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Was tragen Tonaufnahmen oder Radioübertragungen zum Nachruhm von Komponist_innen oder Interpret_innen bei? Was bedeutet „authentische“ Aufnahme? Sind Tonaufnahmen für Komponist_innen und Interpret_innen eine Möglichkeit eine Referenzeinspielung zu erstellen und was bedeutet das für eine künftige Rezeption?
Fragen über Fragen, denen unsere Leiterin Gabriele Fröschl in dieser Podcastepisode mit der Flötistin, Musikwissenschaftlerin und Direktorin des Arnold Schönberg Centers, Ulrike Anton nachgeht. Ulrike Anton gibt uns zum Schönbergjahr auch einen spannenden Einblick in die Plattensammlung des Komponisten und erzählt zu Hintergründen einiger Platteneinspielungen.
Aufzeichnung einer Veranstaltung in der Österreichischen Mediathek am 10. Oktober 2024.
Bild: Ulrike Anton und Gabriele Fröschl beim Archivfrühstück in der Österreichischen Mediathek.
Bildquelle: Österreichische Mediathek, Hättasch
Tonbeispiele: Österreichische Mediathek, Sammlung Schönberg
Produktion, Schnitt: Dominic Zimmel
In dieser Folge des Resonanzraum spricht die Historikerin Karin Moser mit Johannes Kapeller über ein Jahrhundert Radio in Österreich, historische, politische und gesellschaftliche Wendepunkte, die das Radio beeinflussten und unerfüllte Wünsche in Bezug auf die Erforschung und Archivierung der österreichischen Radiogeschichte.
Bild: Johannes Kapeller und Karin Moser mit einem Radiogerät aus dem Jahr 1967.
Weiterlesen:
Konrad Mitschka, Karin Moser und Stefan Benedik (Hg.): Radiomomente. Erinnerungen und Analysen zu 100 Jahren Radio in Österreich.
Technisches Museum Wien (Hg.): Österreichs Radiogeschichte – 100 Jahre Radio
Vom Detektorenempfang zum Streamingprogramm 1924–2024
Hingehen:
Ausstellung im TMW: 100 Jahre Radio. Als Österreich auf Sendung ging.
Nachhören - Nachforschen:
100 Jahre Radio. Eine Onlineausstellung der Österreichischen Mediathek
„Es ist, das darf man nicht vergessen, nur eine Ableitung der tatsächlichen Primärquelle.“
In dieser Folge des Resonanzraum spricht der Historiker und IT-Experte Martin Fellner mit Stefan Kaltseis über Spracherkennungsprogramme zur Erschließung von Archivbeständen, die Entwicklung von Spracherkennungsmodellen und deren Anwendungsmöglichkeiten in audiovisuellen Archiven.
Bild: Martin Fellner mit einem automatisierten Transkript dieser Podcast-Episode.
Was haben VHS-Kassetten, Sylvester Stallone und Chuck Norris mit dem Ende der kommunistischen Diktaturen in Mittel- und Osteuropa zu tun? In der aktuellen Episode des Resonanzraum spricht Lejla Mehanovic mit Johanna Zechner über das revolutionäre Potential der Videotechnologie und deren Rolle in den Erzählungen über die gesellschaftspolitischen Umbrüche in Mittel- und Osteuropa um 1989.
Annette Ravens erzählt Eva Hallama vom Aufräumen, der Inventur, dem Katalog im Archiv und ihrer Liebe zu Ordnung, auch zuhause.
Dazwischen erinnert sie sich an die eine oder andere Anekdote in ihrer über 20-jährigen Zeit in der Österreichischen Mediathek.
Bild: Annette Ravens in der Inventurstelle der Österreichischen Mediathek.
Bildquelle: Österreichische Mediathek, Hallama
In der aktuellen Folge des Resonanzraum spricht Johanna Zechner mit der Interviewerin Melanie Grubner über zwei lebensgeschichtliche Interviews aus der Sammlung MenschenLeben.
Die Geschwister Maria Lebhart und Alois Will haben als Kinder die Erschießung von KZ-Häftlingen durch die SS dem Hof der Familie in Mank in Niederösterreich miterlebt. In der Gemeinschaft der Geschwister stets in Erinnerung gehalten und betrauert, lässt der jüngste Bruder Alois 2010 ein Mahnmal auf seinem Grund errichten, das an das Verbrechen erinnern soll.
Anhand von einigen Interviewausschnitten analysiert die Bildungswissenschafterin und engagierte Interviewerin Melanie Grubner die Erzählungen und Erzählweisen der beiden Geschwister und was diese von anderen Strategien und Praktiken des Erinnerns an NS-Verbrechen unterscheidet.
Die Interviews wurden in Kooperation mit dem Verein MERKwürdig durchgeführt.
Bild: Familie Will (Alois am Schoß der Mutter und Maria rechts stehend) im Oktober 1944
Copyright: Österreichische Mediathek/Sammlung MenschenLeben/Alois Will
Eva Hallama spricht mit Daniel Ledermüller-Wingelmayer über seine Arbeitsbereiche in der Österreichischen Mediathek, die vom Digitalisieren von akustischen Medien, der Wartung und Reinigung von Tonbandgeräten bis zum Nachschlichten und Sortieren im Magazin und der Organisation der berufspraktischen Tage in der Österreichischen Mediathek reichen.
Bild: Daniel Ledermüller-Wingelmayer im Magazin der Österreichischen Mediathek
Bildquelle: Österreichische Mediathek, Hättasch
Ausgehend von verschiedenen Archivaufnahmen diskutieren Thomas Felfer von den multimedialen Sammlungen des Joanneums in Graz und Johannes Kapeller von der Österreichischen Mediathek über Glockenklänge und deren emotionale Bedeutung.
Wie klangen die Glocken unserer Kindheit? Wie erinnern wir uns an Geräusche? Spielen Glocken auch eine Rolle in den Medien?
Wie wurden Glockenklänge zu unterschiedlichen Zeiten religiös, politisch oder sozial instrumentalisiert? Warum sollten Glockenklänge archiviert werden?
Aufzeichnung einer Veranstaltung in der Österreichischen Mediathek am 21. September 2023.
Bild: Thomas Felfer und sein Vater reparieren die Glocke der Pfarrkirche Frauenburg
Bildquelle: Thomas Felfer
Tonaufnahme Glocken der Pfarrkirche Unzmarkt: Mulimediale Sammlungen Graz/UMJ
alle weiteren Tonbeispiele: Österreichische Mediathek
„Der haptische Tonträger ist bei mir nur mehr die Ausnahme, nicht die Regel“, so der Radiomacher und Kurator Thomas Mießgang, der im Sommer 2022 seine nahezu 6000 Alben umfassende Schallplattensammlung der Österreichischen Mediathek als Schenkung überlassen hat.
Stefan Kaltseis von der Österreichischen Mediathek spricht mit ihm über seine Schallplattensammlung, über seine Motive, sie einem Archiv zu übergeben und darüber, wie es ihm nachträglich mit dieser Entscheidung geht.
Thomas Mießgang hat über Jahrzehnte eine herausragende Sammlung aufgebaut, die nun ihren Platz im Archiv der Österreichischen Mediathek neben den Schallplatten Walter Richard Langers und jenen des Jazzsaxophonisten Fritz Novotny gefunden hat. Die Sammlung enthält „U-Musik“ der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in all ihren Ausrichtungen, von Rock und Pop über Electronic und Latin Music bis hin zu Jazz in all seinen Stilrichtungen und lässt so auch einen internationalen Blick über den Tellerrand österreichischen Kulturschaffens zu.
Johanna Zechner spricht mit dem Zeithistoriker Albert Lichtblau über seine Interviewtätigkeit seit den 1980er-Jahren und die daraus entstandene „Sammlung Lichtblau“, die heute in der Österreichischen Mediathek archiviert wird.
Entlang von Ausschnitten aus einigen Interviews erinnert sich der Oral Historian an Begegnungen mit Holocaust-Überlebenden in New York in den 1990ern, spricht über seine Motivation deren Geschichten zu hören und aufzunehmen und über Freundschaften, die dabei entstanden sind.
Im Gespräch reflektiert Albert Lichtblau – der derzeit u.a. für die Sammlung MenschenLeben interviewt - aber auch darüber, wie es ist, als Interviewer seine eigene Stimme im Archiv zu hören und wie sich seine Herangehensweise an Oral History-Interviews über die Jahrzehnte verändert hat.
Bild:
Oben: 1995: Albert Lichtblau beim Interview mit Leon Askin
Unten: 2021: Albert Lichtblau beim Zoom-Interview mit Rosemary Orthner.
Bildquelle: Österreichische Mediathek/Sammlung MenschenLeben
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Die Österreichische Mediathek bewahrt das audiovisuelle Kulturerbe Österreichs. Das Medienarchiv sammelt, erschließt und bewahrt Audio- und Videoträger von der Schellackplatte bis zum Videofile. In…