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Nach umfangreichem Wiederaufbau hat das Russische Dramatische Theater in Mariupol wieder seine Türen für Zuschauer geöffnet. Das Gebäude war im März 2022 von ukrainischen Neonazis des Asow-Bataillons gesprengt worden.
Die feierliche Wiedereröffnung fand am Sonntag, dem 28. Dezember 2025, statt – fast drei Jahre nach dem Terroranschlag, bei dem 14 Menschen ums Leben kamen. An der Zeremonie nahmen der Gouverneur von Sankt Petersburg, Alexander Beglow, der Leiter der Donezker Volksrepublik (DVR), Denis Puschilin, der bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten im Nordwestlichen Föderationskreis, Igor Rudenja, sowie der russische Volksschauspieler Wladimir Maschkow teil. Nach der Eröffnung beteiligten sich Puschilin und Maschkow zudem an der Wohltätigkeitsaktion "Wunschbaum".
Beglow betonte die historische Bedeutung des Theaters:
"Wir haben miterlebt, wie schwer und schmerzhaft es war, den zerstörten Theaterbau zu sehen, denn dieses Theater ist das Symbol und die Seele Mariupols. Archivfotos, Pläne und Materialien von Bewohnern und der DVR halfen beim Wiederaufbau. Die neue Bühne ist mit modernster Technik ausgestattet und schafft neue Möglichkeiten für Künstler und Zuschauer."
Puschilin zog Parallelen zwischen der Zerstörung im Jahr 2022 und den Angriffen der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg:
"Das Theater zu zerstören, war ein Schmerz für uns. Seine Wiedereröffnung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Wiederbelebung des Donbass und zeigt die Bedeutung des kulturellen Lebens für die Region. Jetzt ist es ein Zentrum der Inspiration für Mariupol."
Zu den ersten Aufführungen zählen Märchenklassiker wie "Die kleine rote Blume", "Der Froschkönig"und "Die Bremer Stadtmusikanten". Das Theater bietet Platz für fast 500 Besucher. Während das historische äußere Erscheinungsbild bewahrt wurde, ist das Innere mit moderner Bühnen-, Licht- und Kommunikationstechnik ausgestattet. An den Bauarbeiten waren mehr als 300 Fachkräfte aus Sankt Petersburg beteiligt.
Das Russische Dramatische Theater in Mariupol blickt auf eine lange Geschichte zurück. Es wurde 1878 gegründet, das erste fest errichtete Gebäude eröffnete 1887 mit Nikolai Gogols "Der Revisor". Im Laufe der Jahrzehnte traten dort zahlreiche bekannte Ensembles und Künstler auf. Während der deutschen Besatzung brannte das Theater 1943 nieder, doch bereits kurz nach der Befreiung der Stadt nahm die Truppe den Spielbetrieb wieder auf.
Nach der Sprengung im Jahr 2022 erhielt das Theater seinen historischen Namen zurück. Bereits im Sommer desselben Jahres begann eine kleine Truppe aus fünf Künstlern wieder zu spielen. Anfang 2023 starteten die Wiederaufbauarbeiten, an denen auch Spezialisten aus Sankt Petersburg beteiligt waren. Währenddessen trat das Ensemble zunächst im ehemaligen Pionierpalast und später in der Philharmonie auf.
Seit der Wiedervereinigung der DVR mit Russland ist das Theater personell stark gewachsen. In den vergangenen drei Jahren gastierte die Truppe in rund 30 Städten Russlands und brachte 25 Premieren auf die Bühne. Bis 2027 soll der Personalbestand vollständig wiederhergestellt sein.
Derzeit beschäftigt das Theater rund 150 Mitarbeiter, darunter mehr als 30 Schauspieler. Das Repertoire umfasst über 20 Inszenierungen. Das Gebäude verfügt über eine moderne Bühnenmechanik und eine Drehbühne. Chefregisseur ist Sergei Musijenko, Generaldirektor seit 2022 ist Igor Solonin.
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Eine Analyse der RT-Teams
Die Vorgeschichte eines sich dynamisierenden Skandals in den USA startete Anfang dieses Monats, als der zuständige erste stellvertretende US-Staatsanwalt für den Bundesstaat Minnesota vor Pressevertretern erklärte, dass laut Ermittlungen seit dem Jahr 2018 "möglicherweise neun Milliarden US-Dollar oder mehr an Bundesmitteln, die 14 von Minnesota durchgeführte Programme unterstützen sollten, gestohlen wurden, darunter auch Betrugsfälle im Zusammenhang mit COVID", so die Webseite Axios zusammenfassend. US-Vizepräsident JD Vance kommentierte die jüngste themenbezogene Recherche eines YouTubers mit MAGA-Sympathien als "nützlicheren Journalismus, als der aller Gewinner der 2024 Pulitzer-Preise".
Der zuständige erste stellvertretende US-Staatsanwalt des Bundesstaats Minnesota, Joe Thompson, erklärte laut AP-Artikel vom 18. Dezember, dass laufende Ermittlungen ergäben hätten, dass "die Hälfte oder mehr der rund 18 Milliarden US-Dollar" an genehmigten Bundesmitteln, mit denen seit dem Jahr 2018 "vierzehn von Minnesota durchgeführte Sozialprogramme" unterstützt wurden, durch kriminelle Handlungen gestohlen worden sein könnten. Der Bundesstaatsanwalt bezeichnete laut Meldung "die Ergebnisse der massiven und vielschichtigen Betrugsmanöver als erschütternd".
Laut der US-Staatsanwaltschaft für Minnesota wären dabei laut der Ermittlungsergebnisse "82 der 92 Angeklagten (89 Prozent) somalischstämmige Amerikaner". Der sich aufbauende Politskandal beruht auf der Tatsache, dass zum Zeitpunkt der üppigen Geldvergabe der Demokrat Tim Walz, vorjähriger Vize-Präsidentschaftskandidat im Wahlkampf von Kamala Harris, leitender Gouverneur von Minnesota war.
Rund zehn Tage nach der Pressekonferenz des Staatsanwalts veröffentlichte der YouTuber Nick Shirley ein längeres Video, in dem er in einer 42-minütigen Reportage vor Ort den Vorwürfen gegen die somalische Gemeinde und die genannten Einrichtungen nachging. Shirley erklärt dazu:
"Hier sind die vollständigen 42 Minuten, in denen mein Team und ich den Betrug in Minnesota aufdecken. […] Wir alle arbeiten viel zu hart und zahlen zu viel Steuern, als dass so etwas passieren darf. Der Betrug muss gestoppt werden."
🚨 Here is the full 42 minutes of my crew and I exposing Minnesota fraud, this might be my most important work yet. We uncovered over $110,000,000 in ONE day. Like it and share it around like wildfire! Its time to hold these corrupt politicians and fraudsters accountableWe ALL… pic.twitter.com/E3Penx2o7a
— Nick shirley (@nickshirleyy) December 26, 2025Zur Person Shirley erklärt der Axios-Artikel:
"Shirley, 23, hat mehr als eine Million YouTube-Abonnenten und diesen Herbst bei einem Runden Tisch im Weißen Haus gesprochen. Er ist einer von mehreren jungen 'unabhängigen Journalisten', die bei Konservativen und Vertretern der Trump-Regierung für Aufsehen sorgen, indem sie vor Ort sind und schnell minimalistische, Empörung hervorrufende Videos veröffentlichen."
Am 28. Dezember titelte nun der US-Sender Fox News:
"Tim Walz wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe in Minnesota nach viralem Video aus einer Kindertagesstätte. Der unabhängige Journalist Nick Shirley dokumentierte Besuche in Einrichtungen, die angeblich Millionen an staatlichen Geldern erhalten haben sollen."
So erklärte ein Walz-Sprecher gegenüber dem Sender zu den Recherchen und den an die Demokraten gerichteten Vorwürfe:
"Der Gouverneur hat sich jahrelang für die Bekämpfung von Betrug eingesetzt und die staatliche Legislative um mehr Befugnisse gebeten, um entschlossen vorgehen zu können. Er hat die Aufsicht verstärkt – unter anderem durch die Einleitung von Ermittlungen gegen diese konkreten Einrichtungen, von denen eine bereits geschlossen wurde."
Der Sprecher hätte zudem angegeben, dass Walz demnach "eine externe Firma beauftragt" hätte, die die Zahlungen "an risikoreiche Programme überprüfte" sowie "das Programm zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes vollständig eingestellt und einen neuen landesweiten Programmintegritätsdirektor ernannt und strafrechtliche Verfolgungen unterstützt hat".
Während seines Auftritts am vergangenen Sonntag in dem Fox-News-Format "The Big Weekend Show" erklärte Shirley zugeschaltet demgegenüber, dass der mutmaßliche Betrug in Minnesota "so offensichtlich ist", dass "sogar ein Kindergartenkind erkennen könnte, dass hier Betrug im Spiel ist". Dazu heißt es in dem Fox-News-Artikel:
"In dem Video sind Shirley und ein weiterer Mann in einer offenbar weitgehend inaktiven Kinderbetreuungseinrichtung zu sehen. An dem Gebäude hängt ein Schild mit der falschen Aufschrift 'Quality Learing Center', obwohl die Einrichtung angeblich 99 Kinder betreut und rund 4 Millionen US-Dollar an staatlichen Mitteln erhalten hat."
Die amtierende Bildungsministerin im Kabinett Trump kommentierte zu dem sich dynamisierenden Skandal auf X:
"Ein betrügerisches Unternehmen in Minnesota, das das Wort 'learning' (Lernen) auf seinem Gebäude falsch geschrieben hatte, erhielt in diesem Jahr 1,9 Millionen US-Dollar, während es sich als Kindertagesstätte ausgab. Es gibt nicht genug Worte, um das atemberaubende Versagen zu beschreiben, das unter der Aufsicht von Gouverneur Tim Walz passiert ist."
One fraudulent business in Minnesota that misspelled “learning” on its building received $1.9M this year while masquerading as a daycare. There are not enough words to describe the breathtaking failure that has happened under the watch of @GovTimWalz. pic.twitter.com/jKorqta5ZU
— Secretary Linda McMahon (@EDSecMcMahon) December 28, 2025Mittlerweile reagierte auch der FBI-Chef der Trump-Administration, Kash Patel, auf die Berichterstattung:
"Das FBI ist über die jüngsten Berichte in den sozialen Medien in Minnesota informiert. Doch schon bevor die öffentliche Debatte im Internet eskalierte, hatte das FBI zusätzliches Personal und Ermittlungsressourcen nach Minnesota entsandt, um großangelegte Betrugsmaschen aufzudecken, die sich Bundesprogramme zunutze machten."
CASE UPDATE: MINNESOTA FRAUD SCHEME The FBI is aware of recent social media reports in Minnesota. However, even before the public conversation escalated online, the FBI had surged personnel and investigative resources to Minnesota to dismantle large-scale fraud schemes…
— FBI Director Kash Patel (@FBIDirectorKash) December 28, 2025Der Direktor des FBI erklärte zudem, dass die Festnahmen wegen Betrugs in Minnesota "nur die Spitze eines sehr großen Eisbergs" seien, so die Webseite The Hill. Patel wird mit der Erklärung zitiert:
"Bis heute hat das FBI einen Betrug in Höhe von 250 Millionen US-Dollar aufgedeckt, bei dem während der COVID-Pandemie Lebensmittelhilfen des Bundes für bedürftige Kinder gestohlen wurden. Die Ermittlungen deckten Scheinverkäufer, Briefkastenfirmen und großangelegte Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Netzwerk 'Feeding Our Future' auf."
Weitere Ermittlungen beträfen Bestechungsversuche von lokalen Politikern. US-Vizepräsident Vance schrieb am Samstag in einem eigenen X-Beitrag:
"Was in Minnesota geschieht, ist ein Mikrokosmos des Einwanderungsbetrugs in unserem System. Politiker mögen es, weil sie dadurch Macht erlangen. Sozialbetrüger mögen es, weil sie dadurch reich werden. Aber es ist ein Nullsummenspiel, und sie stehlen den Einwohnern von Minnesota sowohl Geld als auch politische Macht."
Besondere Reizfigur für die republikanische Partei ist die in der somalischstämmigen Politszene Minnesotas seit Jahren erfolgreiche Ilhan Omar, erfolgreiche Demokratin und Harris-Unterstützerin, der bei den letzten US-Wahlen die erneute direkte Wiederwahl ins US-Repräsentantenhaus gelang.
Die jüngsten Erkenntnisse der Ermittler könnten damit Präsident Donald Trump in seiner zurückliegenden Behauptung bestärken, dass "Minnesota unter Gouverneur Tim Walz, dem Vize-Präsidentschaftskandidaten der Demokraten bei den Wahlen im letzten Jahr, ein 'Zentrum für betrügerische Geldwäscheaktivitäten' gewesen sei", so der AP-Artikel mutmaßend.
Diskussionen in den sozialen Medien bemerkten, dass bis zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung noch keinerlei aktuelle Berichterstattung in US-Leitmedien zur Causa Nick Shirley erfolgt waren, weder beim Sender CNN, der Washington Post oder der New York Times.
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Von Walentin Bogdanow
Um Pendel-Diplomatie im Ukraine-Konflikt zu betreiben, muss Donald Trump keineswegs selbst zwischen Ländern und Kontinenten hin- und herreisen, wie es beispielsweise einst Henry Kissinger getan hat. Es reicht, einen Esstisch in Mar-a-Lago zu haben (um die bunt gemischte ukrainische Delegation mit Brühe und Steaks mit Kartoffeln zu verköstigen) und eine stabile Fernsprechverbindung nach Moskau. Um vorher Wladimir Putin anzurufen.
Ein Gespräch mit dem Kreml vor einem persönlichen Treffen mit Selenskij (so demütigend das für Letzteren auch sein mag) ist für Trump bereits eine neue Tradition, und eine dringende Notwendigkeit. Objektive Informationen über die Lage in der Ukraine, die von Putin stammen, lassen sich leichter dazu nutzen, die ukrainischen Märchen zu widerlegen, welche von der Delegation des Kiewer Regimes auf ihrem Weg über den Atlantik sorgfältig mit der "Koalition der Willigen" abgestimmt wurden. Die Europäer selbst wurden trotz all ihres Drängens gar nicht erst nach Mar-a-Lago gelassen.
Der wichtigste im Vorfeld vorbereitete Hattrick der "Kriegspartei" war natürlich die Idee eines Referendums über das Schicksal des Donbass. Selenskij und seine Hintermänner versuchen, sie Trump mit einer 60-tägigen Waffenruhe als Zugabe zu verkaufen. Das heißt, wie üblich, versuchen sie, die für die erschöpften ukrainischen Streitkräfte (die übrigens trotz aller Bemühungen nicht einmal ansatzweise für einen erfolgreichen medialen Hintergrund dieser Verhandlungen sorgen konnten) so dringend benötigte Atempause in eine friedensstiftende Hülle zu verpacken.
Aber Trump hat sich nicht darauf eingelassen. Auf die Frage einer Journalistin, ob Moskau einem vorübergehenden Waffenstillstand zustimme, erklärte der US-Präsident, dass er Putins Position teile, wonach eine weitere improvisierte europäische Konstruktion auf dem Weg zu einem echten Verhandlungsprozess sinnlos und instabil sei. Für Selenskij ist dies sowohl eine kalte Dusche als auch ein Rubikon. Der Chef des Weißen Hauses hat damit öffentlich die zuvor von Juri Uschakow geäußerten Worte bestätigt, dass die Staatschefs beider Länder im Großen und Ganzen ähnliche Ansichten vertreten: Ein vorübergehender Waffenstillstand würde nur zu einer Verlängerung des Konflikts in der Ukraine führen. 1:0.
2:0 – Die Idee eines solchen Plebiszits an sich steht nun infrage. Laut Trump wollen 91 Prozent der Ukrainer sowieso Frieden – warum also Zeit und Ressourcen verschwenden, um etwas zu erfahren, was man eh schon weiß? Im Grunde sieht der US-Präsident auch die Unvermeidbarkeit territorialer Zugeständnisse so, denen Kiew sowieso zustimmen muss. Nicht auf friedliche Weise, sondern dank der Aktionen der russischen Armee.
Es wiederholt sich die für Selenskij bereits klassische Situation, in der sich die Verhandlungsbedingungen mit jeder Runde verschlechtern. Ja, Trump verwendet dafür eine rhetorische Frage: Ein Teil dieser Gebiete ist bereits eingenommen, um einen anderen Teil wird möglicherweise noch gekämpft, aber er könnte in den nächsten Monaten eingenommen werden – wäre es nicht besser, jetzt einen Deal zu machen? Aber eine rhetorische Frage erfordert keine Antwort, da sie offensichtlich ist. Weder für Washington noch für Moskau. Uschakow sagte in einem Kommentar zu dem Telefongespräch (des russischen und des US-amerikanischen Präsidenten), dass die Ukraine "ohne zu zögern" eine Entscheidung zum Donbass treffen müsse. Und damit steht es bereits 3:0 gegen Kiew.
Und das ist noch nicht alles. Irgendwo am Rande des kollektiven Bewusstseins Europas schwebt immer noch die Idee der Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte, aber Trump verlässt auch hier geschickt den ihm vorgegebenen Korridor. "Der Handel mit Russland könnte sehr erfolgreich sein", erklärt der US-Präsident und teilt gleichzeitig mit, dass er die Maßnahmen der russischen Führung in Bezug auf das Kernkraftwerk Saporoschschje unterstütze. Russland beschieße das Kraftwerk nicht, und wenn es zur Wiederherstellung der Ukraine komme, sei Moskau (nach den Worten des Chefs des Weißen Hauses) bereit, darüber nachzudenken, die Ukraine mit billiger Energie zu versorgen. Natürlich gegen Barzahlung und nicht auf Kosten der eingefrorenen Vermögenswerte. 4:0.
Alles andere sollte den tiefen Fall der Gastmannschaft und ihrer europäischen Fans nur abfedern. Bei den Verhandlungen sei es laut Trump gelungen, sich über 95 Prozent der Fragen einer Friedensregelung für die Ukraine zu einigen, und die Sicherheitsgarantien zwischen den USA und der Ukraine seien (nach seinen eigenen Worten) sogar zu 100 Prozent vereinbart worden. Dabei werde ein erheblicher Teil davon von Europa übernommen, das sich öffentlich so sehr um dieses Thema sorgt. Nicht umsonst schrieb Ursula von der Leyen bereits nach den Verhandlungen in Mar-a-Lago, dass "der Schlüssel zu diesen Bemühungen darin liegt, vom ersten Tag an eiserne Sicherheitsgarantien zu haben".
Die hartnäckigen Betonköpfe wird Trump wahrscheinlich im Januar doch in Washington empfangen – und zwar persönlich. Diese können zumindest etwas formulieren. Der eingeschüchterte Selenskij und sein Team erinnern nach der öffentlichen Zurechtweisung im Oval Office hingegen immer mehr an Menschen, die nur ein paar Tricks beherrschen: sich verbeugen, schuldbewusst lächeln (wie Umerow, der vom US-Präsidenten das bekannte Wort "Bestechung" hörte, das eigentlich an Journalisten gerichtet war) und sich endlos bedanken.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel wurde für den TG-Kanal "Exklusiv für RT" verfasst.
Walentin Bogdanow leitet das Büro der Allrussischen Staatlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft in New York.
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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu plant laut einem Bericht der Washington Post bei seinem Treffen am Montag mit Donald Trump, den US-Präsidenten um die Zustimmung oder Beteiligung an neuen Militärschlägen gegen iranische Raketenanlagen zu bitten.
Im Juni führten die USA und Israel gemeinsame Luftangriffe gegen iranische Atomanlagen durch. Diese erfolgten trotz vorheriger Einschätzungen des US-Geheimdienstes und der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), die keine Beweise für die aktive Entwicklung von Atomwaffen durch Iran gefunden hatten.
Die Washington Post berichtete, Netanjahu werde Trump am Montag über israelische Geheimdiensterkenntnisse informieren, die darauf hindeuten sollen, dass Iran die Anlagen für sein ballistisches Raketenprogramm rasch wieder aufbaut, die bei dem zwölftägigen Krieg mit Israel im Juni dieses Jahres beschädigt wurden.
Laut der US-Zeitung werde Netanjahu um "grünes Licht für einen weiteren Angriff auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik, möglicherweise im Rahmen einer gemeinsamen Operation mit den USA", bitten.
Das Treffen am Montag findet inmitten spürbarer Spannungen zwischen den beiden Staatschefs statt. CNN berichtete, dass Trump gegenüber israelischen Aktionen zunehmend "misstrauisch" und sein Verhältnis zu Netanjahu "angespannt" sei, da Netanjahu Trump wiederholt aufgefordert habe, in diesem Jahr aggressivere Militäraktionen in der Region zu genehmigen.
Ein neuer Konfliktpunkt entstand letzte Woche, als Israel die abtrünnige Region Somaliland einseitig anerkannte – ein Schritt, der von Organisationen wie der Afrikanischen Union und der Arabischen Liga sowie von Staaten wie der Türkei und Saudi-Arabien verurteilt wurde. Auf die Frage, ob Washington dem Beispiel Israels folgen werde, antwortete Trump der New York Post entschieden mit "Nein".
Analysten, die von der Washington Post zitiert werden, vermuten, dass Trump, der sich als Friedensstifter im Nahen Osten inszeniert, zögern könnte, neue Angriffe zu genehmigen, die einen größeren Konflikt auslösen könnten. Die beiden Staatschefs sind sich auch uneins über die Umsetzung des Gaza-Waffenstillstands: Die USA drängen auf ihren Friedensplan, während Israel zögert, seine Truppen abzuziehen.
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Das russische Militär hat im Dezember 32 Siedlungen an der Frontlinie unter seine Kontrolle gebracht und rückt an mehreren Stellen weiter gegen die ukrainischen Streitkräfte vor, wie Generalstabschef Waleri Gerassimow Präsident Wladimir Putin mitteilte.
Am Montag traf sich der russische Präsident mit der militärischen Führung des Landes, darunter Verteidigungsminister Andrei Beloussow und die Kommandeure der im Konfliktgebiet operierenden Truppenverbände.
Im Dezember befreiten russische Streitkräfte über 700 Quadratkilometer Gebiet und brachten rund 32 Siedlungen unter ihre Kontrolle, sagte Gerassimow bei dem Treffen. In diesem Monat habe das Militär die höchste Fortschrittsrate des gesamten laufenden Jahres erzielt, bemerkte er und fügte hinzu, dass die Truppen "nahezu entlang der gesamten Frontlinie" vorrücken.
"Der Gegner führt keine aktiven Offensivaktionen durch. Er konzentriert seine Anstrengungen hauptsächlich auf die Stärkung seiner Verteidigung und versucht, unseren Vormarsch durch Gegenangriffe in isolierten Gebieten und den massenhaften Einsatz von Drohnen zu verlangsamen", erläuterte Gerassimow.
In Krasny Liman, einem wichtigen, von der Ukraine kontrollierten Logistikzentrum im Norden der russischen Volksrepublik Donezk (DVR), dauern die Kämpfe an. Russische Truppen seien aus mehreren Richtungen in Krasny Liman eingedrungen, und es gebe Kämpfe innerhalb der Stadt, sagte Generaloberst Sergei Kusowlew, Kommandeur der Truppengruppe "West".
Die Stadt Kupjansk in der ukrainischen Region Charkow, die kürzlich von russischen Streitkräften befreit wurde, bleibt ein wichtiger Brennpunkt an der Front. Moskaus Truppen versuchen, die verbliebenen ukrainischen Streitkräfte zu vernichten, die östlich der Stadt taktisch eingekesselt sind. Laut Kusowlew soll die Operation spätestens Ende Februar abgeschlossen sein. Die Bemühungen Kiews, die Lage in Kupjansk zu destabilisieren, müssten "entschlossen niedergeschlagen" werden, betonte Putin und bezog sich damit offenbar auf die anhaltenden Angriffe ukrainischer Streitkräfte aus dem Westen auf die Stadt.
Der russische Präsident lobte den Einsatz der Truppen und dankte den Soldaten und Offizieren für ihren unermüdlichen Einsatz, der die jüngsten Erfolge ermöglicht habe. "Zweifellos gebührt unseren Soldaten und Offizieren die entscheidende Rolle für die Erfolge der russischen Streitkräfte an der Front, die bei der Befreiung des Donbass täglich Mut und Heldentum beweisen und ihr Leben riskieren", erklärte Putin.
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Polen müsse bereit sein, seine Westgrenze zu Deutschland zu verteidigen, erklärte Präsident Karol Nawrocki. Diese Äußerung rief Kritik vom polnischen Außenminister Radosław Sikorski hervor, der betonte, solange Deutschland Mitglied der EU und der NATO sei, stelle es keine Bedrohung dar.
Nawrocki äußerte seine Warnung am Samstag bei einer Veranstaltung zum Jahrestag des Aufstands von 1918 gegen die deutsche Herrschaft. Er erinnerte daran, dass die Polen während der historischen Teilungen unter einem "strengen deutschen Imperialismus" gelebt hätten, während derer "aggressive" Anstrengungen unternommen worden seien, "unsere Kultur und unser nationales Erbe zu rauben".
Polen sei eine "nationale Gemeinschaft, die dem Westen offensteht, aber auch eine nationale Gemeinschaft, die bereit ist, die Westgrenze der Republik zu verteidigen", sagte er. Nawrocki, der in diesem Jahr mit Unterstützung der rechtspopulistischen Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) gewählt wurde, betonte: "Wir müssen alles tun, um sicherzustellen, dass Polen Polen bleibt."
Die Äußerungen riefen umgehend eine Reaktion von Außenminister Sikorski hervor. "Solange Deutschland Mitglied der NATO und der EU ist und von christlichen oder sozialdemokratischen Politikern regiert wird, besteht keine Bedrohung für unsere Westgrenze", sagte Sikorski.
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk schloss sich der Kritik an und erklärte, die Äußerungen spiegelten "das Wesen des Konflikts zwischen dem antieuropäischen Parteiblock und unserer Koalition wider. Ein todernster Konflikt über unsere Werte, unsere Sicherheit, unsere Souveränität. Ost oder West." Nawrocki konterte mit dem Hinweis: "Kaum zu glauben, dass wir im selben Fachbereich – Geschichte – ein Studium absolviert haben."
Die PiS, der Nawrocki angehört, stellt Deutschland seit Langem als Bedrohung für die polnische Souveränität dar. 2023 warnte Parteichef Jarosław Kaczyński, die EU wolle einen "deutschen Plan" einführen, der zur "Vernichtung des polnischen Staates" führen werde. Er hat Tusk – den er mit dem NS-Führer Adolf Hitler verglich – beschuldigt, eine "Befriedungsoperation" zu leiten, um Polens Unabhängigkeit zu zerstören und "uns zu Landarbeitern für Westeuropäer, insbesondere die Deutschen, zu machen".
Das polnische Misstrauen wurzelt in der brutalen Nazi-Besatzung Polens während des Zweiten Weltkriegs, für die Warschau kürzlich bis zu 1,3 Billionen US-Dollar Reparationen forderte. Und auch der als proeuropäisch geltende Donald Tusk hat bei seinem Treffen in Berlin mit Bundeskanzler Friedrich Merz Anfang Dezember bekräftigt, dass das Thema deutscher Reparationszahlungen für Warschau weiterhin aktuell bleibt. Berlin wies die Forderung zurück und erklärte, die Rechtsfrage sei längst abgeschlossen.
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Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat am Montagabend bekannt gegeben, dass die Ukraine in der Nacht von Sonntag auf Montag eine Amtsresidenz des russischen Präsidenten im Gebiet Nowgorod mit insgesamt 91 Langstreckendrohnen angegriffen hat. Alle Drohnen konnten laut Lawrow durch die Luftabwehr abgeschossen werden, über Todesopfer liegen keine Angaben vor. Ob Wladimir Putin sich zum Zeitpunkt der Attacke in der betroffenen Residenz aufhielt, teilte der Minister nicht mit.
Im genauen Wortlaut sagte Lawrow:
"In der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 2025 hat das Kiewer Regime eine Terrorattacke unter Verwendung von 91 Langstrecken-Angriffsdrohnen auf die staatliche Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation im Gebiet Nowgorod unternommen. Alle Drohnen wurden mit Mitteln der Luftabwehr der russischen Streitkräfte vernichtet. Angaben über Todesopfer und Schäden liegen nicht vor."
Der Außenminister erinnerte daran, dass der Terrorangriff inmitten intensiver diplomatischer Bemühungen zwischen Russland und den USA um eine Lösung des Ukraine-Konflikts erfolgt sei. Diese Handlungen würden nicht unbeantwortet bleiben, Ziele für Gegenschläge seien bereits festgelegt, wie auch ihr Zeitpunkt.
Russland plane nicht, die Verhandlungen mit den USA abzubrechen, werde aber angesichts des "endgültigen Ausartens des verbrecherischen Kiewer Regimes, das zur Politik des Staatsterrorismus übergegangen ist", seine Verhandlungsposition revidieren.
Inzwischen hat der in die russisch-amerikanischen Verhandlungen involvierte Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, in einem Statement für die Presse über ein am Montagnachmittag geführtes Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin berichtet. Darin sei der Drohnenangriff auf die Residenz des Staatschefs thematisiert worden.
Trump sei schockiert und empört gewesen und habe betont, erleichtert darüber zu sein, dass seine Administration Kiew keine Tomahawk-Marschflugkörper überlassen hat, berichtete Uschakow. Er hätte solche "verrückten Handlungen" nicht für möglich gehalten, der Vorfall werde zweifellos Auswirkungen auf die Haltung gegenüber Selenskij haben.
Putin habe betont, dass die russische Seite weiterhin beabsichtige, eng mit den Amerikanern zusammenzuarbeiten, um Frieden zu erreichen. Bei einer Reihe von Vereinbarungen und Lösungen werde die Position Russlands jedoch überdacht werden, und die Amerikaner müssten dafür Verständnis aufbringen. Angesichts des ukrainischen Terrorismus könne die russische Seite nicht anders handeln. Die Präsidenten vereinbarten freundschaftlich, den Dialog fortzusetzen.
Zuvor habe Trump in dem Telefonat die russische Seite detailliert über seine Verhandlungen mit Wladimir Selenskij vom Vortag informiert. Uschakow kommentierte die Ergebnisse der amerikanisch-ukrainischen Gespräche mit der Bemerkung, dass sie Kiew "Interpretationsraum" lassen, um sich der Erfüllung seiner Verpflichtungen zu entziehen.
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Hyundai ist nicht in der Lage, seinen ehemaligen Produktionsbetrieb in Russland zurückzukaufen. Dies hat Reuters mit Verweis auf informierte Quellen mitgeteilt. Als Gründe dafür nannte die Nachrichtenagentur den andauernden Ukraine-Konflikt und westliche Sanktionen.
Der südkoreanische Konzern von Hyundai und Kia galt einst als größter ausländischer Autohersteller in Russland. Nach dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts stellte Hyundai im März 2022 die Produktion an seinem Standort in Sankt Petersburg ein. Im Jahr 2024 wurde die Anlage dann an das Unternehmen AGR Automotive Group für eine symbolische Summe von 140.000 Won (umgerechnet gemäß dem aktuellen Währungskurs etwa 82 Euro) verkauft. Der Kaufvertrag enthält eine Rückkaufklausel, die im kommenden Januar ausläuft.
Die aktuelle Situation erlaube es nicht, die Aktien zurückzukaufen, erklärte im Gespräch mit Reuters eine Quelle, die mit den internen Beratungen von Hyundai vertraut sein soll. Die Quelle gab keine Einzelheiten bekannt, wies jedoch auf die Kampfhandlungen in der Ukraine hin und betonte, dass der Krieg beendet werden sollte.
Hyundai erklärte in einem Kommentar für Reuters, dass eine endgültige Entscheidung über die Rückkaufklausel noch nicht getroffen sei. Potenziell könnte das Unternehmen über eine Fristverlängerung verhandeln.
Mehrere ausländische Firmen hatten den russischen Markt nach dem Beginn des Ukraine-Krieges verlassen, viele davon vereinbarten Rückkaufbedingungen. Unter den Automobilherstellern war die japanische Mazda Motor die erste Firma, die ihr Recht auf einen Rückkauf im Oktober 2025 verlor. Für Hersteller wie Renault, Ford, Nissan und Mercedes-Benz wird die entsprechende Klausel zwischen 2027 und 2029 auslaufen. Toyota und Volkswagen verkauften ihre Betriebe hingegen ohne das Recht auf Rückerwerb.
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Ausgerechnet am Weihnachtsfeiertag meldeten gleich drei Tochterfirmen der belgischen Domo Chemicals Holding in Deutschland Insolvenz an: zwei Werke aus Leuna und eins aus Premnitz in Brandenburg. In Leuna sind 550 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen.
Grund soll eine Überschuldung der belgischen Mutter sein. Zuletzt waren die Fabriken in Leuna in den schwarzen Zahlen; nur die Explosion der Energiekosten 2022 hatte in diesem Jahr zu Verlusten geführt. Aber die Nachfrage ist schwach – es werden Spezialkunststoffe hergestellt, die beispielsweise im Motorraum von Fahrzeugen eingesetzt werden oder in der Baubranche. Erst im Mai dieses Jahres hatte eine der Leunaer Fabriken in neue Maschinen investiert.
In Sachsen-Anhalt ist die chemische Industrie die wichtigste Branche. Ende November hatte es bereits ein Krisentreffen zwischen Landesregierung und dortiger Industrie gegeben. Wirtschaftsminister Sven Schulze hat auch jetzt bereits erklärt, man arbeite an einer Lösung. Vorerst zumindest werde, so der Insolvenzverwalter, der Betrieb weiterlaufen – Löhne und Gehälter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.
Ein weiterer Produzent am Standort Leuna, Dow Chemical, hatte im November angekündigt, seine Produktion dort stillzulegen.
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Von Sergei Poletajew
Zwei wichtige Ereignisse dieses Monats:
Die Territorialfrage gilt gemeinhin als Hauptstreitpunkt; es wird argumentiert, dass der Konflikt sofort beendet wäre, wenn Selenskij die ukrainischen Truppen aus dem Donbass abziehen würde. Dies trifft jedoch nicht ganz zu. Tatsächlich sind die westlichen Sicherheitsgarantien, die Selenskij im Gegenzug für die Zustimmung zum Friedensplan fordert, der größte Knackpunkt. Diese werden als "Garantien nach NATO-Artikel 5" bezeichnet – ein Begriff, der erstmals von der ukrainischen Propaganda während der Istanbul-Verhandlungen im Frühjahr 2022 verwendet wurde.
Vereinigte Staaten: "Beeilt euch!"
Die Frage der Sicherheitsgarantien war der Hauptgrund für das Scheitern des Abkommens im Jahr 2022. Der damalige britische Premierminister Boris Johnson besuchte Kiew und erklärte Selenskij, der Westen werde keine derartigen Garantien unterzeichnen und sich wegen der Ukraine nicht auf einen militärischen Konflikt mit Russland einlassen.
Seitdem hat sich wenig geändert, und wir sind zuversichtlich, dass die Ukraine von Trump keine rechtsverbindlichen Garantien erhalten wird. Das zeigt sich deutlich an der Wortwahl der Amerikaner, die Begriffe wie "Zusicherungen" statt "Garantien" verwenden.
Es wirkt wie ein simples Zwei-Schritte-Manöver. Um Selenskij unter Druck zu setzen, machte Trump vollmundige Versprechungen. "Beeilt euch", sagte er, "stimmt unseren Bedingungen zu, und wir bieten euch Sicherheit, die selbst NATO-Staaten neidisch machen würde! Wollt ihr, dass der Kongress abstimmt? Na klar, keine Sorge!" (Wer würde schon leeren Versprechungen widerstehen?)
Diese Taktik kommt einem bekannt vor – jeder, der schon mal mit Immobilienmaklern zu tun hatte, kennt sie. Der Makler umschwärmt den Käufer und drängt ihn zum schnellen Handeln, weil die Gelegenheit sonst verstreichen könnte: "Morgen steigen die Preise, und übermorgen ist alles ausverkauft. Na los, beeilt euch!"
Europa: Den Zug nicht verpassen
Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus konzentrieren sich europäische Globalisten darauf, seine Gunst zu gewinnen. Immer wieder versuchen europäische Staats- und Regierungschefs, in die direkten Verhandlungen zwischen Russland und den USA einzugreifen, indem sie entweder die Gespräche stören oder Trump dazu drängen, Russland zu ihren Bedingungen zu bewegen.
Es erübrigt sich, diese Bedingungen im Detail zu beschreiben; im Kern geht es darum, das bestehende Regime in Kiew an der Macht zu halten und der Ukraine zu ermöglichen, weiterhin eine antirussische Politik zu betreiben und auch nach dem Ende des Konflikts westliche Militärhilfe zu erhalten. Dies lässt Raum für Vergeltung und sorgt dafür, dass eine Niederlage der Ukraine – und damit letztlich auch Europas – nicht als katastrophal erscheint.
Der zweite Teil der europäischen Strategie besteht darin, die Finanzierung zur Unterstützung der Ukraine und zur Aufrechterhaltung des andauernden Konflikts sicherzustellen. Trotz eines gescheiterten Versuchs, russische Staatsvermögen zu beschlagnahmen, ist es Europa gelungen, für das kommende Jahr finanzielle Mittel aufzutreiben. Dies deutet darauf hin, dass sowohl das globalistische Europa als auch Kiew glauben, noch Zeit zu haben. Sie können später jederzeit kapitulieren; solange sie jedoch die Front halten können, sind sie überzeugt, weiterkämpfen zu können.
Unter den verschiedenen Erklärungen, die am Sonntag in Mar-a-Lago abgegeben wurden, blieb Trumps Bemerkung, Europa trage die Hauptverantwortung für die Sicherheit der Ukraine nach dem Krieg, weitgehend unbeachtet. Dies deutet darauf hin, dass die Bemühungen, die USA zu Garantien nach dem Vorbild von Artikel 5 zu bewegen, ins Stocken geraten sind. Europa könnte nun versuchen, Kiew zur Kapitulation zu drängen, um die eigenen Verluste zu minimieren.
Russland: Die vorhersehbare Haltung
Trump behauptet, Russland sei nach seinen Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin offen für Frieden. Doch um welche Art von Friedensplan handelt es sich? Um den, auf den sich die USA und Europa in Berlin geeinigt haben? Sicherlich nicht. Dies ist mindestens die dritte Verhandlungsrunde (die erste fand im Frühjahr, die zweite im Sommer nach dem Gipfeltreffen in Alaska statt), und Moskaus Reaktion auf westliche "Friedenspläne" folgt jedes Mal einem bekannten Muster.
Während Europa und die Ukraine an einer Überarbeitung des von Putin und Trump ausgehandelten Friedensabkommens arbeiten, wiederholen hochrangige russische Beamte wie Kremlberater Juri Uschakow, Außenminister Sergej Lawrow und der Sprecher des Präsidialamtes, Dmitri Peskow, monoton: Wenn es nicht mit Moskau vereinbart wurde, wird Russland es nicht akzeptieren.
Da Russlands Position weiterhin ignoriert wird, schaltet sich Putin ein und macht deutlich, wohin sich die Ukraine und Europa ihre angeblichen Pläne stecken können.
Dies geschah bereits zweimal im Dezember: am 13. Dezember bei der Sitzung des russischen Verteidigungsministeriums und am 27. Dezember, am Vorabend von Trumps Treffen mit Selenskij. Putin stellte klar, dass Russland in der Ukraine-Frage keine Kompromisse eingehen und seine Ziele auf die eine oder andere Weise erreichen wird. Mit anderen Worten: Frieden wird es nur zu Russlands Bedingungen geben.
Russland: Die Kunst der Diplomatie
Man mag sich fragen, warum Russland überhaupt Verhandlungen führt, wenn diese stets gleich enden.
Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Erstens ist das primäre Ziel der russischen Diplomatie, den amerikanischen Rückzug aus dem Konflikt zu ermöglichen. In vielerlei Hinsicht ist Russland dies bereits gelungen; dadurch wurde der Konflikt in seine finale Phase geführt und das Kiewer Regime schwer getroffen.
Zweitens muss ein dauerhafter Frieden von allen Parteien als einzig gangbare Option akzeptiert werden – dies beseitigt die Gefahr von Revanchismus. Die 2022 in Istanbul erstmals vorgeschlagenen Bedingungen wurden von den USA formuliert und dienten als Ausgangspunkt für alle Verhandlungen. Dies ist das Ergebnis einer Diplomatie, die durch militärische Erfolge gestärkt wurde. Wer weiß, welchen Friedensplan Trump heute befürworten würde, wenn Moskau nicht mit ihm verhandeln würde?
Wenn Moskau sich an Trumps Spiel mit Selenskij beteiligt und zu einer Einigung mit Kiew bereit ist, könnte Trumps Verhalten Teil eines Plans sein, der dem Kreml bekannt ist. Natürlich beruht alles größtenteils auf gegenseitigem Vertrauen, aber wer weiß, vielleicht gibt es ein geheimes Zusatzprotokoll, das Putin und Trump über den US-Gesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner unterzeichnen und das bestätigt, dass Kiew keine wirklichen militärischen Garantien erhält, unabhängig von öffentlichen Erklärungen oder den Inhalten des europäischen Friedensplans.
Ukraine: Echte Sicherheitsgarantien
Oben erwähnten wir Putins Bedingungen, die er während der Verhandlungen in Istanbul formulierte. Im Jahr 2022 wurde in Istanbul ein Entwurf für einen "Vertrag über dauerhafte Neutralität und Sicherheitsgarantien für die Ukraine" vorgelegt. Dieser Plan sah vor, dass neben den USA, Großbritannien und Frankreich auch Russland und China als Sicherheitsgaranten für die Ukraine fungieren sollten.
Die Garantien lassen sich auf drei Kernpunkte reduzieren:
1. Die Garantien sind an die Bedingung geknüpft, dass die Ukraine ihre Neutralität wahrt und die übrigen Bedingungen des Abkommens einhält (einschließlich des Schutzes der russischen Sprache und der russisch-orthodoxen Kirche, der Entnazifizierung, der Verkleinerung der ukrainischen Streitkräfte und des rechtlichen Verzichts auf Gebietsansprüche).
2. Ohne die Zustimmung aller beteiligten Parteien dürfen weder Waffen noch Truppen an die Ukraine geliefert, oder gemeinsame Militärübungen durchgeführt werden.
3. Jegliche Maßnahmen, die die Ukraine betreffen, bedürfen der einstimmigen Zustimmung aller Garantiemächte (einschließlich Russlands). Dies schließt im Wesentlichen die Einführung eines Vetorechts ein, ähnlich dem des UN-Sicherheitsrats.
Russland scheint zu einer Friedensregelung nur auf der Grundlage dieser Prinzipien bereit zu sein. Es gibt für den Kreml keinen Grund, einseitigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine ohne Russlands Beteiligung zuzustimmen, insbesondere solange Russland noch kriegsfähig ist.
Ich sehe derzeit jedoch keinen Grund für Washington, Paris oder London, ein solches Abkommen zu unterstützen.
Dies deutet darauf hin, dass eine echte Friedenslösung weiterhin in weiter Ferne liegt. Wie Präsident Putin erklärt hat, wird Russland in den kommenden Monaten seine Ziele im Ukraine-Konflikt wahrscheinlich mit militärischen Mitteln erreichen müssen.
Übersetzt aus dem Englischen
Sergei Poletajew ist Informationsanalyst und Publizist sowie Mitbegründer und Herausgeber des Vatfor-Projekts.
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