Projekt Zukunft: Das Wissenschaftsmagazin

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Projekt Zukunft: Das Wissenschaftsmagazin episodes

  • Trauma und Therapie
    Kann man Traumata heilen, obwohl sich ihre Schäden anscheinend vererben? Malek Bajbouj, Psychiater und Neurologe in Berlin, behandelt Patienten aus arabischen Ländern, darunter auch viele Flüchtlinge.
    5 min
  • Natürliches Licht aus dem Labor
    Forscher am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation wollen die Beleuchtung der Zukunft entwickeln: Lampen und Lichtsysteme sollen sich auf den Tagesrhythmus des Menschen einstellen, zu Hause und am Arbeitsplatz.
    Denn Licht reguliert die innere Uhr, die Schlaf- und Wachphasen, Herzfrequenz, Blutdruck, Stimmung und viele weitere Körperfunktionen steuert. Entscheidend ist der Blauanteil: Viel Blau während des Tages wirkt aktivierend, weil es das Schlafhormon Melatonin unterdrückt. Nimmt der Blauanteil zum Abend hin ab, schüttet der Körper mehr Schlafhormon aus - und der Mensch wird müde.
    4 min
  • Kluge Köpfe: Elizabeth Green
    Elizabeth Lauren Green kam 2012 nach Deutschland. Die US-Amerikanerin untersucht am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf die magnetischen Eigenschaften verschiedener Stoffe. Grundlagenforschung, deren Ergebnisse zum Beispiel in die Entwicklung neuer Computer einfließen.
    Die Physikerin lebt mit Mann und Kind in Dresden und profitiert davon, wie sie sagt, dass man in Deutschland Arbeit und Familie so gut miteinander vereinbaren kann.
    4 min
  • Kluge Köpfe: Jason Dexter - Auf den Spuren der Schwarzen Löcher
    Jason Dexter ist Astrophysiker, kommt aus den USA und interessierte sich schon für Schwarze Löcher, als sie noch nicht so in Mode waren wie heute bei den Forschern. Er konnte sich noch aussuchen, welchen Fragen dazu er sich widmet. Der 32-Jährige arbeitet am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München.
    4 min
  • Kluge Köpfe: Miniportrait Francesco Castellini
    Ins All fliegen, ferne Welten erkunden - das fand Francesco Castellini schon als Kind wahnsinnig interessant. Er ist Ingenieur geworden und arbeitet jetzt am Europäischen Satelliten-Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt. Da berechnet er zum Beispiel Flugmanöver für Raumsonden, die ferne Himmelskörper erkunden. Er ist an der Rosetta-Mission beteiligt.
    Sein nächstes Projekt ist ExoMars - eine Marsmission, bei der ein Forschungs-Satellit zum Mars fliegen und dort landen soll. Der 32-Jährige Francesco Castellini hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt. Einer von vielen klugen jungen Köpfen, die zum Forschen nach Deutschland gekommen sind.
    4 min
  • Kampf gegen die Cholera
    Die Cholera gehört zu den gefürchtetsten Krankheiten weltweit. Übertragen wird sie über verunreinigtes Wasser. Die Entwicklung wirksamer Medikamente ist daher besonders wichtig. Wissenschaftler in Bochum haben einen neuen Weg gefunden, den Cholera-Erreger zu bekämpfen.
    Sie haben entdeckt, dass die krankmachenden Gene des Erregers außerhalb des Körpers nicht aktiv sind. Erst durch die Körpertemperatur von 37 Grad Celsius werden sie aktiviert. Diesen "Temperatur-Schalter" wollen die Forscher jetzt ausschalten, so dass Cholera-Bakterien auch im Körper unschädlich bleiben. Im Tierversuch hat das schon funktioniert. Jetzt untersuchen die Forscher, wie sie ihr Wissen für die Entwicklung eines Medikaments nutzen können.
    4 min
  • Kameras für das Weltall
    Mit sensationellen Fotos vom Kometen Tschuri ist das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung der breiten Öffentlichkeit zum Begriff geworden.
    In der Fachwelt zählt das Göttinger Institut schon längst zu den internationalen Top-Adressen, wenn es um die Entwicklung und den Bau von Weltraumkameras und anderen Geräten zur Erforschung des Alls geht. Cornelia Borrmann erklärt, worin das Besondere dieses Instituts besteht und warum es so erfolgreich wurde.
    6 min
  • Studiogast: Was kommt in Zukunft auf den Teller?
    Manja-Christina Reuter ist die Koordinatorin des Leibniz-Forschungsverbundes "Nachhaltige Lebensmittelproduktion und gesunder Ernährung". Sie sagt: Landwirtschaft wird häufiger als Kreislauf organisiert werden müssen und individualisierter, aber dadurch auch teurer werden. Und wir müssen Ernährungsgewohnheiten und Produktionsverfahren umstellen.
    DW:
    Werden wir künftig alle davon satt werden, dass wir jetzt Gemüse im Hochhaus und in der Stadt anbauen? Was halten Sie davon?
    Manja-Christina Reuter:
    Gemüse im Hochhaus anzubauen, ist sehr zukunftsweisend und solche mehr-etagigien großen Gewächshäuser gibt es ja schon. Da spart man Wasser, da spart man Dünger und das kann sich dann rentieren für Kräuter- oder Salatanbau. Allerdings ist das sehr stromintensiv und ich denke, dass große Flächen immer noch für die Produktion von Roggen, Weizen, von Kartoffeln gebraucht werden.
    Also wir brauchen nach wie vor noch die Ackerflächen. Sei forschen ja auch an einer individualisierten Landwirtshaft oder an Lösungen für eine individualisierte Landwirtshaft. Was ist das genau? Haben Sie da ein Beispiel?
    Es geht da um die individualisierte Tierproduktion, um das Tierwohl stärker zu berücksichtigen und z.B. dann dafür zu sorgen, dass, wenn die Kuh gemolken wird, dass das Melksystem automatisch erkennt, ob viel Milch in einer Zitze im Euter ist, oder nicht. Und so wird dann das Eutergewebe geschont.
    Das heißt, das ist einfach eine clevere Melkmaschine, die da eingesetzt wird?
    Ja, genau. Es geht uns um intelligente Lösungen in der Landwirtschaft, und auch z.B. die kleinflächige Erkennung von Nährstoffbedarf auf einer Fläche. Dann kann also kleinflächig gedüngt werden. Dann wird nicht eine Ackerfläche überall gleichmäßig gedüngt, obwohl es nicht nötig wäre. Da spart man Dünger und das schont die Umwelt. Und da tut man auch etwas für den Klimaschutz.
    Das sind ja jetzt Lösungen für die Landwirtschaft, aber müssen wir nicht auch grundsätzlich an unsere Ernährungsgewohnheiten ran? Müssen wir die tatsächlich umstellen? Wie sehen Sie das?
    Auf jeden Fall ist es gut, wenn wir uns stärker bewusst werden: Was bedeutet es, wenn ich ein spezielles Essen auf meinem Teller habe. Ob ich Fisch wähle, ob ich Rindfleisch wähle als Proteinlieferant, ob ich vielleicht Sojabohnen oder Erbsen wähle.
    Bleiben wir vielleicht einmal beim Fleisch. Fleisch zu produzieren ist ja wahnsinnig intensiv und viel Experten sagen ja, das können wir uns auf die Dauer gar nicht leisten.
    Ja, wie ernähren wir die wachsende Weltbevölkerung, ist ja die Frage, die dahinter steht und da gibt es auf jeden Fall die Möglichkeit, umzudenken und weniger Fleischkonsum in industrialisierten Ländern zu realisieren. Es gibt eine steigende Nachfrage z. B. in Brasilien oder in China nach Fleisch, nach tierischen Eiweißen. Das wird auf lange Sicht nur möglich sein, wenn es ein gewisses Umdenken der Verbraucher gibt.
    Umdenken ist das eine sicherlich, aber womit könnten wir denn das Fleisch ersetzen?
    Eine mögliche Alternative sind da Insekten und da gibt es die Möglichkeit z.B. Insekten in verarbeitete Produkte zu integrieren, z.B. Kekse mit Mehlmaden darin aus Mehlwürmern.
    Haben Sie die schon gekostet?
    Meine Kollegin hat die gekostet und die sind wohl sehr lecker. Oder Insektenriegel statt Schokoriegel zu essen. Das sind Möglichkeiten für uns jetzt als Verbraucher und natürlich könnte auch Fischfutter im größeren Stil die Insektenkomponente als Proteinlieferant nutzen.
    Ein letzter Tipp – Sie haben ja zwei Töchter – worauf achten Sie da bei der gesunden Ernährung?
    Dass es viel Gemüse gibt, unterschiedliches Gemüse, viel Obst und viel regionale Produkte.
    (Interview: Maria Grunwald)
    4 min
  • Studiogespräch: Mehr Wissenschaft aus Afrika - aber wie?
    Darüber sprechen wir mit Lara Petersen vom Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft. Wir fragen die studierte Ethnologin: Warum kommt so wenig Wissenschaft aus Afrika und wie kann es mehr werden.
    DW:
    Das African Institute for Mathematical Sciences (AIMS) im Sengal ist ein tolles Beispiel für gelungene Forschungsarbeit in Afrika. Hier haben Mathematiker zum Beispiel eine App für Fischer entwickelt, die berechnen soll, wieviel die Fischer fangen dürfen, wenn sie auch anderntags noch ausreichend Fang im Netz haben wollen. Das Institut ist Teil der Next Einstein Initiative, die Wissenschaftstalente in ganz Afrika fördern will und von der Humboldtstiftung und dem DAAD unterstützt wird. Aber man hat den Eindruck solche Forschungsprojekte gibt es eher selten. Trügt der Eindruck?
    Lara Petersen:
    Leider nicht. Es gibt zwar viele kleine Forschungseinrichtungen und Forschungsprojekte in Afrika, aber der Gesamtoutput liegt ungefähr bei 2% im weltweiten Vergleich. Das ist natürlich im Verhältnis zur Größe des afrikanischen Kontinents viel zu wenig.
    Was meinen Sie ist der beste Weg, um Forschung in Afrika trotzdem voran zu treiben?
    Woran es fehlt, ist in erster Linie die Finanzierung. Es muss wahnsinnig viel Geld in Universitäten gesteckt werden. Die afrikanische Union hat beschlossen, dass sie 1% des Bruttoinlandsprodukts in Bildung stecken möchte. Davon sind die meisten Länder aber noch weit entfernt.
    Zuschauer haben uns via Facebook gefragt: Muss man denn wirklich in Bildung und Forschung investieren? Gibt es da nicht viel drängendere Probleme wie zum Beispiel Armut? Ein Zuschauer sagte konkret: "Armut killt alle großen Träume". Sehen Sie das auch so?
    Ja, auf jeden Fall. Es wird mehr Forschung benötigt - auch um afrikanische Lösungen für afrkanische Problem zu finden.
    Zum Beispiel?
    Es gibt zum Beispiel ein Forschungsprojekt in Uganda, bei dem an Solar-Wasserpumpen für die Landwirtschaft geforscht wird. An der gleichen Universität in Makabere, Kampala, arbeitet man auch daran, Apps für Smartphones zu entwickeln, um die Landwirtschaft effizienter zu gestalten und die Bauern zu unterstützen.
    Man muss also Forschung unterstützen, die direkt vor Ort Anwendung finden kann und auch gebraucht wird?
    Ganz genau. Und auf der anderen Seite muss man natürlich schauen, was der der Arbeitsmarkt braucht. Und da sind nicht in erster Linie Wissenschaftler gefragt, sondern da braucht es ausgebildete Fachkräfte.
    Zum Beispiel?
    Ingeneure, Techniker.
    Kommen wir auf das Problem brain drain zu sprechen. Es gibt ja auch gut ausgebildete Wissenschaftler in Afrika. Viele von ihnen gehen, auf der Suche nach besseren Perspektiven, nach Europa oder in die USA. Wie schlimm ist aus Ihrer Sicht das Problem des brain drain?
    Das ist ziehmlich schlimm. Ich glaube einer von neun Wissenschaftlern verlässt Afrika und viele andere möchten gerne gehen. Allerdings muss man auch sagen, dass sich inzwischen das Blatt ein bisschen wendet. Eine Studie von vor zwei Jahren hat herausgefunden, dass schon 360.000 Afrikaner zurück gegangen sind und viele wollen auch dort bleiben. Ich höre auch immer wieder aus den Ländern, dass das Problem aktuell gar nicht mehr so stark ist. Viele junge Afrikaner wollen - durch die Chancen, die durch das Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren entstanden sind - bleiben.
    Was muss man tun, damit diese Wende noch stärker wird?
    Es müssen natürlich die Länder entwickelt werden. Es muss Chancen vor Ort geben. Es bringt niemandem etwas, wenn man ausgebildete Akademiker hat, die am Ende keine Arbeitsstellen finden.
    Also muss man noch konkreter schauen, was der Arbeitsmarkt dort braucht oder welche Forschung genau vor Ort benötigt wird?
    Genau.
    Dankeschön für diese Information.
    Interview: Maria Grunwald
    4 min
  • Fisch-App - Afrikanische Mathematiker helfen Fischern
    Fischer im Senegal werden vielleicht in Zukunft vor dem Auswerfen der Netze mit ihrer Fisch-App berechnen, wieviel Fisch sie fangen dürfen, wenn sie auch anderntags noch ausreichend Fisch im Netz haben wollen. Das ist wichtig, weil auch an der Küste des Atlantiks die Fischmenge schrumpft, während die Bevölkerung wächst.
    Getestet und weiterentwickelt wird die App von Mathematikern am African Institute for Mathematical Sciences (AIMS) im Sengal. Das Institut ist Teil der Next Einstein Initiative, die Wissenschaftstalente in ganz Afrika fördern will und von der Humboldtstiftung und dem DAAD unterstützt wird.
    5 min

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