Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Hamelner Rat will Kürzungen bei der Nachmittagsbetreuung an Grundschulen verhindern. Aufgrund von Kündigungen und weil kein neues Personal zu finden ist, werden ab dem kommenden Schuljahr von derzeit 344) Plätzen für die Nachmittagsbetreuung nach derzeitigem Stand voraussichtlich knapp 58 wegfallen – und zwar in Afferde, Klein Berkel, Wangelist, Tündern und am Basberg. Um bei den Plätzen zumindest das derzeitige Niveau zu halten, schlägt die Mehrheitsgruppe vor, auf externes Personal setzen, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzenden und Sprecher der Gruppe, Wilfried Binder. Denkbar sei auch, so wie von der Verwaltung vorgeschlagen, auf Personal aus dem Ausland zu gewinnen – so wie Hannover das bereits mit Betreuungskräften aus Spanien praktiziere. Auch die CDU-Fraktionsvorsitzende im Hamelner Rat, Birgit Albrecht sieht den drohenden Wegfall von Plätzen für die Nachmittagsbetreuung kritisch. Das Angebot sei sowohl für berufstätige Eltern als auch für die Kinder wichtig, sagt Albrecht, die als Leiterin der Grundschule Rohrsen tätig ist. Der Vorschlag der Verwaltung, Personal aus dem europäischen Ausland für die Nachmittagsbetreuung zu gewinnen, trifft bei Albrecht ebenfalls auf Zustimmung.