
Sign up to save your podcasts
Or


Die Imperialismustheorie des GegenStandpunkts gewinnt über linke Influencer und Streamer zunehmend Einfluss auf radikalisierte Schichten der Jugend. Sie erklärt den Imperialismus nicht als Ausdruck der Widersprüche und Krisen des Kapitalismus und der Herrschaft der Kapitalistenklasse, sondern als scheinbar unveränderliche Ordnung, in der die Interessen und Kräfteverhältnisse zwischen den Klassen und Staaten keine entscheidende Rolle spielen. Diese theoretische Starre führt zu einer politischen Perspektivlosigkeit: Die Möglichkeiten der Arbeiterklasse, imperialistische Kriege zu verhindern und die herrschenden Klassen zu besiegen, werden geleugnet und der Klassenkampf durch individuelle Verweigerung und reformistische Forderungen ersetzt.
Der Staat rüstet auf. Die Wehrpflicht soll die Jugend in die Armee zwingen, wo sie im Zweifel für die Kriege der Reichen sterben soll. Und die Arbeiterklasse soll neue Waffen durch Sozialkürzungen zahlen. Auf Grundlage einer marxistischen Analyse wollen wir klären, wie Arbeiter und Jugendliche gegen Wehrpflicht und Aufrüstung kämpfen können und warum es dafür ein kommunistisches Programm braucht.
Seit einigen Jahren gewinnt die Staatstheorie der Gruppe Gegenstandpunkt über verschiedene linke Influencer und Streamer (wie Dekarldent, Ole Nymoen oder Simon David Dressler) an Bekanntheit in den radikalisierten Schichten der Jugend. Unter einem marxistischen Banner verbreitet sie dabei die Idee vom Staat als „politisches Subjekt“, welches den Kapitalismus und die freie Konkurrenz aus einem eigenen Interesse heraus einrichtet. Doch damit wird das marxistische Verständnis vom Staat als Produkt des Klassenantagonismus in einer Gesellschaft auf den Kopf gestellt. Die politischen Konsequenzen dieser Verdrehung erscheinen in verschiedenen individualistischen und reformistischen Programmen, die keine Aussicht auf einen Sieg über den Kapitalismus versprechen.
Wir leben in einer Epoche von riesigen Veränderungen und Instabilität, getrieben durch die Krise des Kapitalismus. Um uns als Marxisten in diesen Zeiten richtig orientieren zu können ist es unsere Aufgabe bei allen entscheidenen Wendepunkten zurück zu den Grundlagen zu gehen.Der dialektische Materialismus bildet das Rückgrat des Marxismus, er ermöglicht uns eine rationale Einsicht in die heutigen Phänomene und zeigt deren inneren Widersprüche auf. Dabei bietet er uns keine starren Dogma, sondern methodische Werkzeuge, mit deren Hilfe wir die Prozesse in ihrer Bewegung analysieren und verstehen können. Diese Methode ist das Ergebnis intensiver wissenschaftlicher Untersuchungen der Natur und des Denkens, die es ermöglichten deren objektive Bewegungsgesetze herauszuarbeiten und in Form der Dialektik dem Menschen als Werkzeug zur Veränderung der Welt zu nutze zu machen. Wer sich dem Studium dieser Gesetze widmet, wird für seine Mühen mit einer umfassenden Weltanschauung belohnt werden, die es uns ermöglichen wird, die Menschheit aus den Fesseln des Kapitalismus zu befreien!
Das Kommunistische Manifest erschien 1848 und ist keine Schrift für Sesselphilosophen, sondern eine Anleitung zum Handeln. Marx betonte zwar die wesentliche Bedeutung der Theorie, ohne die es keine revolutionäre Bewegung geben kann, betrachtete jedoch Theorie und Praxis als untrennbar miteinander verbunden. In dem Referat wird es darum gehen, wie die Ideen von Marx und Engels ein Produkt der damaligen Zeit darstellten. Wie Marx und Engels nicht nur philosophierten, sondern mit beiden Beinen in der Arbeiterbewegung standen. Wir gucken zurück, zu dem Ursprung unserer Bewegung und leiten aus der Geschichte und der Gesellschaft die Ideen des Marxismus ab.
Lenin nennt Linksradikalismus eine “Kinderkrankheit im Kommunismus”. Er beschreibt damit eine Tendenz innerhalb der kommunistischen Bewegung, die sich zwar revolutionär gibt, in Wirklichkeit aber unreif, ungeduldig und taktisch unflexibel ist. Genau solche Schwächen waren es, die die KPD in den Jahren 1918-1923 unfähig machten, die deutschen Arbeiter zur endgültigen Übernahme der Macht zu führen. Die wichtigste Aufgabe einer revolutionären Partei ist es, das kollektive Gedächtnis der Arbeiterklasse zu bewahren. Deshalb wollen wir uns in diesem Workshop die geschehenen Fehler während der deutschen Revolution genau ansehen. Nicht um zu beklagen, dass sie passiert sind, sondern um aus ihnen zu lernen.
Seit der Entstehung der Klassengesellschaft träumten die Menschen von einer gerechteren Welt ohne Ausbeutung und Knechtschaft. Der Geist des Kommunismus lebt von Spartakus und den römischen Sklaven über den Bauernführer Thomas Münzer bis zu Gracchus Babeuf, dem französischen Revolutionär, der für die Gleichheit der armen Massen kämpfte. Doch diese frühen kommunistischen Vorstellungen blieben utopisch – gefesselt durch die beschränkten Produktionsweisen in denen sie entstanden. Erst Marx und Engels verwandelten den Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, die die Träumen der Unterdrückten der Geschichte zur Wirklichkeit machen konnte.In diesem Referat wollen wir diskutieren, wieso der Sozialismus historisch notwendig ist, wieso er nicht schon früher entstanden ist und welche Rolle Ideen und Individuen im Klassenkampf spielen.
Die Reformisten behaupten, einen Kapitalismus ohne Austerität und Verarmung schaffen zu können, indem der Staat große öffentliche Ausgaben tätigt, um so die Wirtschaft anzukurbeln. Doch diese Ansicht verkennt die fundamentalen Widersprüche des Kapitalismus. Heute sitzt er in der tiefsten Krise seiner Geschichte. Nicht ein “besserer” Kapitalismus, sondern nur die Übernahme der Wirtschaft durch die Arbeiterklasse kann das Problem lösen.
Die Russische Revolution ist der praktische Beweis dafür, dass die Arbeiterklasse den Kapitalismus stürzen kann, wenn sie eine Führung hat, die dieser Aufgabe gewachsen ist.
Daher ist das Studium der Russischen Revolution und des Bolschewismus für uns essentiell, um die Massenbewegungen und Revolutionen, die aktuell zur neuen Normalität werden, tatsächlich erfolgreich zu machen.
Milliarden fließen in Aufrüstung, was für uns Spar- und Kürzungspolitik bedeutet. Auch mit unserem Leben sollen wir im Zweifel für die Profitinteressen der Herrschenden bezahlen – denn die Wehrpflicht kehrt zurück. Gerechtfertigt wird das Säbelrasseln mit einer eintönigen Kriegspropaganda, die auch die Reformisten übernehmen: Angeblich geht es um die Verteidigung der Demokratie gegen „Autokratien“ wie Russland, China und die USA unter Trump. Wie können wir den Militarismus aufhalten und den deutschen Imperialismus stürzen?
From the publisher's feed