Das Gesundheitssystem Ruandas ist eines der fortschrittlichsten in Afrika. Rund 40 Krankenhäuser und 200 Gesundheitszentren sorgen für eine fast flächendeckende medizinische Versorgung des kleinen Staates im Osten des Kontinents. Eine allgemeine Krankenversicherung macht den Besuch beim Arzt auch für Ärmere erschwinglich.
Viele Leistungen sind aber nur in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern möglich. Etwa die landesweite Impfung von Mädchen gegen Papillom-Viren, als Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs, die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei jungen Frauen weltweit. Finanzierbar wird das Programm durch Unterstützung der Impfallianz GAVI (früher ’’Global Alliance for Vaccines and Immunisation’’), eine weltweit tätige öffentlich-private Partnerschaft. Mitglieder sind u.a. Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern, WHO, UNICEF, Weltbank und die Bill & Melinda Gates Foundation. Doch auch in Ruanda kommen mit dem Fortschritt die Probleme: Die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen jetzt zu.