In der letzten Folge hast du begonnen, mit der Ein-Prozent-Neugier und dem Verlangen-Protokoll wieder wahrzunehmen, was du eigentlich willst. Du hast dir mit einer Mikro-Dosis Erlaubnis erste kleine Inseln der Selbstfürsorgegeschaffen.
Und vermutlich hast du gemerkt: Kaum ist so eine Insel da, taucht ein alter Bekannter auf. Das schlechte Gewissen. Das Gefühl, egoistisch zu sein, weil du fünf Minuten für einen Tee sitzen bleibst, während die Wäsche wartet.Der Gedanke, du solltest deine Zeit „besser" nutzen, statt einfach aus dem Fenster zu schauen.
Dieses Gefühl bedeutet nicht, dass du auf dem falschen Weg bist. Es ist eine vorhersagbare, fast biologische Reaktion. Dein Funktionsmodus war ein Überlebensprogramm, das dir lange Stabilität gegeben hat. Jeder Schritt heraus wird von deinem Nervensystem zunächst als Bedrohung eingestuft – als Verrat am bewährten System. Und die Emotion, mit der es dich zurückholen will, ist die Schuld.
In dieser Folge erfährst du:
wie du das Gefühl benennst und entkoppelst – warumes einen Unterschied macht, ob du sagst „Ich bin schuldig" oder „Aha, das ist Schuld", und wie diese winzige Distanz dem Gefühl schon die erste Wucht nimmt
wie du eine Fakten-Inventur durchführst und mit zweieinfachen Fragen prüfst, welche Katastrophe tatsächlich eingetreten ist und welche Regel du wirklich verletzt hast – meistens eine alte, ungeschriebene und längst überholte
warum Schuldgefühle selten auf Fakten operieren,sondern auf Sätzen wie „Ich darf mich erst ausruhen, wenn alles erledigt ist"
wie du das „trotzdem" kultivierst: den bewussten Abschlussgedanken, der das Gefühl nicht wegdrückt, ihm aber die Entscheidungsgewalt entzieht
Mit jeder Wiederholung dieses Prozesses trainierst du dein Nervensystem um. Du zeigst ihm durch Erfahrung, dass Selbstfürsorge nicht zu Gefahr führt, sondern zu mehr Stabilität und Energie. Langsam, aber sicher wird das alteAlarmsignal leiser.
Damit du das nicht nur hörst, sondern auch anwenden kannst, habe ich dir die Fakten-Inventur als Vorlage zum Ausdrucken gebaut. Du bekommst sie kostenlos, wenn du dich für meinen Regulationsletter anmeldest.
Nächste Woche: Das Echo der Veränderung – wie du mit den Reaktionen deines Umfelds umgehst, ohne dich zu rechtfertigen oder in alte Muster zurückzufallen.
Suchwörter / Tags
Funktionsmodus, Schuldgefühle, schlechtes Gewissen, Selbstfürsorge, Nervensystem regulieren, Selbstregulation, Polyvagal, Überlebensprogramm, Glaubenssätze, innere Regeln, Grenzen setzen, Egoismus Vorwurf, Frauen inhelfenden Berufen, Therapeutinnen, Ergotherapie, Erschöpfung, Burnout Prävention, Selbstverleugnung, Pausen ohne schlechtes Gewissen, Achtsamkeit im Alltag, Raus aus dem Funktionsmodus, Claudia Edenhuizen
Links und Hinweise
Die Fakten-Inventur als Freebie:
Melde dich für meinen Regulationsletter an und du bekommst die Vorlage direkt zugeschickt – zwei Fragen, mit denen du dein Schuldgefühl in dem Moment prüfst, in dem es auftaucht.
Zur Anmeldung: claudiaglow.tentary.com
Mehr davon findest du hier:
Instagram: @claudia.edenhuizen – Impulse für Frauen in helfenden Berufen, die zurück in ihre Kraft wollen
Instagram: @kunst_und_trauma – Fortbildungen für Fachpersonen in Kunsttherapie und Traumaarbeit
Alle Freebies, Workbooks und Programme in meinem Shop: claudiaglow.tentary.com
Wenn dich diese Folge berührt hat: Eine Bewertung ist das Größte, was du für diesen Podcast tun kannst. Damit finden mich auch die Frauen, die noch gar nicht wissen, dass es für ihren Zustand ein Wort gibt.