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Gabriele Fröschl spricht mit der Historikerin Karin Moser über die Erforschung historischer Radioquellen am Beispiel einer Sammlung von Radiobeiträgen der United States Information Agency.
Anhand von Tonbeispielen aus der Sammlung werden politische, soziale und quellenkritische Hintergründe der Produktion dieser Rundfunksendungen analysiert und dargestellt. Wie können diese Archivquellen erforscht werden? Welches Österreich-Bild wird vermittelt? Welche Lebensgeschichten verbergen sich hinter den Journalisten, die diese Beiträge produzierten? Was geht bei einem Sendungstranskript im Vergleich zur Originalquelle verloren?
(Episodenbild: Sammlung USIA in der Mediathek, Quelle: Österreichische Mediathek/Kronsteiner)
Eva Hallama spricht mit Christian Schrott über seinen Arbeitsalltag als Ton- und Servicetechniker in der Österreichischen Mediathek.
Er erzählt von Maschinen, Bauteilen und historischen Schaltplänen und wir erfahren, dass er schon als Kind so einiges aufschrauben wollte, um herauszufinden, wie die Welt der Dinge und Geräte funktioniert.
(Episodenbild: Leiterplatte (Ausschnitt), Quelle: Österreichische Mediathek/Hallama)
Das bewegende Leben eines Trickfilmpioniers
Isabelle Engels spricht mit Michael Maier über ein lebensgeschichtliches Interview, das dieser mit dem österreichischen Trickfilmpionier und Musiker Hans Sindelar (geb. 1921) im Jahr 2011 für die Sammlung MenschenLeben geführt hat.
Als Kind einer Wiener Arbeiterfamilie zur Zeit der Weltwirtschaftskrise war für Hans der Beruf des Filmemachers nicht gerade vorgezeichnet. Zwar entdeckte er schon früh seine Begeisterung für den Film, doch sein Leben als junger Mann war geprägt durch Hilfsarbeiten und den Militärdienst. Ab den 1960er Jahren gelang es ihm aber, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Der zum Zeitpunkt des Interviews 90jährige Hans Sindelar lässt uns hinter die Kulissen der Animationsfilmarbeit blicken und der Interviewer gewährt uns Einblick in die mitunter aufregende Interviewsituation.
Eva Hallama und Gabriele Fröschl sprechen über Audiobriefe und wie man diese in Archiven finden kann.
„Wer mit der Zeit geht, schenkt sich Schallplattenaufnahmen der eigenen Stimme“ – das galt schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Möglichkeit aufkam, Briefe auch akustisch zu verfassen und zu versenden. Es war kein Massenphänomen, aber doch weiter verbreitet, als man vermuten könnte – und Spuren dieser Kommunikation haben sich auch in audiovisuellen Archiven erhalten.
Diesen Spuren gehen zwei Wissenschaftler*innen des Forschungsprojektes SONIME nach: Eva Hallama in der Österreichischen Mediathek und Katrin Abromeit im Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Eva Hallama erzählt in dieser Episode des "Resonanzraum", wie man Archivfunde macht, wie sehr dabei kriminalistischer Spürsinn notwendig ist und was die Stimme von uns unbekannten Personen bei Zuhörer*innen auslöst.
(Episodenbild: Melograph-Platte, unbespielt, Quelle: Österreichische Mediathek/SONIME)
Isabelle Engels und Johanna Zechner nehmen ein lebensgeschichtliches Interview mit einer Wiener Winzerin unter die akustische Lupe, das Isabelle Engels im Rahmen des Oral History Projekts MenschenLeben geführt hat.
Herma Riecke, geb.1929, überzeugt mit ihrer lebendigen (Mund-)Art, erzählt vom Leben als Heurigenwirtin, von willkommenen und hinausgeworfenen Gästen und überrascht mit starken Meinungen zu Tabuthemen wie Abtreibung, Körperpflege und Sexualität.
(Episodenbild: Herma Riecke mit ihrem Ehemann Harald (und dem ersten Auto), 1959. Quelle: Österreichische Mediathek/MenschenLeben, Riecke)
Dominic Zimmel und Johannes Kapeller von der Österreichischen Mediathek unterhalten sich über die Stille im Archiv.
Was hört man im Tonarchiv? Ist ein Magazin ein stiller Ort? Klingt eine Lücke anders als eine Leere? Und wie erschreckend ist das Nichts?
(Episodenbild: "Muteknopf" eines Mikrofons. Quelle: Wikimedia Commons, Public domain)
Ausgehend von Schuberts „Unvollendeter“ sprechen Stefan Kaltseis und Johannes Kapeller von der Österreichischen Mediathek über das Unvollendete im Medienarchiv.
Wie ist das mit der Vollständigkeit? Was hat das mit Vollendung zu tun? Und: gibt es eine Vollendung in der Medienarchivierung?
(Episodenbild: Schellacklabel "Die Unvollendete" - Sinfonie in h-Moll von Franz Schubert. Quelle: Österreichische Mediathek, Labelscan)
Marion Jaks und Christina Linsboth von der Österreichischen Mediathek befassen sich mit Videoartefakten und der Frage, was diese über die Geschichte und die Nutzung einer Aufnahme erzählen. Wie sich zeigt, wird so manche ‚verborgene‘ Information erst durch die Qualitätskontrolle im Zuge der Digitalisierung sichtbar.
(Episodenbild: Digitales Artefakt: Datenfehler in einem Digitalisat vom Quellformat Betamax . Quelle: Österreichische Mediathek)
Gabriele Fröschl und Stefan Kaltseis von der Österreichischen Mediathek sprechen über „Bootlegs“, unautorisierte und illegal hergestellte Mitschnitte von Livekonzerten und Studioaufnahmen. Beim Blick auf die über hundertjährige Historie der Tonaufzeichnungen finden sich schon sehr früh Aufnahmen, die ohne Wissen und Zustimmung der Protagonist*innen mitgeschnitten wurden. Gibt es solche Aufnahmen auch in audiovisuellen Archiven und wie gehen Medienarchivar*innen damit um?
(Episodenbild: Vernichtung illegal hergestellten Alkohols während der Prohibitionszeit in den USA. Quelle: Library of Congress, via Wikimedia Commons, Public Domain)
Christina Linsboth und Johanna Zechner von der Österreichischen Mediathek lassen wieder Politikerinnen aus dem 20. Jahrhundert zu Wort kommen.
Historische Interviews mit Marga Hubinek und Johanna Dohnal machen hörbar, dass viele frauenpolitischen Forderungen noch heute aktuell sind und in den Fragen der Journalisten der Zeitgeist zu Tage tritt (Teil 2 von 2).
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Die Österreichische Mediathek bewahrt das audiovisuelle Kulturerbe Österreichs. Das Medienarchiv sammelt, erschließt und bewahrt Audio- und Videoträger von der Schellackplatte bis zum Videofile. In…