RADIO OKJ QuarantäneCast

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  • Künstliche Intelligenz unterstützt Uniklinik bei Corona-Diagnose
    Das Uniklinikum Jena (UKJ) nutzt künstliche Intelligenz, um Coronafälle festzustellen. Das Verfahren kommt bei der Computertomographie zur Diagnose von coronabedingten Lungenentzündungen zum Einsatz. Das teilte das Uniklinikum am Dienstag mit.
    Die KI-unterstützte Computertomographie wird eingesetzt, um eine klassische Lungenentzündung schnell von einer COVID-19-Lungenentzündung zu unterscheiden. Die künstliche Intelligenz erkennt CT-Bildelemente, die auf eine Coronainfektion deuten lassen. Um die KI zu trainieren wurden Computertomographiebilder von frühen Coronafällen aus China verwendet. Das Verfahren erleichtere zwar Diagnosen, ersetze aber nicht die üblichen Tests auf das Virus.
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  • Lockerungen in Jena nur mit Ausweitung der Maskenpflicht
    Jenas Stadtverwaltung setzt auf eine Ausweitung der Maskenpflicht, sollten sich Bund und Länder heute auf Lockerungen der Kontaktsperren einigen. Das gab die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt. Im Falle einer Lockerung würden das Gesundheitsamt und der Krisenstab die Regelungen entsprechend anpassen, um die Pandemie maximal einzudämmen, heißt es.
    Bundeskanzlerin Merkel wird heute mit den Ministerpräsident_innen über die Zukunft der Schutzmaßnahmen nach dem 19. April beraten. Danach liegt es am Land Thüringen, wie es die Regelungen umsetzt. Jena will diese Ergebnisse abwarten und nachjustieren, wenn Gesundheitsamt und Krisenstab es für nötig befinden. Die Entscheidung soll noch vor dem kommenden Wochenende fallen.
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  • Dritter Corona-Todesfall in Jena
    Die Stadt Jena verzeichnet ihren dritten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, handelt es sich um einen Mitte 60-jährigen Mann, der seit längerem auf der Intensivstation des Uniklinikums behandelt wurde. Zuletzt wurde er auch künstlich beatmet.
    Vor ihm sind in Jena bereits zwei Personen an den Folgen einer Coronainfektion gestorben. In beiden Fällen handelte es sich um Männer, die älter als 80 Jahre waren.
    Mit dem dritten Corona-Toten sterben in Jena knapp 2 % aller registrierten Infektionsfälle.
    1 min
  • Deutsche EU-Ratspräsidentschaft soll im Zeichen von Corona stehen
    Bundesaußenminister Maas will die im Juli beginnende deutsche EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um das Coronavirus und seine Folgen zu bekämpfen. "Gerade die Exportnation Deutschland braucht ein gesundes Europa und eine funktionierende Weltwirtschaft", schrieb der SPD-Politiker in der Welt am Sonntag.
    Maas fordert zudem, die EU-Finanzpolitik langfristig auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung der europäischen Union zu fokussieren. Besonders im Blick hat der Außenminister die Bereiche Klimaschutz, Forschung, Sozial- und Gesundheitssysteme. Darüber hinaus solle Europa mit der Entwicklung eigener Technologien unabhängiger von Importen werden.
    Als Konsequenz der kritisierten nationalen Alleingänge, zum Beispiel bei der Beschaffung von Schutzausrüstung schlägt Maas zudem einen EU-Katastrophenschutz vor. Dort solle die Beschaffung der benötigten Güter gemeinsam organisiert werden.
    Auch die Ermächtigungspolitik von Ungarns Regierungschef Orban kritisiert der Bundesaußenminister und stellt ein Vertragsverletzungsverfahren in den Raum, jedoch ohne Namen zu nennen. "Wir müssen die Fehlentwicklungen korrigieren, die diese Krise schonungslos offengelegt hat. Ich denke vor allem an die Einschränkungen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit unter dem Deckmantel der Corona-Bekämpfung, die nicht hinnehmbar sind in Europa", so Maas. Wer das Wertefundament der Europäischen Union untergrabe, solle nicht damit rechnen, von den finanziellen Vorteilen der Union uneingeschränkt zu profitieren, schreibt er.
    Der ungarische Ministerpräsident Orban hat sich vom Parlament Vollmachten ausstellen lassen, die ein Regieren zum Teil ohne parlamentarische Kontrolle möglich machen. Diese Vollmachten sind zeitlich unbefristet. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat als Reaktion bereits angekündigt, ein Vertragsverletzungsverfahren zu prüfen.
    3 min
  • Kennen wir genug Corona-Fälle?
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    Die Kapazitäten für COVID-19-Tests könnten Ende März an ihre Grenzen gestoßen sein. Das geht aus einer unveröffentlichten Studie der Uni Regensburg hervor, die dem Spiegel vorliegt.
    Derzeit fallen etwa nur neun Prozent der Tests positiv aus. Die Tests können deshalb nur neun Prozent der Neuinfektionen feststellen. Bei der derzeitigen Testkapazität von 100.000 Tests pro Tag ergibt das ein Maximum von 9.000 täglich feststellbaren Neuinfektionen. Nach dieser Rechnung könnte bereits Ende März die Testkapazität an Ihre Grenzen gestoßen sein. Der Doktorand der Uni Regensburg Felix Peterhammer hält deshalb den verlangsamten Anstieg der Infektionszahlen ab dem 20. März für fehlerhaft. Der flache Anstieg stelle die Grenze der Testkapazität dar und keine tatsächliche Verlangsamung der Virusausbreitung, zitiert der Spiegel den Wissenschaftler. Auch andere Forschende kritisieren die Infektionszahlen, die das Robert-Koch-Institut regelmäßig herausgibt. Für die getroffenen Aussagen sei die Datenlage viel zu dürftig.
    Um eine genauere Kenntnis der tatsächlichen Fallzahlen zu erhalten, soll es in Deutschland bald ein neues Testverfahren geben. Dabei wird auf Antikörper gegen das COVID-19-Virus getestet. Es werden also auch die Fälle erfasst, die sich bereits infiziert haben und schon wieder genesen sind.
    2 min
  • Zinsloses Darlehen für Studierende geplant
    Bundesbildungsministerin Anja Karliczek möchte ein zinsloses Darlehen für Studierende ohne Bafög-Anspruch einrichten. Das kündigte sie laut Nachrichtenagentur dpa in einem Brief an die Kultusminister_innen der Länder an. Das Darlehen richtet sich an Studierende, die wegen der Coronapandemie keine Einkünfte mehr haben.
    Das kann der Fall sein, wenn beispielsweise der Minijob wegfällt. Das zinslose Darlehen solle als Überbrückungshilfe dazu dienen, in der Notlage den Lebensunterhalt zu sichern. Studierende, die kein Anspruch auf Bafög haben, könnten die bisherigen Hilfestellungen für Studierende nicht wahrnehmen, so Karliczek. Welcher Träger die Darlehen vergeben könnte, ist bisher offen. Das Studierendenwerk sei dazu nicht bereit, hieß es.
    1 min
  • Uni-Sommerfest fällt aus, MINT-Festival verschoben
    Die Friedrich-Schiller-Universität und die Ernst-Abbe-Hochschule sagen weitere Veranstaltungen ab. Aufgrund der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr kein Sommerfest an der FSU geben. Ebenfalls wurde das MINT-Festival der EAH auf 2021 verschoben.
    Das Sommerfest der FSU findet seit mehreren Jahren am Botanischen Garten, am Griesbachgarten und am Zeiss Planetarium statt. Es zieht jedes Jahr etwa 5.000 Besucher an.
    Das MINT-Festival der FSU und der EAH fand zum ersten Mal 2018 satt. Für 2020 war die zweite Auflage geplant.
    1 min
  • Unzufriedenheit mit Jenas zahnlosem Mini-Stadtrat
    In den Jenaer Stadtratsfraktionen wird die Kritik am Sonderausschuss lauter, der während der ausgesetzten Stadtratssitzungen in dringenden Fällen Empfehlungen für Eilentscheidungen an den Oberbürgermeister ausspricht. Nachdem bereits die Grünen das Verfahren kritisiert haben, schließen sich nach einem bericht der Mediengruppe Thüringen auch Linke und Sozialdemokraten an.
    Die SPD fordert Stadtratssitzungen unter erhöhten Schutzmaßnahmen und verringerter Teilnehmendenzahl wieder stattfinden zu lassen. Die Partei sieht in der Verordnung des Freistaats Thüringen den nötigen Spielraum dafür. Sie bezieht sich auf den Vorschlag, Landtagssitzungen mit der Hälfte der Abgeordneten und weniger Publikum tagen zu lassen. Auch Fachausschüsse könnten zusammenkommen, weil sie in ihrer Größe der des Sonderausschusses entsprächen.
    Die Linke kritisiert, dass der Sonderausschuss nicht die tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse des Stadtrats widerspiegele. So gibt es im Stadtrat eine absolute Mehrheit der Stimmen durch die Fraktionen der Linken, der Grünen und der SPD, die im Sonderausschuss nicht abgebildet wird. Darüber hinaus sei das Initiativrecht der Fraktionen zu stark beschnitten, weil sämtliche Vorschläge im Sonderausschuss zunächst durch das Rechtsamt auf ihre Dringlichkeit überprüft werden.
    Der Jenaer Stadtrat durfte im März nicht zusammenkommen, weil Allgemeinverfügungen der Stadt derzeit sämtliche Veranstaltungen untersagen. Daraufhin wurde ein Sonderausschuss eingerichtet, der lediglich eine beratende Funktion in dringenden Angelegenheiten übernehmen kann. Die nächste Sitzung des Stadtrats ist auf den 22. April datiert. Ob diese stattfinden wird, ist im Moment aber noch ungewiss.
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