Reading Rock

Reading Rock

By Andi Appel, Gordon McMichael, Wolfgang KuhnArtsBooksMusicMusic History
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Reading Rock episodes

  • Episode 43: „Die Arena – Eine Wiener Geschichte“: Constanze C. Czutta bei Reading Rock

    Wie wird aus einem Schweineschlachthof ein Mythos? Und wie schafft es ein Ort, über Jahrzehnte zugleich Bühne, Beisl, politischer Zankapfel und Zuhause für Subkultur zu sein? In dieser Reading Rock-Folge spricht Wolfgang mit Constanze C. Czutta über ihr Buch „Die Arena – Eine Wiener Geschichte“ – pünktlich zum Jubiläumsjahr und mit ordentlich Stoff zwischen Archivstaub und Rock’n’Roll.

    Es geht zurück zu St. Marx, zu Stadtteil- und Industriegeschichte, zur Besetzung und dem Widerstand, zu Verhandlungen, dem Neustart als Verein und zu der Frage, warum die Arena bis heute ein autonomer Sonderfall geblieben ist. Czutta erzählt von den Menschen hinter dem Ort („Chef gibt’s kan…“), vom Arena-Beisl, von Jugend- und Kulturarbeit – und natürlich von der Konzertgeschichte, in der Weltstars und Underground einander ständig die Hand geben.

    Eine Folge über Wien, wie es wirklich ist: widersprüchlich, laut, lebendig – und ohne Arena schlicht ärmer.

    1 hr 11 min
  • Episode 42: Zu Besuch beim Grazer Metal Professor Peter Pichler

    Wenn aus Subkultur Wissenschaft wird – und Heavy Metal plötzlich als Gesellschaftsspiegel am Seziertisch liegt: In dieser Reading Rock-Folge spricht Wolfgang mit dem Grazer Kulturhistoriker Peter Pichler, der das, was viele von uns „einfach leben“, seit Jahren mit akademischer Präzision erforscht. Pichler ist Szene-Insider, Historiker und Metalhead in Personalunion – und genau das macht dieses Gespräch so spannend: Wie wird aus Proberaum, Kutte und Jugendzentrum ein Forschungsgegenstand? Und was erzählt Metal über Normen, Regeln, Rebellion und Gemeinschaft?

    Wir reden über Peters eigenen „Erweckungsmoment“, über Graz als Metal-Stadt und die Rolle von Orten wie dem Explosiv, über „Metal Studies“ als Disziplin – und darüber, wie man eine Szene dokumentiert: mit Interviews, Flyern, Demos, Tickets und Erinnerungen, die sonst verschwinden würden. Außerdem erklärt Peter verständlich, was hinter seinem FWF-Projekt zu „normenbezogenem klanglichem Wissen“ steckt (ja, auch „Breaking the Law“ hat da plötzlich Gewicht). Eine Folge zwischen Headbangen und Historikerseele.

    1 hr 4 min
  • Episode 41: Ich mit mir – Gordon McMichael über Gordon McMichael

    Spießrutenlauf im eigenen Wohnzimmer: In dieser Reading Rock-Folge ist ausgerechnet Gordon McMichael zu Gast bei Andi und Wolfgang – also einer der Mitgründer plötzlich auf der anderen Seite des Mikrofons. Anlass ist sein neues Buch „Ich mit mir“, ein Selbstinterview, das genau dort hinschaut, wo man sonst gern elegant ausweicht: Herkunft, Prägungen, Selbstbild, Zweifel – und die ganz großen Fragen wie „Bin ich eigentlich mein eigener Lieblingsgast oder mein strengster Kritiker?“

    Gordon erzählt von Favoriten, Gemeindebau und Arbeiterfamilie, von Schule und Lehrern, von Dialekt als Wahrheitsmaschine – und natürlich vom musikalischen Urknall: Elvis-Kassette, Kiss-Obsession, Plattensammeln mit allen Sinnen und der Weg zum Bass, Proberaumkeller und Szeneleben. Dazu gibt’s Bandgeschichten, Bühnenpannen und Rock-Realität zwischen Anspruch und Pragmatismus.

    Und weil Gordon nie nur „lustig“ ist, streift das Buch auch unbequeme Themen wie Religion, Politik, Bundesheer und KI – bevor es schließlich bei Reading Rock landet: dem Projekt, das für ihn spürbar mehr ist als Podcast und Buch, nämlich Freundschaft, Familie und Archiv. Ein Gespräch, das selten passiert: Gordon über Gordon.

    1 hr 15 min
  • Episode 40: Bertl Bartsch – Gitarrist, Bruder, Thunderjunkie

    Er hat mit Salvation Army und Observer die ersten Bünde abgegrast, mit Blind Petition ein Stück Wiener Rockgeschichte mitgeschrieben – und donnert heute mit den Thunderjunkies durch Bluesrock-Gefilde. In dieser Reading Rock-Folge sprechen Andi und Wolfgang mit Bertl Bartsch über Musik, Familie und das echte Leben.

    Wir beginnen ganz von vorne: Aufwachsen, erste Gitarrengriffe, frühe Helden. Und ja – das Wichtigste vorab: Was steckt eigentlich hinter dem Namen „Bertl"? (Spoiler: Robert ist es nicht.)

    Großes Herzstück der Folge ist natürlich Blind Petition – zuerst die Band seines Bruders Hannes „Fusel" Bartsch, dann ein prägender Teil seines eigenen Lebens. Wie wurde aus dem Zuschauen Mitspielen? Was bedeutet es, Musikgeschichte so nah an der eigenen Familie zu erleben – und sie schließlich zwischen zwei Buchdeckeln zu finden? „Keine Gnade! Die Blind Petition Story" erschien 2014, und die Frage, was vom Erbe bleibt, nachdem Hannes gegangen ist, begleitet die ganze Folge.

    Weil bei Reading Rock das „Reading" nie nur Deko ist, reden wir auch über Jugendzimmer-Lektüre, Outsider-Literatur und die Frage, ob nach dem Buch über den Bruder nicht auch eines über Bertl selbst fällig wäre. Den Abschluss gehört den Thunderjunkies: ehrlicher Bluesrock aus Wien, dunkle Seelen, Asphaltpoesie – und eine US-amerikanische Sängerin namens Suzanne Carey, deren Aussprache wir im Podcast ein für alle Mal klären.

    1 hr 1 min
  • Episode 39: Andy Zahradnik, der wahre "Mr. Hitparade"

    Er hat für Plattenfirmen gearbeitet, Bücher geschrieben, TV-Shows produziert – und: Er hat die österreichische Hitparade gemacht. In dieser Reading Rock-Folge sprechen Andi und Wolfgang mit Andy Zahradnik, einem der prägendsten Köpfe der heimischen Musik- und Medienlandschaft.

    Wir gehen zurück zu den Anfängen: CBS Records, Artist-&-Repertoire-Arbeit und der Weg vom internationalen Repertoire hin zum „Lokalprodukt“ – also zu jenen Künstler:innen und Szenen, die später sein Berufsleben stark mitbestimmt haben.

    Großes Herzstück der Folge sind natürlich die Charts: Wie wurden die Ö3 Austria Top 40 in der „goldenen“ Vor-Streaming-Zeit eigentlich ermittelt? Wie wichtig waren Platzierungen wirklich – und welche Mythen, Tricks und diskreten Wünsche rund um Hitparaden kennt jemand, der das System jahrzehntelang von innen gesehen hat? (Spoiler: Da bleibt kein Auge trocken.)

    Und weil bei Reading Rock das „Reading“ nicht nur Deko ist, reden wir auch übers Schreiben: Zahradnik als Autor, Chronist und jemand, der Musikgeschichte nicht nur beobachtet, sondern mitgeschrieben hat – von der Schlagerwelt bis zu großen Namen wie Georg Danzer. Eine Folge voll Business-Backstage, Chart-Geschichten und österreichischer Popgeschichte aus erster Hand.

    0 min
  • Episode 38: Reading Rock on tour

    Raus aus dem Studio, rein ins echte Leben: Reading Rock on tour liefert diesmal gleich mehrere Schauplätze – und jede Menge Buch- und Szeneluft zum Einatmen. Wolfgang war auf der Indie Buchmesse und hat dort zwei Fixsterne der heimischen Buchwelt vors Mikro geholt: IG-Buchmenschen-Powerfrau Barbara Kadletz und die Wortbereicherin Lisa Mücke. Zwischen Messetrubel, Buchliebe und Branchenrealität geht’s um das, was unabhängige Verlage und Buchmenschen antreibt – und was ihnen im Alltag mitunter auch im Weg steht.

    Weiter geht’s zu einer Lesung: Wolfgang war auch bei Nicole List, die ihr erstes Buch „Angst vor Männern“ vorgestellt hat – ein Thema, das hängen bleibt und im Raum spürbar war.

    Und weil das alles noch nicht reicht, kommt als dritter Akt ein weltexklusiver Exklusivbericht: Andi Appel war in Laa an der Thaya beim Reading-Rock-Event und bringt extrem authentische Eindrücke direkt aus dem Weinviertel mit. Ein Tour-Special voller Stimmen, Geschichten und echter Begegnungen.

    38 min
  • Episode 37: Schwarze Herzen mit schwerem Dialekt

    In dieser Reading Rock-Folge sprechen Gordon und Wolfgang mit David und Daniel von Das Schwarze Herz von Österreich – einer Band, deren Name klingt wie ein Amtstermin, deren Songs aber alles andere als bürokratisch sind. Die Geschichte beginnt (wie es sich gehört) mit einer geretteten Akustikgitarre vom Sperrmüll, führt über frühe Extreme-Metal-Bandversuche, den langen FIRESTORM-„on the road“-Abschnitt und eine Familienpause – bis David 2013 plötzlich mit Mundart-Songs experimentiert und die Reaktionen so stark sind, dass daraus ein neues Kapitel entsteht.

    Spannend ist auch die Reading-Rock-Verbindung: Über Kotza und die Laaer RR-Gigs entsteht die Inner Me Experience– und damit eine Linie, die letztlich auch ins „Schwarze Herz“-Universum hineinleuchtet.

    Wir reden über das „unhandliche“ Band-Konzept (das gerade deshalb so gut passt), über die Mischung aus Rock-Power und Emotion – und natürlich über die aktuelle Bandwelt rund um „Schall und Rauch“ und die Live-Pläne. Eine Folge über Mundart, Metal-Wurzeln und das schwarze Herz, das trotzdem sehr lebendig schlägt.

    0 min
  • Episode 36: Barbara Kadletz schlurft zu Katzen und Popkultur

    Zum Welttag des Buches wird’s bei Reading Rock nicht nur literarisch, sondern auch richtig musikalisch: Andi und Wolfgang sprechen mit Barbara Kadletz (Hartliebs Bücher) über ihre neue Graphic Novel „Schlurfkatzen“ – und über eine fast vergessene Wiener Subkultur, die in den 1940ern mit Swing, Jazz und Stil gegen Nazi-Ideologie und Verbote angetanzt hat.

    „Schlurfkatzen“ bringt diese Geschichte zurück ins Rampenlicht: mit einer Hauptfigur, die Jazz liebt, Konzerte sucht und sich nicht vorschreiben lässt, was „erlaubte“ Musik ist – während um sie herum ein System alles kontrollieren will. Illustriert wurde das Ganze von Jorghi Poll, und genau diese Mischung aus Zeitgeschichte, Rhythmus und Bildsprache macht das Buch so packend.

    Im Podcast geht’s außerdem um Barbaras Blick aufs Buchhandeln, ums Schreiben, um Graphic Novels als Erzählform – und um die Frage, warum Popkultur manchmal mehr Widerstandskraft hat als jede Parole.

    0 min
  • Episode 35: Von Drahdiwaberl bis Falco mit Helmut Bibl

    Manche Karrieren lassen sich nicht in einer Bio-Zeile fassen. Helmut Bibl, Jahrgang 1955, ist Gitarrist, Studiomusiker, Produzent – und eine der zentralen, aber oft unsichtbaren Figuren der österreichischen Rockgeschichte. Mit 15 Jahren reiste er nach England und kam als ein anderer zurück. Was genau dort passiert ist, erzählt er Gordon McMichael und Wolfgang in dieser Folge.

    Die Stationen klingen wie ein Who's who der Wiener Szene: Schoitl AG (Pop-O-Drom-Sieger 1976), Hallucination Company, Andy Baum & The Trix, schließlich Falco – als Lead-Gitarrist – und Drahdiwaberl, dem chaotisch-politischen Kunstprojekt rund um Stefan Weber, das zwischen Kabarett und Krawall schwer zu kategorisieren war. Hinzu kommen Studioaufnahmen u.a. für Supermax und Boris Bukowski sowie Produktionsarbeiten, die seinen Weg vom Sideman zum Klanggestalter im Hintergrund dokumentieren.

    Genau darum geht es in dieser Folge: Was bedeutet es, ein Musiker zu sein – und kein Popstar? Bibl hat extrem viel erlebt, stand selten im Rampenlicht und war trotzdem fast überall dabei. Zwischen Deep Purple, Hendrix und Ritchie Blackmore, zwischen Wiener Szene-Chaos und Studioarbeit, zwischen dem, was er hätte sein können, und dem, was er geworden ist – entfaltet sich ein Gespräch über Leidenschaft, Handwerk und die Frage, wie viel ein guter Gitarrist eigentlich wert ist, wenn er immer die zweite Zeile kriegt.

    Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie der Sound einer Ära gebaut wird – von denen, die man selten sieht.

    0 min
  • Episode 34: Walter Gröbchen sammelt die guten Kräfte

    Manche Podcast-Folgen beginnen mit einem Zufall, der zu gut ist, um erfunden zu sein: Walter Gröbchen kommt ins Reading-Rock-Studio, stellt sein neues Buch „Die guten Kräfte“ vor – und merkt plötzlich, dass seine ehemalige Schule gleich ums Eck liegt. Und nicht irgendeine: Dort wurde er einst ausgerechnet von Stefan Weber (Drahdiwaberl) unterrichtet. Wien, wie es leibt und lebt.

    In dieser Folge sprechen Gordon McMichael und Wolfgang mit Gröbchen – Journalist, Verleger, Musikarbeiter – über Popgeschichte als persönliches Archiv und kollektives Gedächtnis: „Die guten Kräfte“ erzählt die Geschichte der österreichischen Popmusik anhand von 100 Songs, von kanonisch bis obskur, von „eh klar“ bis „wie bitte ist das passiert?“.

    Es geht um Szenen, Brüche, Lärm, Liebe, Geschmackskämpfe – und um die Frage, warum manche Songs mehr über ein Land erzählen als jede Sonntagsrede. Eine Folge wie ein Spaziergang durch Wiens musikalische Hinterhöfe, mit sehr gutem Soundtrack.

    0 min

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