Plattenabend

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By Plattenabend PodcastMusicMusic Commentary
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Plattenabend episodes

  • #5 Geordie Greep, Los Bitchos und Nick Cave
    Linda, Steffi und Conor sind glückselig aber auch etwas überfordert von der aktuell extrem hohen Taktzahl an Veröffentlichungen liebgewonnener Acts. Da hat Conor sich gerade davon erholt, das neue Fontaines D.C. Album als Platte des Jahres abzukulten, da stehen auch schon International Music mit einem ebenfalls großartigem Machwerk vor der Tür. So bleibt kaum noch Zeit das frisch erschienene "Wir waren hier" von Die Nerven zu würdigen. Diesen Part übernimmt Fan der ersten Stunde Linda, die die restliche Runde sehr schnell davon überzeugt, dass die Stuttgarter Band mal wieder ein kleines Meisterwerk abgeliefert hat. Nischiger und noch abgefahrener wird es bei Steffis Vorstellung Geordie Greep, der abseits von seiner (ehemaligen?!) Hauptband Black Midi, Bossanova, Mathrock und eine Prise Wahnsinn zu einem erstaunlich eingängigen Song gemischt hat. Daneben wird u.a. das Türkisch-Britische Duo Kit Sebastian vorgestellt, das sich nicht nur von Psychedelic- und Anadolu-Rock sondern auch von DDR-Schlager inspirieren lässt. Abseits der Musikvorstellungen berichten Steffi und Linda von einem musikalischen Shoppingausflug ins ostwestfälische Rheda-Wiedenbrück und ordnen außerdem das Linkin Park Comeback in die Kategorie "eigentlich völlig egal" ein. 


    Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/0rbbvAsxOEcV5MHUS92X5O?si=98814b37eb244f00 

    Besprochene Songs:
    International Music - Karma Karma
    Die Nerven - Wir waren hier
    Geordie Greep - Holy, Holy
    Wunderhorse - Cathedrals
    Kit Sebastian - Bul, Bul, Bul
    Los Bitchos - La Bomba
    Maya Ongaku - Iyo No Hito
    Nick Cave And The Bad Seeds - Wild God

    1 hr 22 min
  • #4 Fontaines D.C. - Romance
    In Folge vier können sich Stigy und Conor erstmals dazu durchringen, das zu tun, was der Name dieses Podcasts suggeriert: Sie hören gemeinsam genau ein Album und reden darüber - crazy. Angestachelt vom kurzfristigen Feuilleton-Hype nehmen sie sich das neue Album der irischen Ex-Post-Punk und jetzt Irgendwas-mit-Sadboy-Indie-Pop-Rock-Shoegaze Band Fontaines D.C. vor. Bei der Frage, ob dieses Album tatsächlich so etwas wie popkulturellen Einfluss haben wird und was das überhaupt bedeutet, können sie sich nicht so richtig einigen - darüber dass es ein überraschendes, vielschichtiges und einfach sehr schönes Album ist, aber schon.
    Damit sie sich nicht ausschließlich in Statements zur Großartigkeit der Songs selbst bestätigen, diskutieren sie über mögliche und eher fragwürdige musikalische Referenzen, die die Band womöglich beeinflusst haben: Von Lana del Rey über Nirvana bis zu Placebo. Weniger angenehm, aber vermutlich notwendig, ist außerdem eine kurze Einordnung zu den mindestens diskutablen politischen Aussagen der Band.

    Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/3RsqcuYooiUL8TTZoEObR3?si=f09946e785834511
    40 min
  • #3 Haldern Pop, Citypop und sexist Pop
    Bei gemütlichen 35 Grad und ca 99% Luftfeuchtigkeit lehnen sich Linda, Philip und Conor in ihrem Studio-Wohnzimmer zurück und versuchen trotz der widrigen Umstände ein zusammenhängendes Gespräch zu führen.

    Conor schwelgt in Erinnerungen an das diesjährige Haldern Pop Festival, bei dem er zwar nicht Green Day oder die Foo Fighters gesehen hat, dafür aber ins Wechselbad der Gefühle zwischen düsteren Post-Punk Bands, eindrücklichen Singer/Songwriter*innen und lustigen Irish-Folk Gruppen geschleudert wurde. Dabei hat er entdeckt, dass es ja doch noch sowas wie eine junge Independent-Szene gibt... also zumindest auf der Bühne. 

    Dass es junge Bands gibt, die neue Impulse setzen, ist dringend nötig. Das zeigt das Buch "Under My Thumb", das Linda der Runde vorstellt. In der Essaysammlung tauchen Journalistinnen und Wissenschaftlerinnen in die Untiefen der sexistischen Narrative aus gut 60 Jahren Popmusik ein. Dass Songtexte und das Verhalten ihrerer Interpreten von Rockstars der 60er und 70er oft äußerst problematisch sind, verwundert vielleicht nicht so stark. Dass aber auch das Indie-Rock-Revival der 2000er ein (etwas besser getarntes) Sexismus-Revival war, ist für einige Plattenabend-Teilnehmer schon eine schmerzhaftere Erkenntnis.

    Um den Abend etwas abgekühlt und entspannt zu beenden, legt Philip zum Abschluss ein paar sommerliche Vibes auf und macht einen Deepdive in die japanische Popmusik der 70er und 80er Jahre: Am Beispiel der Sängerin Taeko Onuki erklärt er warum Citypop vielmehr ein Sammel- und kein Genrebegriff ist, wie man in den Songs den gegenseitigen Einfluss von japanischen und westlichen Stilen hören kann und warum die alten Platten in den  letzten Jahren wieder so viele begeisterte Abnehmer*innen in und außerhalb von Japan finden.


    DIe Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/43dBtnfVpE4NeEWzf1QOCq?si=c9eb00fc32f94e87 


    1 hr 19 min
  • #2 International Music, Clairo und Nilüfer Yanya
    Sommerloch, was für ein Sommerloch? Linda, Conor und Gast Steffi füllen ihren Plattenabend nur mit Musik, die im letzten Monat erschienen ist. Dabei stellt sich heraus, dass Steffi und Linda dank diverser Algorithmen, recht nah am jugendlichen Zeitgeist sind und sich von J-Pop und Teenage Punk-Bands begeistern lassen, während Conor offenbar nur durch die Senioren-Abteilung von Instagram surft. Aber auch dort gibt es interessantes zu entdecken, beispielsweise das Comeback-Album von Emilíana Torrini, dass ganz ohne lautmalerische bumbumpampam Trommeln auskommt und dafür mit manchen Trip-Hop Songs überraschen kann. Bei der wohlwollenden Bewertung von letzteren herrscht Einigkeit, bei der Frage ob "Jungle Drum" einer der besten Sommerhits der letzten 20 Jahre oder doch eher eine üble Schützenfesterinnerung ist, weniger. Ganz auf einer Linie sind die drei Podcaster:innen dann wieder bei Indie-Darlings wie Nilüfer Yanya, Clairo oder Fontaines D.C., tappen allerdings im Dunkeln bei der Frage ob es sich bei diesen eigentlich noch um coole Bubble-Bands oder doch schon um Mainstream-Acts handelt.

    Die Playlist zur Folge:

    International Music - Im Sommer Bin Ich Dein König
    Fuji Kaze - Feelin' Go(o)d
    Sababa 5, Yurika Hanashima - Tokyo Midnight 
    Fontaines D.C. - Favourite
    Clairo - Thank You
    Nilüfer Yanya - Call It Love
    Emilíana Torrini - Black Water
    The Linda Lindas - All In My Head
    Gum, Ambrose Kenny-Smith - Dud

    https://open.spotify.com/playlist/0m1WzcOheRfRu3oPV9HBVW?si=17a9dc8d53494927
    1 hr 3 min
  • #1 RM, Christiane Rösinger und der Juli 1994
    Gleich beim ersten gemeinsamen Plattenabend schockt Linda die Nerd-Runde damit, ein Album eines BTS-Mitglieds vorzustellen. Dann aber die Erkenntnis: "Right Place, Wrong Person" von RM ist ein zurückgelehntes Hip-Hop Album, das den Spagat schafft, gleichzeitig die K-Pop Community, aber auch Sad-Indie sozialisierte Millenials zu überzeugen. 

    Conor beschäftigt sich mit dem unverhofften Gossip-Thema der vergangenen Monate: Die Hamburger Schule. Facebook-Lästereien von eigentlich angesehenen Indie-Musiker*innen kommen aber nur am Rand vor. Viel mehr geht es ihm um die aus seiner Sicht heutzutage relevanteste Musikerin aus der sogenannten Hamburger Schule... die passsenderweise aus Berlin kommt: Christiane Rösinger. Mit ihren kompromisslosen, feministischen aber gleichzeitig auch oft sehr lustigen Texten kann er die Runde überzeugen - mit der Musik nur teilweise. 

    Zeitlich ebenfalls in der Hochphase der Hamburger Schule befindet sich Stigy: Er macht einen kleinen Deepdive in das Jahr 1994. Genauer gesagt in den Juli 94, ein Monat der gleich mehrere bahnbrechende Alben hervorgebracht hat.

    Damit es nicht zu nostalgisch wird, klingt der Plattenabend mit folgenden aktuellen Song-Empfehlungen aus:

    Lorde - Take Me To The River
    Vampire Weekend - Ice-Cream Piano
    Pauls Jets - Kiss Me In The Morning
    Kate Nash - Millions Of Heartbeats
    Spool - Heavenor
    Bright Eyes - Bells And Whistles
    Thursday - Application For Release From The Dream
    Die Nerven - Als Ich Davonlief
    Charli XCX - Von Dutch

    Die Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/0LYBSkqHiwh4jkhS7Ax3Y4?si=d2c65f390c174d87



    1 hr 9 min

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