Oberösterreich näher zu informieren, hatte die ‚Persönliche Assistenz GmbH‘ am 28. September zum ‚Tag der offenen Tür‘ geladen. Wir haben uns bei dieser Gelegenheit dort auch ein wenig umgesehen und uns mit dem stellvertretender Geschäftsführer der Persönlichen Assistenz GmbH, Edgar Hagmüller, und der Obfrau des Vereins Inklusa*, Karin Kaufmann, die als überzeugte Auftraggeberin ein Leben mit Persönlicher Assistenz führt, unterhalten.

      Sie hören nun ein Gespräch über Persönliche Assistenz in Theorie und Praxis, über die Arbeit der GmbH und das bestehende Angebot in Oberösterreich, über die Chancen (und möglicherweise auch Risiken) eines ‚Inklusionsfonds’**, sowie über die zukünftigen Möglichkeiten der ‚Persönlichen Assistenz‘ im Allgemeinen.

      ————————

      * Inklusa: Der Verein ‚Inklusa – Inklusion durch Persönliche Assistenz‘ fungiert u.a. als Träger der Persönlichen Assistenz GmbH.

      ** ‚Inklusionsfonds‘: Bezeichnet einen (noch nicht existierenden) Fonds, der zukünftig die Umsetzung der ‚UN-Behindertenrechts-Konvention‘ in Österreich finanziell ermöglichen soll und inzwischen von den Bundesländer (im Rahmen der laufenden Finanzausgleichsverhandlungen) einstimmig gefordert wird. Konkret ist die Rede von 145 Millionen Euro, die zu einem Drittel von Ländern und Gemeinden und zu zwei Dritteln vom Bund bereitgestellt werden sollen. (Auf Bundesebene gibt es hierzu offenbar einerseits Zustimmung vom SPÖ-geführten Sozialministerium und andererseits Ablehnung von Seiten des ÖVP-geführten Finanzministeriums.)

      Links

      Webseite der ‚Persönlichen Assistenz GmbH OÖ‚

      Webseite von ‚Inklusa – Inklusion durch Persönliche Assistenz‘

      29 min
    • planetarium #58: Über„Griechenlands doppelte Krise“ und die „Persönliche Assistenz in Theorie und Praxis“
      Die Oktober- Ausgabe von planetarium widmet sich folgenden Themen:
      Griechenlands doppelte Krise

      Im ersten Beitrag spricht Mag.a Lisa Mittendrein über die derzeitige wirtschaftliche und politische Lage in Griechenland und über die Konsequenzen des (wie sie es bezeichnet) „Scheiterns der Linken Regierung“. Lisa Mittendrein ist Referentin bei Attac Österreich und war im Rahmen der vierten Green Lecture Reihe mit dem Titel „Griechenlands doppelte Krise“ am 16. September 2016 in Linz zu Gast.

      Link zum Beitrag

      ‚Persönliche Assistenz in Theorie und Praxis‘ – Ein Gespräch mit Karin Kaufmann (Verein Inklusa) und Edgar Hagmüller (PA GmbH) 

      Im Zweiten Teil der Sendung hören sie ein Interview von Christoph Srubar. Er sprach anlässlich des Tags der offenen Tür der ‚Persönliche Assistenz GmbH‘ am 28. September 2016 September mit dem stellvertretenden Geschäftsführer Edgar Hagmüller, und der Obfrau des Vereins Inklusa*, Karin Kaufmann über Persönliche Assistenz in Theorie und Praxis, über die Arbeit der GmbH und das bestehende Angebot in Oberösterreich, über die Chancen (und möglicherweise auch Risiken) eines ‚Inklusionsfonds’**, sowie über die zukünftigen Möglichkeiten der ‚Persönlichen Assistenz‘ im Allgemeinen.

      Link zum Beitrag

      Musik:

      • Boom Boom Becket – Onda su Obra
      • Pete Luck – Thicker than water, Cassandra
      • Links:

        • „Das beste Hotel Europas“ – http://europas-bestes-hotel.eu/
        • ATTAC Österreich – http://www.attac.at/
        • Webseite der ‚Persönlichen Assistenz GmbH OÖ‘ – www.persoenliche-assistenz.at
        • Webseite von ‚Inklusa – Inklusion durch Persönliche Assistenz‘ – http://www.inklusa.at/start.html
        • 1 hr
        • Griechenlands doppelte Krise – Lisa Mittendrein über die derzeitige wirtschaftliche und politische Lage in Griechenland

          Seit Beginn 2015 erreichten mehr als eine Million Flüchtlinge Griechenland. Diese Zahl alleine stellt für jeden Staat eine Herausforderung dar. Gleichzeitig kämpft Griechenland mit einer tiefen Wirtschaftskrise. Das Land hat seit 2008 mehr als ein Viertel seiner Wirtschaftsleistung verloren. 25 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos, bei jungen Menschen ist es mehr als die Hälfte.

          Im Zuge der von der Troika diktierter Kürzungspolitik gibt es kaum Mittel um die vor dem Krieg flüchtenden Menschen im Land zu versorgen. Die humanitäre Lage ist desaströs und von Seiten der europäischen Regierungen gibt es kaum Unterstützung. Obwohl die griechische Bevölkerung selbst unter den harten Kürzungen leidet, ist die Solidarität mit den Flüchtlingen beeindruckend.

          Lisa Mittendrein von ATTAC berichtete im Rahmen der vierten Green Lecture Reihe am 16. September 2016 in Linz über die derzeitige wirtschaftliche und politische Lage in Griechenland. Welche Konsequenzen das Scheitern der Syriza Regierung für das Land hat und wie es um Perspektiven für Griechenland steht, besprach sie am Ende ihres Vortrags.

          Mag.a Lisa Mittendrein ist bei ATTAC Österreich Referentin für Finanzmärkte, Eurokrise und Steuern und hat sich in den letzten Jahren mit den wirtschaftspolitischen Auswirkungen der Krise auf die Zivilgesellschaft beschäftigt.

          Ins Thema Flüchtlinge in Griechenland steigt sie zu Beginn ihrer Ausführungen mit einem Kurzvideo über das politische Projekt „City Plaza“ ein. City Plaza ist ein im Herzen von Athen besetztes Hotel, in dem geflüchtete Menschen aus aller Welt einen vorübergehend sicheren Ort zum Leben gefunden haben.

          Links:

          • „Das beste Hotel Europas“ – http://europas-bestes-hotel.eu/
          • ATTAC Österreich – http://www.attac.at/
          • Musik: Boom Boom Beckett- Onda su Ombra

             

            26 min
          • planetarium #57: Der Luchs in Österreich – Thomas Engleder über Biologie, Wiederansiedelung und Spannungsfelder rund um das Wildtier

            –> Jingle zum Beitrag

            In den letzten Wochen berichteten Medien vom ersten Wolfsnachwuchs seit 100 Jahren auf österreichischen Boden. Am Truppenübungsplatz in Alltentsteig in Niederösterreich wurden junge Wölfe gesichtet. Eine Erfolgsmeldung für Naturschützer und all jene, die in der Rückkehr der drei großen Landraubtiere Bär, Wolf und Luchs eine Bereicherung für die einheimische Artenvielfalt sehen. Jedoch nicht alle Menschen befürworten die Verbreitung dieser Tiere in ihrem eigentlich ursprünglichen Lebensraum. Illegale Tötungen zeigen, dass der Widerstand gegen die Tiere teilweise noch immer sehr groß ist – und dass obwohl Raubtiere eine Schlüsselrolle für die Gesundheit von Ökosystemen spielen.

            Diese Ausgabe von planetarium widmet sich dem kleinsten der drei Raubtiere- dem eurasischen Luchs. Das im Volksmund auch als „Meister Pinselohr“ bekannte Tier, ist die größte Raubkatze Europas.

            Während noch im Mittelalter der Luchs flächendeckend die Wälder Europas durchstreifte, wurde er mit der zunehmenden Besiedelung durch den Menschen aus seinem natürlichen Lebensraum zurückgedrängt. Im 19 Jahrhundert wurde der Luchs in Mitteleuropa durch den Menschen beinahe vollständig ausgerottet – zu groß war die Konkurrenz um Reh und Nutztiere – zu begehrt der Pelz des Tieres. Der Luchs galt als mordlüstern und hinterlistig. Nachdem der Luchs in unseren Breiten verschwunden war, erfolgten in den 1970er Jahren mehrere Projekte zur Wiederansiedelung. Heute ist der Luchs eine EU-weit streng geschützte Art.

            Mag. Thomas Engleder ist Luchsforscher und Koordinator des Luchsprojekts Österreich Nordwest, welches den österreichischen Bestand der Luchspopulation im Böhmerwald behandelt. In der heutigen Sendung spricht er über die Biologie des Luchses, über seine Ausrottung und anschließende Wiederansiedelung in Mitteleuropa und zu den Spannungsfeldern in der sich der Luchs heute befindet.

            Links:

            • Luchsprojekt Österreich Nordwest 
            • Luchsprojekt Nationalpark Kalkalpen
            • Studie Wildtierkorridore in OÖ
            • Naturschutzbund – Luchs
            • Broschüre „Der Luchs (un)heimlicher Heimkehrer“
            • Wo der Luchs in Österreich zu sehen ist:

              • Tierpark Stadt Haag
              • Tiergarten Schönbrunn
              • Alpenzoo Innsbruck
              • Im Beitrag erwähnt:

                • Artikel OÖ Nachrichten (19.09.2015) „Wie Oberösterreich Arbeitsplätze gefährdet“
                • Statistik Austria Fallwild 2015/2015
                • Guido Hammer, Der Panther Europas (1872) in Wild, Wald – und Waidmannsbilder
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                  1 hr 2 min
                • planetarium #56: ‚Rechtsextremismus-Bericht 2016‘

                  „Die Anzahl rechtsextremer Tathandlungen ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Als rechtsextreme Tathandlung gilt jede Straftat (also z.B. Sachbeschädigung, Körperverletzung, Nötigung, aber auch Verhetzung, Beleidigung oder Verbrechen nach dem Verbotsgesetz), wenn sie mit einem rechtsextremen Motiv begangen wurde. Darunter fällt insbesondere eine fremdenfeindliche bzw. rassistische, antisemitische und islamophobe Motivation.

                  Die Zahlen zeichnen ein besorgniserregendes Bild. Während 2011 von 479 rechtsextremen Tathandlungen berichtet wurde, waren es 2014 schon 750 und 2015 sogar 1156. Allein im letzten Jahr sind die angezeigten Tathandlungen also um 54 % gestiegen. Damit haben die Anzeigen ein Rekordniveau für den Berichtszeitraum seit 2010 erreicht und liegen 71 % über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Es ist davon auszugehen, dass dies nicht nur auf eine erhöhte Anzeigebereitschaft zurückzuführen ist, sondern dass es auch einen tatsächlichen Anstieg an Straftaten gegeben hat.“ (Rechtsextremismus-Bericht 2016, Kap. 3)

                  Soweit also ein Auszug aus dem Rechtsextremismus-Bericht 2016, den der Grüne Parlamentsklub vor einigen Wochen veröffentlichte.

                  Das Ansteigen rechtsextremer Straftaten korrespondiert dabei mit einem generellen Anstieg rechtsextremer Einflüsse auf die Gesellschaft, so dass rechtsextreme Phrasen, Erklärungen oder Weltbetrachtungen inzwischen zunehmend auch in der sogenannten „Mitte in der Gesellschaft“ aufzufinden sind, was letztlich bedeutet, dass sie sich in manchen Bereichen des Politischen als vorherrschende Deutungsmuster zu verfestigen drohen.

                  Angesichts dessen ist es natürlich wichtig, im Rahmen regelmäßig erscheinender Rechtsextremismus-Berichte die Entwicklung rechtsextremer Phänomene und Umtriebe genau zu dokumentieren, um damit eine Basis für entsprechende Analysen und Handlungsstrategien zu schaffen.

                  Dennoch handelt es sich bei dem nun publizierten Bericht um den ersten seit dem Jahr 2002. Damals hatte die sogenannten “schwarz-blauen Koalition“ (bestehend aus ÖVP und FPÖ) beschlossen, den bis dahin jährlich erscheinende Rechtsextremismus-Bericht nicht mehr weiterzuführen.

                  „Die schwarz-blaue Bundesregierung hat im Jahr 2002 den damals noch jährlich erscheinenden Rechtsextremismusbericht eingestellt. Was tatsächlich ein Kniefall vor der FPÖ war, wird gerne mit dem Verweis auf den Verfassungsschutzbericht gerechtfertigt. Dort wird das Thema aber mit nicht einmal einem Dutzend DIN-A5-Seiten nur gestreift.“ (Rechtsextremismus-Bericht 2016, Kap. 1)

                  Auf Initiative des Grünen Parlamentsklubs konnte dieses Defizit nun wieder behoben werden, wobei dem nun erschienenen Rechtsextremismus-Bericht 2016 auch zukünftig – in Abständen von jeweils zwei Jahren – weitere Berichte folgen werden. Im vergangenen Monat (23.06.2016) war Karl Öllinger, Nationalrats-Abgeordneter der Grünen, zu Gast im Wissensturm in Linz, um über einige Aspekte und Details des publizierten Rechtsextremismus-Bericht 2016 zu informieren.

                  links

                  – Die Grünen – Rechtsextremismus-Bericht 2016: Straftaten verdoppelt

                  – Rechtsextremismusbericht 2016 (PDF 1.3 MB) – download

                  musik

                  ‚Reflection‚ – Anitek (album: ‚Anitek Instrumentals Vol. 4‘)

                  ‚No Wings‚ – Keffy Kay (album: ‚Beautiful Way‘)

                  1 hr
                • planetarium #55: Bald Alt- na und? – Nora Aschacher über die Reise auf den ´Kontinent der Langlebigkeit´

                  Bald Alt – na und?  – So lautet der Titel des Buches von Dr.in Nora Aschacher, welches Anfang letzen Jahres erschienen ist. Die langjährige ORF-Journalistin betrat 2006 – mit Beginn ihrer Pension-  das „Niemandsland des Ruhestandes“. Die Pensionierung hat der journalistischen Neugierde von Nora Aschacher natürlich keinen Abbruch getan und so setzt sich die Autorin in ihrem Buch mit den verschiedenen Formen des Altwerdens auseinander.

                  Nora Aschacher sieht ihre Generation als PionierInnen auf dem- wie Hans Vontobel ihn bezeichnete „Kontinent der Langlebigkeit“ und ist wohl selbst das beste Beispiel dafür. Gemeinsam mit einer Ö1 Kollegin gründetet sie beispielsweise „Alters.Kulturen“- einen Verein für kreative Altersgestaltung“ und im Jahr 2008 die AGE COMPANY, eine Tanzperformancegruppe mit Menschen um und über 50 Jahren.

                  Auf Einladung der Generation plus OÖ las Nora Aschacher am 25. Mai 2016 aus ihrem Buch  und lud zum Diskurs zum Thema Altersbilder und Beschäftigungsformen und Lebensmodelle im Alter ein. In der kommenden Stunde hören Sie ausgewählte Passagen aus der Lesung und der Diskussion.

                  Die Autorin Dr.in Nora Aschacher las aus ihrem Buch: „Bald alt? Na und! – Eine Expedition zum Kontinent der Langlebigkeit“ (edition a, 172 Seiten)

                  Musik: Creative Commons Musik von Proleter – Titel „April Showers“, „Not afraid und Throw it back“ aus dem Album Rokie EP 

                  Links zu Projekten und Initiativen:

                  • Nora Aschacher – http://www.aschacher.com/
                  • Age Company – http://www.agecompany.at/
                  • Verein Alterskulturen – http://alters.kulturen.cc/das-team/
                  • Wohninitiative Gemeinsam Wohnen – gemeinsamwohnen.at
                  • Die Grünen – Generation plus – https://generationplus.gruene.at/
                  • Stiftung Kreatives Alter – http://www.stiftung-kreatives-alter.ch/index.php?id=11
                  • Kepler Salon Linz – http://www.kepler-salon.at/
                  • Wohnprojekt OLGA in Deutschland – http://www.wohnprojekt-olga.de/
                  • Unternehmen Vita Needle – http://www.vitaneedle.com/the-older-worker-advantage.htm
                  • La Maison de Babayagas – http://www.lamaisondesbabayagas.fr/category/infos-maison-babayage/
                  • 1 hr
                  • planetarium #54: ‚Zur Gegenwart und jüngeren Geschichte Afghanistans‘ – Workshop mit Journalistin und Kriegsreporterin Petra Ramsauer

                    Der Flüchtlingsstrom aus den Kriegsgebieten im nahen Osten beschäftigt Europa nunmehr seit vielen Monaten. Menschen aus Syrien, dem Irak, Iran und Afghanistan treten den Weg an, um Krieg, Verfolgung und Konflikten zu entgehen. Ein Viertel der Flüchtlinge, die letztes Jahr nach Österreich gekommen sind, stammen aus Afghanistan, ein zerrissenes Land, in dem seit über 30 Jahren Besatzung, Bürgerkrieg und Terror herrschen.

                    Vor allem seit 2014 – dem endgültigen Abzug der NATO Truppen – hat sich die Sicherheitslage in Afghanistan dramatisch verschlechtert. 2015 war das blutigste Jahr seit 2001. Zufolge einer Studie aus 2015 fürchten 70 Prozent der Afghanen und Afghaninnen täglich um ihr Leben – 40 Prozent würden sofort das Land verlassen, wenn sie könnten. Immer wieder sind Mädchenschulen Ziele terroristischer Anschläge, Minderheiten sehen sich mit zunehmender Gewalt konfrontiert, die Taliban verstärken ihren Terrorkrieg gegen die ländliche Bevölkerung.

                    Petra Ramsauer, Journalistin und Buchautorin, bereist seit 2001 Afghanistan. Sie sprach im Rahmen der Green Lecture Reihe der Grünen Bildungswerkstatt OÖ am 11. Mai 2016 über Afghanistan.

                    In der heutigen ‚planetarium‘-Ausgabe hören sie Auszüge aus Petra Ramsauers Vortrag und erfahren Näheres über die jüngere Geschichte Afghanistans und die gegenwärtige politische Situation, über Fluchtgründe, ethnische und sprachliche Vielfalt, tribale Ehrenkodizes und wie Petra Ramsauer der Integration dieser Menschen entgegen sieht.

                     

                    musik

                    ‚Orientel1‚ – Drumland (album: ‚The First‘)

                    ‚Reflection‚ – Anitek (album: ‚Anitek Instrumentals Vol. 4‘)

                    ‚No Wings‚ – Keffy Kay (album: ‚Beautiful Way‘)

                    1 hr
                  • planetarium #53: Gesundheitspolitik in Österreich – ‚Kritische Diagnosen‘ im Kepler Salon

                    „Gesundheit ist nicht alles. Aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ – dieser Aphorismus stammt von Arthur Schopenhauer, einem bekannten deutschen Philosophen, dem schon vor 150 Jahren während seines Medizinstudiums die Erkenntnis reifte, dass die „Gesundheit das höchste Gut sei.“

                    An der Wichtigkeit hat sich natürlich seither nichts geändert – das bestätigen auch viele Meinungsumfragen bei Herrn und Frau Österreicher. Dass die Gesundheit das „wichtigste Gut“ ist, spiegelt sich jedoch nicht unbedingt in der österreichischen Gesundheitspolitik wider.

                    Ende 2013 erschien das Buch „Kritische Diagnosen – Krankenberichte zum Gesundheitssystem“, herausgegeben von Dr. Kurt Grünewald, Mediziner, eh. Univ. Prof an der Universität Innsbruck und bis 2013 Grüner Gesundheits- und Wissenschaftssprecher im Nationalrat. Er hat gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen einen ungeschönten Blick auf unterschiedliche Ressorts des Gesundheitssystems gelegt. Denn auch wenn das österreichische Gesundheitssystem grundsätzlich gut ist, so gibt es doch seit Jahrzehnten Versorgungslücken und Ungleichbehandlungen, die von der Politik ignoriert werden.

                    Anfang April war Dr. Kurt Grünewald auf Einladung der “Grünen 50+ OÖ‘ zu Gast im Linzer Kepler Salon, um Inhalte seines Buches vorzustellen. In der folgenden Stunde der Mai-Ausgabe von ‚planetarium‘ hören Sie Ausschnitte aus seinem Vortrag sowie Auszüge aus der Diskussion mit den anwesenden Teilnehmern und Teilnehmerinnen zum Thema Gesundheitspolitik in Österreich.

                    musik

                    ‚Ly Bly Blues‚ – Starrover (album: ‚JazzRovers‘)

                    ‚Reflection‚ – Anitek (album: ‚Anitek Instrumentals Vol. 4‘)

                    ‚No Wings‚ – Keffy Kay (album: ‚Beautiful Way‘)

                    Link zum Buch Kritische Diagnosen – https://www.gbw.at/fileadmin/user_upload/gbw_allgemein/6_PDFs/Kritische_Diagnosen_Print.pdf

                    1 hr

                  About planetarium - Die Sendung der Grünen Bildungswerkstatt OÖ

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