Ein Roman im Bücherdorf Redu: Paris hinter sich lassen, Zeit neu lernen, Freundschaft finden – warmherzig und entschleunigend.
In dieser Folge von „RegalGeflüster“ geht es um „Mathilde und Marie“ von Torsten Woywod. Der Roman führt ins belgische Bücherdorf Redu, eingebettet in die Ardennen: Wälder, Flüsse, Anhöhen – und ein Dorfleben, das bewusst langsamer tickt. Marie Ledoux, Mitte zwanzig, lässt Paris hinter sich, weil Studium, Nebenjobs und Großstadthektik zu viel werden. Im Zug begegnet sie Jónína, die sie nach Redu mitnimmt, in eine kleine Buchhandlung und in eine Gemeinschaft, die nach dem Prinzip „Weniger ist mehr, mehr ist weniger“ lebt.
In Redu wird Zeit als Freund verstanden, Internet gibt es nur eine Stunde am Tag, und selbst eine aus dem Takt geratene Turmuhr wirkt wie ein Zeichen: Hier darfst du runterkommen. Im Mittelpunkt steht außerdem die besondere Freundschaft zwischen Marie und der zunächst unnahbaren Mathilde – und die Frage, was im Leben wirklich zählt.