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Seit den Vorfällen zu Silvester dieses Jahres, bei denen Frauen in einigen Städten Deutschlands wie beispielsweise Köln gezielt und systematisch sexuell belästigt wurden, wird gesellschaftspolitisch heftig darüber diskutiert, wie sich die Zuwanderung von jungen Männern aus dem arabischen Raum auf das Alltagsleben, insbesondere auf das von Frauen, hierzulande auswirken wird.
Sexuelle Übergriffe gegen Frauen sind in vielen Nationen des arabischen Raumes weit verbreitet- im familiären Umfeld, auf öffentlichen Plätzen, im Alltag. Zufolge einer Studie des ägyptischen Zentrums für Frauenrechte haben beispielsweise 83 Prozent der befragten ägyptischen Frauen sexuelle Gewalt erlebt – egal ob verschleiert oder unverschleiert. Nach den Erhebungen einer UN-Studie gaben sogar 99,3 Prozent der Frauen an Opfer sexueller Belästigung geworden zu sein.
Gemäß des Global Gender Gap Reports, einem Bericht, der die Gleichstellung der Geschlechter analysiert, bilden die Nationen des arabischen Raumes das Schlusslicht. Ägypten befindet sich hierbei im Jahr 2015 auf Platz 129 – Österreich auf Platz 36.
Der Diskurs um das traditionelle Frauenbild der arabischen Welt, geprägt durch die autoritäre, patriarchalische Mentalität und einer systematischen Verachtung von Frauen gestaltet sich jedoch durchaus vielschichtig. Frauen sind Opfer sexueller Gewalt, werden durch frauenfeindliche Gesetze diskriminiert – gleichzeitig sind manche von Ihnen auch Unterstützerinnen dieses Systems. Trägerinnen von Kopftuch oder Schleier- vielfach im Westen als Symbol der Unterdrückung gesehen- sind nicht immer nur Opfer sondern betreiben damit auch aktiv Politik.
Petra Ramsauer bereist als Kriegsjournalistin bereits seit vielen Jahren die Länder des arabischen Raumes – als Frau ihre eigenen Erfahrungen gemacht und mit vielen unterschiedlichen Frauen vor Ort gesprochen. Petra Ramsauer referierte im Rahmen des Green Lectures Vortrags „Der arabischen Raum“ speziell über das „Frau sein“ im Nahen Osten. Ihr fällt es schwer nach Köln über „die arabische Kultur“, „den arabischen Mann“ und „ die arabische Frau“ zu sprechen, da es für sie dazu viele unterschiedliche Bilder und Eindrücke gibt.
Im folgenden Beitrag gibt sie Einblicke in das Leben von Frauen im Nahen Osten, wie die Revolution Frauen die Möglichkeit eröffnete sich über soziale Medien Räume zu schaffen sich politisch zu partizipieren und was die Revolution mit den Rechten von Frauen in Ägypten machte.
Quellen:
Bücher:
Petra Ramsauer: Muslimbrüder: Ihre geheime Strategie. Ihr globales Netzwerk – http://www.styriabooks.at/article/4815
Musik: Creativ Commons ProleteR-Inna
Petra Ramsauer ist Journalistin und Autorin und hat sich in den letzten Jahren als Krisen- und Kriegsreporterin in zahlreichen Staaten des arabischen Raums wie Syrien, Libyen, Ägypten und dem Irak aufgehalten, um über die Geschehnisse dort zu berichten.
Anfang März (04.03.2016) war sie im Rahmen einer sogenannten ‚Green Lecture‘ zu Gast im ‚Grünen Haus‘ in Linz und beleuchtete zahlreiche interessante Hintergründe zu den historischen und gegenwärtigen Konfliktlinien im arabischen Raum, zu Aspekten arabisch-muslimischer Identität, insbesondere in Bezug auf Geschlechterrollen, sowie zu den Themen Flucht und Integration im Kontext der sogenannten ‚Flüchtlingskrise‘.
Die Komplexität dieser Themen mit ihren zahlreichen Aspekten ist naheliegenderweise im Rahmen einer einstündigen Radiosendung kaum umfassend zu behandeln. Daher möchten wir im ersten Beitrag in erster Linie einen Überblick über einige zentrale Thesen aus Petra Ramsauers Vortrag geben, um dann im zweiten Beitrag einen Schwerpunkt herauszugreifen und den Fokus auf die Situation von Frauen im arabischen Raum zu richten.
Link zum Beitrag: Petra Ramsauer über „Frauen im arabischen Raum“
musik: ‚My Lonesome‚ von Anitek (album ‚Anitek Instrumentals Vol. 1‘, ‚Inna‚ von ProleteR (album ‚Rookie EP‘)
In der heutigen Sendung befassen wir uns näher mit dem Themenfeld Homöopathie. Dass es sich dabei um eine durchaus kontroverse Thematik handelt, war erst kürzlich wieder einmal zu beobachten – bei einem Diskussions-Abend im Linzer Kepler Salon (08.02.2016). Dort debbatierten der Allgemeinmediziner und praktizierende Homöopath Bernhard Zauner, sowie der Mediziner und stellvertretende Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Gute Analysen- und Laborpraxis Herbert Stekel, mit einem zahlreich erschienenen Publikum.
Im Rahmen unserer Sendung wollen wir einige Aspekte der Diskussion näher betrachten, wobei v.a. folgende Fragestellungen zur Sprache kommen werden: Läßt sich wissenschaftlich zeigen, ob und wie Homöopathie wirkt oder wirken könnte? Falls Homöopathie wirkt, liegt es dann am Homöopathikum oder an anderen Faktoren? Wie ist es zu erklären, dass einer der beiden Referenten sagt, es gebe bislang keinen seriösen Beweis für die Wirksamkeit von Homöopathika über einen Placebo-Effekt hinaus, während der andere sagt, es gebe dergleichen mehrere? Und wie läßt sich dieser Widerspruch möglicherweise auflösen?
Inwieweit kann es interessant sein, zwischen der Verabreichung eines Homöopathikums und der homöopathischen Gesamtbehandlung zu unterscheiden? Was läßt sich überhaupt unter einem Placebo-Effekt verstehen? Sind auch Kleinkinder und Tiere für Placebo-Effekte empfänglich? Und basieren Placebo-Effekte wesentlich auf einem Moment der Täuschung, oder wirken sie auch, wenn man sich über die Situation im Klaren ist? Werden homöopathische Behandlungen von Krankenkassen bezahlt? Und ist die Homöopathie, wie auch immer man dazu stehen mag, letztes Endes in jedem Fall unbedenklich, oder bestehen auch gewisse Gefahren?
Diesen und weiteren Fragestellungen wollen wir im Folgenden nachgehen, wobei wir uns an den Stellungnahmen der diskutierenden Referenten sowie einigen der zahlreichen Wortmeldungen aus dem Publikum orientieren werden.
Wir bitten die zu Beginn des Mitschnitts (Eingangs-Statement des ersten Referenten) zeitweise auftretende unvollkommene Tonqualität zu entschuldigen.
zitate eingesprochen von Sabine Traxler
musik ‚Bossa Jazz‚ – Löhstana David (album: ‚Soft & Slow 2‘)
links
– Norbert Aust zur Studie von Robert Hahn (Norbert Aust, Autor des Buches ‚In Sachen Homöopathie – Eine Beweisaufnahme‘, März 2013)
– Studie zu Placebo ohne Täuschung, („Placebos without Deception“, Ted J. Kaptchuk et al.)
– Edzard Ernst zu Robert Mathies Metastudie
– Norbert Aust zu Robert Mathies Metastudie („Neue Metaanalyse zur Homöopathie bestätigt Skeptiker“)
– Online-Dienst ‚www.medizin-transparent.at‘ über Metastudien
– Klaus Keck über ‚Homöopathieforschung an der Universität Leipzig‚
– Norbert Aust: „Beurteilungskriterien zur Aussagekraft von wissenschaftlichen Studien zur Homöopathie“
– Martin Ballaschk zu ‚Homöopathen ohne Grenzen‘
– Rainer Wolf und Jürgen Windeler über Placebo-Effekte bei Tieren und Kleinkindern
– Interview mit Paul Enck über Placeboeffekte bei Tieren
– Richard Friebe: „Homöopathie: Heilkraft aus dem Nichts„, DIE ZEIT, 1. Juni 2010
– zur AIDS/HIV-Politik in Südafrika unter Präsident Thabo Mbeki
– zu einem australisches Gerichts-Urteil nach ausschließlich homöopathischer Behandlung: „Parents guilty of manslaughter over daughter’s eczema death“
– Leseprobe zu Norbert Schmackes Sammelband: „Der Glaube an die Globuli“
Geiz ist geil – der Werbeslogan der Elektronikhandelskette Saturn hat beinahe ein Jahrzehnt lang die Kaufmentalität der deutschsprachigen Konsumgesellschaft begleitet. Mittlerweile hat der Spruch für das Unternehmen ausgedient– in den Köpfen der Menschen sowie in Presse und Literatur ist die „Geiz ist Geil – Mentalität“ als Schlagwort aber verhaftet geblieben und wird bei Anlässen wie Lebensmittelskandalen oder wenn hunderte Menschen ihre Arbeitsplätze aufgrund von Firmeninsolvenzen verlieren, wieder aufs Tableau geholt.
Der heutige Konsument möchte preiswert einkaufen, gleichzeitig aber auch qualitative Produkte erwerben. Ein Widerspruch, der sich nur auf Kosten von anderen und anderem realisieren lässt: Durch die Ausbeutung von Arbeitskräften, den billigen Erwerb von Rohstoffen und die Zerstörung von Umwelt und Natur.
Der Trend führt auch dazu, dass Billiganbieter wie beispielsweise Praktiker, Schlecker oder jüngst die Zielpunktkette und Baumax ihre Türen schließen müssen. Billig alleine reicht eben nicht mehr.
In dieser Sendung hören sie eine Beitragsübernahme von Radio BRISANT. Es spricht Silke Ötsch– wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck- über Geiz als ethisch moralisches Problem, über die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und verändertes KonsumentInnenverhalten.
Silke Ötsch hat im philosophischen Café in Kufstein im April 2014 auf Einladung der Grünen Wirtschaft, dem Offenen Grüne Forum Kufstein und Die Grüne Bildungswerkstatt Tirol zum Thema referiert.
Musik: CC Anitek – Back at it, Betaplex, Ahh, Windmills, Big Nose, Bloody Sheets, Don´t leave me
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