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So schön ausgelebte Sexualität ist, für Heteros hat sie einen nervigen Nebenaspekt: Es droht Fortpflanzung! Da die Natur gnadenlos auf dieses Ziel fokussiert, sind dem Ziel, sich beim Sex nicht fortzupflanzen, hohe Hürden gesetzt. Es gibt daher im Prinzip nur eine einzige Verhütungsmethode, die zu 100% sicher ist: Der chirurgische Eingriff, um die Funktionen des Körpers final außer Kraft zu setzen. Alle anderen Methoden sind entweder unsicher (Kondom, Knaus-Ogino) oder mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden (Pille). Vor allem die Tatsache, dass durch die Pille die Aufgabe, für sichere Verhütung zu sorgen, bei der Frau hängen bleibt, ist ein extrem ungerechter Zustand. Allerdings: Selbst wenn Männer Verantwortung übernehmen wollen, bleibt ihnen nur die Vasektomie. Problem dabei ist die Endgültigkeit des Eingriffs. Die Zeugungsfähigkeit ist beendet; zumeist unwiederbringlich, denn chirurgisch lässt sich der vorherige Zustand nur selten wiederherstellen.
In 20-jähriger Forschung hat der deutsche Tüftler Clemens Bimek mit dem implantierbaren und von Außen steuerbaren Samenleiterventil eine Technologie geschaffen, die das Problem der männlichen Verhütung löst. Sollte das fertig entwickelte und höchsten medizinischen Standards genügende Ventil eine verfügbare Option für alle Männer werden, bedeutet das die Revolution der Verhütung.
Noch ist es aber nicht soweit. Der Staat verlangt Beweise in Form einer klinischen Studie mit Testpersonen. Diese Freiwilligen zu finden, die sich als Probanden das Ventil implantieren lassen und dann unter Beobachtung erfolgreich benutzen, das war die Aufgabe, die der Erfinder und sein Investor im Früjahr 2015 an uns herangetragen hat.
So sind wir ans Werk gegangen, haben nach allen Regeln der Kunst Öffentlichkeit für das Projekt hergestellt, weltweit. Was dann passierte, war überraschend: Das Internet hat sich der Sache angenommen. Es erfand den "sperm switch" und den "dick switch". Es sind die absurdesten Videos entstanden. Mehrere hundert Millionen Menschen haben sich mit dem Thema Verhütung beschäftigt. Intensiv. Kontrovers. Kurzum: Das Bimek Samenleiterventil wurde ein weltweites Medienphänomen.
Über tausend Männer haben inzwischen erklärt, sich als Proband an der Studie zu beteiligen. Allein, es fehlt aktuell das Geld, Investoren werden gesucht.
Diese spannende Geschichte, die so viel darüber aussagt, wie wir in diesen Zeiten elementare Menschheits-Themen aushandeln, kann man doch auf der re:publica erzählen, oder?
https://www.bimek.com
Blockchain - die Technolgie hinter Bitcoin - ist nicht auf Transaktionen mit Kryptogeld beschränkt. Mit Hilfe von Smart Contracts können Blockchain-Transaktionen programmiert werden. Damit lassen sich Transaktionen aller Art abbilden. Von Grundbüchern und Handelsregister über digitale Identitäten, Tracken von Postsendungen, Diamanten, Arzneimittel oder Kunst bis hin zur Abwicklung beliebiger Verträge. Das geht von der Verkaufsplattform über die Lizenzierung von Autorenwerken, Vermietung von Zimmern oder Computerleistung.
Smart Contracts auf der Blockchain erlauben es dabei Vertragsbedingungen transparent und für beide Seiten unveränderbar festzulegen. Die unveränderbare Blockchain ersetzt dabei das Vertrauen in die Vertragstreue des Vertragspartners. Transaktionen können damit ohne Einschaltung eines Dritten, eines Intermediärs durchgeführt werden. Statt ebay, Apple, Airbnb oder uber übernimmt die Blockchain die Vermittlung der Transaktionen. Smart Contracts fungieren als Treuhänder. Bei Problemen mit der Vertragsabwicklung können Smart Contracts darüber hinaus effiziente private Konfliktlösungsmechanismen anbieten.
Auf der anderen Seite können Smart Contracts Vertragsbedingungen durchsetzen, die als AGB nicht wirksam vereinbart werden könnten. Wird die Rate nicht pünktlich bezahlt, springt das Auto nicht mehr an, der Kühlschrank streikt oder der neue TV bleibt schwarz. Das integrierte Konfliktlösungsverfahren orientiert sich nicht am deutschen Verbraucherschutz sondern daran ob der Anbieter Gewährleistung eher als Marketingvorteil oder als Kostenfaktor sieht.
Schließlich bedeuten direkte Geschäfte nicht nur mehr positive Freiheit, sondern auch mehr Freiheit für kriminelle Geschäfte. Ermittlungsbehörden geben sich Ohnmächtig und fordern lauthals mehr Regulierung. Doch bei näherem Hinsehen, haben sie bereits deutlich viel mehr Kontrolle als gerne verlautbart wird.
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Die Klimawissenschaft hat eindeutig belegt, dass die Klimakrise menschengemacht ist. Spätestens seit der UN Klimakonferenz in Paris im Jahre 2015 gibt es auch einen weltweiten politischen Konsens: Es wurde beschlossen, die Erwärmung auf deutlich weniger als 2 Grad einzudämmen, um gravierende Klimaveränderungen noch in den Griff zu bekommen.
Doch es gibt nach wie vor starke Interessengruppen, welche die Erderhitzung anzweifeln, um so Klimaschutzmaßnahmen und Energiewende aufzuhalten. Die heutige Vielfalt an direkten Kommunikationskanälen scheint für die Desinformationskampagnen dieser Initiativen wie gemacht.
Umfragen zeigen, dass in Deutschland bis zu 14% der Befragten meinen, den menschengemachten Klimawandel gäbe es nicht, ein schnelles Handeln sei deshalb auch nicht nötig.
Wie funktioniert die Desinformation über den Klimawandel im Netz? Mit welchen Methoden werden wissenschaftliche Fakten zur Klimakrise in den Social Media Kanälen in Zweifel gezogen? Was tragen Menschen und Initiativen, was Algorithmen zur Verbreitung von falschen Informationen bei? Wie können wir, wie könnten die Betreiber der Kanäle dagegen vorgehen?
Wenn Technologie vorangeht und die Gesellschaft folgt, sind unbeabsichtigte Folgen – von Fake News bis vorurteilsbelasteter KI – nicht weit. In ihrer Keynote wird Martha Lane Fox die Mission von Doteeveryone präsentieren, das verantwortungsbewusste Technologie zur neuen Norm machen soll.
Sie wird dazu referieren, warum die Berücksichtigung ethischer, sozialer und menschlicher Auswirkungen von Technologie ein grundlegender Teil von Design und Umsetzung sein sollte. Dabei zeigt sie auf, dass alle Elemente von der Industrie bis hin zur Zivilgesellschaft dabei eine Rolle spielen. Auch wird sie ihre Zukunftsvision aufzeigen – in der digitale Technologien nützlich, zuverlässig und vertrauenswürdig sind.
Der Einfluss des Digitalen lässt auch den Kulturbereich nicht unberührt. Daher sollten die Kultureinrichtungen auf Bezirks- und Landesebene sowie die Freie Szene die Chancen und das Potenzial des Digitalen nutzen und von seinen Mitteln aktiv Gebrauch machen.
Die Antwort des Berliner Senats auf diese Herausforderungen ist ein Innovationsfonds zur digitalen Entwicklung im Kulturbereich, für dessen Ausgestaltung die Senatsverwaltung für Kultur und Europa in den vergangenen Monaten einen „Fahrplan“ erarbeitet hat.
Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren des Kulturbereichs soll in den kommenden 18 Monaten auch praktisch erprobt werden, auf welchen Feldern der Fonds finanzielle Mittel zur Verfügung stellen soll, wo der größte Mehrwert zu erzielen ist und welche Kooperationen sinnvollerweise zu pflegen sind.
Das Kick-Off-Panel auf der diesjährigen re:publica‘18 soll neben der Konzeptvorstellung durch den Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer zugleich die Diskussion über die digitale Entwicklung im Kulturbereich eröffnen, deren Passgenauigkeit auf einen intensiven Austausch mit der Kulturpraxis angewiesen ist.
Interpol und Deutsche Bank, FBI und Scotland Yard
Flensburg und das BKA, haben unsere Daten da
Diese Zeilen lassen sich heute als Warnung vor künftigen Datenmissbrauch deuten und stehen stellvertretend für Themen, die heute aktueller denn je sind. Erwähnt seien hier Maßnahmen und Vorhaben wie die Vorratsdatenspeicherung, die Funkzellenauswertung oder einfach gesagt - der gesamte NSA-Überwachungsskandal.
Der Vortrag zieht eine historische Parallele aus der Entstehungszeit des Albums (1979-1981) in die heutige Zeit. Heute wie damals war die Zeit von Terrorismus geprägt und der Terror diente als Begründung für mehr staatliche Überwachung durch fortschreitendende Technik.
So steht der Begriff Flensburg als Synonym für das Kraftfahrt-Bundesamt und die Begehrlichkeiten des BKA diese und andere Daten für die Rasterfahndung zu nutzen. Es gab damals Bestrebungen, diese Daten mit anderen Ländern zu teilen. Dass die Überwachung heute durch die NSA oder den GCHQ erfolgt, und nicht wie in dem Song erwähnt, durch das FBI oder Scotland Yard, darf man der Band verzeihen.
Die "Deutsche Bank" verdankt ihre Erwähnung der damaligen Diskussion den gerade erst entstehenden elektronisch-digitalen Finanzhandel zu überwachen. Es gab damals die Befürchtung, dass die digitale Erfassung der Daten zur Aufhebung des seit dem Jahr 1619 bestehenden Bankgeheimnisses führen könnte. Das Bankgeheimnis ist de facto 2017, nach fast 400 Jahren, aufgehoben hoben.
Eine weitere Strophe des Songs, „Nummern, Zahlen, Handel, Leute“, spielt auf eCommerce und soziale Netzwerke an, während „Automat und Telespiel Leiten heute die Zukunft ein“ eine Vision auf eine Zeit ist, in der Spielkonsolen aus dem Leben vieler Menschen kaum noch wegzudenken sind und diese wenig mit den Pac-Mans oder Pong aus der Entstehungszeit des Albums gemein haben.
Computer für den Kleinbetrieb - Computer für das eigene Heim
Reisen, Zeit, Medizin, Unterhaltung
Und wie viel Zeit verbringen Sie mit bloßer Unterhaltung während ihrer online-gebuchten Reise ins Secret Escape an ihrem tragbaren Heimcomputer, genervt von Viagra-Werbung und der ständigen mobilen Erreichbarkeit Ihres Chefs in seinem Kleinbetrieb?
Besides all technological developments, almost every product and service is still being created with and by the use of oil. With EMPIRE OF OIL, Costa Compagnie aimed to question this situation by speaking to the people involved in oil production and/or living in the regional context of the resource. Divided into three separate intermedial parts – documentary video, text and dance, framed by a VR installation – the project circles the complex topic between documentation and abstraction. Does the powerful resource entail the potential for a social welfare utopia like in Norway, or does it lead to a never-ending conflict like in Iraq? What are the experiences of oil workers and the people who are standing against fossil fuels? Are there certain aesthetics to the oil-rich underground – the hidden? And will we survive the oil-age? The 360°-footage was filmed among other places in Stavanger, Bergen, Erbil, Kirkuk and Mosul and will be presented again in the artists' immersive 360°-cyclorama-stage at Ballhaus Ost Theater in Berlin in late May.
At re:publica 18, Costa Compagnie will show a video summary of the project, speak about their process and dig deeper into the phenomena of the “information bubble” and how to confront and question it with documentary based arts and media that reach beyond common aesthetics, narratives and imagery. After the video, the artists wish to open the panel and discuss the topic of oil itself and its interrelation with POP-lifestyle and industry with the audience, but furthermore also challenge the idea of immersive technology and its potential for an enlarged world view. How does VR relate to reality? Is a broader digital participation, storytelling and reporting on a visual and global level really possible, in order to let us question our relation to war and consumerism, environment and (digital) territory? Or might it remain a tech-related extravaganza? And how can interdisciplinary arts push for moments of irritation and reflection when using the technology?
Egal ob der soziopathische Trevor in GTA V oder der größenwahnsinnige Dr. Steinman in BioShock, in vielen digitalen Spielen wird psychische Krankheit als das negative und entmenschlichende Andere dargestellt, als etwas, von dem sich der Spieler oder sein Charakter absetzen kann. Der Thrill des Abnormen liegt hier vor allem in seiner unumstößlichen Negativität verbunden: indem die Spielerin dem Wahnsinn so nahe kommt, kommt sie auch ihrem Stigma und – wie im Falle Trevors – dem Gefühl eines Wandels an den moralischen Rändern der Gesellschaft gefühlt-gefährlich nahe. Die Gefahr liegt hier darin verborgen, diese Maske des Wahnsinns als Abziehbild der Realität misszuverstehen und so Stigmata weiterzurreichen und zu verstärken, die eigentlich obsolet sein sollten. Obwohl nur ein Bruchteil psychischer Störungen mit der Ausübung von Gewalt im Zusammenhang steht, wird hier ein Bild des „gewaltbereiten Irren“ transportiert, das im Großen und Ganzen Ablehnung gegenüber solchen Krankheitsbildern als state of the art vermittelt. Diese Art der Darstellung des Wahnsinns greift auf eine lange literarische Tradition zurück und ist sicher am prominentesten in Spielen positioniert.
Demgegenüber etabliert sich zum einen seit einigen Jahren auch ein 'seriöserer' Umgang mit psychischer Krankheit. So werden Krankheiten auch als Ergebnis sozialer Machtprozesse dargestellt, als subjektiv erfahrbare Erlebniswelten zugänglicher gemacht und in Form autopathographischer Spiele als Teil des Lebens(-alltags) begriffen. Man kann also von einer Gegenbewegung sprechen, die Mental Health entstigmatisiert und kritisch reflektiert. Beide Aspekte sollen in der Session dargestellt und diskutiert werden.
Christian Fein und Nicole Brinkmann stellen auf der #rp18 ihre Aktion #KeinerTwittertAllein vor: was auf die Anfangsidee folgte, die unterschiedlichsten Eindrücke, Vor- und Nachteile der Kontextverschiebung des Hashtags in der öffentlichen Wahrnehmung, Missverständnisse und auch Gegenmaßnahmen, um den Hashtag sowohl als Plattform als auch als weiterhin offenes Kommunikationsmedium über die Grenzen der Filterbubbles hinfort bestehen zu lassen. Ob digital oder analog.
A world-champion table tennis player faces off against an industrial robot arm in an empty stadium. The colour palette of the video is dark, moody, with only the orange of the robot standing out. The arc of the story is just right: at first, the robot takes an apparently commanding lead, but just when it seems that all is lost, the human champion makes his comeback, beating the robot and showing his superior skill. The whole thing is played out the way most dramatic depictions of sport are: at times fast, and at times artificially slow, to emphasize moments like the commanding smash of the racket against the ball. The video closes on a lighter note, gently recognizing the absurdity of the whole thing, with the manufacturer acknowledging that they are "Not the best in table tennis. But probably the best in robotics."
Depictions of automated manufacturing machinery—especially depictions targeted towards the public—have a complex history. Because of the much-repeated trope that robots will "take our jobs" there's a need for manufacturers to publicly-sell not just the technical merits of their machines, but also softer traits like beauty, mystique, or humour. Presenting the robot as powerful and competent is not enough to gain it public acceptance and appreciation.
This talk dives into the symbolism and tactics used in public-facing depictions of advanced industrial machinery. The current generation of promotion, led by companies like KUKA, places robots into situations humans can empathize with. Combined with cinematography that channels the advertisements of status categories like luxury cars, advanced industrial machinery is in the midst of getting a public makeover that positions it as desirable, not menacing.
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