In manchen Situationen des sozialen Alltags scheint es so, als stünde eine betroffene Person mit dem Rücken an der Wand und sei damit beschäftigt, die vermeintlichen Angriffe, denen sie sich ausgesetzt fühlt, abzuwehren. Im Kontext solcher alltäglicher sozialer Beziehungen und Interaktionen sprechen wir von einer defensiven Haltung, die sich vermittelt. Sie möchten jemandem, der Ihnen möglicherweise nahesteht, etwas ihn Betreffendes mitteilen, vielleicht einen Hinweis, etwas Versäumtes bzw. Vergessenes oder auch etwas, das im Sinne einer Rückmeldung oder Spiegelung zu verstehen ist, doch sie stellen fest, dass die betroffene Person sofort beginnt sich zu rechtfertigen, zu erklären und Ihnen unter Umständen zu verstehen gibt, dass Sie das falsch sehen. Sofern wir aus Erfahrung mit manchen Menschen und deren diesbezüglichen Reaktionen vertraut sind, beginnen wir uns meist vorher bereits zu überlegen, ob eine entsprechende Mitteilung überhaupt Sinn macht, da wir erfahrungsgemäß wissen, dass wir sehr wahrscheinlich umgehend mit einer sehr defensiven Haltung konfrontiert sein werden. Wie ist das zu verstehen?