Der Papst ist in Kolumbien auf Versöhnungsreise in einem gespaltenen Land. Die FARC-Rebellen haben ihre Waffen niedergelegt und auch die zweitgrößte Guerillaorganisation, die ELN, hat mit der Regierung nun auch eine Waffenruhe vereinbart. Mehr als 200.000 Tote hat der Konflikt zwischen linker Guerilla, Militär und rechten Paramilitärs in den letzten 50 Jahren gefordert.Ohne Versöhnung und Vergebung wird es keine friedliche Zukunft geben – und Papst und Kirche sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Franziskus trifft in Kolumbien, dem Geburtsland der Befreiungstheologie, aber auch auf eine gespaltene katholische Kirche, sagt der Journalist Thomas Seiterich von der Zeitschrift Publik-Forum.