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Die Wende wird häufig als Geschichte von Ost und Westerzählt: Hier der Umbruch, dort die Beobachtung; Befreiung auf der einen, Beharrung auf der anderen Seite. Doch war es in der Nahaufnahme häufig sehr viel komplexer als zunächst gedacht.
In dieser Folge sprechen Claudia Kemper und Christoph Lorke über ihren Sammelband Die Wende dezentralisieren. Transformationsgeschichte(n) aus regionaler Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Transformationszeit seit 1989/90 verändert darstellt, wenn man den Blick auf konkrete Regionen, lokale Akteur und unterschiedliche Konstellationen richtet.
Die Beiträge des Bandes nehmen unter anderem Konversion, Bildungsinstitutionen, Umweltgeschichte, Tourismus und Rechtsextremismus in den Blick. Dabei zeigen sich Begegnungen, Konflikte und Kooperationen ebenso wie Beharrung, Irritationen und neue Aufbrüche. Auch westdeutsche Regionen geraten stärker in den Fokus: Nicht nur als statische Nachbarn der Veränderungen in Ostdeutschland, sondern als Räume, die selbst eigene Transformationsgeschichten entwickelten.
Was bedeutet es also, die Wende zu „dezentralisieren“? Undwas wird sichtbar, wenn wir die vertraute Ost-West-Erzählung aufbrechen und stattdessen nach regionalen Verflechtungen, Machtverhältnissen und unterschiedlichen Erfahrungen fragen?
Darüber sprechen Claudia Kemper und Christoph Lorke mitGreta Civis in der neuesten Folge von RadiO – Regionalgeschichte auf die Ohren.
Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Fürdie technische Bearbeitung der Aufnahme wurde ebenfalls KI verwendet. Dies hatte keine Auswirkung auf Inhalte oder Aussagen.
Koloniale, postkoloniale und neokoloniale Verflechtungen prägen Geschichte und Gegenwart weit über vermeintliche Kolonialmetropolen hinaus. Welche Spuren kolonialer Realität prägen Stadt- und Ortsbilder in Westfalen und Lippe (und darüber hinaus) bis heute – und welche Wege finden lokale Akteur:innen für einen zeitgemäßen Umgang? „Postkolonialismus in Westfalen-Lippe und darüber hinaus“, herausgegeben von Dr. Claudia Kemper und Dr. Christoph Lorke, macht anhand regionaler Beispiele sichtbar, wie Kolonialismus bis heute in Alltag, Erinnerungskultur, Bildung, Museen und gesellschaftlichen Debatten fortwirkt. In dieser Folge von RadiO sprechen die Herausgeber:innen mit Host Dr. Greta Civis über die Entstehung und Entwicklung des Schwerpunktthemas der Westfälischen Forschungen 2025/2026.
Wie entwickelt sich ein solches Forschungsprojekt? Welche Veranstaltungen und Kooperationen begleiten es? Wie werden thematische Schwerpunkte gesetzt? Vor allem aber: Warum ist es wichtig, sich gerade heute mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen?
Links und Hinweise:
Das Buch „Postkolonialismus in Westfalen-Lippe und darüber hinaus“: Aschendorff Verlag
Von Schülern entwickelte Biparcours-Schnitzeljagd in Münster: Gesamtschule Münster
Dr. Claudia Kemper und Dr. Christoph Lorke im Gespräch mit Claudia Linzel: Podcast: Die Leichtigkeit der Kunst
Podcast Westfalia: Spotify
Zwischen 1945 und 1990 wurden in der Bundesrepublik schätzungsweise bis zu 13 Millionen Kinder und Jugendliche zu Kinderkuren verschickt - oft wochen- oder monatelang, fern von ihren Familien. Was als gesundheitliche Vorsorge und Erholungsmaßnahme gedacht war, ist für viele Betroffene bis heute mit Erfahrungen von Heimweh, strengen Regimen, Medikamentengabe und Gewalt verbunden.
In dieser Folge von „Regionalgeschichte auf die Ohren“ (RadiO) sprechen Dr. Jens Gründler, wissenschaftlicher Referent für Wirtschafts- und Sozialgeschichte am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, und Katharina Tiemann , Referatsleiterin des Archiv LWL mit Host Dr. Greta Civis über die Geschichte der Kinderkuren aus geschichts- und archivwissenschaftlicher Perspektive: Welche Quellen sind überliefert? Wo können Betroffene und Forschende nach Unterlagen suchen? Welche rechtlichen und praktischen Schwierigkeiten bestehen beim Zugang zu den Beständen?
Im Gespräch geht es zudem um den bisherigen Forschungsstand zur Geschichte der Kinderkuren, die Entwicklung des Kinderkurwesens seit dem 19. Jahrhundert, den Zusammenhang von Gesundheitsfürsorge, Körper und „Leistungsfähigkeit“, autiritäre Erziehung, Zwang und Gewalt in den Kurheimen.
Dabei wird deutlich: Die historische Forschung zu Kinderkuren steht noch am Anfang. Viele Quellen sind nicht überliefert oder nur zufällig erhalten. Einzelaktendokumentieren häufig weniger die individuellen Erfahrungen der Kinder als vielmehr Verwaltungsabläufe und den vermeintlichen „Erfolg“ einer Kur. Umso wichtiger ist die Verbindung von Archivarbeit, Zeitzeug:innenberichten und historischer Forschung.
🎧 Jetzt anhören – überall, wo es Podcasts gibt.
Weiterführende Literatur:Jens Gründler/Katharina Tiemann (Hg.): Kinderkuren in Deutschland 1945 bis 1990. Perspektiven aus archivarischer und historischer Sicht. Forschungen zur Regionalgeschichte, Band 93
Der Sammelband ist außerdem im Open Access kostenlos als PDF verfügbar. Der Link findet sich in den Folgeninfos sowie auf der Website des LWL-Instituts unter „Publikationen“. Die Veröffentlichung wurde durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
„Regionalgeschichte auf die Ohren“ (RadiO) ist der Podcast des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte. In der Reihe stellen Historiker:innen ihre aktuellen Forschungsprojekte und Publikationen vor – von der NS-Geschichte über die Nachkriegszeit bis zur digitalen Transformation.
Rund ein Jahr nach der Publikation des Sammelbandes „Gütersloh - Geschichte einer Stadt (1945–2025)“ blicken wir zurück auf drei Jahre Stadtgeschichtsforschung. In der siebten und letzten Folge der Reihe „Zum Beispiel Gütersloh“ sprechen Projektleiter PD Dr. Christoph Lorke und Host Dr. Greta Civis darüber, was partizipative Stadtgeschichtsforschung ermöglicht und wie die Einbindung der Bevölkerung einen Forschungsprozess prägen kann. Begleitet wird die Folge von O-Tönen und Einblicken in zentrale Stationen des Projekts – ein Rückblick auf Forschung, Austausch und neue Perspektiven auf Stadtgeschichte.
Links und Hinweise:
Audiowalk „Zeit:Punkte“: Stadtarchiv Gütersloh
Instagram: Stadtgeschichten GT
Begleitprojekt: Erzählcafés
Buch zur Reihe:
Gütersloh – Geschichte einer Stadt (1945–2025), herausgegeben von Christoph Lorke, Verlag für Regionalgeschichte, 2025, 603 Seiten, ISBN 978-3-7395-1527-4
Frauen im geteilten Deutschland – zwischen Alpenveilchen,Abtreibungsrecht und Alltagskämpfen
Zum 8. März widmet sich die neue Folge einem Thema, das bewegt – und bis heute nachwirkt: Frauen im geteilten Deutschland. Wie unterschieden sich Frauenbewegungen in Ost und West? Was bedeutete Gleichberechtigung im Alltag? Und welche Rolle spielten Care-Arbeit, Familienbilder, Körper und Rechte?
In dieser Folge diskutieren Dr. Julia Paulus, Prof. Dr. Ute Gerhard und Prof. Dr. Hildegard Nickel über feministische Perspektiven auf die deutsche Nachkriegsgeschichte, über politische Kämpfe und private Lebensrealitäten, über Fortschritte, Spannungen und bleibende Fragen.
Die Hohensyburg kennen viele in NRW vor allem als Casino – doch der Syberg über der Ruhr war lange vorher Schauplatz großer Gefühle: Macht und Verteidigung, Erinnerung und Erholung, Status und Inszenierung. Festung und Ruine, Denkmal und Aussichtspunkt, Wallfahrtsziel und Sonntagsausflug – die Hohensyburg ist ein historisch gewachsener Ort des Binnentourismus und eines der prägenden Ausflugsziele der Region.
In dieser Folge fragen wir: Wer entscheidet, welche Geschichten über diesen Ort erzählt werden – und warum sie sich verändern? Greta Civis spricht mit David Bendfeld, Friedel Helga Roolfs und Matthias Frese über Namen und Macht, über die militärische Vergangenheit, über die Hohensyburg als westfälische Denkmallandschaft – und darüber, warum der Berg heute zwar kein touristischer Hotspot mehr ist, aber weiterhin großes Potenzial in seinen vielen Geschichten birgt.
Da dies die finale Folge der Podcastreihe "Untold Stories" ist, sagen wir danke für eure Unterstützung – und freuen uns, wenn ihr euch kurz Zeit für unsere Umfrage nehmt, um uns beim Verbessern zu helfen. (Umfrage hier.)
Zur weiteren Recherche empfehlen wir diesmal:
Henriette Brink-Kloke/Elke Schneider, Ein Sonntagsspaziergang auf der Hohensyburg. Bausteine und Fundstücke, Dortmunder Denkmalhefte 12, Dortmund 2020. Abrufbar hier.
Philipp R. Hömberg, Die Hohensyburg. Kreisfreie Stadt Dortmund, in: Frühe Burgen in Westfalen, hg. von der Altertumskommission für Westfalen, Heft 15, Münster 2000. Abrufbar hier.
Lu Seegers/Matthias Frese/Malte Thießen (Hg.), Kurorte in der Region. Gesellschaftliche Praxis, kulturelle Repräsentationen und Gesundheitskonzepte vom 18. bis 21. Jahrhundert, Göttingen 2024.
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal und Porta Westfalica ist Thema der zweiten Folge der Reihe RadiO: Regionalgeschichte auf die Ohren: Mit Malte Thießen und Kathrin Nolte
1984 stößt eine Schülergruppe aus Witten-Annen bei einer Klassenfahrt nach Bayern in der KZ-Gedenkstätte Dachau auf Spuren ihrer eigenen Heimatstadt. Ein KZ? In Witten? Ja. Die Recherche eröffnet eine verdrängte lokale NS-Geschichte: Über 700 Zwangsarbeiter wurden 1944/45 im Annener Gussstahlwerk ausgebeutet, mindestens 30 Männer kamen ums Leben. Wieder zurück, stoßen die Schüler:innen einen beispielhaften Prozess an, in dem nicht nur das Außenlager einen dauerhaften Platz im Wittener Gedenken findet, sondern auch eine frühe Erforschung eines Zwangsarbeitslagers und eine der ersten archäologischen Ausgrabung eines Ortes der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft stehen. Zwei ehemalige Schüler:innen des Jahrgangs 1984, Sabine Kline-Rehbein und Jörg Marciniak, berichten in dieser Folge von ihren Erlebnissen.
Im Interview spricht der Archäologe Manuel Zeiler über die Entwicklung der Erforschung von NS-Zwangsarbeitslagern, seine eigenen Erfahrungen und die Herausforderungen moderner Archäologie im Umgang mit jüngerer Geschichte, einschließlich rechtlicher Fragen und wissenschaftlicher Besonderheiten. Thomas Urban, Leiter des Stadtarchivs Witten, diskutiert, wie gesellschaftliche Impulse, etwa die Initiative der Schüler damals, Forschung und Gedenken nachhaltig beeinflussen, sodass Sachquellen noch heute zur Erinnerungskultur beitragen.
Mit Spracheinspielungen von Florian Bender.
Zur weiteren Recherche:
Cornelia Kneppe/Thomas Poggel, Hinter jeder Nummer ein Einzelschicksal ..., in: LWL-Archäologie für Westfalen (Hg.), 100 Jahre/100 Funde, Darmstadt 2020.
Claudia Theune, Spuren von Krieg und Terror. Archäologische Forschungen an Tatorten des 20. Jahrhunderts, Wien 2020.
Manfred Grieger/Klaus Rudolf Völkel, Klaus Rudolf, Das Außenlager „Annener Gußstahlwerk“ (AGW) des Konzentrationslagers Buchenwald. September 1944 – April 1945, Essen 1997, abrufbar hier.
Ralph Klein, Das KZ-Außenlager in Witten-Annen : Geschichte, städtebauliche Nutzung und geschichtspolitischer Umgang seit 1945. Berlin/Münster 2015.
Thomas Poggel, Die Ausgrabungen 1990/1991 in Witten-Annen, Ennepe-Ruhr-Kreis. Archäologische Untersuchung eines Außenlagers des KZ Buchenwald, in: Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe 15 (2020/2021), abrufbar hier.
Thomas Poggel, Wieder entdeckt… KZ-Außenlager Witten, in: LWL-Archäologie für Westfalen (Blogbeitrag vom 11. Mai 2017), abrufbar hier.
LWL-Podcast „Regionalgeschichte auf die Ohren“. Folge 1: „Die Vergangenheit ragt in die Gegenwart“, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, abrufbar hier.
LWL-Podcast „Regionalgeschichte auf die Ohren“. Folge 6: „Ohne Zwangsarbeit wäre die deutsche Kriegswirtschaft wahrscheinlich zerborchen“, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, abrufbar hier.
Zur Folgenseite
Hintergrund:
Untold Stories - Westfalens verborgene Geschichte[n] erzählen
Zum Themenjahr „1.250 Jahre Westfalen“ erzählt die Podcast-Serie Untold Stories in zwölf Folgen unbekannte Kapitel der Geschichte Westfalen-Lippes. Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und das LWL-Medienzentrum für Westfalen nehmen mit auf eine Reise durch die Zeit. Dabei blicken wir nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart. Von unbekannten Helden bis hin zu vergessenen Ereignissen – „Untold Stories“ inspiriert und eröffnet neue Perspektiven – auf Westfalen, auf Lippe, auf Geschichte.
Die Reihe wird veröffentlicht im Podcastkanal „Regionalgeschichte auf die Ohren (RadiO)“ und hier.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum Jubiläumsjahr 2025 "1250 Jahre Westfalen“ gefördert. Schirmherr des Kulturprogramms ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Juni 1975: Ein vermeintlich harmloser Verwaltungsakt wird zum Auslöser eines Aufstands. Als die Stadt Münster den Antrag auf einen Infotisch ablehnt, ahnt niemand, dass diese Entscheidung Geschichte schreiben wird. Denn die Antragstellerinnen – lesbische Frauen, die aufklären, sichtbar sein und Gleichgesinnte finden wollten – lassen sich nicht mundtot machen. Ihr Widerstand führt bis vor Gericht und verändert die Wahrnehmung queeren Lebens – in Münster und weit darüber hinaus.
In dieser Folge von Untold Stories spricht Greta Civis mit der Historikerin Julia Paulus vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte über homosexuelle Frauen in Münster und deren Mut, Sichtbarkeit einzufordern – zu einer Zeit, als schon das Wort „Lesbe“ in der Zeitung verboten war. Gemeinsam beleuchten sie das Klima der 1970er-Jahre: von der Diskriminierung im Alltag, den drohenden Urteilen aufgrund moralischer Vorstellungen bis hin zu juristischen Erkämpfungen, die den Weg für queere Rechte ebneten. Paulus führt durch die Archive, in denen sich Geschichten von Solidarität und gesellschaftlichem Wandel finden – von Flugblattaktionen bis zum öffentlichen Auftritt auf der Straße.
Zur weiteren Recherche empfehlen wir diesmal:
Queer Münster. Eine andere Geschichte der Stadt. Ausstellungsprojekt des Seminars „Queere Geschichte(n) – Historiographie von Queerness“ im Sommersemester 2022 an der WWU Münster, abrufbar hier.
Rosa Geschichten. Schwul-lesbisches Archiv Münster im Stadtarchiv Münster, abrufbar hier.
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Hintergrund:
Untold Stories - Westfalens verborgene Geschichte[n] erzählen
Zum Themenjahr „1.250 Jahre Westfalen“ erzählt die Podcast-Serie Untold Stories in zwölf Folgen unbekannte Kapitel der Geschichte Westfalen-Lippes. Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und das LWL-Medienzentrum für Westfalen nehmen mit auf eine Reise durch die Zeit. Dabei blicken wir nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart. Von unbekannten Helden bis hin zu vergessenen Ereignissen – „Untold Stories“ inspiriert und eröffnet neue Perspektiven – auf Westfalen, auf Lippe, auf Geschichte.
Die Reihe wird veröffentlicht im Podcastkanal „Regionalgeschichte auf die Ohren (RadiO)“ und hier.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum Jubiläumsjahr 2025 "1250 Jahre Westfalen“ gefördert. Schirmherr des Kulturprogramms ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
In dieser Folge von „Untold Stories – Westfalens verborgene Geschichte[n]“ dreht sich alles um ein Museum, das so kurios wie charmant ist: das Sackmuseum in Nieheim. Moderatorin Greta Civis begibt sich gemeinsam mit Hauke Kutscher vom LWL-Museumsamt sowie Michael Rasche und Rainer Tomm vom Heimatverein Nieheim auf eine Spurensuche durch ein Haus, das sich ganz den Säcken, Beuteln und Tüten verschrieben hat.
Was zunächst nach einem skurrilen Konzept klingt, entpuppt sich als lebendige Auseinandersetzung mit Geschichte, Engagement und Gemeinschaft. Die Folge zeigt, wie aus einem ehemaligen Kornhaus ein Museum mit außergewöhnlichem Profil wurde – und wie es der Ort geschafft hat, aus der Idee eines Sackmuseums ein bundesweit bekanntes Beispiel selbstironischer Regionalkultur zu machen. Dabei geht es auch um die Menschen hinter den Kulissen: um das ehrenamtliche Engagement des Heimatvereins, um die Frage, warum Heimatmuseen gerade in ländlichen Regionen eine kulturelle und soziale Klammer sind, und wie vergessene Berufe wie Sackmaler und Sackflicker wieder lebendig werden.
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Hintergrund:
Untold Stories - Westfalens verborgene Geschichte[n] erzählen
Zum Themenjahr „1.250 Jahre Westfalen“ erzählt die Podcast-Serie Untold Stories in zwölf Folgen unbekannte Kapitel der Geschichte Westfalen-Lippes. Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und das LWL-Medienzentrum für Westfalen nehmen mit auf eine Reise durch die Zeit. Dabei blicken wir nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart. Von unbekannten Helden bis hin zu vergessenen Ereignissen – „Untold Stories“ inspiriert und eröffnet neue Perspektiven – auf Westfalen, auf Lippe, auf Geschichte.
Die Reihe wird veröffentlicht im Podcastkanal „Regionalgeschichte auf die Ohren (RadiO)“ und hier.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum Jubiläumsjahr 2025 "1250 Jahre Westfalen“ gefördert. Schirmherr des Kulturprogramms ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Geheimnisvolle Bunker, streng bewachte Waffenlager und Bedrohung als Alltagsgefühl: Der Kalte Krieg hat Westfalen und Lippe tief geprägt, obwohl die Region weit von der innerdeutschen Grenze entfernt lag. Wie hat sich das internationale Kräftemessen zwischen Ost und West auf das Leben der Menschen, auf Alltag und Politik ausgewirkt? Welche Spuren sind bis heute sichtbar – und wie wurde aus Angst auch Engagement, als Hunderttausende auf die Straßen gingen, um gegen das Wettrüsten zu protestieren?
Dr. Claudia Kemper vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte erörtert die materielle und emotionale Seite des Kalten Krieges in Westfalen. Welche Parallelen gibt es zur aktuellen Situation? Welchen Umgang finden und fanden Mensch mit Krisen und Kriegsgefahr?
Eine Folge über bedrohliche Zeiten, die Kraft der Friedensbewegung und wie manchmal auch etwas glimpflich ausgeht.
Weiterlesen:
Thomas Küster, Mauerfall und Friedensdividende. Westfalen nach 1989, Münster 2024.
Claudia Kemper, Der „Osten“ ganz nah? Geflüchtete, Vertriebene und die deutsche Teilung im Stadtgedächtnis, in: Christoph Lorke (Hg.), Gütersloh – Geschichte einer Stadt 1945-2025, Münster 2025, S. 249-271.
Claudia Kemper, Prekärer Balanceakt. Die komplexe Konfliktkultur des Kalten Krieges, in: Markus Thurau (Hg.), Konfliktkulturen in Geschichte und Gegenwart, Göttingen 2024, S. 43-58.
Claudia Kemper/Christoph Lorke, Ungleichheiten ohne Region. Beobachtungen zum Wandel der Debatte über gleichwertige Lebensverhältnisse seit 1990, in: Jahrbuch Deutsche Einheit 2023, Berlin 2024, S. 85-114.
Claudia Kemper, Bomben vor Ort. Globale Kritik und regionaler Protest während des Kalten Krieges, in: Matthias Frese/Thomas Küster/Malte Thießen (Hg.), Varianten des Wandels. Die Region in der jüngsten Zeitgeschichte 1970-2020, Paderborn 2023, S. 31-61.
Christian Schaaf/Michael Zametzer (Autoren)/Eva Kötting/Heike Simon (Red.), Claudia Kemper (im Interview), WIE WAR DAS DAMALS? – Als wir schon einmal Angst vor dem Atomkrieg hatten [Audio-Podcast], abrufbar hier.
Hintergrund:
Untold Stories - Westfalens verborgene Geschichte[n] erzählen
Zum Themenjahr „1.250 Jahre Westfalen“ erzählt die Podcast-Serie Untold Stories in zwölf Folgen unbekannte Kapitel der Geschichte Westfalen-Lippes. Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und das LWL-Medienzentrum für Westfalen nehmen mit auf eine Reise durch die Zeit. Dabei blicken wir nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart. Von unbekannten Helden bis hin zu vergessenen Ereignissen – „Untold Stories“ inspiriert und eröffnet neue Perspektiven – auf Westfalen, auf Lippe, auf Geschichte.
Die Reihe wird veröffentlicht im Podcastkanal „Regionalgeschichte auf die Ohren (RadiO)“ und hier.
Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum Jubiläumsjahr 2025 "1250 Jahre Westfalen“ gefördert. Schirmherr des Kulturprogramms ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
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