Restauratoren O-Ton

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Restauratoren O-Ton episodes

  • Historische Lüster – inszeniertes Licht mit fragilem Glanz
    Wie ein Restaurator die historischen Kronleuchter in Bayerns Schlössern konserviert.

    Restaurator Oliver Schach gibt Einblicke in die Erhaltung historischer Lüster: von Glas- und Metallrestaurierung über historische Lichtwirkung bis zu Sicherheitsfragen.

    • Herrenchiemsee: Zwei Treppenhauslüster restaurieren, Drahtverbindungen erneuern und fehlende Gläser reproduzieren.
    • Ansbach: Leuchtkörper aus den 1730er-Jahren und ihr Zusammenspiel mit der Raumausstattung.
    • Schloss Rosenau: Historische Kerzenproportionen mit LED-Technik annähern.
    • Amalienburg: Venezianische Glaslüster und irreversible Glaskorrosion.
    • Erhaltung und Sicherheit: Aufhängungen und Verkettelungen sichern.
    • Zündschnüre: Historische Quellen und ein Experiment zum Anzünden mehrerer Kerzen.
    • Im Gespräch erwähnt: Blogbeiträge der Bayerischen Schlösserverwaltung zu Herrenchiemsee und Zündschnüren. Oliver Schachs Anregung für den nächsten Schlossbesuch: bewusst nach oben schauen.


      Link zum Restauratorenblog mit Fotos: https://blog.restauratoren.de/historische-luester-inszeniertes-licht-mit-fragilem-glanz/

      59 min
    • Von Bändern zu Bits – wie restauriert man schnelllebige Medienkunst?

      Für diese Podcast-Folge haben wir das Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe besucht. Das ZKM hat in den vergangenen 30 Jahren eine der bedeutendsten Medienkunstsammlungen der Welt aufgebaut. Marlies Peller und Dr. Morgan Stricot arbeiten dort als Restauratorinnen. Sie sind spezialisiert auf Medienkunst und haben an der aktuellen Ausstellung im ZKM „The story that never ends“ mitgewirkt.

      In dieser Ausstellung, die bis zum 21.05.2028 läuft, werden rund 100 Werke aus der Sammlung des ZKM von den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart gezeigt, darunter Video-, Licht- und Klangarbeiten, kinetische Objekte und computerbasierte Installationen. Die Ausstellung befasst sich nicht nur mit der Entwicklung der Medienkunst, sondern auch mit den Herausforderungen, die die Konservierung und Restaurierung dieser technikbasierten Werke mit sich bringt.

      Wir reden auch ein wenig über die Kunst selbst, aber vor allem interessieren mich die Erhaltungsstrategien in einem Gebiet, in dem die begrenzte Lebensdauer seiner Komponenten eine große und manchmal entscheidende Rolle spielt. Videobänder verkleben, Abspielgeräte (wie Röhrenmonitore) werden nicht mehr hergestellt, Datenträger zerfallen und Software wird unlesbar. Wie gehen die Restaurator:innen vor, wenn ungewiss ist, ob die Medienkunstwerke der Sammlung auch in Zukunft noch abspielbar, also zugänglich sein werden? Wie bewahren Medienarchäolog:innen Kunstwerke, die untrennbar mit einer extrem kurzlebigen Technik verbunden sind?

      **Links: **

      Bilder zum Podcast findet ihr in unserem Restauratorenblog

      Ausstellung „The story that never ends” im ZKM bis 21.05.2028

      Infos zum Werk von Marie-Jo Lafontaine „Les larmes d’acier“ von 1987

      Infos zum Werk von Alba d’Urbano „Touch me“ von 1995

      Infos zum Werk von Edmond Couchot „Sémaphora III“ von 1966

      Restaurierung von Computerkunst, Video mit Morgan Stricot

      Vom elektrischen Impuls zur Skulptur, Restaurierung von Couchots „Sémaphora III“, Video mit Marlies Peller

      Dieser Podcast wird produziert vom Verband der Restaurator:innen e.V.

      Redaktion und Produktion Gudrun von Schoenebeck
      Musik Felix Densing

      56 min
    • #30 Glasfenster-Kunst aus 700 Jahren
      Ein Besuch in der Glasrestaurierungswerkstatt der Kölner Dombauhütte

      In dieser Folge besuchen wir Dr. Katrin Wittstadt, die Leiterin der Glasrestaurierungswerkstatt der Kölner Dombauhütte. Wir sprechen über die ältesten bemalten Glasfenster im Dom aus dem Mittelalter und über die jüngste Glaskunst von Gerhard Richter. Wie viele Kriegszerstörungen hat es gegeben, was ist eine „Zweitanfertigung“ und wie arbeiten Glasmaler:innen und Glasrestaurator:innen zusammen?

      Katrin Wittstadt erzählt von der Restaurierung von vier Glasfenstern nach dem Brand von Notre Dame und welche Unterschiede es zu der Arbeit der französischen Kolleg:innen gab. Zum Schluss sprechen wir über den neuen Schwerpunkt Glas an der TH Köln. Es ist derzeit die einzige Möglichkeit an einer deutschen Universität, sich als Restaurator:in auf Glas zu spezialisieren.

      Links:

      Blogbeitrag mit Fotos

      Glasrestaurierung in der Dombauhütte Köln

      Film über die Restaurierung der vier Glasfenster aus Notre Dame

      Online-Buchung für eine Führung durch das Dach des Kölner Doms

      CICS Schwerpunkt Glasrestaurierung

      52 min
    • #29 Von Wüstenlack und Edelputzen
      Die Mschatta-Fassade im Pergamonmuseum und die Hufeisensiedlung in Berlin-Neukölln

      In Berlin sind zwei sehr unterschiedliche Kunstwerke zu bestaunen, über die wir in dieser Podcast-Folge sprechen. Es geht um die Mschatta-Fassade im Pergamonmuseum und die Hufeisensiedlung in Berlin-Neukölln. Dunja Rütt und Anke Hirsch, die an diesen Projekten arbeiten, haben sich 2020 als Restauratorinnen zusammengetan und sind auf Stein- und Architekturoberflächen spezialisiert.

      Im Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum arbeitet Dunja Rütt mit einem Team an der Mschatta-Fassade, die im 8. Jahrhundert Teil einer Umfassungsmauer eines Kalifenpalastes in Jordanien war. Die Fassadenteile – 33 Meter lang und 5,50 Meter hoch – kamen 1904 als Geschenk nach Berlin. Bevor die 439 originalen Steine mit Ornamentik innerhalb des Pergamon-Museums (das wegen Sanierung aktuell noch geschlossen ist) umziehen und Teil der sog. archäologischen Promenade werden, müssen sie gesichert, gereinigt und restauriert werden. Im Podcast sprechen wir auch über die komplexe Logistik, die für dieses Projekt nötig ist.

      In der Hufeisensiedlung in Berlin, über die wir mit Anke Hirsch sprechen, geht es ebenfalls um Fassaden, allerdings solche zwischen 1925 und 1930 erbaute. In dieser Zeit gestaltete der Architekt Bruno Taut (1880-1938) ein Schlüsselwerk des modernen städtischen Siedlungsbaus, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Damals wurden insgesamt 1285 Wohnungen und 679 Reihenhäuser gebaut. Der bauzeitliche Edelputz einer Reihenhausfassade wurde von Anke Hirsch und ihrem Team musterhaft konserviert und restauriert. Die Restauratorin erzählt auch über praktische und effiziente Maßnahmen in Zusammenarbeit sowohl mit einer Firma, die Putze herstellt, als auch mit den Hauseigentümern der historischen Siedlung.

      Links:

      Seite der Podcastfolge "Von Wüstenlack und Edelputzen" im Restauratorenblog mit Bildern

      HRP Hirsch Rütt + Partner Unternehmenswebsite

      Mschatta-Fassade: Die Wüstenmauer von Berlin, Beitrag im Bog der Staatlichen Museen zu Berlin

      Website zur Hufeisensiedlung des Vereins der Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V.

      Tautes Heim – Authentisch Wohnen in einem Haus von Bruno Taut im UNESCO-Welterbe Hufeisensiedlung

      54 min
    • #28 Strandszene unter zehn Schichten – ein Wandbild von Gerhard Richter wird teilweise freigelegt

      In dieser Folge geht es um das Wandgemälde „Lebensfreude“, das der damals 24-jährige Gerhard Richter 1956 in einem Treppenfoyer des Deutschen Hygiene-Museums gemalt hat. Es war seine Diplomarbeit, mit der er das Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Wandmalereiklasse von Professor Heinz Lohmar abschloss. 1979 wurde das 63 Quadratmeter große Wandgemälde erstmals überstrichen, weitere Anstriche folgten.

      Über die Freilegung des Wandbildes sprechen wir mit dem Restaurator Albrecht Körber, der mit seiner Kollegin Susann Förster seit einigen Monaten daran arbeitet. Wie ist das Konzept entstanden und welche Herausforderungen stellen sich bei der Freilegung?

      Außerdem haben wir Dr. Iris Edenheiser getroffen, die Direktorin des Deutschen Hygiene-Museums. Ihrer Initiative ist die Freilegung zu verdanken und sie erklärt auch, warum es konzeptionell wichtig ist, dass nur ein Teil des Wandbildes freigelegt wird.

      Die Teilfreilegung ist ein Projekt des Deutschen Hygiene-Museum und der Wüstenrot Stiftung in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK). Im Vorfeld und im Verlauf der Freilegungsmaßnahmen durch Albrecht Körber und Susann Förster fanden umfangreiche Recherchen und Untersuchungen des Wandbildes durch den Studiengang Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut der HfBK Dresden satt. Diese Untersuchungs- und Rechercheergebnisse waren essentiell für die Ermittlung und Überprüfung der Freilegungsmethoden, die bei der Teilfreilegung des Wandgemäldes zum Einsatz kamen.

      Zum einen wurden im „Lehrgebiet Kunsttechnologie, Strahlenuntersuchung und Fotografie“ der Entstehungskontext und die Maltechnik des Gemäldes untersucht und rekonstruiert (Prof. Ivo Mohrmann, Elke Schirmer, Kerstin Riße, Emily Wahl, Kathrin Appelganz). Im „Lehrgebiet Archäometrie und Naturwissenschaften in der Konservierung/Restaurierung“ erfolgten u. a. Pigment- und Bindemittelanalysen sowie die Anfertigung von Querschliffen zur Rekonstruktion des Gemäldeaufbaus (Prof. Dr. Christoph Herm, Dr. Sylvia Hoblyn, Doktorandin Zeynep Alp).

      Links:

      Link zum Restauratoren Blog mit Fotos aus Dresden über die Teilfreilegung des Wandbildes

      Deutsches Hygiene-Museum Dresden

      Projektseite über die teilweise Freilegung mit kurzen Videos von Susann Förster und Albrecht Körber

      Ausstellung: „VEB Museum. Das Deutsche Hygiene-Museum in der DDR“ (bis 17.11.2024)

      Wüstenrot Stiftung

      Projektseite „Wandbild von Gerhard Richter in Dresden“

      Projektseite Baubezogene Kunst in der DDR

      Hochschule für Bildende Künste Dresden

      Studiengang Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut

      Lehrgebiet Archäometrie und Naturwissenschaften in der Konservierung/Restaurierung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden

      Lehrgebiet Kunsttechnologie, Strahlenuntersuchung und Fotografie

      Ernst von Siemens Kunststiftung

      Projektseite „Lebensfreude – Teilfreilegung eines Wandgemäldes von Gerhard Richter im Deutschen Hygiene-Museum“

      Gerhard Richter Archiv

      Internetseite vom Restaurierungsatelier Körber & Körber

      Redaktion und Produktion: Gudrun von Schoenebeck für den VDR, 2024

      Musik: Felix Densing

      1 hr 1 min
    • #27 Der Vis-à-Vis Motorwagen Nr. 125 – eine abgefahrene Geschichte

      Es ist etwas in Vergessenheit geraten, aber Köln war vor etwa 120 Jahren ein Hotspot der deutschen Automobilindustrie. Ein Zeugnis dieser Zeit kann man im Kölnischen Stadtmuseum bewundern – den Vis-à-Vis Motorwagen von 1902. An diesem frühen Automobil lässt sich der Übergang vom Kutschenbau zur modernen Ingenieurstechnik ablesen.

      Der Restaurator Philip Mandrys hat dieses Objekt der Mobilitätsgeschichte restauriert. Wir sprechen im Podcast über eine schwierige Recherche mit glückvollen Momenten und über wichtige, bisweilen unumkehrbare Entscheidungen, die man in der Restaurierung treffen muss.

      Links:

      Restauratorenblog: Der Vis-à-Vis Motorwagen Nr. 125 – eine abgefahrene Geschichte

      Kölnisches Stadtmuseum

      Vortrag von Philip Mandrys am 18.07.2024 im Technoseum Mannheim

      Website von Mandrys Konservierung & Restaurierung

      [„Schraube für Schraube“ – Die Restaurierung des Motorwagens 125 aus dem Jahr 1902/ 1903. Beitrag der TH Köln](https://www.th-koeln.de/hochschule/restaurierung-des-motorwagen-125_113241.php

      )

      41 min
    • #26 Das letzte Geheimnis der "V2"
      Untersuchungen an einer Weltkriegsrakete im Deutschen Museum

      Ein Wassereinbruch oberhalb der Rakete hatte die Untersuchungen nötig gemacht. Der Erhaltungszustand war zu erfassen und Schäden waren zu kartieren – mit dem Ziel drauf aufbauend ein Konservierungs- und Restaurierungskonzepts erstellen zu können. Aber nicht nur das: Gemeinsam mit einem Forscherteam wollte man der Rakete ein letztes Geheimnis entlocken.

      Im Podcast sprechen wir mit Anna Dohnal über ihr Studienprojekt, die Untersuchungen und auch die dunkle Vergangenheit dieses Exponats.

      Im Blog des VDR sind weitere Hintergründe und Fotos passend zu dieser Podcast-Episode einzusehen: https://blog.restauratoren.de/das-letzte-geheimnis-der-v2/

      30 min
    • #25 "Wir treffen uns im Kosmos" mit Textilkünstlerin Sofia Magdits

      In dieser Podcast-Folge spreche ich mit der Textilkünstlerin Sofia Magdits Espinoza. Sie und sieben weitere Künstler:innen sind mit ihren Arbeiten in der Ausstellung „Textiles & Beyond“ vertreten, die vom 17.-29.06.2024 am CICS, dem Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der TH Köln, zu sehen ist. Parallel zur Ausstellung findet die große Textiltagung des VDR „Neu verflechten! Textile Netzwerke und Perspektiven im musealen und archäologischen Kontext“ im CICS statt. Dort werden Werke der Ausstellung im Rahmen von Künstler:innen-Interviews diskutiert.

      Sofia Magdits Espinoza kommt aus Lima, Peru und hat an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert. Seit einigen Jahren nutzt sie die Technik des Webens in ihrer Kunst, die oft partizipative Elemente hat. So können die Besucher:innen an der Arbeit „Nos vemos en el cosmos“ (Wir treffen uns im Kosmos) direkt mitweben und ihre Spuren hinterlassen.

      Wir sprechen darüber, wie sie zur Textilkunst gekommen ist, warum sie ein Archiv mit textilen Geschichten anlegt und woran es liegen könnte, dass Textiles in der zeitgenössischen Kunst gerade überall auftaucht.

      Die Vernissage zur Ausstellung "Textiles & Beyond" findet am 27.06.2024 ab 17.30 Uhr statt. Die Ausstellung läuft vom 17.-29.06.2024, Campus Südstadt, Ubierring 40, 50678 Köln, Raum 11, Mo-So 14-18 Uhr, Eintritt frei

      Links:

      Bilder zum Podcast im Restauratorenblog

      Sofia Magdits Website

      Instagram-Reel zu „Nos vemos en el cosmos“

      CICS – Cologne Institute of Conservation Sciences

      Textiltagung (Hybrid) des VDR “Neu verflechten!“ vom 27.-29.06.2024 in Köln

      Textile Stories: A living Archive

      Arpilleras in Chile (Wikipedia)

      Quipus in Peru (Wikipedia)

      Centro de Textiles Tradicionales del Cusco (CTTC)

      Podcast:

      Gudrun von Schoenebeck - Redaktion und Produktion
      Felix Densing - Musik

      27 min
    • #24 Der "Eisprinz" trug Seide
      Textile Seltenheit aus dem Frühmittelalter

      Im Wachthaus von Schloss Seehof in der Nähe von Bamberg befindet sich eine der Restaurierungswerkstätten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Hier arbeitet Tracy Niepold, die sich als Textilrestauratorin auf archäologische Funde spezialisiert hat. Ein bedeutender Fund der letzten Jahre war ein Kindergrab aus dem Frühmittelalter, das im bayerischen Mattsies in einem Neubaugebiet entdeckt worden war. Im Grab hatten sich neben vielen Beigaben teilweise auch Überreste von Bekleidung erhalten. Dass nach 1300 Jahren noch Textilreste gefunden und identifiziert werden können, ist außergewöhnlich.

      Ich spreche mit Tracy Niepold über das Spezialgebiet der archäologischen Textilrestaurierung, warum das gefundene Samitgewebe aus Seide etwas ganz Besonderes ist und warum es wichtig sein kann, dass man als Textilrestaurator:in auch selbst alte Techniken ausprobiert.

      Links:

      Bilder zum Podcast im Restauratorenblog

      "Restauratoren-Team taut 1300 Jahre altes schockgefrostetes Kindergrab auf", Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege vom 29.06.2022

      Textiltagung (Hybrid) des VDR “Neu verflechten!“ vom 27.-29.06.2024 in Köln

      Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Konservierung und Dendroarchäologie in der Bodendenkmalpflege[https://www.blfd.bayern.de/abteilungen/bodendenkmaeler/restaurierung/index.html#navtop]

      Podcast:

      Gudrun von Schoenebeck - Redaktion und Produktion
      Felix Densing - Musik

      49 min
    • #23 Wird das Ahrtal zum „denkmalpflegerischen Disneyland“?
      Ein kritischer Blick auf den Denkmalschutz nach der Flut

      In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 wurde aus dem Ahrtal mit seinen beschaulichen Winzerorten und dem kleinen Flüsschen nach einem Jahrhundert-Hochwasser ein Katastrophengebiet. Mindestens 135 Menschen starben in der Flut. Straßen, Brücken, Versorgungsleitungen und rund 9.000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört.

      Im Podcast sprechen wir mit Dr. Ulrich Eltgen, der als Restaurator und Kunsthistoriker schon kurz nach der Katastrophe begann, sich für den Erhalt von Brücken und Denkmälern zu engagieren. Wir reden über geglückte Restaurierungen, zum Beispiel von der St. Hubertuskapelle in Hönningen und über den Einsatz der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und das von ihr initiierte Fluthilfecamp. Zur Sprache kommt auch der aus Sicht von Eltgen verfehlte Hochwasserschutz des Landes Rheinland-Pfalz, der unnötige Abriss der alten Steinbogenbrücken und das „denkmalpflegerische Disneyland“, das jetzt an der Ahr entsteht.

      Links:

      Podcastfolge im Restauratorenblog mit Fotos

      Süddeutsche Zeitung, „Nichts verstanden, nichts dazugelernt“ vom 30.06.2023

      Deutsche Stiftung Denkmalschutz, „Ahrtalbrücken in Gefahr“

      Focus, "Ahrtal-Forscher warnt: Wir wiederholen die gleichen Fehler" vom 14.07.2023

      Focus, "Ein Jahr nach der Flut im Ahrtal wächst die Wut der Opfer" 11.07.2023

      Focus, "Ganze Orte müssten weg. Experte zieht bittere Lehre aus Flut – nicht nur fürs Ahrtal" vom 11.07.2023

      vdi nachrichten, "Da gehört keine Siedlung hin" vom 14.07.2022

      Bericht zur Hochwasserkatastrophe 2021

      Bundesinnenministerium, Bundesfinanzministerium

      51 min

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    In diesem Podcast sind wir zu Gast bei Restaurator:innen und ihren spannenden Projekten. Der Restauratoren-O-Ton wird vom Verband der Restaurator:innen e.V. produziert und lässt Fachleute aus der Welt…

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