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  • #220: Großbritannien und Deutschland unterzeichnen neuen Vertrag in Abwesenheit der USA

    Nur 80 Jahre, nachdem es nur knapp der nationalen Zerstörung entgangen ist, vertraut Großbritannien seinem Feind aus dem Zweiten Weltkrieg in Fragen des nationalen Überlebens.

    Von Josué Michels

    „Dies ist ein historischer Tag für die deutsch-britischen Beziehungen“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am 17. Juli bei seinem ersten offiziellen Besuch in Großbritannien seit seinem Amtsantritt im Mai. Manchmal sind solche Aussagen übertrieben – nicht so dieses Mal. Deutschland und Großbritannien haben heute ihren allerersten Freundschaftsvertrag unterzeichnet, der sich vor allem auf die militärische Zusammenarbeit konzentriert.

    Der britische Premierminister Keir Starmer bezeichnete das Abkommen als „das erste seiner Art“ und fügte hinzu, es sei ein Beweis für „die enge Beziehung, die wir heute haben.“

    Merz bemerkte: „Dies ist das erste Abkommen zwischen unseren beiden Ländern nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir hatten nie so etwas. Wir hatten Sie in der Europäischen Union und wir dachten, das sei genug, aber wie wir jetzt lernen, ist das nicht genug.“

    Im Jahr 2016 stimmte das britische Volk für den Austritt aus der EU, der 2020 Realität wurde. Es ist kein Geheimnis, dass dieser Vertrag diese Entscheidung untergräbt. Merz fügte hinzu: „Wir wollen enger zusammenarbeiten, insbesondere nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Es ist überfällig, dass wir einen solchen Vertrag miteinander schließen.“

    Bild bemerkte:

    Das Vertragswerk soll irgendwie ersetzen, was Deutschen und Briten durch den – von Merz bis heute schwer bedauerten – Brexit verloren gegangen ist. Die Mission ist also, die Insel wieder näher an uns heranzurücken. Nicht nur sicherheits- und wirtschaftspolitisch, sondern vor allem auch kulturell.

    https://www.youtube.com/watch?v=th7lHRl_TFc

    Der Vertrag wird den Reiseverkehr erleichtern und die Zusammenarbeit bei der Eindämmung der irregulären Migration, der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität sowie in der Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik vertiefen.

    Die bemerkenswertesten Teile des Abkommens betreffen die Verteidigung. Wie die Associated Press feststellte, kommt der Vertrag zustande, „da die europäischen Nationen versuchen, die Ukraine und sich selbst vor einem aggressiven Russland zu schützen, während die Unterstützung von der auf die USA fokussierte Regierung von Präsident Donald Trump schwankt“.

    Dies ist einer der wichtigsten Gründe für den Vertrag. Deutschland und Großbritannien wollen zeigen, dass sie zusammenstehen und bereit sind, Europa auch ohne die Hilfe der USA zu verteidigen.

    Der Vertrag enthält die Zusage, sich im Falle eines bewaffneten Angriffs auf die andere Seite gegenseitig zu unterstützen, auch mit militärischen Mitteln.

    Viele fragen sich, warum diese Klausel aufgenommen wurde, wenn man bedenkt, dass beide Nationen Mitglieder der nato sind, die bereits eine solche Verpflichtung enthält.

    Aber die Klausel ist wichtig: Selbst wenn die nato scheitert, werden Deutschland und Großbritannien zusammenstehen.

    Dies ist in der Tat ein historisches Versprechen.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sich die Alliierten – einschließlich Großbritanniens – verpflichtet, Deutschland entmilitarisiert zu halten. Die nato wurde teilweise gegründet, damit Deutschland nicht aufsteigen konnte. Lord Hastings Lionel Ismay, der erste Generalsekretär der nato, versprach, „die Sowjetunion draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten“. Als Deutschland darauf bestand, sein Militär wieder aufzubauen, wurde es unter der Bedingung in die nato aufgenommen, dass es „keine unabhängige Wehrmacht“ geben würde.

    Aber jetzt unterschreibt Deutschland unabhängige militärische Sicherheitsgarantien. Da Großbritannien eine Atommacht mit Atom-U-Booten ist, muss jeder, der Deutschland angreift, nun einen möglichen Atomschlag Großbritanniens fürchten.

    Man kann den Wert solcher Sicherheitsgarantien in Frage stellen, wenn man die Geschichte des Zweiten Weltkriegs bedenkt, als Großbritannien lange Zeit die Opfer der deutschen Aggression nicht verteidigte. Man könnte sich auch fragen, ob Deutschland seinen Feind aus dem Zweiten Weltkrieg verteidigen würde.

    Aber der Vertrag besteht nicht nur aus Versprechen, er bietet auch konkrete Schritte, die für diejenigen, die die Geschichte und die biblische Prophezeiung verstehen, erschreckend sind.

    Die beiden Länder haben sich auf 17 vorrangige Projekte geeinigt. So haben sie beispielsweise vereinbart, Informationen über die Entwicklung nationaler Biosicherheitsstrategien auszutauschen und zusammenzuarbeiten, um sich gegen Staatsterrorismus mit biologischen Kampfstoffen zu wappnen.

    Deutschland war die erste Nation, die während des Ersten Weltkriegs biologische und chemische Massenvernichtungswaffen eingesetzt hat. Jetzt sagt Großbritannien Deutschland, wie gut es auf einen solchen Angriff vorbereitet ist. Jeder sollte die Gefahr hier erkennen können.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Erweiterung von dem im letzten Jahr unterzeichneten Trinity House Verteidigungsabkommen. Zu den neuen Prioritäten des Abkommens gehören die Entwicklung eines europäischen Präzisionswaffensystems mit einer Reichweite von 2000 Kilometern, die Koordinierung unbemannter Luftfahrtsysteme, eine strategische Partnerschaft im Bereich der Landsysteme und gemeinsame Anstrengungen zur Abwehr von Bedrohungen aus dem Meer, einschließlich der Ausbildung deutscher Besatzungen auf britischen P-8A-Flugzeugen.

    Ein weiterer geplanter Schritt ist die gemeinsame Entwicklung zentraler Zukunftstechnologien – darunter Quanten- und digitale Technologien, künstliche Intelligenz, Halbleiter, Raumfahrttechnologien, fortschrittliche Netzwerktechnologien, Fusionsenergie sowie nachhaltige Energielösungen wie Batterietechnologien.

    Dies macht Deutschland zu einem integralen Bestandteil der militärischen und wirtschaftlichen Sicherheit Großbritanniens. Die Geschichte zeigt uns, was das in der Praxis bedeutet.

    Die Vereinbarung von Trinity House aus dem Jahr 2024 ebnete den Weg für eine neue Fabrik für Artillerierohre von Rheinmetall in Großbritannien. Im Rahmen desselben Abkommens wird das deutsche Militär-Startup Helsing in diesem Jahr die erste Resilience-Fabrik in Großbritannien eröffnen, um die militärischen KI-Fähigkeiten zu verbessern und Hunderte von Mini-U-Boot-Drohnen zu produzieren. Bereits vor dieser Vereinbarung hat das britische Verteidigungsunternehmen bae Systems im Jahr 2019 eine 55-prozentige Mehrheitsbeteiligung an seinem Geschäftsbereich Land UK an Rheinmetall verkauft.

    Großbritannien wird abhängig von deutschen Militärfirmen.

    Solche Beispiele zeigen, warum die Bibel das moderne Großbritannien als „eine Taube,“ bezeichnet die „leicht zu verführen“ ist (Hosea 7, 11). In „Germany Is Betraying Britain-Again“ [„Deutschland verrät Großbritannien – schon wieder“] schrieb der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry:

    Amerika und Großbritannien haben sich eingeredet, dass sie eine wunderbare Freundschaft mit den Deutschen haben. Aber ist das wahr? Wenn Sie sehen, was gerade mit Großbritannien passiert ist, wissen Sie, dass das nicht wahr ist!

    Vers 9 [von Hesekiel 23] offenbart das erschreckende Ergebnis dieser unmoralischen Beziehung: ‚Darum übergab ich sie [Aholah, stellvertretend für Amerika und Großbritannien] in die Hand ihrer Liebhaber, der Söhne Assurs [Deutschland], für die sie entbrannt war.‘

    In gewisser Weise ist dies in Großbritannien bereits geschehen. Aber sehen Sie zu, wie sich diese Prophezeiung vollständig erfüllt: Es wird noch viel, viel schlimmer werden.

    Hosea 5, 13 gibt weitere Einblicke: „Als Ephraim seine Krankheit sah und Juda sein Geschwür, zog Ephraim hin nach Assur und schickte zum Großkönig. Aber der kann euch nicht heilen noch euer Geschwür entfernen.“

    „Hosea prophezeit, dass das verwundete Juda und das kranke Ephraim nach Deutschland gehen werden, um Hilfe zu bekommen. Warum?“ fragt Herr Flurry in seiner Broschüre über Hosea. „Weil Amerika noch kränker ist als die beiden und an diesem Punkt keine Hilfe sein kann! Die tödliche Schwäche dieser drei Nationen führt zu ihrer Vernichtung durch Deutschland – zur gleichen Zeit.“

    Die astronomische Verschuldung und die Sittenlosigkeit Amerikas haben es dazu gebracht, sich nach innen zu wenden. Das Ergebnis ist, dass Großbritannien seinen Feind aus dem Zweiten Weltkrieg um Hilfe bittet – entgegen Gottes Warnungen und Verheißungen.

    In Die USA und Grossbritannien in der Prophezeiung erklärt Herbert W. Armstrong, wie Gott diese Ereignisse nutzen wird, um Großbritannien und unserer Welt eine unvergessliche Lektion zu erteilen. Er beschreibt auch, wie dies zu Gottes Eingreifen in das Weltgeschehen führt.

    10 min
  • #219: Die Rehabilitierung des deutschen Geheimdienstes

    Was im Zweiten Weltkrieg gefürchtet wurde, wird heute unterschätzt.

    Der Bundesnachrichtendienst (bnd) wird umfassend reformiert. „Deutschlands Verantwortung in der Welt wächst und mit ihr unser Anspruch an unsere Nachrichtendienste“, sagte Kanzleramtsminister Thorsten Frei am 27. Juni gegenüber Bild. „Die Weiterentwicklung und Stärkung der Nachrichtendienste des Bundes ist… ein Schwerpunkt der Bundesregierung.“

    Details sind spärlich, aber wir sollten den neuen Fokus der Regierung nicht unterschätzen.

    Im Jahr 2019 eröffnete der bnd einen neuen Hauptsitz in Berlin – ein imposantes Gebäude im Wert von über einer Milliarde Euro mit einer Grundfläche, die etwa der Größe von 36 Fußballfeldern entspricht. Der Guardian nannte es die „größte Geheimdienstzentrale der Welt“.

    Nun bekommt der bnd einen neuen Präsidenten – den deutschen Botschafter in der Ukraine Martin Jäger – sowie deutlich mehr Geld und mehr Flexibilität bei der Auslandsspionage und der technischen Aufklärung, berichtete der Spiegel am 11. Juni. Der derzeitige bnd-Präsident Bruno Kahl wird der deutsche Botschafter im Vatikan, was offenbar auf Wunsch geschah.

    In jüngster Zeit wurde der bnd dafür kritisiert, dass er nicht nachdrücklich genug vor Russlands Einmarsch in der Ukraine gewarnt hat und dass einige Agenten mit russischen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben. Doch was manche als Schwäche ansehen, könnte Absicht sein: Die Posaune warnt schon lange vor einer geheimen deutsch-russischen Zusammenarbeit. (Lesen Sie „Deutschlands geheimer Deal mit Russland aufgedeckt“.)

    Doch in der öffentlichen Wahrnehmung ist der bnd seiner Aufgabe nicht gewachsen, übermäßig reguliert oder sogar inkompetent. Peter R. Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King‘s College London, schrieb am 12. Juni für Spiegel Online:

    Einerseits macht man sich über die »Schlapphüte« lustig, hält sie für inkompetent und bezweifelt, dass sie in derselben Liga spielen wie die amerikanische cia oder der britische MI6. Andererseits fürchtet man, sie könnten im Handumdrehen einen allmächtigen Überwachungsstaat schaffen, sollte nicht jede ihrer Operationen genau kontrolliert und gesetzlich eingehegt werden.

    Solche Widersprüche zeigen, wie schwer sich Deutschland nach wie vor mit dem bnd tut: ein Geheimdienst, der sich nicht einmal als solcher bezeichnen darf, sondern nur als »Nachrichtendienst« – als handele es sich um eine Art staatlich finanzierte Presseagentur.

    Dabei ist ein schlagkräftiger Auslandsgeheimdienst für die Sicherheit des Landes genauso wichtig wie ein »kriegstüchtiges« Militär. Die Welt befindet sich im Umbruch, eine Krise folgt der nächsten, und allen ist klar, dass Deutschland auch bei seinen Geheimdiensten wieder stärker auf eigenen Füßen stehen muss.

    Neumann behauptet: „Ein schlagkräftiger Auslandsgeheimdienst ist für Deutschlands Sicherheit so essenziell wie ein schlagkräftiges Militär. Die Politik muss das endlich begreifen.“

    Im Gespräch mit Bild sagte Neumann: „Ein ganz grundsätzliches Problem ist, dass die deutschen Bundeskanzler den bnd nie wirklich gefordert und eingesetzt haben.“ Dies habe zu einer dysfunktionalen Behörde geführt.

    Frühere deutsche Regierungen zögerten, Deutschland als Weltmacht zu etablieren und nutzten den bnd nicht so stark. Aber das ändert sich gerade.

    „Ziel muss es sein, dass der bnd zukünftig mehr Informationen und Nachrichten eigenständig generieren kann“, sagte Carlo Masala, Professor für internationale Politik an der Universität der Bundeswehr in München gegenüber Bild.

    Masala und andere fordern, dass der bnd mehr Freiheiten bei der Speicherung von IP-Adressen, der Verwendung von Gesichtserkennung und der Untersuchung von Finanzströmen erhält. Neumann fügte hinzu, dass sich der bnd auf verdeckte Operationen im Ausland konzentrieren muss. Die jüngsten Geheimdienstoperationen für die Ukraine in Russland und Israel im Iran zeigen ihren Wert.

    Die Vorstellung, dass der deutsche Geheimdienst schwach ist und streng kontrolliert wird, ist laut dem Geheimdienst-Experte Thorsten Wetzling jedoch „verzerrt“. In einem Interview mit der Welt, das am 27. Juni veröffentlicht wurde, behauptete er das Gegenteil – dass ein Mangel an Aufsicht ein erhebliches Risiko für die Demokratie darstellt.

    Wenn Sie sich die Geschichte Deutschlands und des bnd ansehen, müssen Sie dem zustimmen.

    Gegründet von Nazis

    Auch wenn der bnd nicht so berühmt ist wie die amerikanische cia, der britische MI6, die russische fsb oder der israelische Mossad, so baut er doch auf einem der gefürchtetsten Überwachungsdienste der Geschichte auf, nämlich dem von Nazi-Deutschland.

    „Historiker, die eine interne Studie über die Verbindungen zwischen Mitarbeitern des deutschen Auslandsgeheimdienstes und dem Dritten Reich durchführen, haben eine schockierende Entdeckung gemacht“, schrieb Spiegel Online im Jahr 2011. „Im Jahr 2007 vernichtete der bnd Personalakten von Mitarbeitern, die einst Mitglieder der SS und der Gestapo waren.“

    In dem Artikel heißt es: „Es ist seit langem bekannt, dass etwa 10 Prozent der Mitarbeiter des bnd und seiner Vorgängerorganisation einst unter SS-Chef Heinrich Himmler in Nazi-Deutschland gedient haben.“ Das ganze Ausmaß des nahtlosen Übergangs ist jedoch ein Rätsel, da die Akten von rund 250 bnd-Mitarbeitern vernichtet wurden.

    Eine unabhängige Historikerkommission stellte fest, dass die Personen „in signifikanten geheimdienstlichen Positionen, in der SS, dem SD oder der Gestapo tätig gewesen sind.“ Einige wurden sogar wegen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg angeklagt.

    Nimmt man noch die Tatsache hinzu, dass neue Mitarbeiter, die vom bnd eingestellt wurden, oft Verwandte von bereits bestehenden bnd-Mitarbeitern waren, so häufen sich die Beweise für einen bewussten Versuch, die Verbindung zum Massenmordregime aufrechtzuerhalten. Wie der bnd 2018 zugab, beschäftigte er in den frühen 1960er Jahren sogar die Tochter von SS-Chef Heinrich Himmler, Gudrun Burwitz, die „ihr Leben damit verbrachte, sich in rechtsextremen Kreisen zu bewegen und ihren Vater stets zu verteidigen“(Deutsche Welle, 29. Juni 2018).

    Das ist nicht allzu überraschend, wenn man bedenkt, dass der ehemalige Nazi-General Reinhard Gehlen das deutsche Spionagenetz der Nachkriegszeit aufgebaut hat. Die Alliierten dachten, es könnte kontrolliert werden und sich als nützlich gegen Sowjetrussland erweisen.

    Beunruhigende Zukunft

    Es ist wichtig, diese Geschichte und die zukünftigen Auswirkungen zu berücksichtigen. Beachten Sie diese Warnung von Herbert W. Armstrong vom 9. Mai 1945:

    Wir verstehen die deutsche Gründlichkeit nicht. Seit Beginn des Zweiten Weltkriegs haben sie die Möglichkeit in Betracht gezogen, diese zweite Runde zu verlieren, so wie sie die erste verloren haben, und sie haben für diesen Fall sorgfältig und methodisch die dritte Runde geplant – den Dritten Weltkrieg! Hitler hat verloren. Diese Runde des Krieges in Europa ist vorbei. Und die Nazis sind jetzt in den Untergrund gegangen. In Frankreich und Norwegen lernten sie, wie effektiv ein organisierter Untergrund die Besetzung und Kontrolle eines Landes behindern kann. Paris wurde durch den französischen Untergrund und die alliierten Armeen befreit. Jetzt wird ein Nazi-Untergrund systematisch geplant. Sie wollen zurückkommen und im dritten Anlauf gewinnen.

    Die Warnung von Herrn Armstrong wurde 1996 bestätigt, als die Vereinigten Staaten ein Dokument aus dem Jahr 1944 freigaben, in dem ein Treffen zwischen Nazi-Beamten und Führern der deutschen Spitzenindustrie beschrieben wird. (Der Chefredakteur der Posaune, Gerald Flurry, bespricht dieses Dokument in Deutschlands Eroberung der Balkanstaaten.)

    Aber nicht nur die Rüstungsindustrie ging in den Untergrund. Das deutsche Nachkriegsmilitär, die Polizei und der Geheimdienst waren mit Nazis verseucht, die in den Untergrund gingen, um sich auf ein plötzliches Wiederauftauchen vorzubereiten.

    Was wir sehen, stimmt mit der biblischen Prophezeiung überein, der Quelle von Herr Armstrongs Warnung. Offenbarung 17, 8 warnt: „Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist jetzt nicht und wird wieder aufsteigen aus dem Abgrund und in die Verdammnis fahren. Und es werden sich wundern, die auf Erden wohnen, deren Name nicht geschrieben steht im Buch des Lebens vom Anfang der Welt an, wenn sie das Tier sehen, dass es gewesen ist und jetzt nicht ist und wieder sein wird.“

    „Das Wort, das in Vers 8 mit „Abgrund“ übersetzt ist, bedeutet eigentlich Untergrund. Dorthin begaben sich die Nazis kurz vor Ende des 2.Weltkriegs. Das so genannte Heilige Römische Reich wird ein letztes Mal zu Macht gelangen.“, erklärt Herr Flurry in Deutschland und das Heilige Römische Reich.

    Die Welt hat diese Entwicklung verschlafen. Trotz der grausamen Geschichte des bnd warnt praktisch niemand davor. Die Warnung der Bibel ist einzigartig. Wir können unsere Welt nur verstehen, wenn wir zu Gott schauen, um sie zu verstehen, so wie es Herr Armstrong tat.

    Fordern Sie ein kostenloses Exemplar unserer Broschüre an Er hatte Recht um mehr über Herrn Armstrongs biblisch begründete Prognose zu erfahren und was sie uns lehrt.

    13 min
  • #218: Der Aufstieg Münchens zur europäischen Start-up-Hauptstadt

    Wird es Ihre Zukunft beeinflussen?

    Innovative Unternehmen haben die Macht, unsere Welt umzugestalten – zum Guten oder zum Schlechten. Seit Jahrzehnten prägt das kalifornische Silicon Valley das Leben von Milliarden von Menschen. Sein Einfluss hat lange Zeit den Neid der Welt auf sich gezogen und unzählige Versuche inspiriert, seinen Erfolg nachzuahmen. Aber jetzt positioniert sich eine europäische Stadt, um der Zukunft einen noch größeren Stempel aufzudrücken.

    In „Isar Valley: Warum München Startup Talente anzieht“, schrieb die Deutsche Welle am 4. Juni:

    Es ähnelt einer Suche nach dem richtigen Weg in einem Labyrinth, auf die sich Hunderte junge Gründerinnen und Gründer jedes Jahr in Europa begeben: Die Suche nach Chancen, Innovationen, aber auch nach Geld und Erfolg. Und die Suche nach dem Land und der Stadt, die ihnen den idealen Nährboden bietet.

    Am Ende dieser Suche steht für viele immer öfter Isar Valley. So wird der KI- und Tech-Standort München in Anlehnung an das Silicon Valley inoffiziell bezeichnet.

    Wie Deutsche Welle feststellte, braucht ein Start-up für seinen Erfolg mehr als nur einen starken Algorithmus. Es braucht auch einen soliden Geschäftsplan, ein gut vernetztes Netzwerk und Zugang zu Kapital – und genau hier sticht das Münchner Startup-Ökosystem mit dem UnternehmerTUM, das Gründungszentrum der TUM an der Technischen Universität München, hervor.

    „Die TUM-Uni in München sieht nicht nur aus wie ein Technologiezentrum im Silicon Valley, sie strebt auch danach, genauso erfolgreich zu werden“, schrieb die Deutsche Welle. Im März 2024 nahm auch die Financial Times TUM zur Kenntnis: „Das in München ansässige Labor hat Ambitionen, Deutschland zu einem der wichtigsten Zentren für Frühphasenunternehmen zu machen“ („UnternehmerTUM Tops Ranking of Europe‘s Leading Start-up Hubs“).

    Münchens Stärke liegt darin, das Alte mit dem Neuen zu verbinden. Die Financial Times kommentierte:

    Eine der Hauptstärken des Labs, stellen Gründer und VCs [Risikokapitalgeber] fest, ist sein weit verzweigtes Netzwerk aus Industriekonzernen wie Airbus und bmw, kleinen und mittleren Unternehmen, regionalen und internationalen Universitäten, VCs und dem Bayerischen Staatsministerium für Digitales.

    Einige der Start-ups, die München beherbergt, könnten in naher Zukunft weltbekannt werden.

    Am 11. Juni wurde berichtet, dass das Münchner Start-up-Unternehmen Proxima Fusion die „größte private Fusionsinvestitionsrunde in Europa“ in Höhe von 130 Millionen Euro abgeschlossen hat. Vier der weltweit etwa 45 Fusionsunternehmen sind in Deutschland ansässig, drei davon in „Deutschlands Fusions-Hauptstadt“ München (Handelsbaltt, 21. März). „Trotz Wirtschaftskrise“, so das Handelsblatt, „können sich Proxima, Marvel, Gauss und Focused Energy nicht über mangelndes Interesse von Investoren beschweren – im Gegensatz zu vielen anderen.“

    Die Erzeugung von Energie durch Fusion ist im Wesentlichen das, was die Sonne tut. In nur zwei Sekunden setzt die Sonne genug Energie frei, um den derzeitigen globalen Bedarf der Menschheit für eine Million Jahre zu decken. Die Aussicht, auch nur einen Bruchteil dieser Leistung auf der Erde zu replizieren, hat weltveränderndes Potenzial.

    Berlin überholen

    München ist vielleicht nicht auf jedermanns Radar als aufstrebendes Start-up-Zentrum. Die meisten haben auf Berlin gesetzt, um diese Rolle zu übernehmen.

    Der ehemalige Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg beklagte 2018, dass die deutsche Start-up-Bewegung darunter leidet, „dass sich der internationale Fokus nahezu ausschließlich auf Berlin richtet. Faktisch ist die Szene viel diversifizierter; auch in Hamburg, München oder Köln findet man interessante Firmen. Es gibt eine modische Lust, über Hubs zu sprechen, die dem Ideal des Silicon Valley nahekommen können. Aber man könnte in Europa auch durchaus auf die Stärke eines vernetzten Kontinents bauen.“

    Guttenberg wohnt derzeit in München und hat den Start-up-Sektor durch persönliche Investitionen und sein Beratungsunternehmen Spitzberg Partners gefördert.

    Während Berlin ein attraktiver Standort für Start-ups bleibt, hat Bayern mit seiner Hauptstadt München laut einer Analyse des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens EY im Jahr 2024 zum ersten Mal Berlin bei der Finanzierung von Start-ups überholt. Laut EY-Partner Thomas Prüver ist dies „auf den Tech- und KI-Boom zurückzuführen – hier liegt Bayern vorn.“

    Helsing und militärische KI

    Das deutsche Start-up, das 2024 die meisten Mittel erhielt, war das Münchner Softwareunternehmen Helsing, das sich auf künstliche Intelligenz für die Verteidigungsindustrie spezialisiert hat. Es folgten der Übersetzungsdienst DeepL aus Köln und Black Semiconductor aus Aachen.

    Im Jahr 2023 war Helsing das erste europäische Start-up-Unternehmen im Bereich Militär, Rüstung und Verteidigung in Privatbesitz, das eine Bewertung von 1 Milliarde Dollar überschritt. Das Unternehmen hat KI-gesteuerte Drohnen für die Ukraine hergestellt und sich einige der wichtigsten Innovationsprojekte des deutschen Militärs gesichert.

    Ende letzten Jahres stellte Helsing eine neue Kampfdrohne, HX-2, vor, deren Kerntechnologie in der Ukraine getestet und eingesetzt wurde. Das Unternehmen schreibt:

    Die Ende 2024 vorgestellte HX-2 ist eine elektrisch angetriebene X-Wing-Präzisionsmunition mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern. Die fortschrittliche KI an Bord ermöglicht vollen Widerstand gegen elektronische Kriegsführung. Als Teil der Altra-Aufklärungssoftware von Helsing können sich mehrere HX-2 zu Schwärmen zusammenschließen, die von einzelnen menschlichen Bedienern gesteuert werden. HX-2 wurde so konzipiert, dass es in großen Stückzahlen und zu deutlich niedrigeren Kosten als herkömmliche Systeme hergestellt werden kann und so eine wachsende Fähigkeitslücke in der modernen Landkriegsführung schließt.

    Drohnenschwärme sind potenziell zerstörerischer als Atombomben und noch schwieriger abzuwehren. Helsing könnte zu einem erschreckenden Fortschritt in der modernen Kriegsführung beitragen.

    Eine der neuesten Innovationen des Unternehmens, das sich nicht mit der Eroberung des Himmels zufrieden gibt, setzt KI-gesteuerte Drohnenschwärme in den Tiefen unter Wasser ein. Das Unternehmen schreibt:

    SG-1 Fathom definiert die Überwachung des Untergrunds neu. Durch die Massenproduktion können Hunderte von SG-1 in großem Maßstab eingesetzt werden, um riesige Unterwassergebiete zu überwachen.

    Der Gleiter kann diskret im Schwarm patrouillieren oder seine Position auf dem Meeresboden halten und arbeitet in der Tiefe und in der gesamten Wassersäule. Es ist widerstandsfähig und energieeffizient und ermöglicht einen Dauerbetrieb von bis zu drei Monaten.

    „Der Einsatz von KI am Rande von Unterwasserkonstellationen wird die Ozeane erhellen und unsere Gegner für ein starkes Europa abschrecken“, sagte Helsing-Mitbegründer und Co-Chef Gundbert Scherf.

    Helsing ist nicht das einzige militärische Start-up aus München, dem man nachsagt, dass es potenziell revolutionäre Veränderungen auf dem Schlachtfeld bewirken könnte. Im Februar hob Fortune das Münchner Start-up-Unternehmen arx Robotics hervor. „Seine Technologie hilft, traditionelle militärische Ausrüstung wie Lastwagen und Panzer in unbemannte, autonome Fahrzeuge umzuwandeln“, schrieb Fortune. „Dies ermöglicht eine sicherere Aufklärung, Logistik und Bekämpfung in Hochrisikogebieten wie der ukrainischen Frontlinie.“

    arx Robotics arbeitet eng mit einem anderen Start-up in der Nähe von München zusammen: Quantum Systems, ein Unternehmen, das Aufklärungsdrohnen herstellt. Quantum Systems hat in der Ukraine Erfahrungen mit der Entwicklung von Senkrechtstarter-Drohnen gesammelt, um russische Truppenstandorte auszuspionieren.

    Ein weiteres Start-up mit Sitz in München ist GovRadar, das die Beschaffungsprobleme Deutschlands, insbesondere der Bundeswehr, lösen will und mit dem ehemaligen Verteidigungsminister und Multimillionär Karl-Theodor zu Guttenberg einen prominenten Investor gefunden hat. „Govradar ist gewissermaßen ein Check24 oder ein Amazon für Behörden“, kommentiert Gründerszene. Gründer Sascha Soyk hat während seiner Zeit beim Militär den Cyber Innovation Hub der Bundeswehr mit aufgebaut, der nun die Beschaffungsprozesse seines Start-ups testen wird.

    Guttenbergs Engagement in der Start-up-Branche könnte im Lichte der biblischen Prophezeiung von großer Bedeutung sein.

    Bayerns Aufstieg prophezeit?

    Am 14. Februar, 2024 schrieb der Chefredakteur der Posaune Gerald Flurry in „Die unbekannte Zukunft der künstlichen Intelligenz“:

    Guttenberg tritt in die Fußstapfen der bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und Franz Josef Strauß, die sich die High-Tech-Industrie zunutze machten. Strauß und Stoiber trugen dazu bei, Bayern zu der High-Tech-Wirtschaftsmacht zu machen, die es heute ist. Was wäre, wenn Guttenberg diese industrielle Kraft mit künstlicher Intelligenz aufwertet?

    „Künstliche Intelligenz ist immer noch etwas, das Europa gestalten kann“, sagte er in einem Fernsehinterview mit Puls 4-Talk am 28. Juli 2019. „Wir haben eine gut etablierte Industrie, die sich noch viel stärker mit den neuen Technologien verbinden muss. Aber sobald dies geschieht, wird sie ein ganz anderes Kraftfeld entwickeln als ein reines Technologie- oder Digitalisierungsunternehmen.“ Die Europäische Kommission befürwortet dasselbe: In ihrem Strategiepapier vom 13. Dezember 2023 wird der Einsatz von KI zur Förderung von Wissenschaft und Innovation diskutiert.

    Was Strauss und Stoiber begonnen haben, setzt Guttenberg fort. Er hat eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung europäischer Start-ups bei der internationalen Expansion gespielt („Ex-Verteidigungsminister Guttenberg hilft Start-ups über den Atlantik“ Intelligence Online, 8. März 2018).

    Seit vielen Jahren hat Guttenberg viel Zeit, Energie und Geld investiert, um das wirtschaftliche Profil Deutschlands und Europas zu schärfen. Er kennt die geopolitischen Implikationen aufstrebender Technologie-Start-ups wie kaum ein anderer. Mit seinem Hintergrund als Verteidigungsminister kennt er auch die militärischen Auswirkungen. Während der Prozess der KI und anderer neuer Technologien dunkel erscheint, sind sie für ihn Werkzeuge von immenser Macht.

    Wenn Guttenberg jemals wieder politische Macht erlangt, könnte sein Verständnis von Schlüsseltechnologien ganz Europa revolutionäre Veränderungen bringen.

    Die biblische Prophezeiung deutet darauf hin, dass Europa einen Führer bekommen wird, der in der Lage ist, diese aufkommenden Mächte zu bändigen. „Aber gegen Ende ihrer Herrschaft, wenn das Maß der Frevler voll ist, wird aufkommen ein frecher und verschlagener König“ (Daniel 8, 23). Herr Flurry schreibt dazu:

    Die meisten Bibelkommentare sind sich einig, dass sich die Prophezeiung in Daniel 8 auf Antiochus IV. Epiphanes aus dem Seleukidenreich im zweiten Jahrhundert v. Chr. bezieht. Doch das Buch Daniel bezieht sich nur auf die „Zeit des Endes“ (Daniel 12, 4, 9). Der antike Antiochus richtete schrecklichen Schaden an, aber er war nur ein prophetischer Vorläufer von Männern, die diese Prophezeiung in der Endzeit erfüllen würden. …

    Die wichtigste endzeitliche Erfüllung von Daniels Prophezeiung wird in Europa stattfinden. Der Prophezeiung zufolge wird dort ein Anführer das europäische Einigungsprojekt an sich reißen und eine Allianz mehrerer Nationen in einen Weltkrieg führen! In unserem kostenlosen Buch Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung können Sie darüber lesen.

    Ich glaube schon seit vielen Jahren, dass Karl-Theodor zu Guttenberg diese Rolle des starken Mannes von Europa ausfüllen kann.

    Das Leben des antiken Antiochus zeigt, dass er ein abnormes Interesse an Technik hatte. In den Historien des Polybios wird berichtet, dass Antiochus oft durch die Straßen der Stadt wanderte, „lange redete und mit den Gießern und anderen Handwerkern über technische Fragen diskutierte.“ Die Männer, die die Rollen des modernen Antiochus spielen, haben ein ähnliches Interesse an viel moderneren Technologien. …

    Dieser Artikel bietet tiefe Einblicke in diese wenig verstandene Prophezeiung und zeigt, wie sie zum Ende der fehlerhaften Herrschaft der Menschheit und zur Wiederkehr Jesu Christi führt. Lesen „Die unbekannte Zukunft der künstlichen Intelligenz“, um mehr zu erfahren.

    15 min
  • #217: Deutschlands dramatisch steigender Militärhaushalt

    Finanzminister Lars Klingbeil erklärte am Dienstag, dass die deutschen Verteidigungsausgaben in diesem Jahr 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen werden. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 hat Deutschland einen Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro angekündigt, um seine Militärausgaben zu erhöhen. In 2024 gab Deutschland 2 Prozent seines bip für Verteidigung aus und war damit „das Land mit den höchsten Militärausgaben in Mittel- und Westeuropa und das viertgrößte weltweit“, berichtete das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut am 28. April.

    Klingbeil gab bekannt, dass die Verteidigungsausgaben Schritt für Schritt erhöht werden, sodass Deutschland bereits im Jahr 2029 eine nato-Quote von 3,5 Prozent erreichen wird. Damit würde der Verteidigungshaushalt auf 153 Milliarden Euro steigen.

    Am 25. Juni einigten sich die Nato-Mitgliedsstaaten auf ein neues Verteidigungsausgabenziel von 5 Prozent, aufgeteilt in 3,5 Prozent für die Kernverteidigung und 1,5 Prozent für die damit verbundene Infrastruktur bis 2035.

    Im Vorfeld des Nato-Gipfels in Den Haag sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am Dienstag vor deutschen Parlamentariern: „Wir werden beschließen, künftig deutlich mehr in unsere Sicherheit zu investieren. Wir tun das nicht, wie vereinzelt behauptet wird, um den USA und ihrem Präsidenten einen Gefallen zu tun. Wir tun das aus eigener Anschauung und Überzeugung, weil vor allem Russland die Sicherheit und die Freiheit des gesamten euroatlantischen Raums aktiv und aggressiv bedroht, weil wir befürchten müssen, dass Russland den Krieg über die Ukraine hinaus fortsetzen wird.“

    In seiner ersten Rede am 14. Mai sagte Merz, dass die Regierung in Zukunft alle finanziellen Mittel bereitstellen würde, die die Bundeswehr benötigt, um die stärkste konventionelle Armee in Europa zu werden.

    Während Deutschlands Sonderfonds für das Militär in Höhe von 100 Milliarden Euro bis 2027 ausläuft, haben sich die Parlamentarier im März darauf geeinigt, alle Militärausgaben, die über 1 Prozent liegen, von der Schuldenbremse auszunehmen.

    Die steigenden Militärausgaben werden von der Angst vor Russland und dem Streben nach militärischer Unabhängigkeit von den USA angetrieben. Als er diesen Trend während des Kalten Krieges beobachtete, schrieb der verstorbene Herbert W. Armstrong in der Zeitschrift Plain Truth (Klar&Wahr) vom April 1980:

    Sie können sicher sein, dass die westeuropäischen Staats- und Regierungschefs in aller Eile und im Geheimen darüber beraten, wie und wie bald sie sich zusammenschließen und eine gemeinsame europäische Streitmacht aufstellen können, um sich selbst zu verteidigen! So müssen sie sich nicht länger kleinlaut Russland beugen! Und wem werden sie die Schuld für ihre Demütigung und die Notwendigkeit geben, ein vereintes Europa zu haben, mit einer gemeinsamen Regierung, einer gemeinsamen Währung und einer gemeinsamen Militärmacht, die so groß oder größer ist als die Sowjetunion oder die U.S.A.? Sie werden den Vereinigten Staaten die Schuld geben!

    Jahrzehntelang schien diese Prognose unvorstellbar. Heute jedoch hat der europäische Kontinent nicht nur eine gemeinsame Währung, sondern ist auch auf dem Weg zur militärischen und politischen Einheit. Die deutschen Militärausgaben allein sind mit denen Russlands vergleichbar, und zusammen genommen sind die Ausgaben der europäischen Nationen mit denen der USA vergleichbar, insbesondere wenn sich die Kernländer verpflichten, ihre Ausgaben drastisch zu erhöhen.

    Herr Armstrong stützte seine Warnung auf eine biblische Prophezeiung einer Wiederauferstehung des mittelalterlichen Heiligen Römischen Reiches. Sowohl Daniel 2 als auch Offenbarung 17 enthüllen, dass dieses Reich in der Endzeit aus 10 Nationen oder Nationengruppen bestehen wird, die von 10 Königen angeführt werden. „Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie für eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier. Diese sind eines Sinnes und geben ihre Kraft und Macht dem Tier“ (Offenbarung 17, 12-13).

    Das Verständnis dieser Prophezeiungen ermöglichte es Herrn Armstrong zu sehen, was andere nicht sahen. In einem Brief vom 27. Dezember 1981 schrieb er: „Was die Welt nicht weiß, ist, dass hinter den Kulissen heimlich fieberhaft Pläne geschmiedet werden, ohne dass die Medien davon berichten und ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Aber plötzlich, unerwartet, wie die biblische Prophezeiung es offenbart, wird die ganze Welt erschrecken und in Erstaunen versetzt werden, wenn sie erfährt, dass eine neue dritte Super-Weltmacht plötzlich auf der Weltbühne erschienen ist – eine Wiederauferstehung des mittelalterlichen Heiligen Römischen Reiches ...“

    Herr Armstrong prophezeite, dass der militärische Aufstieg Europas von Deutschland angeführt werden würde. Diese Prophezeiung wird nun erfüllt.

    Wenn Sie mehr erfahren möchten, fordern Sie unsere kostenlose Broschüre Er hatte Recht an .

    7 min
  • #216: Merz: Israel macht unsere „Drecksarbeit“ im Iran

    Es wird die Zeit kommen, in der Deutschland selbst handeln wird.

    „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz dem zdf in einem Interview am Rande des G-7-Gipfels in Kanada am 17. Juni. Das Mullah-Regime habe „Tod und Zerstörung über die Welt gebracht.“

    Zu Israels Angriff auf den Iran, der am 13. Juni begann, sagte Merz: „Ich kann nur sagen, größten Respekt davor, dass die israelische Armee, die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen.“

    Wenn Israel nicht gehandelt hätte, so Merz, „hätten wir sonst möglicherweise Monate und Jahre weiter diesen Terror dieses Regimes gesehen und dann möglicherweise noch mit einer Atomwaffe in der Hand“.

    Er verurteilte die Führung in Teheran dafür, „Tod und Zerstörung in die Welt zu bringen, mit Anschlägen, Mord und Totschlag, mit der Hisbollah, mit der Hamas“.

    Er fügte in einem Interview mit ard hinzu: „Wir haben es hier mit einem Terrorregime zu tun, nach innen wie nach außen. Es wäre gut, wenn dieses Regime an sein Ende käme.“ Er ließ jedoch Raum für erneute Verhandlungen, indem er erklärte: „Es gibt immer noch die Möglichkeit für den Teil der Regierung im Iran, der noch handlungsfähig ist, ... zurückzukehren an den Verhandlungstisch und Gespräche zu führen. Das Angebot steht. … Und wenn sie nicht bereit ist, die Gespräche aufzunehmen, dann wird Israel den Weg zu Ende gehen.“

    Bundeskanzler Merz hat erkannt, was nur wenige andere zugeben wollen: Was im Nahen Osten geschieht, betrifft Europa unmittelbar. Seine Aussagen spiegeln die Worte des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg wider. Nachdem Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten 2018 Luftangriffe auf die Chemiewaffenlager der syrischen Regierung geflogen hatten, bemerkte Guttenberg: „Natürlich ist es einfach zu sagen, dass wir die Drecksarbeit anderen überlassen und uns auf die sichere Seite zurückziehen. Aber auf lange Sicht wird man so nicht drum herum kommen.“

    Israels Krieg gegen den Iran zeigt, dass Deutschland nicht mehr lange tatenlos zusehen kann. Der vom Iran unterstützte Terrorismus hat nicht nur Dutzende von europäischen Bürgern getötet und Flüchtlingsströme an die europäischen Küsten gespült, er bedroht auch den wirtschaftlichen Wohlstand Europas.

    Ein Beispiel ist die Drohung des Irans, die Straße von Hormuz zu blockieren, durch die etwa 20 Prozent der weltweiten Ölexporte fließen. Handelsexperte Gerrit Heinemann sagte gegenüber Bild, dass die Folgen noch „heftiger“ wären „als das, was wir zu Beginn des Ukraine-Kriegs und in den Corona-Jahren erlebt haben.“ Da ein erheblicher Teil des Welthandels über die Region abgewickelt wird, wäre die exportorientierte deutsche Wirtschaft besonders gefährdet.

    Ein weiterer Grund, warum Deutschland den Konflikt nicht ignorieren kann, ist die Religion. Seit Jahrhunderten interveniert Europa in der Region, um katholische Interessen zu verteidigen, und hinterlässt dabei oft ein Vermächtnis von Gewalt und Blutvergießen. Der Iran als Anführer des radikalen Islam bedroht heute erneut das Überleben des Christentums in der Region. Sie strebt den gewaltsamen Umsturz Jerusalems an, was nicht nur für die jüdische Bevölkerung, sondern auch für die katholischen Stätten fatal wäre.

    Der Chefredakteur der Posaune, Gerald Flurry, warnt seit langem davor, dass eine Kombination der oben genannten Faktoren den prophezeiten Vorstoß von Daniel 11, 40 wahrscheinlich bestimmen wird. Diese Prophezeiung lautet: „Zur Zeit des Endes aber wird sich der König des Südens mit ihm messen, und der König des Nordens wird mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen gegen ihn anstürmen und wird in die Länder einfallen und sie überschwemmen und überfluten.“

    Beachten Sie, dass diese Passage einen Konflikt zur „Zeit des Endes“ beschreibt – in der Tat ist das gesamte Buch Daniel für diese Endzeit geschrieben worden (Daniel 12, 4, 9).

    Jahrzehntelang hat Herr Flurry auf den Iran als den prophezeiten König des Südens und Deutschland als den prophezeiten König des Nordens hingewiesen. Im Laufe der Jahre haben beide Länder in ihren jeweiligen Regionen eine führende Rolle eingenommen. Die iranische Außenpolitik wurde immer aggressiver, während Deutschland seine wirtschaftliche und militärische Stärke stetig ausgebaut hat.

    Die Bibel sagt ausdrücklich, dass diese beiden Mächte auf einen Zusammenstoß zusteuern, der den Anfang vom Ende des letzten Kapitels der gegenwärtigen bösen Welt markiert. Herr Flurry erklärt diese Prophezeiungen ausführlich in „Die versteckte Gefahr in Deutschlands ‚Allianz gegen den Iran.‘“

    6 min
  • #215: Israel und Iran befinden sich im Krieg

    JERUSALEM – Sirenen haben mich um 3 Uhr morgens geweckt. Sie haben nicht vor einem Angriff auf Israel gewarnt, sondern davor, dass Israel den Iran angegriffen hat.

    Am Freitagmorgen griffen mehr als 200 Kampfflugzeuge in mehreren Wellen Standorte in Teheran, Natanz und andere wichtige Orte an, um die iranischen Atomanlagen, Raketenfabriken und die militärische Infrastruktur zu zerstören. In der Zwischenzeit waren Mossad-Kommandoteams vor Ort, um Raketen- und Luftabwehranlagen zu sabotieren, sagten Beamte. Und eine vom Mossad eingerichtete Drohnenbasis im Iran hat Angriffe auf Raketenwerfer in der Nähe von Teheran durchgeführt, sagte ein israelischer Verteidigungssprecher.

    Diese groß angelegte Militäroperation mit dem Codenamen „Rising Lion“ ist noch nicht einmal beendet und könnte dem iranischen Regime bereits den größten Schlag versetzt haben, seit es 1979 an die Macht kam.

    Bei dem Angriff wurden hochrangige iranische Militärs – darunter der Kommandeur der Revolutionsgarden, Hossein Salami, und der Kommandeur der Luftwaffe, Amir Ali Hajizadeh – sowie Wissenschaftler mit Kenntnissen über die Herstellung von Atombomben getötet. Mehrere andere hochrangige Beamte sind tot oder werden vermisst.

    • „Wenn dieser Eröffnungsschlag erfolgreich war“, sagte ein israelischer Verteidigungsbeamter am frühen Freitagmorgen dem Armeeradio, „dann haben wir das, was wir 10 Tage lang mit hochrangigen Hisbollah-Vertretern gemacht haben, in 10 Minuten mit dem Iran gemacht.“
    • Bedeutet dies einen ausgewachsenen Krieg? Irans oberster Führer hat eine „harte Bestrafung“ versprochen. Die Israelis sind auf der Hut. Das Militär ist in höchster Alarmbereitschaft. Der Flughafen Ben Gurion ist geschlossen; israelische Fluggesellschaften wie El Al haben ihre Flugzeuge aus dem Land gebracht. Benjamin Netanjahu hat den Menschen geraten, sich auf längere Aufenthalte in verstärkten Bunkern vorzubereiten.

      Doch im Moment sind die Straßen von Jerusalem friedlich. In den Lebensmittelgeschäften sind die Schlangen besonders lang, aber die Menschen sind ruhig.

      Ich bin hier im Rahmen der Celtic Throne Tour und habe gerade einen erfolgreichen Auftritt am Donnerstagabend in Haifa hinter mir. Zwei weitere Auftritte sind am nächsten Montag und Dienstag geplant, und wir fliegen am Mittwoch aus. Vielleicht wird nichts von alledem geschehen. Wir werden sehen.

      Wenn Israel in der Vergangenheit iranische Militäranlagen angegriffen hat – der Stuxnet-Cyberangriff von 2010, bei dem rund 1000 Zentrifugen in Natanz beschädigt wurden, die Explosion in Natanz 2020, die das iranische Atomprogramm um Monate zurückwarf, und der Angriff auf Parchin im vergangenen Oktober – folgten auf die feurige öffentliche Rhetorik des Iran zurückhaltende Aktionen. Seine direkten Angriffe waren begrenzt und zielten eindeutig darauf ab, einen direkten Krieg zu vermeiden.

      Aber im Vergleich zu diesen Streiks ist Rising Lion viel ehrgeiziger und weitreichender.

      Israel hat sich seit Jahren auf einen Angriff dieses Ausmaßes vorbereitet, und auf diesen Angriff speziell seit acht Monaten. Die letzten Wochen und Tage haben die Dringlichkeit erhöht.

      • So sehr die Trump-Administration darauf drängt, ein Ende der iranischen Nuklearambitionen auszuhandeln, so sehr wehrt sich der Iran dagegen.
      • Erst gestern hat die UNO-Atomaufsichtsbehörde zum ersten Mal seit 20 Jahren erklärt, dass der Iran gegen seine Verpflichtungen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen verstoßen hat.
      • Der Iran reagierte trotzig und kündigte an, eine neue Urananreicherungsanlage zu bauen und seine Zentrifugenkapazitäten zu verbessern.
      • Israel sagte, seine Geheimdienstinformationen zeigten, dass sich Teheran bei seinem Streben nach einer Atomwaffe „dem Punkt ohne Zurück“ nähere.
      • Viele Nationen haben gesagt, dass der Iran keine Atomwaffe haben kann. Nur Israel war bereit, Maßnahmen zu ergreifen.

        Ein Großteil der Welt verurteilt Israel zunehmend für seinen laufenden Krieg gegen die Hamas. Sie werden sicherlich Israel jetzt als den Aggressor betrachten und diesen Schlag als unnötige Provokation bezeichnen, die einen größeren Krieg auslösen könnte. Es ist weitaus zutreffender, es als einen mutigen Schritt zur Verhinderung eines Weltkriegs zu betrachten.

        Wir haben uns in den letzten anderthalb Jahren mit den Stellvertretern des Iran befasst, aber jetzt haben wir es mit dem Kopf der Schlange selbst zu tun.
        -Israel Katz, Israelischer Verteidigungsminister

        Die Trump-Administration hat jegliche Beteiligung abgestritten. Amerika kümmert sich um sich selbst und hat Israel mitgeteilt, dass es sich nicht an Angriffen beteiligen wird. Einige ringen die Hände darüber, wie Israels Aktionen die Friedensgespräche torpediert haben, als ob diese Gespräche jemals etwas anderes als Illusionen gewesen wären. Donald Trump hat soeben eine Warnung an den Iran auf Truth Social gepostet, aber im Wesentlichen wurde darin vor weiteren Maßnahmen gewarnt, die von Israel ausgehen, nicht von Amerika.

        Ohne die Hilfe Amerikas (insbesondere seine Spezialmunition) wird Israel die iranischen Atomanlagen nur beeinträchtigen, nicht aber zerstören können. Fordow, die Hauptnuklearanlage, die sich unter einem Berg befindet, ist nicht auf der Liste der angegriffenen Standorte. Israel braucht Amerikas Tarnkappenbomber und Massive Ordnance Penetrator-Bomben, um dies auszuschalten.

        Israel hat es trotzdem angegriffen. In einer Videoansprache beschrieb Netanjahu den Angriff Israels als einen Kampf nicht nur um das Überleben seines Landes, sondern als einen Kampf für die gesamte Zivilisation.

        Das ist wahr und die Welt sollte dankbar sein. Das wird sie aber nicht sein.

        Und die biblische Prophezeiung zeigt, dass es am Ende einen hohen Preis dafür zahlen wird, dass es sich nicht auf die Seite Israels gegen den Iran gestellt hat.

        Die Bibel ist voll von Zeichen, an denen wir erkennen können, wo wir uns auf Gottes prophetischer Zeittafel befinden. Wenn wir ihre Warnung beherzigen, wird uns Gottes Schutz vor den kommenden Unruhen versprochen. Und Gott verspricht erstaunliche Belohnungen im Reich Gottes. Aber es liegt an jedem Einzelnen, diese Prophezeiungen zu beherzigen und danach zu handeln.

        9 min
      • #214: Wendet sich Deutschland gegen Israel?

        Das ultimative Ziel geht über die Schaffung eines palästinensischen Staates hinaus.

        Bundeskanzler Friedrich Merz warf Israel am 26. Mai vor, die Zivilbevölkerung in einer Weise in „Mitleidenschaft“ zu ziehen, die „nicht mehr mit dem Kampf gegen den Hamas-Terrorismus zu rechtfertigen ist“. Er fügte hinzu: Die israelische Regierung darf nichts tun, was selbst „ihre besten Freunde nicht mehr bereit sind zu akzeptieren.“ Er sprach auf dem wdr Europaforum in Berlin.

        Die Bemerkung „beste Freunde“ bezieht sich auf Israels stärkste Unterstützer in Sachen Militärhilfe, vor allem die Vereinigten Staaten und Deutschland. Beide Nationen haben den jüdischen Staat kürzlich kritisiert. Das ist ungewöhnlich, vor allem für Deutschland. Wie Merz feststellte, muss Deutschland bei seiner öffentlichen Kritik an Israel sich „so weit zurückhalten wie kein anderes Land auf der Welt“. Aber er behauptete, die angeblichen Verletzungen des humanitären Völkerrechts erforderten Kritik. „Die Frage ist: Wie deutlich übt man die Kritik jetzt, und da bin ich aus historischen Gründen zurückhaltender“, sagte Merz.

        Der israelische Botschafter in Berlin, Ron Prosor, schrieb am 27. Mai auf X:

        Die Worte von @Bundeskanzler Friedrich Merz haben Gewicht. Da er ein Freund Israels ist, nehmen wir seine Worte ernst – anders als bei denen, die Israel ständig einseitig kritisieren.

        Klar ist aber auch: Israel kann nach dem 7. Oktober keinen zweiten Hamas-Terrorstaat akzeptieren.

        Dabei gibt es ein Dilemma: Wir sollen gleichzeitig die Geiseln retten, die Bevölkerung in Gaza versorgen und die Terroristen bekämpfen. In Gaza wurden Schulen in Waffenlager, Moscheen in Kasernen und Krankenhäuser in Kommandozentralen umgewandelt.

        Für komplexe Probleme gibt es keine einfachen Lösungen. Wer Israel kritisiert, muss diese Realität zur Kenntnis nehmen.

        Die Worte von @Bundeskanzler Friedrich Merz haben Gewicht. Da er ein Freund Israels ist, nehmen wir seine Worte ernst – anders als bei denen, die Israel ständig einseitig kritisieren.

        Klar ist aber auch: Israel kann nach dem 7. Oktober keinen zweiten Hamas-Terrorstaat… pic.twitter.com/uB1iZtATUZ

        — Ambassador Ron Prosor (@Ron_Prosor) May 27, 2025

        Es besteht kein Zweifel, dass Deutschland weiß, dass seine Forderungen aus israelischer Sicht unerreichbar sind. Wenn man zum Beispiel mehr humanitäre Hilfe in den Gazastreifen lässt, ermutigt man die Hamas, die Israel beseitigen will. Die Bild-Zeitung erklärte am 27. Mai:

        Hintergrund der Kritik: Israel will die Verteilung von Nahrungsmitteln und anderen humanitären Gütern selbst in die Hand nehmen und nicht mehr den Vereinten Nationen überlassen.

        Die Hamas würde deren Lieferungen kapern und sich damit auf Kosten der Zivilbevölkerung bereichern, so der Vorwurf. „Ärzte ohne Grenzen“ berichtet aus Gaza von horrenden Preisen von bis zu 50 Dollar für ein Kilo Reis.

        Heute sollte eine private, von der israelischen Regierung eingesetzte Agentur ihre Arbeit aufnehmen und die Hilfe in Gaza verteilen. Die Hamas warnt bereits ihre Bevölkerung, diese Hilfe anzunehmen, und droht mit „Maßnahmen“. Am Montag exekutierte sie vier Männer, die sie der Plünderung eines Hilfs-Lkw beschuldigte.

        Während die internationalen Medien darauf bestehen, dass die humanitäre Hilfe der UNO die Zivilisten in Gaza erreicht, sieht die Realität ganz anders aus: Die Hamas beschlagnahmt die Lieferungen, verkauft sie weiter, um ihre Führung zu bereichern, und tötet Zivilisten, die versuchen, die Hilfe direkt von der UNO zu erhalten. Doch wenn Israel dafür sorgen will, dass die humanitäre Hilfe diejenigen erreicht, die sie wirklich brauchen, wird es beschuldigt, die Menschen in Gaza auszuhungern. Um das Ganze noch absurder zu machen, nennt Israel viele dieser Ankläger weiterhin „Freunde“.

        Die deutsche Regierung behauptet, dass Israels derzeitige Aktionen die Aussicht auf einen palästinensischen Staat gefährden. Aber wie Prosor am Dienstag gegenüber dem zdf sagte: „Wir haben es mit einem Gegner zu tun, der nicht Land oder Macht will. Sondern der uns auslöschen will. Wir befinden uns in einem Teufelskreis: Wir wollen die Geiseln befreien, Hilfe liefern und eigentlich die Terroristen bekämpfen. Leicht ist es nicht.“

        Prosor hat Recht: Israel hat es mit „einem Gegner zu tun, der nicht Land oder Macht will. Sondern der uns auslöschen will.“ Wenn Israel nicht in der Lage ist, die Hamas im Gazastreifen zu zerschlagen, bedeutet die Akzeptanz einer Zweistaatenlösung, dass eine terroristische Vereinigung ein ständiger Nachbar im Gazastreifen ist – mit dem zusätzlichen Risiko, dass sich dieses Problem auf das Westjordanland ausweitet.

        Da deutsche Beamte dies wissen, begünstigt der Vorstoß in Richtung einer Zwei-Staaten-Lösung die Terroristen unterstützenden palästinensischen Araber mehr als die Juden.

        Die Frage ist, warum?

        Die Hamas hat wiederholt gezeigt, dass die Auslöschung Israels ihr offizielles Ziel ist. Sie wird vom Iran unterstützt, dem Hauptsponsor des Terrorismus. Aber was Prosor und andere nicht erkennen, ist, dass diese Terroristen nicht die einzigen sind, die Israel auslöschen wollen. Die Bibel zeigt, dass sich die palästinensischen Araber mit anderen Nationen verbünden werden, die alle von Deutschland unterstützt werden. Psalm 83 offenbart, dass sie versuchen werden, Israel auszulöschen, „Lasst uns sie ausrotten, / dass sie kein Volk mehr seien und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde“ (Vers 4).

        Im Lichte dieser Prophezeiung erscheinen Deutschlands Ambitionen in einem neuen Licht – oder einem alten Licht, das mit Deutschlands Geschichte der Judenverfolgung übereinstimmt.

        Die Prophezeiung zeigt außerdem, dass Israels terroristische Nachbarn an Macht gewinnen werden. „Heute leben die Araber in etwa der Hälfte Jerusalems. Sie haben es nur noch nicht unter Kontrolle“, schrieb der Chefredakteur der Posaune, Gerald Flurry. Er fährt fort: „Gott hat den Juden ganz Jerusalem gegeben, und wegen ihrer Sünden wird er ihr Land dem Feind überlassen.“

        Mit der Unterstützung des Irans und der internationalen Gemeinschaft gewinnen die Palästinenser an Schwung, um die Hälfte Jerusalems gewaltsam einzunehmen, wie es in Sacharja 14, 1-2 prophezeit wird. Aber wie Herr Flurry erklärt, ist dies ein sicheres Zeichen für die baldige Rückkehr Jesu Christi. Der blutige Weg zur Wiederkehr Christi könnte abgewendet werden, wenn das jüdische Volk und unsere Welt heute auf Gottes Botschaft hören würden.

        https://www.dieposaune.de/articles/posts/wendet-sich-deutschland-gegen-israel

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      • #213: Trump krönt Vatikan zum ‚Friedensstifter‘

        Die uralte Institution wird sich über die Aufmerksamkeit freuen.

        Nachdem US-Präsident Donald Trump am 19. Mai zwei Stunden lang mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen hatte, schlug er vor, dass Russland und die Ukraine „sofort“ Waffenstillstandsverhandlungen aufnehmen würden, möglicherweise im Vatikan. Er schloss: „Der Vatikan, vertreten durch den Papst, hat erklärt, dass er sehr daran interessiert wäre, die Verhandlungen zu führen. Lassen Sie den Prozess beginnen!“

        Für Trump mag der Vatikan der Ort sein, an dem sich blutige Diktatoren und ihre Opfer die Hände schütteln und über Frieden sprechen können.

        Berichten zufolge hat Trump jedoch auch den europäischen Staats- und Regierungschefs in einem Telefongespräch am Montag mitgeteilt, dass Putin nicht bereit ist, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Doch anstatt die Sanktionen zu erneuern, stimmte Trump zu, die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine auf niedrigerer Ebene im Vatikan fortzusetzen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskyy, der französische Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nahmen an dem Telefonat teil.

        Zur möglichen künftigen Rolle des Vatikans bei den Verhandlungen sagte Merz, dies sei „sozusagen die letzte irdische Instanz, und wir können alle nur hoffen, dass es wenigstens dort gelingt, die Konfliktparteien zu einem konstruktiven Gespräch zusammenzubringen.“

        Viele sehen den Vatikan als die absolute oder höchste Autorität auf Erden. Aber dass Trump sich der Institution annähert, ist bemerkenswert.

        In den letzten Jahren hat der Vatikan Schlagzeilen gemacht, weil er Trumps „America first“-Politik, seine Migrationspolitik und seinen Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen verurteilt hat. Von Anfang bis Ende gehörte Papst Franziskus zu Trumps schärfsten und einflussreichsten Kritikern. Während des US-Wahlkampfes 2016 reiste Franziskus an die Grenze zwischen den USA und Mexiko, um seine Sympathie für illegale Einwanderer und seine Ablehnung gegenüber Trump zum Ausdruck zu bringen. Die katholische Kirche arbeitete mit verschiedenen anderen Organisationen zusammen, um Illegalen zu helfen, die Grenze zu erreichen. Franziskus war auch maßgeblich am Zustandekommen eines Abkommens zwischen der Obama-Regierung und Kuba beteiligt – etwas, das Trump vehement ablehnt.

        Nach dem Tod von Papst Franziskus ging Trump zu dessen Beerdigung – und die Dinge begannen sich zu ändern.

        Millionen von Menschen verfolgten die Ereignisse rund um die Beerdigung von Franziskus. Aber das Bild, das die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit erregte, war nicht das eines Staatsoberhauptes, das sich von einem umstrittenen Papst verabschiedet, sondern das von Trump, der Zelenskyy gegenübersitzt.

        Der ehemalige Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg kommentierte das Treffen mit den Worten: „Zwei Stühle. In der Taufkapelle des Petersdoms. Sie wirkten verloren vor der maximalen Autoritätskulisse des Katholizismus. Und schrumpften auf ihren Sitzen zwei Machtvolle auf ihre irdische Größe. Oder auf das, was das Leben aus ihnen geformt hat.“

        Verglichen mit der Macht des Vatikans erscheinen die mächtigsten Herrscher der Welt langsam unbedeutend.

        Das Ansehen des Vatikans ist nach der Wahl des ersten amerikanischen Papstes in Trumps Augen noch mehr gestiegen.

        „Glückwunsch an Kardinal Robert Francis Prevost, der gerade zum Papst ernannt wurde“, schrieb Trump auf Truth Social. „Es ist eine große Ehre, dass er der erste amerikanische Papst ist. Was für eine Aufregung und was für eine große Ehre für unser Land. Ich freue mich darauf, Papst Leo XIV. zu treffen. Es wird ein sehr bedeutender Moment sein!“

        Vergessen sind Prevosts frühere verbale Angriffe gegen Trumps Migrationspolitik und andere ideologische Differenzen.

        Die uralte Institution wird sich über die Aufmerksamkeit freuen. Der Vatikan hat immer versucht, eine führende Kraft über die Herrscher dieser Welt zu sein. Über Jahrhunderte gelang es ihr, Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches zu machen und zu entmachten. Aber in letzter Zeit hat sie ihren Einfluss auf Macht, Politik und Menschen verloren.

        Die katholische Kirche wird jede Gelegenheit nutzen, um ihr altes Prestige wiederherzustellen. Diejenigen, die glauben, dass dies gut für unsere Welt sein wird, sollten sich jedoch vor den Lehren der Geschichte und der biblischen Prophezeiungen hüten, wie unser Buch Das Heilige Römische Reich in der Prophezeiung (kostenlos auf Anfrage) erklärt.

        Die Warnung der biblischen Prophezeiung ist besonders deutlich. Wie unser Buch erklärt, enthüllt Offenbarung 17 die Geschichte und die Zukunft des Heiligen Römischen Reiches. Durch das symbolische Bild einer Frau, die auf einem Tier reitet, lehrt das Kapitel, dass diese Kirche die endgültige Auferstehung eines bösartigen Reiches kontrollieren wird.

        Vers 4 beschreibt die internationale Präsenz, das Ansehen und die Macht der Kirche: „Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen….“

        Diese „Frau“ wird in einer Beziehung zu den „Königen der Erde“ dargestellt. Vers 2 offenbart, dass „die auf Erden wohnen, sind betrunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei.“.

        „So charakterisiert Gott diese Kirche, die sich mit der Politik vermischt und ein Imperium leitet. Wir warnen die Welt, erinnern sie an die Geschichte und an die Fakten. Aber Sie sprechen von Fakten, und dieses Imperium verhält sich einfach nur betrunken!“ schrieb Posaune-Chefredakteur Gerald Flurry (Royal Vision, November-Dezember 2021).

        Das Bild, das die Welt von dieser Kirche hat, ist illusorisch. Wie sonst lässt sich erklären, dass eine Institution, die Religionskriege, Pogrome, Inquisitionen und Kreuzzüge verursacht hat, heute gepriesen und verehrt wird? Sind wir bereit, auf Gottes Wort zu hören, oder vertrauen wir unserer eigenen, fehlerhaften Wahrnehmung?

        9 min
      • #212: Warum Friedrich Merz nicht über Europa herrschen kann

        Deutschland hat eine Staatskrise knapp abgewendet. Zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte konnte ein designierter Kanzler im ersten Wahlgang nicht die notwendige Unterstützung des Bundestags erhalten. Die Aktienmärkte zitterten, es drohten Wochen politischer Unsicherheit. Im Parlament schwelte das Misstrauen, da die Abgeordneten Rebellen in den eigenen Reihen witterten. Was ein triumphaler Tag für Friedrich Merz hätte werden sollen, erwies sich als Unglück.

        Merz wollte nicht einen Tag warten, um die Ungewissheit zu beenden, und verlangte deshalb, die zweite Abstimmung noch am selben Tag abzuhalten. Sein Terminkalender war bereits voll mit Besuchen in Polen und Frankreich.

        Für die Wiederholung der Abstimmung war die Zustimmung von zwei Dritteln des Bundestages erforderlich. Das bedeutete, Merz‘ Konservative mussten auf die Stimmen der extremen Linken – den Erben des kommunistischen Regimes in Ostdeutschland – setzen, mit denen sie geschworen hatten, niemals zusammenzuarbeiten. Die Kröte musste geschluckt werden. Doch selbst dann blieb unklar, ob die Abweichler Merz nur demütigen oder Deutschland durch eine erneute Ablehnung in der zweiten Abstimmung in noch größere Unsicherheit stürzen wollten.

        Die folgenden Stunden waren vielleicht die quälendsten in Merz‘ politischer Karriere. Sein lebenslanger Ehrgeiz, Kanzler zu werden, war noch nie so nah und doch so unsicher gewesen.

        Die Abstimmung wurde wiederholt, der Aufstand aufgelöst, und Friedrich Merz als neuer deutscher Bundeskanzler bestätigt. Seine Erleichterung muss nun von der Angst begleitet sein, dass eine weitere politische Niederlage bevorstehen könnte.

        Der Bundeskanzler hat sich durch unzählige Rückschläge gekämpft. Der Zeitpunkt seiner Wahl, die Zusammensetzung seiner Regierung und der Charakter des Mannes selbst können wertvolle Hinweise darauf liefern, wo wir in der biblischen Prophezeiung stehen.

        Kein Kaiser
        Im April schrieb der britische Telegraph hoffnungsvoll, dass Deutschlands Friedrich Merz die Führungslücke in Europa füllen könne, und veröffentlichte einen Artikel mit dem Titel „Friedrich Merz: The Man Europe Has Been Waiting For“ („Friedrich Merz: Der Mann, auf den Europa gewartet hat“). Nach dem Debakel veröffentlichte sie „Friedrich Merz sollte Europa führen. Nun ist er auf die Nase gefallen“ und schlussfolgerte: „Deutschlands Mr. Streng ist zu Mr. Hose-um-die-Knöchel geworden.“

        Eurointelligence glaubt, dass seine Zeit im Amt bereits gezählt ist: „Es besteht ein erhebliches Risiko, dass diese Koalition nicht bis zum Ende durchhält. Nächstes Jahr und 2027 wird es jeweils fünf Landtagswahlen geben, eine massive Konzentration von Wahlen, die in der ersten Hälfte der Amtszeit dieser Regierung stattfinden werden, mit vielen Gelegenheiten für die Wähler, ihre Unzufriedenheit kundzutun.“

        Politico fügte hinzu: „Merz ist von Tag 1 an geschwächt. Europa wird den Preis zahlen.“ Jana Puglierin, Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations, bemerkte: „Ganz Europa blickte heute auf Berlin in der Hoffnung, dass Deutschland sich als Stabilitätsanker und pro-europäisches Machtzentrum behaupten würde. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Mit Folgen weit über unsere Grenzen hinaus.“

        Auch viele Deutsche selbst sind skeptisch. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb: „Dieser Tiefschlag wird Merz noch lange schmerzen.“

        Europa suchte inmitten der großen Krisen nach einem Retter für Deutschland. Während viele auf eine Führungspersönlichkeit hofften, die einem alten Kaiser ähnelt und dem ganzen Kontinent die Richtung weisen könnte, fanden sie einen Mann, der kaum in der Lage scheint, seine eigene Koalitionsregierung zusammenzuhalten.

        Die Menschen fragen zu Recht: Wie kann ein Mann Europa führen, wenn er nicht einmal seinen eigenen Haushalt regieren kann?

        Das ist genau das, was der Chefredakteur der Posaune, Gerald Flurry, letzte Woche in seinem vorausgesagt hat „Europa braucht jemanden, der größer ist als ein deutscher Kanzler“. Er schrieb:

        Friedrich Merz wird am Dienstag der nächste deutsche Bundeskanzler. Seit Jahren leidet Europa unter einem Führungsvakuum. Wachsende Bedrohungen in der Welt erfordern eine stärkere Führungsrolle, insbesondere von Deutschland. Viele hoffen, dass Merz dazu beitragen wird, dieses Vakuum zu füllen. …

        Auf der Grundlage der biblischen Prophezeiungen war der verstorbene Herbert W. Armstrong jedoch der Ansicht, dass es eines größeren Amtes als dem eines deutschen Bundeskanzlers bedürfe, um die Führung zu übernehmen, nach der sich Europa sehnt. Die Endzeitprophezeiung spricht von einem übergeordneten starken Mann, der über 10 Könige herrscht, die einen europäischen Superstaat regieren.

        Sollte es vorher Zweifel gegeben haben, ist es jetzt klar: Merz wird diese übergreifende Führung nicht übernehmen können. Aber könnte er einer der prophezeiten zehn Könige sein?

        Der Aufstieg der 10 Könige
        Etwa ein Drittel der Bibel ist der Prophezeiung gewidmet, von denen der größte Teil auf die Endzeit ausgerichtet ist. Doch obwohl die Bibel das meistgelesene Buch der Welt ist, schenken nur wenige diesen Passagen ihre Aufmerksamkeit.

        Wie der verstorbene Herbert W. Armstrong in Die Bibel auf die Probe gestellt erklärte, prophezeite Daniel 2 vier aufeinanderfolgende Weltreiche, beginnend mit Babylon, gefolgt von den persischen, griechischen und römischen Imperien.

        Rom ging eine kirchlich-staatliche Union mit der römisch-katholischen Kirche ein und bildete das „Heilige Römische Reich“. Daniel 2 und 7 sowie Offenbarung 13 und 17 zeigen, dass dieses Reich mehrfach wieder auferstehen würde, wobei die letzte Auferstehung von 10 Königen regiert werden würde.

        „Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie für eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier. Diese sind eines Sinnes und geben ihre Kraft und Macht dem Tier“ (Offenbarung 17, 12-13).

        Zu dieser Passage schrieb Herr Armstrong im Oktober 1962 in der Klar&Wahr: „Das Tier ist also der Anführer oder Herrscher über alle und 10 andere Diktator-Könige oder kleinere Herrscher über 10 europäische Nationen oder Nationengruppen.“ 1951 schrieb er: „Diese 10 kleineren Diktatoren über die 10 europäischen Nationen werden sich mit dem obersten Führer und dem Papst vereinigen, um das Römische Reich wiederherzustellen – aber nur für eine sehr kurze Zeit.“

        Diese 10 Könige werden die Nase voll haben von der Demokratie und sich als Diktatoren aufstellen, die demokratische Normen ignorieren. Doch ihre Macht wird begrenzt sein: Sie werden sich einem übergeordneten Führer unterordnen. Der jüngste Kampf von Merz und seine schwache Koalition könnten dem Aufstieg dieses übergeordneten Führers den Weg ebnen. Es gibt aber auch Hinweise, dass Merz einer dieser prophezeiten zehn Könige sein könnte.

        Posaune-Chefredakteur Gerald Flurry schrieb dazu in unserm Magazine die Posaune:

        Wir glauben, dass es einen obersten König über 10 Könige geben wird. (Es besteht die geringe Möglichkeit, dass es insgesamt nur 10 Könige geben wird und dass die Führung von Deutschland ausgeht.) Da es sich bei Offenbarung 17 um eine Prophezeiung über ein kirchlich-staatliches Kombinat handelt, das als Heiliges Römisches Reich bekannt ist, war Herr Armstrong der festen Überzeugung, dass diese Führer katholisch sein würden.

        Möglicherweise gibt es Hinweise darauf, wer der Diktator-König oder ein kleinerer Herrscher über Deutschland sein könnte. Friedrich Merz ist römisch-katholisch und hat wiederholt eine Leitkultur in Deutschland gefordert, die auf christlichen, genauer gesagt katholischen Werten basiert. Er ist auch ein ausgesprochener Befürworter einer europäischen Armee. Seit seine Partei die Wahl gewonnen hat, handelt er mit ungewöhnlicher Dringlichkeit und Eifer, um ein militarisiertes Deutschland zu schaffen – und setzt sich dabei sogar über demokratische Normen hinweg. Außerdem genießt er die Unterstützung von [Karl-Theodor zu] Guttenberg, von dem wir glauben, dass er der „eine oberste König“ sein könnte.

        Es gibt zwar noch Spielraum für Wendungen und es ist alles andere als sicher, aber hier sind einige Hinweise, die darauf hindeuten, dass er diese Rolle ausfüllen könnte.

        Herr Flurry erwähnte, dass Merz katholisch ist. Auch seine Kabinettsberufungen haben katholischen Einschlag. Die Deutsche Katholische Nachrichtenagentur berichtete am Montag, dass mindestens zehn Mitglieder der neuen Regierung katholisch sind, darunter Merz selbst. Zudem umfasst die Regierung einen chaldäisch-katholischen Minister, drei protestantische, eine nicht-religiöse Jüdin und sechs weitere Minister die keine Angaben zur ihrer Religion machen.

        Seine ersten Auslandsbesuche in Polen und Frankreich am Tag nach seinem Amtsantritt sind ein weiterer Beweis dafür, dass er die europäische Verteidigung stärken will. In Frankreich erklärte Merz: „Wir werden die Zusammenarbeit auf allen Ebenen vertiefen und weitere Formate entwickeln.“ Dies gelte insbesondere für den Bereich der Verteidigungs- und Rüstungskooperation. „Wir müssen in allen Mitgliedstaaten die Verteidigungsausgaben weiter steigern“, fügte er hinzu.

        Merz‘ Dringlichkeit stand wieder einmal im Mittelpunkt, als er forderte, die Abstimmung zu wiederholen, damit er seine Pläne am nächsten Tag noch fortsetzen kann.

        Zudem gibt es weitere Belege dafür, dass Merz Guttenbergs Unterstützung genießt. Am 28. April wurde Katherina Reiche als neue Wirtschaftsministerin vorgestellt. Am selben Tag wurde öffentlich bestätigt, dass Reiche in einer Beziehung mit Guttenberg steht. Über sie und seine Verbindung zu Merz wird Guttenberg wahrscheinlich erheblichen Einfluss auf die neue Regierung haben.

        Viele Jahre lang hat Gerald Flurry auf Guttenberg als denjenigen verwiesen, der am ehesten die Rolle des übergeordneten europäischen Königs ausfüllen wird. Möglicherweise sehen wir also eine wachsende Verbindung zwischen einem der zehn europäischen Könige und dem prophezeiten übergeordneten Kaiser. Um mehr zu erfahren, lesen Sie Herrn Flurrys jüngsten Artikel „Europa braucht jemanden, der größer ist als ein deutscher Kanzler“.

        Wohin es führen wird
        Die weltweiten Ereignisse zeigen, dass wir uns der Erfüllung der faszinierendsten Prophezeiungen der Bibel nähern. Aber beachten Sie den spannendsten Teil dieser Prophezeiungen: „Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören; aber es selbst wird ewig bleiben“ (Daniel 2, 44).

        Wer auch immer die höchsten Ämter in Europas aufstrebender Supermacht besetzt, sie sind ein Zeichen dafür, dass die Herrschaft des Menschen über den Menschen bald durch das Reich Gottes abgelöst wird.

        14 min

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