
Sign up to save your podcasts
Or


Neue Folge des volksfreund.de-Podcast "Porta - Tor zur Geschichte": Gefälschte Dokumente und Urkunden waren im Mittelalter nicht selten. Was Könige oder Mönche dazu trieb und wie sie dabei vorgingen, kann ein Trierer Historiker erklären - auch am Beispiel einer Fälschung aus einem mächtigen Kloster bei Trier.
Unser Gast ist Francesco Roberg, Direktor der Wissenschaftlichen Bibliothek und Stadtarchiv von Trier. Er hat über das Nekrolog der Reichsabtei St.Maximin geforscht - ein Totenbuch aus dem 12. Jahrhundert, welches nachweislich eine Fälschung darstellt für einen bestimmten Zweck. Wie er das herausgefunden hat, was er dabei recherchierte - und warum so manche Fälschung letztlich keine ist, erzählt der Historiker im Gespräch mit unseren Redakteuren Miguel Castro und Alexander Wittlings.
Mehr zum Thema lese ihr auch in diesem Beitrag unserer Kollegin Anne Heucher. Dort findet ihr auch Fotos des Nekrologs: https://www.volksfreund.de/140202443 (LINK). Das Stadtarchiv und die Wiss. Bibliothek der Stadt Trier sind erreichbar unter https://www.stadtarchiv-und-bibliothek-trier.de/. Die Forschungsarbeit von Francesco Roberg findet sich unter diesem https://www.mgh.de (LINK).
Über den Volksfreund-Podcast "Porta"
"Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de sowie allen gängigen Streamingportalen. Der Podcast des Trierischen Volksfreunds geht historischen Ereignissen und Persönlichkeiten aus unserer Region nach und wird von den Volksfreund-Redakteuren Miguel Castro und Alexander Wittlings moderiert. Wiederholt sind Kollegen und Kolleginnen aus der Redaktion mit zu Gast am Mikrofon. Noch mehr Episoden und Infos findet ihr auf https://www.volksfreund.de/porta. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
Neue Folge des History-Podcasts von volksfreund.de: Wer krank ist, muss gepflegt werden - das gilt auch im Jahre 1850, als ein junger Mann den Orden der barmherzigen Brüder gründet. Der betreibt heute große Krankenhäuser. Wer war dieser Peter Friedhofen? Was trieb ihn zur Gründung des Ordens? Welche Krankheiten waren damals vorherrschend? Und wie verlief die Entwicklung des Ordens nach Friedhofens Tod, in der Kaiserzeit und unter dem Nationalsozialismus? Das haben zwei Wissenschaftler aus Trier erforscht.
Unsere Gäste sind Bernhard Schneider, Professor der Theologischen Fakultät Trier, und Jens Fachbach, Historiker aus Trier. Sie haben ein Buch verfasst, das die Geschichte des Ordens aufgreift. Der Doppelband „Die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf und ihre Einrichtungen in Deutschland“ ist im Aschendorff-Verlag (Münster) in der Reihe „Quellen und Abhandlungen zur Mittelrheinischen Kirchengeschichte“ erschienen. Er umfasst 1197 Seiten und kostet 124 Euro.
Gegründet hat den Orden Peter Friedhofen (1819-1860) vor nunmehr 176 Jahren in seinem Heimatort Weitersburg bei Koblenz. Das Grab des mit nur 41 Jahren verstorbenen Ordensgründer ist heute in einer Kapelle des Brüderkrankenhauses in Trier zu finden. Die Brüder leisteten das, was vor 175 Jahren absolute Mangelware war: organisierte Krankenpflege und Armenfürsorge, gepaart mit Seelsorge. Der Bedarf: riesengroß.
Heute betreibt der Orden (Hauptsitz in Trier) mehrere Krankenhäuser, zusammengefasst in der BBT-Gruppe, die in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland rund 100 Pflegeeinrichtungen mit 17.000 Mitarbeitern betreibt. Mehr Infos zum Orden: https://www.brueder.info
Mehr Infos und Fotos findet ihr auch in diesem Beitrag unseres Kollegen Roland Morgen: https://www.volksfreund.de/region/trier-trierer-land/gegruendet-1850-die-barmherzigen-brueder-von-maria-hilf_aid-142755989
Über den Volksfreund-Podcast "Porta"
"Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de sowie allen gängigen Streamingportalen. Der Podcast des Trierischen Volksfreunds geht historischen Ereignissen und Persönlichkeiten aus unserer Region nach und wird von den Volksfreund-Redakteuren Miguel Castro und Alexander Wittlings moderiert. Wiederholt sind Kollegen und Kolleginnen aus der Redaktion mit zu Gast am Mikrofon. Noch mehr Episoden und Infos findet ihr auf https://www.volksfreund.de/porta. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
Neue Folge des Geschichts-Podcast von volksfreund.de: Inflation, hohe Weinsteuer und Konkurrenz trieben die Winzer an der Mosel vor 100 Jahren in die Verzweiflung - bis hin zum deutschlandweit beachteten Sturm auf das Finanzamt im Moselort Bernkastel-Kues. Historiker Christof Krieger weiß mehr hierzu - und stellt die Frage, ob der Aufruhr nicht auch geplant gewesen sei.
Gewusst? Die Mosel ist das fünftgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands
Das rund 200 Kilometer lange Moseltal in Rheinland-Pfalz erstreckt sich vom Dreiländereck bei Schengen, wo Deutschland, Luxemburg und Frankreich aufeinanderstoßen, bis zur Rheinmündung bei Koblenz. Der Fluss ist vor allem zwischen Trier und dem Rhein von Steillagen geprägt. Der steilste Weinberg Deutschlands ist der Calmont bei Bremm. Städte wie Trier, Koblenz, Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach, Zell und Cochem ziehen etliche Touristen an, die im Sommer das Tal auch mit Fahrrad oder Wanderschuhen erkunden. Das sich windende Flusstal mit einer Länge von rund 200 Kilometern wird zudem ergänzt durch die ebenso weingeprägten Täler der Nebenflüsse Saar und Ruwer.
Den Wein brachten übrigens einst die Römer an die Mosel - und widmeten dem Fluss auch ein heute berühmtes Gedicht. Sein Autor war der Lehrer und Politiker Ausonius (mehr über ihn erfahrt ihr übrigens in einer anderen Folge von Porta, die ihr hier aufrufen könnt (LINK)): https://www.volksfreund.de/83667711
Unser Gast am Mikrofon
Dr. Christof Krieger ist Leiter des Mittelmosel-Museums in Traben-Trarbach. Er forscht intensiv zur Geschichte der Wein-Wirtschaft an der Mosel. Der Historiker hat einen Bereich erforscht, zu dem bislang kaum seriöse Erkenntnisse vorlagen. In seiner 2018 als Buch erschienenen Doktorarbeit hat er akribisch die Geschichte der Weinpropaganda im Dritten Reich am Beispiel des Anbaugebiets Mosel, Saar und Ruwer aufgearbeitet. Er hat dafür zehn Jahre lang zumeist unveröffentlichte Quellen gesichtet und ausgewertet. Einen Beitrag hierzu könnt ihr auf volksfreund.de lesen (LINK): https://www.volksfreund.de/32872105
Der Experte hat zudem Aufsätze zum Thema publiziert:
Winzersturm vor 100 Jahren: Vorträge an der Mosel
„Die verborgenen Hintermänner des Bernkasteler Finanzamtssturmes von 1926“, so lautet das Thema eines Vortrages, in dem Christof Krieger dem Rätsel der bis heute unbekannten Anstifter des legendären Winzertumults nachspüren möchte. Anhand bislang noch unveröffentlichter Quellen ist der Historiker auf zahleiche Spuren gestoßen, die darauf deuten, dass die geheimnisvollen Organisatoren der Unruhen tatsächlich aus dem Moselort Kröv stammten. Die Veranstaltung findet in Kooperation des „Arbeitskreises für Heimatkunde e.V.“ in Traben-Trarbach mit dem Verein „KultUrScheune e.V.“ am Freitag, dem 27. Februar 2026, 19.00 Uhr, in der „Kulturscheune Kröv“ (Staffelter Hof, Robert-Schumann-Straße 208) statt. Der Eintritt ist frei. Eine Wiederholung des Vortrags ist zudem für Freitag, dem 20. März, in Bernkastel-Kues geplant.
Winzersturm 1926: Ausstellung in Bernkastel-Kues
Am 25. Februar 2026 wird in der Güterhalle in Bernkastel-Kues ab 18 Uhr ein Festvortrag sowie eine Podiumsdiskussion stattfinden, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Der Eintritt ist kostenfrei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich: [email protected]
Ab dem 26. Februar ist die Ausstellung „100 Jahre Winzersturm von Bernkastel – Protest in der Demokratie“ im Foyer der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues für Besucher geöffnet. Bis zum 31. Dezember 2026 können sich Interessierte über den 100-jährigen Winzersturm, die Hintergründe und Auswirkungen informieren. Der Eintritt für die Ausstellung ist kostenfrei.
Über den Volksfreund-Podcast "Porta"
"Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de sowie allen gängigen Streamingportalen. Der Podcast des Trierischen Volksfreunds geht historischen Ereignissen und Persönlichkeiten aus unserer Region nach und wird von den Volksfreund-Redakteuren Miguel Castro und Alexander Wittlings moderiert. Wiederholt sind Kollegen und Kolleginnen aus der Redaktion mit zu Gast am Mikrofon. Noch mehr Episoden und Infos findet ihr auf https://www.volksfreund.de/porta. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
Neue Folge des History-Podcasts von volksfreund.de: Vor 80 Jahren spielte Luxemburg mit dem Gedanken, Grenzen zu verschieben und Teile der Eifel und der Obermosel zu einem Teil des Großherzogtums zu machen. Warum gab es diese Annexionspläne, wie dachten die Deutschen in den betreffenden Gebieten darüber? Der luxemburgische Historiker Felix Streicher weiß mehr hierzu.
Weitere Folge zum Thema: Felix Streicher erklärt in einer weiteren Folge zum Thema, wie Luxemburg die Eifel besetzte und welche Reaktionen es damals in der deutschen Bevölkerung gab. Link zu dieser Podcast-Episode: https://www.volksfreund.de/region/bitburg-pruem/bitburg-als-die-luxemburger-1945-gebiete-in-der-eifel-und-an-der-saar-besetzten_aid-142785901
Zur Person: Der luxemburgische Wissenschaftler Felix Streicher hat die miteinander verknüpfte Geschichte der luxemburgisch-deutschen Beziehungen während und nach dem Zweiten Weltkrieg in jahrelanger Arbeit unter die Lupe genommen, Zeitzeugen befragt und Archive, unter anderem in Bitburg, genutzt. Streichers Dissertation zum Thema ist vergangenes Jahr erschienen, eine deutschsprachige Buchfassung ist angedacht. Seine Erkenntnisse hat der Experte zuvor schon wiederholt in Aufsätzen und Vorträgen vorgebracht. Aktuell forscht Felix Streicher an einem Pariser Institut zum luxemburgischen Widerstand während der deutschen Besetzung.
Abtretungen 1815: Die Anhänger einer Annexion nach 1945 begründen ihre Forderungen auch mit der Geschichte. Jahrhunderte zuvor gehörten zum damaligen Herzogtum auch das heute französische Thionville, das heute belgische Arlon mitsamt Bastogne, die Bitburger Region und verschiedene Gebiete an der Obermosel. Diese Territorien werden nach und nach Teil der umliegenden Mächte, die Abtretungen sind auch bekannt als die "Teilungen Luxemburgs". Als etwa Napoleons Imperium 1814/1815 zerbricht, werden Europas Grenzen auf dem Wiener Kongress neu gezogen. Alle luxemburgischen Territorien östlich von Our, Sauer und Mosel fallen damals an das Königreich Preußen, welches aus der napoleonischen Konkursmasse bekanntlich das Rheinland und damit auch die Eifel, Trier sowie das Mosel- und Saartal erhalten hatte.
Über unseren Podcast "Porta"
"Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de sowie allen gängigen Streamingportalen. Unser Podcast geht historischen Ereignissen und Persönlichkeiten aus unserer Region nach und wird von den Volksfreund-Redakteuren Miguel Castro und Alexander Wittlings moderiert. Noch mehr Episoden und Infos findet ihr auf https://www.volksfreund.de/porta. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
Im Geschichts-Podcast von volksfreund.de geht es diesmal um ein kleines Land, welches nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Siegern gehörte: Luxemburg erhielt 1945 eine Besatzungszone im besiegten Deutschland, in der Eifel. Wie war diese Besetzung? Warum hatten die Luxemburger Revanche-Gedanken? Welche Pläne gab es für das besetzte Gebiet? Wie reagierten die anderen Siegermächte wie Frankreich und die USA? Das erklärt der luxemburgische Historiker Felix Streicher, unser Gast in diesem ersten Teil unserer Doppelfolge.
Mehr zum Thema auf volksfreund.de:
Auf volksfreund.de findet ihr Fotos und weitere Informationen zur Besetzung. Klickt auf diesen Link.
Zum Experten Felix Streicher:
Felix Streicher hat in Heidelberg, Paris und an der niederländischen Universität Maastricht studiert. Er hat zur Rolle Luxemburgs als Besatzungsmacht geforscht, mehrere Aufsätze und Vorträge hierzu gehalten und eine Dissertation verfasst. The Forgotten Occupation: Politics, Everyday Life, and Gender in the Luxembourg Occupation Zone in Germany (1945-55). Er forscht aktuell am Institut d’études politiques de Paris (Science Po).
Doppelfolge - Teil 2 am 5. Februar
Dies ist Teil 1 einer Doppelfolge zur luxemburgischen Besetzung der Eifel nach 1945. Teil 2 dreht sich um luxemburgische Annexionspläne und erscheint am 5. Februar. Link: https://www.volksfreund.de/143351865
Der Zweite Weltkrieg in der Region Trier
Mehr zu den letzten Kriegsmonaten in der Region Trier findet ihr auch in einem Special auf volksfreund.de: https://www.volksfreund.de/themen/schicksalsjahre/ (LINK)
mc/volksfreund.de
Johann Peter Kagenbusch, geboren 1816, war ein Schwindler und Hochstapler. Im 19. Jahrhundert konnte er viele Menschen täuschen - auch ein Bankhaus, welches unter seinem Einfluss viel Geld für den Bergwerk an der Mosel, in Bernkastel-Kues, ausgab. Am Ende blieb der Ruin. Doch nicht nur dort betrieb Kagenbusch betrügerische Geschäfte ... Romanautor und Historiker Jörg Matthias Braun weiß mehr zum Mann, der verarmt 1888 starb.
Zu unserem Gast:
Jörg Matthias Braun stammt aus Bernkastel-Kues. Er hat zehn Bücher über die Geschichte der Stadt Bernkastel-Kues und ihrer Einwohner veröffentlicht. Er hat auch die Chroniken von Bernkastel und Cues überarbeitet und digitalisiert. In einem weiteren Schritt hat er die bisherige Geschichte der seit 1905 bestehenden Stadt Bernkastel-Kues in einem neuen Werk zusammengefasst (LINK): https://www.volksfreund.de/region/mosel-wittlich-hunsrueck/joerg-matthias-braun-hat-neue-chronik-fuer-bernkastel-kues-geschrieben_aid-109962111
Mehr zum Roman und Fakten über Kagenbusch:
Mehr zum Thema gibt es auch in einem weiteren Buch von JörgMatthias Braun:
"Bernkastel-Kueser Kriminalgeschichten" : https://buchshop.bod.de/bernkastel-kueser-kriminalgeschichten-joerg-matthias-braun-9783769368291
True Crime: Eine Familie voller Mörder
Viele Morde passieren im familiären Umfeld. Doch was, wenn eine ganze Familie mordlustig zu sein scheint? Das Buch „Ein ungeheuerlicher Mord in Gonzerath“ von Jörg Matthias Braun beschreibt die blutige Geschichte der Familie Breuer. In der Folge unseres True-Crime-Podcasts "Spurensuche", die ihr auf volksfreund.de sowie allen gängigen Streaming-Portalen finden könnt, geht es um die Geschichte der Familie, die mehrfach durch Morde und tragische Schicksale in den Schlagzeilen war.
Unser Podcast: "Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de/porta mit ergänzenden Informationen und ist ein Angebot des Trierischen Volksfreunds aus Trier. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
In der neuen Episode von Porta, dem History-Podcast von volksfreund.de: Nach dem Ersten Weltkrieg ist Deutschland politisch und wirtschaftlich zerrüttet und das Rheinland besetzt. Ein Ereignis aus dem Jahr 925 sorgt in diesen Zeiten für nationalbetonte Festlichkeiten - auch in Trier. Denn dort fand ein besonderes Schauspiel im Rahmen dieser "Jahrtausendfeiern" statt: "Der Kurfürst" von Leo Weismantel. Zehntausend Menschen strömen im Sommer 1925 in die Kaiserthermen, um das Heimatspiel auf einer extra eingerichteten Freilichtbühne zu bestaunen.
Unser Gast
Julia Hansjosten, Studentin der Universität Trier und freie Mitarbeiterin unserer Redaktion, hat sich mit diesem Festspiel in einem umfangreichen Aufsatz (erschienen im Kurtrierisches Jahrbuch 2025) auseinandergesetzt und kann mehr zum Trier des Jahres 1925 und der Aufführung des "Kurfürsten" erzählen.
Die Jahrtausendfeier
Nach dem Ersten Weltkrieg besetzen die alliierten Siegermächte Frankreich, Belgien, die USA und Großbritannien ab 1919 die deutschen Westgebiete bis zum Rhein - Trier und die Eifel inklusive. Politische und wirtschaftliche Nöte sorgen wiederholt für Krisen. Ein lang zurückliegendes Ereignis soll in diesem Zusammenhang die Menschen im Rheinland einen, überall wird das gefeiert: 925 wird Lotharingien, Überbleibsel der karolingischen Erbmasse, Teil des Ostfränkischen Reiches. Mit Lotharingien verstand man damals die linksrheinisch liegenden Territorien von der heutigen Niederlande bis zur schweizerischen Grenze. Aus dem Ostfränkischen Reich sollte sich im Laufe der Jahrhunderte das heutige Deutschland entwickeln, so wie aus dem Westfränkischen Reich das heutige Frankreich.
In Trier wurde die Feier auch durch eine Gewerbeschau begleitet, die damals 100.000 Besucher anzog. Hierzu findet ihr bei uns auch einen eigenen Beitrag in unserer Episodenliste. Fotos dieser Gewerbeschau und Abbildungen damaliger Firmenanzeigen findet ihr dieser Galerie unserer Redaktion auf volksfreund.de: https://www.volksfreund.de/region/kultur/podcast-die-jahrtausendfeier-in-trier-und-die-gewerbeschau1-1925_aid-134788269
Ein Blog der Universität Trier geht ebenfalls auf die Jahrtausendfeiern ein. Den Artikel findet ihr hier: https://trierglobal.hypotheses.org/224
Unser Podcast: "Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de/porta mit ergänzenden Informationen und ist ein Angebot des Trierischen Volksfreunds aus Trier. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
"Porta", der Geschichts-Podcast von volksfreund.de, mit einer neuen Folge -> Nur einen Gott und kein anderer? Von wegen: Die Römer beteten eine Vielzahl an Göttern an, auch die der unterworfenen Völker. Zum Beispiel die der Treverer, dem gallischen Stamm, der unserer Stadt Trier den Namen gab. Lothar Schwinden, Historiker aus Trier, erklärt, wer die Götter der Treverer waren - vor allem deren wichtigster: Lenus Mars.
Zu unserem Gast: Lothar Schwinden ist Wissenschaftler aus Trier. Sein Spezialgebiet ist die Epigraphik, die Entzifferung und Analyse von Inschriften. Er war im Rheinischen Landesmuseum tätig und zahlreiche Aufsätze zu historischen Themen verfasst (mehr über ihn lest ihr beispielsweise hier: https://www.volksfreund.de/5586959). Eine Übersicht seiner wissenschaftlichen Arbeit findet sich beispielsweise hier: https://landesmuseum-trier.academia.edu/LotharSchwinden.
Die Götter und die Römer: Die bekanntesten Gottheiten der antiken Römer waren sicherlich Jupiter, Minerva und Juno, auch genannt die Kapitolinische Trias. Doch sie standen einer schier unübersehbaren Gruppe an Göttern vor, zu denen sich im Laufe der Jahrhunderte auch neuere gesellten. Im vierten Jahrhundert nach Christus nahm etwa der Kult um den Sonnengott Sol zu. Dass auch die Kaiser nach ihrem Tod "vergöttlicht" wurden und die Römer den unterworfenen Völkern deren Gottheiten beließen, sind weitere Aspekte. Erst mit dem Siegeszug des Christentums endete dieser Polytheismus (Glaube an viele Gottheiten).
Die Treverer: Die Treverer waren ein gallischer Stamm, der links und rechts der Mosel beheimatet war. Julius Cäsar unterwarf sie und ihre Oppida (Wohnzentren) im Gallischen Krieg (58 bis 51 vor Christus), später erschufen die Römer mit Augusta Treverorum. dem heutigen Trier, ein neues Zentrum der Treverer. Besagte neue Stadt stieg im Laufe der Jahrhunderte bis zur zeitweiligen Residenz der (west)römischen Kaiser. Hauptgott der Treverer war Lenus Mars, dessen Tempel auf der Westseite der Mosel gegenüber Augusta Treverorum lag.
Unser Podcast: "Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de/porta mit ergänzenden Informationen und ist ein Angebot des Trierischen Volksfreunds aus Trier. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
Im Konzentrationslager Buchenwald in Thüringen, nahe der Stadt Weimar, waren zur Zeit der NS-Diktatur Juden, politische Gegner, Sinti und Roma und sowjetische Kriegsgefangene inhaftiert. Mehr als 50.000 Menschen starben in diesem KZ. Einer der Überlebenden war ein Trierer Kommunist: Hans Eiden. Über ihn, sein Leben und sein Überleben berichtet uns Christoph Herrig, Gästebegleiter und Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Frieden in Trier.
Über Hans Eiden
Der Trierer Widerstandskämpfer Hans Eiden wurde 1901 geboren. Er trat 1929 der Kommunistischen Partei Deutschlands bei (KPD), die mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in die Illegalität gedrängt wurde. Auch Eiden, parteipolitisch aktiv, wurde festgenommen und zu Zuchthaus verurteilt. 1939 wurde er ins KZ Buchenwald deportiert. Hier fungierte er als Lagerältester. Als die US-Amerikaner Thüringen erreichten, übernahmen die Häftlinge unter Eidens Leitung die Führung des Konzentrationslagers. Er kehrte nach Trier zurück, wurde 1947 in den ersten Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt. 1950 starb Eiden.
Das KZ Buchenwalds
Vor 75 Jahren, am 11. April 1945, übernahmen die Häftlinge das Kommando im KZ Buchenwald. Dabei spielte der Trierer Hans Eiden als Lagerältester eine bedeutende Rolle. Mehr dazu könnt ihr in diesem Beitrag unserer Redaktion lesen (LINK).
Die Rettung tausender jüdischer KZ-Häftlinge
Hans Eiden ist von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem im Jahre 2014 als "Gerechter unter den Völkern" geehrt worden. Kurz vor der Befreiung waren tausende jüdische KZ-Häftlinge nach Buchenwald verlegt worden, die SS begann mit der Planung der Evakuierung des Lagers. Laut den Angaben Yad Vashems befahl der Lagerkommandant Eiden, die 6.000 Juden im sogenannten großen Lager aus den Baracken zu holen, um sie auf einen Todesmarsch vorzubereiten. Eiden und seine Mitstreiter im Untergrund kamen zusammen und beschlossen, sich diesem Befehl nicht zu fügen. Stattdessen verfolgte Eiden eine Politik des Hinhaltens. Zugleich veranlasste er, dass die Juden die auf ihre Kleidung aufgenähten Sterne abnahmen und sich unter die nichtjüdischen Häftlinge mischten. "Am nächsten Tag verkündeten die Barackenältesten auf Anweisung von Eiden, dass sie die jüdischen Häftlinge nicht identifizieren könnten." So konnten etliche Juden der erneuten Deportation entgehen und die Befreigung des KZ erleben.
Über unseren Podcast "Porta"
"Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de sowie allen gängigen Streamingportalen. Unser Podcast geht historischen Ereignissen und Persönlichkeiten aus unserer Region nach und wird von den Volksfreund-Redakteuren Miguel Castro und Alexander Wittlings moderiert. Noch mehr Episoden und Infos findet ihr auf https://www.volksfreund.de/porta. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
Gleichberechtigung in der Antike? Das war nicht der Fall. Wie Frauen in der Gesellschaft des alten Roms lebten - und überlebten -, können zwei Expertinnen des Trierer Landesmuseums erklären. Im Fokus: Faustina Minor, die zur ihrer Zeit hochgeachtete und später (von Männern) kritisierte Ehefrau des römischen Kaisers Marc Aurel (regierte 161 bis 180 nach Christus).
Zu Gast sind diesmal die Historikerin Katharina Ackenheil und die Archäologin Helena Huber. Beide Wissenschaftlerinnen gehören dem Rheinischen Landesmuseum in Trier an, wo derzeit eine große Ausstellung über Marc Aurel läuft. Sie haben an der Ausstellung mitgewirkt und an der Konzeption (mehr zu Ausstellung findet ihr übrigens auf volksfreund.de/marcaurel (LINK))
Wer war Faustina Minor?
Faustina Minor (die Jüngere, zur Unterscheidung ihrer gleichnamigen Mutter) wurde um 130 nach Christus geboren. Sie war die Cousine des späteren Kaisers Marc Aurel, den sie im Alter von 15 Jahren heiratete. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter wurde sie zur "Augusta" erhoben und trug später auch den Ehrentitel "Mater Castrorum" (Mutter des Heereslager). Im Jahre 176 starb sie auf einer Reise des kaiserlichen Paares in einem Dorf der heutigen Türkei.
Wer war Marc Aurel?
Der römische Kaiser wird im Jahre 121 nach Christus in Rom gemäß der Historia Augusta als Marcus Catilius Severus geboren. Zu diesem Zeitpunkt erstreckt sich das Römische Reich vom Nahen Osten bis nach Spanien und umfasst neben Großbritannien auch das linksseitige Rheingebiet – das antike Augusta Treverorum (Trier) eingeschlossen. Auch Marc Aurels Großvater stammt nicht aus Rom, er ist im damals römischen Spanien geboren worden. Schon als junger Mann ist Marc Aurel als künftiger Herrscher vorgesehen. Doch erst im Jahre 161 folgt er auf seinen Vorgänger und Adoptivvater Antoninus Pius an der Spitze des Römischen Reiches, zusammen mit seinem Co-Regenten und Adoptivbruder Lucius Verus (der allerdings schon 169 stirbt). Seine zu Lebzeiten verfassten „Selbstbetrachtungen“ werden zur Weltliteratur gerechnet. Im Jahre 180 stirbt Marc Aurel an der Grenze des Imperiums, bei Vindobona, dem heutigen Wien.
Marc Aurel: Wann und wo findet die Landesausstellung statt?
Die – nach Konstantin, Nero, Karl Marx und dem Untergang des Römischen Reiches – nunmehr fünfte große Landesausstellung in Trier findet vom 15. Juni bis 23. November 2025 statt. Zwei Museen haben für Marc Aurel ihre Räume zur Verfügung gestellt: das Rheinische Landesmuseum (Weimarer Allee 1) und das Stadtmuseum Simeonstift (Simeonstraße 60). Ergänzend hierzu lädt die Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier Besucher zu einer passenden Zusatzausstellung ein. Zudem wird die Landesausstellung von einem kulturellen Programm in der Stadt begleitet.
Über unseren Podcast "Porta"
"Porta - Das Tor zur Geschichte" erscheint regelmäßig auf volksfreund.de sowie allen gängigen Streamingportalen. Unser Podcast geht historischen Ereignissen und Persönlichkeiten aus unserer Region nach und wird von den Volksfreund-Redakteuren Miguel Castro und Alexander Wittlings moderiert. Noch mehr Episoden und Infos findet ihr auf https://www.volksfreund.de/porta. Ihr habt Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreibt uns an [email protected]
mc/volksfreund.de
From the publisher's feed