RADIO OKJ QuarantäneCast

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  • Bedingungen für ein Ende des Lockdowns
    Die Nationale Akademie der Wissenschaft aus Halle Leopoldina, soll bis nach den Osterferien eine Exitstrategie aus dem Lockdown finden. Laut dem MDR wartet selbst die Kanzlerin auf die Ergebnisse der Akademie, um sie für die offizielle Exitstrategie nutzen zu können.
    Dem MDR zufolge setzt die Nationale Akademie der Wissenschaft sieben Voraussetzungen, um eine Lockerung der Sicherheitsmaßnahmen einleiten zu können.
    Wenn die Maßnahmen gelockert werden, sollten die Menschen flächendeckend einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
    Digitale Hilfsmittel, wie zum Beispiel die "Corona-App", sollen auf freiwilliger Basis und unter Einhaltung von Datenschutz und Persönlichkeitsrecht genutzt werden. So könnten Infektionswege leichter ermittelt werden.
    Die Testkapazität in Deutschland solle weiter erhöht werden. So könne die Ausbreitung des Virus besser verfolgt und Quarantänemaßnahmen besser angepasst werden.
    Um die Verbreitung des Virus realistisch einschätzen zu können, soll die Bevölkerung repräsentativ getestet werden. Außerdem solle nicht nur auf das Virus, sondern auch auf Antikörper getestet werden.
    Es solle ein einheitliches elektronisches Verfahren geben, in dem die Vorerkrankungen und weitere Risikofaktoren der Erkrankten festgehalten werden.
    Kliniken sollten ihre Arbeitsstrukturen regelmäßig überprüfen, um sicher zu gehen, dass andere Erkrankte nicht aus der Versorgung fallen.
    Damit die Bevölkerung weiterhin eine so hohe Bereitschaft beim Einhalten der Maßnahmen zeigt, müsse weiterhin gut und transparent kommuniziert werden.
    Eine vollständige Exitstrategie soll die Nationale Akademie der Wissenschaft heute Mittag veröffentlichen.
    2 min
  • 500 Milliarden Euro für Corona gebeutelte EU-Länder
    Die Finanzminister der europäischen Union haben sich am Donnerstag auf ein Hilfspaket zur Bewältigung der Coronakrise geeinigt. Nach Informationen des Spiegel umfasst das Paket Maßnahmen im Umfang von über 500 Milliarden Euro.
    Im Paket enthalten sind bis zu 240 Milliarden Euro schwere Kredite aus dem Euro-Rettungsschirm ESM und Garantien der europäischen Investitionsbank EIB für kleine und mittlere Unternehmen von bis zu 200 Milliarden Euro. Außerdem soll es mit „Sure“ ein europaweites Kurzarbeitporgramm nach deutschem Vorbild geben. Das Programm hat ein Volumen von 100 Milliarden Euro.
    Über weitere Maßnahmen, die noch diskutiert werden, darunter gemeinsame Staatsanleihen und ein Wiederaufbaufonds sollen die Staats- und Regierungschefs beraten.
    Die finanzielle Unterstützung für vom Virus besonders betroffene Länder galt als Prüfung der gemeinsamen Solidarität der EU-Staaten, nachdem bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und der Beschränkung des Grenzverkehrs viele EU-Staaten für ihre unabgestimmten Alleingänge in der Kritik standen.
    2 min
  • Stadtverwaltung: Absage für FCC-Spiele auf absehbare Zeit
    Jenas Sicherheitsdezernent Koppe betrachtet Geisterspiele ab Mai in der 3. Fußballliga kritisch. Koppe, der den Jenaer Krisenstab zur Bewältigung der Corona-Epidemie leitet, bezeichnete das Vorhaben des DFB als so wörtlich „höchst unrealistisch“.
    Der CDU-Politiker rechnet dem Bericht nach mit einer Verlängerung der Sportstättenschließungen durch die Landesregierung über den 19. April hinaus. Zudem erwarte er nicht, dass das Gesundheitsamt eine Freigabe für einen Sport erteile, in denen es zu Körperkontakt kommen kann.
    Der Deutsche Fußball Bund plant derzeit, die unterbrochene Spielzeit im Mai und Juni zu beenden.
    1 min
  • Betrugsversuche bei Soforthilfen
    Kriminelle haben die Website des Wirtschaftsministeriums Nordrhein-Westfalen nachgebaut, um Anträge auf Soforthilfe abzugreifen. Die Daten sollten anschließend mit veränderten Kontoverbindungen an die Antragsseite weitergeleitet werden, so ein Bericht von NDR und WDR. Mehrere Bundesländer kritisierten mangelnde Sicherheit in Nordrhein-Westfalens Antragsverfahren. In Thüringen gebe es nach Informationen des MDR ebenfalls Betrugsversuche bei den Anträgen auf Soforthilfen.
    Die Fake-Seite wirtschaft-nrw.info sei eine genaue Kopie des nordrhein-westfählischen Wirtschaftsministeriums. Inzwischen ist die Seite offline. Die Seite lag auf einem US Server. Die Betreibenden nutzten eine Anonymisierung aus Panama.
    Laut Informationen von NDR und WDR kritisierten andere Bundesländer die rein digitale Beantragung von Soforthilfe in NRW. Anderswo muss man ein Antragsformular ausfüllen und per Post senden, was die Gefahr von Onlinebetrug verringere.
    In anderen Bundesländern gäbe es nur vereinzelte Betrugsversuche. In Thüringen soll es nach einem MDR-Bericht Betrugsversuche gegeben haben, in denen Anträge mehrfach unter verschiedenen Namen gestellt wurden.
    2 min
  • Keine Familienbesuche für Heimkinder in Thüringen
    Kinder und Jugendliche aus stationären Jugendhilfeeinrichtungen in Thüringen dürfen während der Osterfeiertage ihre Familien nicht besuchen. Nach Berichten der Deutschen Presseagentur will Bildungsminister Holter die Infektionsgefahr so reduzieren. Persönliche Treffen sollen aber weiterhin möglich sein, so der Linken-Politiker.
    In Thüringen leben etwa 3.800 Kinder und Jugendliche in Heimen oder Wohngruppen.
    1 min
  • Quarantänepflicht in Thüringen nach Auslandsaufenthalt
    Seit Karfreitag gilt in Thüringen eine zweiwöchige Quarantänepflicht für alle aus dem Ausland Einreisenden. Das berichtet die Deutsche Presseagentur.
    Betroffene müssen sich bei den entsprechenden Behörden melden und dürfen keinen Besuch von Personen, außerhalb ihres Haushaltes erhalten. Arbeiten dürfen sie hingegen, sofern es von Zuhause aus möglich ist. Davon ausgenommen sind unter Anderem Berufsgruppen wie Piloten, Lastwagenfahrer oder medizinisches Personal.
    Thüringen setzt mit der Verordnung einen Beschluss um, auf den sich Bund und Länder am Mittwoch geeinigt haben. In Jena gilt eine ähnliche Regelung schon seit einigen Wochen.
    1 min
  • Schaden von Corona Lockdown auf Kultur wird immer größer
    Jenas Kulturbetrieb leidet schwer unter den einschneidenden Maßnahmen zum Infektionsschutz. Dem städtischen Eigenbetrieb Jenakultur fehlten wöchentlich etwa 100.000 Euro an Einnahmen. Das sagte Werkleiter Jonas Zipf der Mediengruppe Thüringen. Auch der Blasmusikverein Carl Zeiss Jena gerät durch die Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten und hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.
    Alle anstehenden Veranstaltungen des städtischen Eigenbetriebs Jenakultur fallen derzeit aus. Allein durch die wegfallende Vermietung zum Beispiel des Volksbads fielen monatlich etwa 50.000 Euro weg. Auch die Erlöse durch Ticketverkäufe für die Jenaer Philharmonie fehlten jetzt. Jenakultur erhielte 17,2 Millionen Euro Subventionen pro Jahr von der Stadt. 5,2 Millionen Euro erwirtschafte der Eigenbetrieb selbst, sagte Zipf der Mediengruppe Thüringen.
    Ähnliche Probleme hat der Blasmusikverein Carl Zeiss Jena. Konzerte und Projekte müssten abgesagt werden. Das gehe an die Existenz des Vereins, sagte der Vereinsvorsitzende Ulrich Richter der Mediengruppe Thüringen. Der Verein organisiert 300 Musiker_innen in drei Brassbands und einer Musikschule. Um die finanziellen Verluste abzufedern, hat der Verein eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Bis zum 27. Juni sollen auf der Plattform startnext 10.000 Euro gesammelt werden.
    Unter dem Kontaktverbot gerät zunehmend die Kulturszene, darunter Theater, Clubs und Veranstaltungsstätten in die finanzielle Bredoullie.
    2 min
  • 57 Medizinstudierende unterstützen Uniklinikum in Intensivpflege
    57 Studierende der Medizinischen Fakultät der Universität Jena werden darauf vorbereitet, das Pflegepersonal am Universitätsklinikum Jena zu unterstützen. Dazu erhalten sie einen mehrtägigen Crashkurs.
    In einer Pressemitteilung gibt das UKJ bekannt, dass die Studierenden in den Räumlichkeiten des sogenannten SkillsLab auf die Intensivpflege vorbereitet würden. Ausbildungsleiter des UKJ und Tutoren des SkillsLab sollen die Studierenden in der richtige Pflege von Intensivpatient_innen schulen. Dabei werden immer nur 3 Studierende gleichzeitig unterrichtet. So sollen die hygienischen Sicherheitsmaßnahmen sichergestellt bleiben.
    Insgesamt haben sich mehr als 800 Studierende der medizinischen Fakultät am Uniklinikum als Unterstützung gemeldet.
    1 min

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RADIO OKJ informiert im Quarantäne Cast Jena und Umgebung über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus und dessen Folgen.