In Aerzen hat es einen Großeinsatz für die Feuerwehr gegeben. Auf dem Gelände eines holzverarbeitenden Betriebs an der Reinerbecker Straße ist am späten Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Die betroffene Scheune brannte vollständig aus, die angrenzende Halle konnte aber gehalten werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, heißt es im Bericht der Gemeindefeuerwehr. Der Alarm wurde gegen 23.15 Uhr ausgelöst. Bereits auf der Anfahrt war Flammenschein und eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Die Einsatzkräfte bauten umgehend eine Riegelstellung zu einer angrenzenden Halle auf und nahmen mit mehreren Rohren die Brandbekämpfung vor. Durch die Drehleiter der Feuerwehr Hameln wurde ein Löschangriff von oben eingeleitet.
Während der Löscharbeiten wurde zwischenzeitlich das Alarmierungsstichwort von F 3 auf F 4 erhöht, um ausreichend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben. Somit waren am Ende alle Ortsfeuerwehren des Flecken Aerzen an der Einsatzstelle. Darüber hinaus wurden mehrere Kreisfeuerwehreinheiten alarmiert. (Der ABC-Zug, der beheizte Zelte zur Verfügung stellte, der Gefahrgutzug mit dem Gerätewagen Atemschutz, der ELW2 des Landkreises sowie die Versorgungsgruppe, die die Einsatzkräfte bei eisigen Temperaturen mit warmen Getränken und Essen versorgte). Auch die Werkfeuerwehr der Aerzener Maschinenfarbik war vor Ort, ebenso wie ein Fachberater des THW Hameln, das THW Stadthagen mit einem Bagger (um weiter Glutnester freilegen und Schutt aus dem Weg räumen zu können) und das DRK mit zwei Rettungswagen. In Summe waren an dem Einsatz 152 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei, Rettungsdienst und des Bauhofes beteiligt. Schwierigkeiten bereitete das Winterwetter, das für glatte Straßen und gefrierendes Löschwasser sorgte.