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60:00Viel zu wenig bekannt und zumindest in Deutschland kaum aufgearbeit ist das NS-Massaker in Sant’Anna di Stazzema durch die SS am 12.August 1944.
Im letzten Oktober machten wir uns auf in die Toskana und trafen dort Zeitzeug*innen, die uns ihre Geschichten erzählten.
Vera Tönsfeldt, Kuratorin der Ausstellung „Das Vergessene Gedächtnis“ im Doku- und Kulturzentrum Deutsche Sinti und Roma will "ein Archiv der Dinge für eine selbstbestimmte Erzählung aus der Minderheit schaffen". Dies ist ein Projekt der Stiftung EVZ: Erinnerung, Verantwortung und Zukunft in Berlin. Die Stiftung wurde 2000 gegründet und hatte zunächst die Aufgabe, ehemalige Zwangsarbeiter*innen zu entschädigen.
"Voller Archivalilien" stecken Ursula Krechels Bücher, so stellt Tim Müller, wissenschaftlicher Leiter des Landesverbands Deutsche Sinti und Roma Baden-Württemberg "eine der wichtigsten Autorinnen der Gegenwart" vor.
Binnen drei Wochen kam es in Schleswig-Holstein zur Schändung zweier Mahnmäler für die von Nazis deportierten und ermordeten Sinti und Roma. Anfang Mai wurde Müll und Sperrmüll beim Mahnmal in Neumünster abgeladen. Nach einer Soli-Aktion kam prompt bereits die nächste schlechte Nachricht. Unbekannte hatten in der Nacht auf den 29. Mai die 100 Kilo schwere Stele in Flensburg aus dem Pflaster gerissen und hinter einer naheliegenden Schule abgelegt. Die Soliveranstaltung findet diesen Donnerstag, den 13.
Der Verein Deutsche Sinti und Roma - Landesverband Baden-Württemberg VDSR-BW hat es sich in den vergangenen Jahren zur Aufgabe gemacht, in zeitlicher Nähe zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus auch an weitere, ebenfalls vergessene Opfergruppen zu erinnern, um so ein Zeichen gegen Rassismus und für Mut und Menschlichkeit zu setzen.
„Nur wer zahlt, meint es ernst.“ Dieser Satz des niederländischen Shoah-Überlebenden Salo Muller trifft den deutschen Umgang mit NS-Opfern insgesamt im Kern. Mittlerweile sprechen deutsche Außenminister oder Präsidenten gern salbungsvolle Worte der Ergriffenheit, doch die ernsthafte Entschädigung für die Opfer und deren Angehörige verweigert die BRD bis heute mit allen Mitteln.
„Nur wer zahlt, meint es ernst.“ Dieser Satz des niederländischen Shoah-Überlebenden Salo Muller trifft den deutschen Umgang mit NS-Opfern insgesamt im Kern. Mittlerweile sprechen deutsche Außenminister oder Präsidenten gern salbungsvolle Worte der Ergriffenheit, doch die ernsthafte Entschädigung für die Opfer und deren Angehörige verweigert die BRD bis heute mit allen Mitteln.
Noch ein Grund, warum der 3. Oktober kein Tag zum Feiern ist: Es ist der Jahrestag des Massakers von Lingiades, das deutsche Gebirgsjäger im Jahr 1943 an der Zivilbevölkerung dieses griechischen Dorfes verübten. 2023 jährt sich das Massaker zum 80. Mal. Martin Klingner vom ak Distomo fasst die damaligen Ereignisse und den Umgang der bundesdeutschen Regierungen damit zusammen.
Am Rotteckring ist gerade Baustelle. Julia Wolrab, Historikerin und wissenschaftliche Leiterin des dort entstehenden NS-Dokuzentrums, über den Stand desselben.
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