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Deutschland als internationale Anti-Antifa: In Paris wurde am 16. Dezember völlig überraschend der Antifaschist Rexhino „Gino“ Abazaj erneut festgenommen – diesmal auf Bestreben der Bundesrepublik.
Am Dienstag beginnt am Dresdner Oberlandesgericht der Prozess gegen sieben Antifaschist*innen, die der sogenannten "Antifa Ost" angehören sollen. Ihnen wird der Vorwurf gemacht, einer kriminellen Vereinigung angehört oder diese unterstützt zu haben, zudem sollen sie Köerperverletzungsdelikte gegenüber Personen aus der rechten Szene begangen haben. Prozesstermine sind bis 2027 angesetzt. Wir haben mit RDL-Redakteur Thomas, der selber nach Dresden zum Prozess fahren wird, gesprochen.
Maja, eine non-binäre Person, wird von Ungarn beschuldigt, 2023 im Rahmen eines alljährlichen Nazigedenkens, Neonazis körperlich angegriffen zu haben. Im vergangenen Jahr wurde Maja nach nach Ungarn überstellt, viele sagen: verschleppt.
In der Oktobersendung hören wir rein in den Tattoo Circus 2025, der am langen Oktoberwochendende stattfand. Wir hören etwas über den Verein Freiabonnements für Gefangene, der Inhaftierte seit 40 Jahren Freiabos von Zeitungen und Zeitschriften vermittelt sowie ein Interview mit der Schwester von Maja, der non-binären, in Ungarn unter menschenunwürdigen Bedingungen eingesperrten Person.
Am Morgen des 1. Oktober präsentierte sich der Antifaschist Zaid A. in der Polizeiwache des 1 rue de Lutèce in Paris. Der in Nürnberg aufgewachsene syrische Staatsbürger wird per europäischem Haftbefehl von Ungarn gesucht. Zu Jahresbeginn stellte er sich in Köln, parrallel zu weiteren Antifas die sich seit Februar 2023 im Untergrund befanden. Die Bundesanwaltschaft erhob keine Anklage gegen Zaid. Auch wenn er nach über drei Monaten Haft in der JVA Köln-Ossendorf unter Auflagen entlassen wurde, musste er weiterhin eine Abschiebung mit ungewissem Ziel befürchten.
Auch Radio Dreyeckland hat in den zurückliegenden zwei Jahren mehrfach über Maja berichtet.
Maja wurde vor nun über einem Jahr unrechtmäßig nach Ungarn ausgeliefert. Vorgeworfen wird Maja einen Aufmarsch von Rechtsextremen in Budapest angegriffen zu haben.
Als letztes Mittel, um gegen die unmenschlichen Haftbedingungen in Ungarn vorzugehen nutzte Maja den Hungerstreik. Diesen beendete Maja am 14.07, nach 40 Tagen und mindestens 14 Kilogramm Gewichtsverlust. Wie es nun um Maja steht und wie es weiter geht haben wir Konstantin vom budapest antifacist solidarity comitee gefragt.
Der Hungerstreik der zu Unrecht in das faschistische Ungarn ausgelieferten Aktivist:in dauert nun schon 28 Tage. Nach diesen 4 Wochen hat Maja über 12 Kilogramm abgenommen und Majas physische Kräfte lassen nach. Seit gestern, den 01.07 ist Maja in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo Besuche von Familie und Anwalt nun schwieriger sind.
Nach Auseinandersetzungen mit mutmaßlichen Neonazis am Rande des sogenannten "Tag der Ehre" in Budapest im Februar 2023 gerieten verschiedene Antifaschist*innen ins Visier der Behörden. Das Bundesverfassungsgericht hatte am 28.06.2024 die Auslieferung der non-binären Person Maja, die einige Monate zuvor festgenommen worden war, weil sie Nazis in Budapest angegriffen haben soll, untersagt. Die Entscheidung kam aber zu spät.
Am 09.06 gab es eine Solidaritätskundgebung für Maja, ein nicht-binäres Antifaschisti, welches am 05. Juni 2025 im Hungerstreik getreten ist. Maja ist eine der gefangenen Personen des sogenannten Budapest-Komplexes und befindet sich derzeit unter menschenrechtsverletzenden Bedingungen in Budapest in Untersuchungshaft.
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