PSYCHOLOGOS

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By Sara Taubman-HildebrandHealth & FitnessMental Health
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PSYCHOLOGOS episodes

  • Einsamkeit
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    Shownotes:

    Einsamkeit ist ein Gefühl, dass wir alle kennen. Es gehört zum Gefühlsspektrum von uns Menschen und es ist daher auch sinnvoll, weil es uns motiviert sozial zu sein und Zugehörigkeit zu suchen.

    Ein dauerhaftes Gefühl von Einsamkeit macht jedoch krank. Durch die Corona-Pandemie hat die Zahl von sich einsam fühlenden Menschen zugenommen. Dabei ist Einsamkeit ein Phänomen, das alle Altersgruppen betrifft: Es mag überraschen, es nimmt mit zunehmendem Alter eher ab, wie eine Studie von pro senectute in Erfahrung bringt:

    15- bis 24-Jährige: 48 Prozent fühlen sich manchmal oder oft einsam
    25- bis 39-Jährige: 41 Prozent
    40- bis 54-Jährige: 38 Prozent
    55- bis 64-Jährige: 36 Prozent
    Über 65-Jährige: 32 Prozent

    Diese aktuellen Zahlen zeigen, dass Einsamkeit ein nicht zu unterschätzendes Problem für die psychische und physische Gesundheit von vielen Menschen und daher auch für unsere Gesellschaft darstellt.

    Was sind Faktoren, die Einsamkeit begünstigen? Was kann man dagegen tun und wie kann man auch lernen mit Einsamkeit umzugehen?

    Dr. med. Dietmar Hansch geht dem Phänomen Einsamkeit in dieser Podcastfolge auf den Grund und erteilt wissenswerte Ratschläge.


    Weiterführende Links:

    https://www.uniaktuell.unibe.ch/2021/wider_die_einsamkeit/index_ger.html

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/integrationindikatoren/indikatoren/einsamkeitsgefuehl.html

    https://www.migros-engagement.ch/de/news-projekte/gesundheitsfoerderung/einsamkeitsstudie

    https://www.prosenectute.ch/de/ratgeber/alltag/einsamkeit.html

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    31 min
  • Jugendkriminalität steigt
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    Shownotes:

    Die Jugendkriminalität nimmt seit Jahren zu. Alleine im Kanton Zürich beträgt die Zunahme seit dem Jahr 2013 beinahe 60%.

    Gesamtschweizerisch haben bei den Gewaltdelikten Raub (Art. 140) um 146% zugenommen, Beteiligung bei einem Angriff (Art. 134) um 122% und Vergewaltigung (Art. 190) um 200%. (Bundesamt für Statistik 2021. Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS). Jahresbericht 2020 der polizeilich registrierten Straftaten. Neuchâtel.)

    Die Straftäter:innen werden immer jünger. Problematisch ist zudem, dass Gruppenangriffe zunehmen und häufig Waffen im Spiel sind.

    Wieso werden Jugendliche straffällig? Wieso nehmen die Strafdelikte seit Jahren zu? Was für eine Rolle spielen Faktoren wie soziale Schicht, Urbanität, Geschlecht und Herkunft, Corona-Pandemie, Bildung und Arbeit und das Freizeitverhalten?

    Der renommierte forensische Psychiater Prof. Dr. med. Frank Urbaniok schätzt die Lage ein und erläutert mögliche präventive Massnahmen.


    Weiterführende Informationen:

    https://www.tagesanzeiger.ch/haesch-mir-e-zigi-und-dann-zieht-der-jugendliche-das-messer-815233926012

    https://www.zhaw.ch/de/sozialearbeit/news-liste/news-detail/event-news/warum-die-jugendkriminalitaet-in-der-schweiz-steigt/

    https://www.nzz.ch/zuerich/jugendgewalt-in-zuerich-steigt-erneut-taeter-werden-juenger-ld.1680258?reduced=true

    https://www.srf.ch/news/schweiz/in-gruppen-und-mit-waffen-gewalt-entwickelt-sich-zu-einem-zuercher-jugend-lifestyle

    https://www.zh.ch/de/sicherheit-justiz/jugendstrafrecht/zahlen-fakten.html

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/strafjustiz/verurteilte-jugendliche.html

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht.html

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    33 min
  • Leistungsdruck bei Kindern und Jugendlichen
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    Shownotes:

    Nach der Matheprüfung von der Schule nach Hause, sofort ins Auto und auf gehts zum Fussballtraining. Am nächsten Tag früh raus, wieder volles Schulprogramm samt Mittagstisch und anschliessender Gitarrenstunde, am Abend noch Hausaufgaben machen…

    Die Wochen vieler Kinder und Jugendlicher sind durchgetaktet. So sehr, dass keine Zeit bleibt, das Geschehene zu verarbeiten, zu reflektieren, geschweige denn einfach mal rumzuhängen. Im Anschluss an die Folge „All about Burnout“, welche über die wichtigsten Aspekte des Ausgebranntsein im Erwachsenenalter informiert, nehmen wir die Thematik in dieser Folge bei Kindern und Jugendlichen auf.

    Eine aktuelle Studie von Pro Juventute zeigt auf, dass sich ein Drittel der Kinder und Jugendlichen gestresst fühlen und Stresssymptome wie Schlaflosigkeit oder Angstzustände haben. Je älter die Kinder desto gestresster fühlen sie sich.

    In einer Leistungsgesellschaft auch mal fünf gerade sein lassen – das fällt vielen schwer. Dazu kommt, dass das Freizeitangebot derart vielfältig ist und sich Kinder und Eltern oft damit übernehmen. Wie findet man eine gute Balance? Wann muss man sich beraten lassen? Denn ein verschlepptes Burnout bei Kindern und Jugendlichen kann schwerwiegende Folgen haben und sich auf den gesamten Lebenslauf negativ auswirken.

    Kinder- und Jugendpsychiaterin Dagmar Pauli zeigt im Gespräch die Probleme auf und gibt Ratschläge, die Zeichen der Zeit zu erkennen und rechtzeitig Gegensteuer zu geben.

    Weiterführende Links:

    https://www.projuventute.ch/de/stiftung/aktuelles/stress-studie-2021

    https://www.fritzundfraenzi.ch/gesundheit/was-kinder-stresst/

    https://www.ksw.ch/gesundheitsthemen/burnout-kinder-jugendliche/

    https://www.watson.ch/schweiz/leben/580534785-jetzt-gegensteuern-sonst-werden-die-folgen-fatal-sein-11-jaehrige-erleiden-burn-out

    https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Publikationen_Dienstleistungen/Publikationen_und_Formulare/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Broschuren/erschoepfung-fruehzeitig-erkennen–burnout-vorbeugen.html

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    28 min
  • All about Burnout
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    Shownotes:

    Ursachen und Symptome von Burnout können sehr unterschiedlich sein.
    Menschen, die kurz vor einem Burnout stehen oder schon mitten drin sind, fühlen sich beispielsweise ständig überlastet, niedergeschlagen, energielos, fühlen sich unzufrieden oder leiden unter körperlichen Symptomen wie Schwindel, Herzrasen, Herzschmerzen oder Angstzuständen und Panikattacken.

    Burnout ist keine eigenständige psychische Erkrankung. In der medizinischen Definition nennt man Burnout oft Erschöpfungsdepression bei Stress und Unzufriedenheit im Beruf. Die Definition greift aber kurz, denn häufig sind es viele Lebensbereiche, Lebensumstände und persönliche Veranlagungen, die zu einem Burnout führen. Probleme und Stresssymptome mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, wäre daher eine andere mögliche Beschreibung von Burnout.

    Dr. med. Dietmar Hansch ist Facharzt für Innere Medizin und Psychotherapie und hat vieljährige Erfahrung mit Burnout-Patienten. In dieser Podcast-Folge erzählt er von seinem Praxisalltag und teilt sein Wissen über Ursachen und Prävention, erste Symptome, ausgereifte Symptome und gibt Rat für Gegensteuer in Eigenregie und erfolgreiche Therapieansätze.

    Weiterführende Infos:

    Hansch, Dietmar: Erfolgreich gegen Depression und Angst. Wirksame Selbsthilfe – Anleitungen Schritt für Schritt – konkrete Tipps. Springer.

    https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Publikationen_Dienstleistungen/Publikationen_und_Formulare/Arbeit/Arbeitsbedingungen/Broschuren/erschoepfung-fruehzeitig-erkennen–burnout-vorbeugen.html

    https://www.netdoktor.ch/krankheiten/burnout/

    https://www.srf.ch/play/tv/einstein/video/stress—wie-schaedlich-er-tatsaechlich-ist?urn=urn:srf:video:511a3f94-f9ea-45c6-beda-8b16e44ac565

    https://www.stadt-zuerich.ch/ssd/de/index/departement_schul_sport/medien/medienmitteilungen/2010/juni/100629a.html

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    42 min
  • Suizidhilfe auf dem Vormarsch
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    Shownotes:

    Die Aufnahme dieser Podcast-Folge fand im Boutique- und Design-Hotel Plattenhof statt:

    https://plattenhof.ch

    Vielen Dank !


    Eine unheilbare Krankheit löst bei manchen Menschen einen Sterbewunsch aus. Im Wissen, dass sich das Leben in bestimmter Frist dem Ende neigt und meist mit verminderter Lebensqualität und oft mit Schmerzen einhergeht, entsteht das Bedürfnis den eigenen Tod verfrüht und selbstbestimmt einzuleiten.

    Die Schweiz ist bekannt für ihre liberale Gesetzgebung für Suizidhilfe oder auch Freitodbegleitungen genannt. Dabei ist wichtig: Damit Suizidhilfe zulässig ist, muss die sterbewillige Person die Handlung, die zum Tod führt, selbst vornehmen. Gemeinnützige Organisationen wie Dignitas oder Exit bieten dabei Assistenzhilfe, also eine Art standardisierte Begleitung des Sterbeprozesses an.

    Möchte man mit Suizidhilfe sein Leben beenden, braucht man ein ärztlich verschriebenes Sterbemittel. Ärzt:innen entscheiden eigenverantwortlich, ob sie assistierten Suizid befürworten wollen oder nicht. Ihre Aufgabe ist es, abzuklären, ob Patient:innen voll urteilsfähig sind, ob der Entscheid nachvollziehbar ist, der Sterbewunsch einer Dauerhaftigkeit unterliegt und ob alle Alternativen (Therapien, Palliative-Care etc.) abgeklärt und in Erwägung gezogen wurden.

    Die assistierten Suizidhilfen haben sich in den letzten 8 Jahren beinahe verdoppelt. Stimmen werden laut, dass es sich bei Freitodbegleitungen zunehmend um ein Business handle und dass die sorgfältigen Abklärungen längst nicht mehr gewährleistet seien. Gegner befürchten zudem, dass es in einem erweiterten Ausmass zu einer Art eugenischem Säuberungsprozess bei alten und kranken Menschen kommen könnte. Die Befürworter hingegen halten das Recht auf persönliche Freiheit und Selbstbestimmung hoch. Das Recht über das eigene Leben zu bestimmen und dieses auch freiwillig und würdevoll zu beenden.

    Dr. med. Frank Urbaniok, Professor für forensische Psychiatrie, im Gespräch über eine gesellschaftlich und medizinethisch polarisierende Thematik.


    Weiterführende Informationen:

    https://exit.ch

    http://www.dignitas.ch

    https://www.deinadieu.ch

    https://www.frankurbaniok.com/post/sterbehilfe

    https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/gesellschaft/gesetzgebung/archiv/sterbehilfe/formen.html

    https://www.srf.ch/news/schweiz/exit-im-zuercher-altersheim-alle-zuercher-pflegeheime-muessen-sterbehilfe-erlauben

    https://www.deutschlandfunk.de/assistierte-sterbehilfe-schweiz-suizid-begleitung-100.html

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    33 min
  • Selbstoptimierungswahn - ein Phänomen unserer Zeit
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    Shownotes:

    Die perfekte Version seiner selbst werden. Apps tracken Schritte, summieren Kalorien auf und werten unsere Schlafphasen aus. Wir leben in einer Welt, in der wir uns scheinbar auf allen Ebenen optimieren können.

    Was macht das mit uns? Wohin führt das? Wer profitiert und wer bezahlt dafür? Sich selbst im Positiven zu entwickeln ist per se ein erwünschtes Streben, Tracking und Auswertungen sind spannend und können hilfreich sein.

    Es kann aber auch ins Gegenteil kippen. Dann nämlich, wenn Selbstoptimierung das Leben dominiert und zwanghaft wird.

    Dr. med. Dagmar Pauli im Gespräch über falsche Vorbilder, den Umgang mit Social Media und einer gesellschaftliche Entwicklung hin zu einem vermeintlich immer perfekteren Selbst.


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    Weiterführende Infos und Links zur Episode:

    Buch von Dr. med. Dagmar Pauli:
    Size Zero (C.H. Beck Verlag)
    ISBN 978-3-406-72667-5

    Stress, Selbstvertrauen und Selbstwert: Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitsdirektion Kanton Zürich:
    https://www.gesundheitsfoerderung-zh.ch/themen/psychische-gesundheit/kinder-und-jugendliche/weniger-stress-mehr-selbstvertrauen

    https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/39367-das-anti-selbsthilfebuch.html

    https://www.tagesanzeiger.ch/wie-uns-der-selbstoptimierungswahn-krank-macht-338271898159

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/170833/Selbstoptimierung-Weniger-ist-manchmal-mehr

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    29 min
  • Panikattacken und Platzangst überwinden
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    Shownotes:

    Angsterkrankungen zählen zu den häufigsten psychischen Krankheiten.

    Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Atemnot und Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühle, Schmerzen oder Beklemmungsgefühle in der Brust, Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel, Hitzewallungen oder Kälteschauer, die Angst die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden… Das alles sind Symptome, die sich innerhalb weniger Minuten entwickeln, und typisch für einen Panikanfall sind. Und natürlich machen diese Angst.

    Häufig entwickelt sich dadurch eine Angst vor der Angst. Ein Teufelskreis entsteht. Die Betroffenen ziehen sich zunehmend zurück und vermeiden alle Situationen, die einen Panikanfall auslösen könnten. Vermeidung schafft aber nur kurzfristig Linderung. Auf längere Zeit nehmen die Probleme durch Rückzug immer mehr zu. Dazu kommen bei Betroffenen häufig auch Gedanken wie „Werde ich langsam verrückt?“ – „Mit mir stimmt etwas nicht, ich dreh durch!“, was zu einer zusätzlichen Verunsicherung und psychischen Belastung führt.

    Die heftigen körperlichen Symptome während einer Panikattacke zeigen isch vor allem im Bereich des Herzens, des Kreislaufs und der Atmung. Nicht selten fürchten Betroffene deshalb, dass sie einen Herzinfarkt erleiden könnten. Vielfach deutet nach der Abklärung des Herzens aber nichts auf eine Verengung der Herzkranzgefässe hin. Die korrekte Diagnose „Panikanfall“ geht dabei aber vergessen. So vergehen durchschnittlich in etwa drei Jahre vom ersten Panikanfall bis zur richtigen Diagnose.

    Im Gespräch mit Angstexperte Dr. med. Dietmar Hansch gehen wir den Ursachen, den Symptomen und möglichen wirksamen Techniken bei Panikattacken & Platzangst auf den Grund.


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    Dietmar Hansch: Erfolgreich gegen Depression und Angst. Wirksame Selbsthilfe – Anleitungen Schritt für Schritt – konkrete Tipps. Springer Verlag.

    Dietmar Hansch: Angst selbst bewältigen. Das Praxisbuch. Die Synergie-Methode entwickelt aus der aktuellen Angstforschung. Knaur.


    https://www.usz.ch/krankheit/angststoerungen/

    https://zadz.ch/en/zadz-4/

    Dargebotene Hand, Nothilfe am Telefon, Telefonnummer 143:

    https://www.143.ch/Beratung/Gespraechsthemen/Angst-und-Panik-Thema

    https://www.aok.de/bw-gesundnah/psyche-und-seele/panikattacke-soforthilfe-was-tun

    https://psychiatrie-psychotherapie.charite.de/fuer_patienten/ambulanzen/angstambulanz/

    https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/in-vier-schritten-gegen-panikattacken-718157.html

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    40 min
  • Hate Speech
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    Für unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben ist ein respektvoller Umgang unverzichtbar. Für soziale Netzwerke, Kommentarspalten und Online-Foren sind Diskriminierung, Hetze und Hass ein zunehmendes Problem.

    Umfragen zeigen, dass etwa 12% aller online erbrachten Meinungsäusserungen und Kommentare hasserfüllt sind. Man spricht dabei von Hate Speech. Hate Speech richtet sich oft gezielt gegen Menschen, die wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion einer Minderheit angehören oder benachteiligt sind. Aber auch exponierte Personen werden aufgrund ihrer politischen und weltanschaulichen Ansichten diffamiert, bedroht und angegriffen.

    Weil man sich im Internet anonym bewegen und äussern kann, findet bei manchen Menschen eine Enthemmung statt. Hater:innen wähnen sich in Sicherheit, denn Konsequenzen hat das Übertreten der roten Linie selten. Wegen Ehrverletzungen, Persönlichkeitsrechten, rassistischen Diskriminierungen und Aufrufen zu Verbrechen oder Gewalt rechtliche Schritte einzuleiten, ist mit viel Aufwand verbunden.
    Das schafft ein Ungleichgewicht. Betroffene werden eingeschüchtert und ziehen sich nicht selten zurück. Hetzende und Verschwörungstheoretiker:innen finden Anklang bei Ihresgleichen, können sich online aufstellen und ihre Ideologien weiterverbreiten. In der Summe führt dies zu einer Destabilisierung der Gesellschaft und zu mehr Gewaltbereitschaft. Das alles schadet unserem Zusammenleben und unseren demokratischen Grundwerten.

    Prof. Dr. Frank Urbaniok macht als öffentliche Person selbst Erfahrungen mit Hate Speech. Im Gespräch analysiert er das Phänomen, erklärt die Motivationen der Täter:innen und erläutert Ansätze, wie man Hate Speech die Stirn bieten kann.

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    Weiterführende Informationen:

    https://www.netzcourage.ch

    https://www.humanrights.ch/de/ipf/menschenrechte/politische-rechte/hassaufrufe-internet-schweizer-faelle-politik-newsportale

    https://stophatespeech.ch

    https://www.medienanstalt-nrw.de/presse/pressemitteilungen-2021/2021/juni/neue-forsa-zahlen-zur-wahrnehmung-von-hassrede-im-netz.html

    https://www.klicksafe.de

    https://www.juuuport.de/beratung

    https://www.hass-im-netz.info

    https://www.das-nettz.de/akteure/debatedehate

    https://sotomo.ch/site/

    https://sotomo.ch/site/projekte/aggressivitaet-in-online-kommentaren/

    https://sotomo.ch/site/projekte/digitale-debatten-in-zeiten-der-corona-krise/

    https://www.nzz.ch/meinung/corona-hass-gegen-das-digitale-gift-im-netz-braucht-es-gegenwehr-ld.1609906?reduced=true

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    34 min
  • Was ist Non-Binarität / Nicht-Binarität?
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    „Wer möchte alles in den Baby-Ecken, um mit den Puppen zu spielen?“, fragte die Lehrperson im Kindergarten. Mike wäre liebend gerne gegangen, eigentlich jedes Mal. Aber Mike getraute sich nur ab und zu und schloss sich dann einer Gruppe Mädchen an. Schon im Alter von 5 Jahren hat Mike in unterschiedlichen Situationen gemerkt, dass seine Geschlechtswahrnehmung fliessend ist.

    Wir kategorisieren die Welt sehr häufig nach äusseren, erkennbaren Merkmalen. Aber manchmal scheint es von aussen anders, als es ist. Es gibt Menschen, die sich nicht in die Kategorie „Frau“ oder „Mann“ einordnen können. Es geht dabei nicht um das körperliche Geschlecht, sondern die innere empfundene Geschlechtsidentität.

    Non-binäre Menschen fühlen sich mit ihrem zugewiesenen Geschlecht nicht vollumfänglich wohl. In Deutschland gibt es bereits die Geschlechtskategorie divers. In der Schweiz kann man das Geschlecht in offiziellen Papieren mit wenig Aufwand anpassen.

    Dennoch ist es ein neueres Phänomen, dass sich in der Gesellschaft zeigt und neue Diskussionen aufwirft. Menschen haben Berührungsängste oder verspüren eine Verunsicherung. Es kommt beispielsweise auch die Frage auf: Wie sollen wir diesbezüglich mit Sprache umgehen, die unsere Realitäten schafft?

    Dagmar Pauli gilt als führende Expertin im Gebiet der Gendervarianz. Im Gespräch beantwortet die Psychiaterin viele Fragen zu diesem höchst aktuellen Thema.


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    https://www.nonbinary.ch

    https://www.tgns.ch/de/

    https://www.pukzh.ch/unsere-angebote/kinder-und-jugendpsychiatrie/angebote/fachstellen-und-spezialangebote/geschlechtsinkongruenz/

    https://www.zh.ch/de/wirtschaft-arbeit/gleichstellung/beratung-workshops-und-kurse.html

    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/geschlechter-liste-alle-verschiedenen-geschlechter-und-gender-arten-bei-facebook-13135140.html

    https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/geschlechtergerechte-sprache-wie-klingt-das-gendersternchen

    https://www.147.ch/de/freundschaft-liebe/lgbt/non-binaer/

    https://magazin.nzz.ch/empfehlungen/non-binaere-jugendliche-interview-mit-psychiaterin-ld.1674763?reduced=true

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    41 min
  • Glück - Selbstkompetenz kann man lernen
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    Psychische Einrichtungen und deren Mitarbeiter berichten in letzter Zeit zunehmend von einer Überbelastung. Man liest und hört sogar von Institutionen, die derart ausgelastet sind, dass ein Triage-Verfahren eingeführt werden musste. Ein Platz in der Psychiatrie oder bei psychologischen Fachkräften ist also alles andere als selbstverständlich.

    Psychologische Erkrankungen werden immer öfter erkannt und behandelt. Es ist ein begrüssenswerter Wandel, dass psychologische Therapien in unserer Gesellschaft viel weniger stigmatisiert sind, als noch vor einigen Jahren und Jahrzehnten. Psychische Leiden gehören zu den häufigsten, einschränkendsten und kostenintensivsten Erkrankungen überhaupt.

    Was macht das mit unserer Gesellschaft? Wäre es nicht an der Zeit psychologisches Grundwissen und somit Rüstzeug für Selbst- und Gesundheitskompetenz zum Allgemeinwissen zu erklären? Selbstkompetenz, also das Wissen, erkennen und entwickeln der eigenen Fähigkeiten und Funktionsmöglichkeiten, kann man lernen. Das braucht viel Übung und auch aktives Aneignen von psychologischen Theorien.

    Wenn wir nämlich wissen, nach welchen Grundsätzen unser von der Steinzeit geprägtes Unterbewusstsein funktioniert, können wir überholte oder uns unglücklich machende Glaubensgrundsätze und Verhaltensmuster durchbrechen.

    Psychotherapeut Dr. med. Dietmar Hansch plädiert dafür, dass wir alle von Klein auf in „Selbstkompetenz“ unterrichtet werden. Stress, negativen Gefühlen, Gedanken und psychischen Erkrankungen könnten wir so proaktiv ein Schnippchen schlagen.

    In diesem Podcast erzählt er, wie wir gezielt unsere inneren Glücksquellen entwickeln können.
    Und uns damit unabhängiger machen von genetisch geprägten äusseren Glücksverheissungen wie Luxus, Ruhm und Macht.


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    Weiterführende Links:

    Sebastian Lerch: Selbstkompetenzen. Eine Erziehungswissenschaftliche Grundlegung.

    Andrea Ptazek: Von der Selbstkompetenz zur Sozialkompetenz.

    Ernst Fritz-Schubert: Glück kann man lernen.


    https://magazin.nzz.ch/meinungen/glueck-und-zufriedenheit-koennte-in-der-schule-vermittelt-werden-ld.1481155?reduced=true

    https://hse.hypotheses.org/390

    https://www.beltz.de/fileadmin/beltz/inhaltsverzeichnisse/978-3-407-25735-2.pdf

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    33 min

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