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  • Syrien: Massenproteste der Alawiten enden in Blutbad – Regierungskräfte schießen auf Demonstranten

    In Syrien gingen am Sonntag zehntausende Menschen auf die Straße. Demonstrationen fanden in vielen Städten und Dörfern in den Provinzen Latakia, Tartus sowie in den alawitischen Gebieten und Städten der Provinzen Homs und Hama statt. Die Protestler forderten ein föderales Regierungssystem und ein Ende der Morde, willkürlichen Verhaftungen und Verfolgungen von Vertretern der alawitischen Gemeinschaft. Wie der landeskundige russische Militärberichterstatter Oleg Blochin berichtete, waren die Demonstrationen in den Städten Tartus, Latakia, Jabli, Salhab, Masiaf, Draikish, Safita und Krdaha besonders zahlreich. Ihm zufolge rückten in der Stadt Latakia bewaffnete Sicherheitskräfte ein und begannen auf die Demonstranten zu schießen.  

    Die offiziellen Behörden Syriens bestätigten den Militäreinsatz. Das syrische Verteidigungsministerium gab am Sonntag bekannt, dass Armee-Einheiten mit Panzern und gepanzerten Fahrzeugen in das Zentrum der Städte im Westen des Landes vorgedrungen seien, um auf Angriffe "gesetzwidriger Gruppen" gegen Zivilisten und Sicherheitskräfte zu reagieren und die Stabilität wiederherzustellen. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete unter Berufung auf Beamte, dass die Angriffe von "Überresten des untergegangenen Regimes" des ehemaligen Präsidenten Baschar al-Assad während Protesten in Latakia verübt worden seien.

    Auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichte Blochin am Sonntag dutzende Video von Augenzeugen, welche die Eskalation der Gewalt dokumentieren. In den Videos ist zu sehen, wie uniformierte und in Zivil gekleidete Bewaffnete auf Fenster der Häuser und Autos von Anwohnern schießen. In einem der Videos überfährt ein Auto mehrere Demonstranten. Auch blutüberströmte Leichen junger Männer sind in den Videos zu sehen – offenbar wurden sie tödlich am Kopf verletzt. Blochin berichtet mit Verweis auf lokale Quellen von acht Toten und dutzenden Verletzten und benennt mindestens vier getötete Demonstranten beim Namen – es sind allesamt sehr junge Männer. 

    Ein etwas anderes Bild vermittelt der katarische Fernsehsender Al Jazeera. Ihm zufolge fanden in den Küstenstädten Syriens "tödliche Unruhen" statt, mit mindestens drei Toten und 60 Verletzten. Quellen des Senders zufolge kam es zu Zusammenstößen, als die Protestler mit regierungsfreundlichen Demonstranten konfrontiert wurden und maskierte Bewaffnete das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffneten.

    Auch das Innenministerium wird mit einer Stellungnahme zitiert, wonach unter den Getöteten auch ein Polizist sei. Ein Team von Al Jazeera bestätigte, dass am Azhari-Kreisverkehr in Latakia Schüsse auf syrische Sicherheitskräfte abgegeben wurden, während in Tartus zwei Sicherheitskräfte verletzt wurden, nachdem unbekannte Angreifer eine Handgranate auf die Polizeistation Al-Anaza in Baniyas geworfen hatten.

    Zu den Protesten hatte Ghazal Ghazal aufgerufen, ein außerhalb des Landes lebender spiritueller Führer der Alawiten, der nach dem tödlichen Bombenanschlag auf eine Moschee in Homs am Freitag dazu aufgerufen hatte, "der Welt zu zeigen, dass die alawitische Gemeinschaft nicht gedemütigt oder marginalisiert werden kann."

    Der Bombenanschlag, bei dem acht Menschen ums Leben kamen und zu dem sich eine sunnitische Gruppe namens Saraya Ansar al-Sunna bekannte, war der jüngste Gewaltakt gegen die religiöse Minderheit, der auch der gestürzte ehemalige Präsident Assad angehört. 

    Die Demonstranten forderten außerdem, dass die Regierung den Föderalismus einführt – ein System, bei dem die Macht von Damaskus dezentralisiert wird, um Minderheiten mehr Autonomie zu gewähren – und dass alawitische Gefangene freigelassen werden. "Wir wollen keinen Bürgerkrieg, wir wollen politischen Föderalismus. Wir wollen Ihren Terrorismus nicht. Wir wollen unser Schicksal selbst bestimmen", sagte Ghazal, der Vorsitzende des Islamischen Alawitenrates in Syrien und im Ausland, in einer Videobotschaft auf Facebook.

    Al Jazeera zitierte Demonstranten auf beiden Seiten der Proteste. Ali Hassan, einer der regierungskritischen Demonstranten am Sonntag, sagte, die Demonstranten wollten ein Ende der anhaltenden Gewalt gegen die alawitische Gemeinschaft erreichen.

    "Wir wollen einfach nur in Frieden schlafen und in Frieden arbeiten, und wir wollen Föderalismus", sagte er. "Wenn diese Situation so weitergeht, dann wollen wir Föderalismus. Warum werden jeden Tag oder jeden zweiten Tag zehn von uns getötet?"

    Ein Gegendemonstrant, Mohammad Bakkour, sagte, er sei gekommen, um seine Unterstützung für die Regierung zu zeigen. "Wir sind hier, um unsere neue Regierung zu unterstützen, die vom ersten Tag der Befreiung an zu Frieden und Amnestie für Kriminelle aufgerufen hat", sagte er und warf den regierungskritischen Demonstranten vor, sie wollten "den neuen Weg zum Wiederaufbau der Nation sabotieren."

    Vertreter der drusischen und kurdischen Minderheiten äußerten ihre Unterstützung für die Proteste und verurteilten die Gewalt vonseiten der Regierungskräfte. Im Süden Syriens kam es im Juli 2025 in der Provinz Suwaida zu eskalierenden Unruhen zwischen der drusischen Minderheit und sunnitischen Milizen. Die Gewalt, die zu vielen Toten führte, mündete in einem Waffenstillstand.  Die Regierungskräfte zogen sich nach einer Intervention Israels zurück, die Drusen bekamen daraufhin die Kontrolle über Teile von Suwaida. 

    Im März kam es in den Küstenregionen Syriens zu einem Massaker an Zivilisten, mehr als tausend Menschen wurden getötet, darunter auch Frauen und Kinder. Politische Konsequenzen für das Blutvergießen blieben indes aus. Im Unterschied zu den Drusen, die auf die Unterstützung seitens Israels zählen, gibt es keine ausländische Schutzmacht, die sich für den Schutz der Alawiten vor Übergriffen einsetzen könnte. Berichte über Morde an Alawiten sind in den internationalen Medien eher spärlich, Kampagnen gegen Regierung von Al-Scharaa, die sie zu verantwortet hat, bleiben aus. 

    Mehr zum Thema - "EU stellt sich auf die Seite der Schlächter" – AfD-Politiker verurteilen Völkermord in Syrien

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  • Ungarn verweigert sich den Migrationsregeln der EU

    Ungarn hat laut Außenminister Péter Szijjártó "geschworen", 2026 gegen die EU zu revoltieren. Er erklärte, Budapest werde eine Rebellion gegen den neuen Migrationspakt des Staatenbunds anführen.

    Diese Politik, die im Juli in Kraft treten soll, zwingt die Mitgliedsstaaten, im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl und ihrem BIP dazu beizutragen, den Migrationsdruck auf die am meisten betroffenen Länder der EU zu verringern.

    Jedes Mitgliedsland ist verpflichtet, entweder eine bestimmte Zahl von Migranten aus den Hotspots zu akzeptieren oder 20.000 Euro für jede Person zu zahlen, deren Annahme es verweigert.

    "Wie 2025 werden wir auch 2026 keinen einzigen Migranten nach Ungarn lassen, und wir werden keinen einzigen Forint ungarischen Geldes zahlen", schrieb Szijjártó am Sonntag auf Facebook und attackierte diese Anforderung als "absurd".

    Die EU-Vorgaben kollidieren mit Ungarns eigenen, harten nationalen Maßnahmen, darunter Grenzzäune und eine Ablehnung verpflichtender Quoten. Diese Haltung hat bereits zu einer Bestrafung Budapests durch Brüssel geführt und der Europäische Gerichtshof hat Ungarn gezwungen, seit Juni 2024 eine tägliche Strafe von einer Million Euro für die Nichteinhaltung zu zahlen.

    Szijjártó argumentiert, dass der Pakt vor allem Nationen nützt, in denen Sicherheit und soziale Stabilität bereits so ernsthaft geschädigt sind, dass es jetzt ihr Hauptziel ist, Migranten so schnell wie möglich loszuwerden.

    Premierminister Viktor Orbán hatte schon zuvor gewarnt, Ungarn werde den neuen EU-Vorgaben nicht Folge leisten. Er verurteilte diese Politik als "empörend". Orbán ist für seine scharfe Kritik an der EU-Politik bekannt, darunter jene zur Migration wie auch jene zur Ukraine.

    Polen, die Slowakei und die Tschechische Republik haben sich gleichfalls gegen den EU-Migrationspakt gestellt. Warschau und Bratislava haben eine Ausnahme gefordert, und die neue Regierung in Prag will neue Verhandlungen über diese Politik.

    Die EU kämpft seit zwei Jahrzehnten mit Massenmigration, seit sie zu den Angriffen auf Libyen (2011) und Syrien (2014) beigetragen hat, wie auch durch die Unterstützung der Eskalation des Konflikts zwischen Kiew und Moskau im Februar 2022, was Ankunftswellen ausgelöst hat, die Millionen Menschen umfassten.

    Mehr zum Thema - Orbán: Brüssel hat unsere Zukunft entführt

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  • Elon Musk auf dem Weg zum ersten Billionär: SpaceX plant Mega-IPO 2026

    Für 2026 zeichnet sich ab, dass mehrere US-Technologieunternehmen den Sprung an die Börse wagen könnten – an der Spitze dürfte SpaceX stehen. Laut Angaben von Investoren plant Elon Musks Weltraumfirma den bislang größten Börsengang der Unternehmensgeschichte und könnte den Tesla-Gründer damit zum ersten Dollar-Billionär machen.

    SpaceX, das nicht nur Raketen in den Orbit bringt, sondern auch das Satellitennetzwerk Starlink betreibt, soll bei dem IPO (Initial Public Offering) zwischen 25 und 50 Milliarden US-Dollar einnehmen. Die angestrebte Marktkapitalisierung von rund 1,5 Billionen US-Dollar würde den bisherigen Rekord von Saudi Aramco deutlich übertreffen. Musks Anteil von mehr als 40 Prozent hätte bei dieser Bewertung einen Wert von über 600 Milliarden US-Dollar.

    Getrieben wird das Wachstum vor allem von Starlink: Für 2026 werden Umsätze von 22 bis 24 Milliarden Dollar erwartet. Analysten von Morgan Stanley rechnen mittelfristig mit bis zu einer Milliarde Abonnenten. Anders als viele andere Tech-Startups arbeitet SpaceX bereits profitabel und profitiert zudem von einer hochentwickelten Raketentechnologie, die dem Unternehmen entscheidende Vorteile gegenüber Konkurrenten wie Blue Origin oder Boeing verschafft.

    SpaceX spielt zudem eine zentrale Rolle als Partner der US-Regierung und der NASA. Konkurrenzunternehmen wie Boeing und Blue Origin erreichen bislang nicht dieselben Kapazitäten und Erfolgsquoten. Ein Beispiel dafür lieferte 2024 die Rückkehr der NASA-Astronauten: Für den Heimflug war die SpaceX-Kapsel "Dragon" erforderlich, nachdem Boeings "Starliner" beim Hinflug auf Probleme gestoßen war.

    Die geplante Bewertung von 1,5 Billionen US-Dollar ist unter Experten umstritten. Bisher hat SpaceX vor allem private Investoren überzeugt. Eine Finanzierungsrunde im Dezember 2024 bewertete das Unternehmen mit rund 350 Milliarden US-Dollar; kurz darauf wurde intern ein Kaufkurs von 800 Milliarden US-Dollar kommuniziert.

    Ein Börsengang bringt zudem umfangreiche regulatorische Anforderungen mit sich. Frühere Konflikte Musks mit der US-Börsenaufsicht SEC und mit Stimmrechtsberatern könnten erneut eine Rolle spielen. Zudem müssen Investmentbanken Mechanismen wie Haltefristen sorgfältig planen, um einen Preisverfall unmittelbar nach dem IPO zu verhindern.

    Blick in die Zukunft: KI im All

    Elon Musk plant, Satelliten künftig als Rechenzentren im Orbit einzusetzen, die unabhängig von terrestrischen Stromnetzen Daten verarbeiten. Ähnliche Konzepte verfolgen auch Blue Origin und Google, doch die technische Umsetzung bleibt eine Herausforderung. Mit dem neuen Starship soll SpaceX mehrere Hundert Gigawatt Rechenleistung pro Jahr ins All bringen.

    Neben SpaceX gelten auch die KI-Unternehmen OpenAI und Anthropic als mögliche Börsenkandidaten, deren IPOs jedoch voraussichtlich erst 2027 stattfinden könnten. Ein Börsengang von SpaceX dürfte die gesamte Raumfahrtbranche beeinflussen. Aktien von Firmen wie Rocket Lab, Firefly Aerospace oder EchoStar haben in den letzten Monaten bereits deutlich profitiert.

    SpaceX startet nicht als Nischenunternehmen, sondern als Gigant an der Börse. Das Aufwärtspotenzial ist enorm, die Risiken ebenso. Mit dem größten Börsengang der Geschichte könnte Elon Musk erneut Maßstäbe setzen und als erster Mensch in die Liga der Billionäre aufsteigen.

    Mehr zum Thema – Elon Musk stoppt Parteigründung und setzt auf Versöhnung

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  • Medwedtschuk: Das Jahr 2025 stärkte Russlands und Putins Ansehen weltweit

    Das Jahr 2025 habe den politischen und geopolitischen Impuls von 2024 konsequent fortgesetzt. Die Welt bewege sich unumkehrbar in Richtung Multipolarität. Dieser Prozess lasse sich nicht mehr aufhalten. Dies erklärt Wiktor Medwedtschuk, Vorsitzender des Rates der Bewegung "Andere Ukraine" und ehemaliger Vorsitzender der in der Ukraine verbotenen Partei "Oppositionsplattform – Für das Leben", in seiner Jahresbilanz.

    Das zu Ende gehende Jahr 2025 sei dabei ein Jahr der Stärkung des internationalen Ansehens Russlands und seines Staatschefs Wladimir Putin gewesen. Russland habe seine Position auf globaler Ebene gefestigt – militärisch ebenso wie diplomatisch – und setze seine Ziele unabhängig von den Positionen des "agonisierenden Kollektiven Westens" durch.

    Der vollständige Verlust der globalen Hegemonie des Kollektiven Westens sei bislang noch nicht vollständig erkannt worden. Einzelne Politiker würden weiterhin hoffen, politische Prozesse zurückdrehen zu können, doch 2026 werde das Jahr sein, in dem diese Illusionen zerbrechen.

    Trump als Symptom des Systemversagens

    Der Wahlsieg Donald Trumps und seine Rückkehr an die Macht seien kein Zufall gewesen. Entgegen der Darstellung vieler Globalisten handele es sich um einen folgerichtigen politischen Prozess. Er markiere das Scheitern ihrer bisherigen Strategie, ergänzte Medwedtschuk.

    "Der Sieg Trumps und sein Amtsantritt waren keineswegs ein bedauerlicher Zufall, wie viele Globalisten glauben, sondern ein völlig folgerichtiger Prozess, der das Scheitern ihrer Strategie bedeutet."

    Ukraine-Konflikt als System gegenseitiger Täuschung

    Laut Medwedtschuk beruhe das bisherige Modell des Ukraine-Konflikts auf gegenseitigem Betrug. Wladimir Selenskij habe den "kollektiven Westen" darüber getäuscht, Russland militärisch besiegen zu können. Der kollektive Westen wiederum habe Kiew über die Unerschöpflichkeit seiner Ressourcen und das tatsächliche Ausmaß seiner Unterstützung belogen.

    Ohne die massive Korruptionskomponente ergebe dieses System keinen Sinn. Eine solche Konstruktion könne nicht unbegrenzt bestehen. Die Wahlergebnisse in den USA hätten Washington faktisch aus diesem Schema herausgeführt. Trump habe die Spielregeln radikal verändert. Selenskij und Europa würden den USA nicht mehr den Krieg gegen Russland verkaufen, sondern jetzt verkaufe die USA Waffen an Europa und suche gleichzeitig den politischen Dialog mit Moskau.

    2025 als Jahr des Regelwechsels

    Medwedtschuk zufolge markiert das Jahr 2025 einen grundlegenden Wandel – nicht nur im Ukraine-Konflikt, sondern im gesamten System der globalen Sicherheit. Anstelle von Drohungen und direkten Interventionen setze Washington inzwischen auf Deals. Eine solche Herangehensweise habe es vor 2025 nicht gegeben. Frieden und das Ende von Kriegen seien zu legitimen politischen Zielen geworden. Das bedeute jedoch nicht, dass alle Probleme sofort gelöst würden. Doch diese Tendenzen hätten 2025 an Dynamik gewonnen und würden sich 2026 fortsetzen.

    Treffen in Alaska als Schlüsselmoment

    Medwedtschuk bekräftigt, dass das Treffen der Präsidenten Russlands und der USA in Alaska das zentrale Ereignis des Jahres gewesen sei. Unter der Regierung von Joe Biden wäre ein solches Treffen undenkbar gewesen. Auch der Ort sei symbolisch. Während Europa versucht habe, eine politische Mauer zwischen den USA und Russland zu errichten, hätten europäische Politiker übersehen, dass beide Länder gemeinsame Grenzen haben. Über diese könnten Brücken gebaut werden. Dadurch sei Europa politisch ins Abseits geraten. Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte bei der Pressekonferenz in Anchorage:

    "Russland ist aufrichtig daran interessiert, den Ukraine-Konflikt zu beenden. Damit die Regelung nachhaltig ist, müssen alle Grundursachen der Krise beseitigt, alle legitimen Sicherheitsinteressen Russlands berücksichtigt und ein gerechter Sicherheitsausgleich in Europa und weltweit wiederhergestellt werden."

    Dabei habe Russland seine offizielle Position nicht verändert. Die USA hingegen hätten ihre Linie angepasst. "Das ist ein dummer Krieg von Joe Biden, der niemals hätte stattfinden dürfen", sagte Trump vor dem Treffen. Laut Medwedtschuk lasse sich das Jahr 2025 daher klar in zwei Phasen teilen: vor und nach dem 15. August, vor und nach Anchorage.

    Intrige nach dem Gipfel

    "Vor dem Treffen stand die Frage im Raum, ob Moskau und Washington sich einigen können", erklärte der Politiker. Nach dem Treffen gehe es nun darum, ob die Vereinbarungen auch umgesetzt würden. Diese Frage sei Ende 2025 weiterhin offen. Europa und Selenskij würden alles tun, um die Umsetzung zu sabotieren. Die Gründe dafür seien offensichtlich: Eine neue globale Sicherheitsarchitektur würde den "Illegitimen" und die "Koalition der Kriegstreiber" aus den politischen Entscheidungsprozessen verdrängen.

    Zerfall der westlichen Einheit

    Fest stehe, so Medwedtschuk, dass der Kollektive Westen 2025 seine Einheit verloren habe. Zwischen den USA, der EU und Großbritannien habe sich ein tiefer Riss aufgetan. Ob daraus ein endgültiger Bruch werde, sei offen. Die Tendenz sei jedoch eindeutig.

    Trumps Politik bleibe dabei widersprüchlich. Häufige Kurswechsel, wechselnde Rhetorik und politische "Schaukelbewegungen" haben es den Demokraten ermöglicht, einige ihrer verlorenen Positionen zurückzugewinnen. Ein symbolischer Rückschlag für die Republikaner seien die Bürgermeisterwahlen in New York gewesen. Der siegreiche Kandidat Mamdani habe seine Kampagne auf eine explizit antitrumpistische Linie gestützt. Das habe die Hoffnungen der Globalisten genährt, den Prozess umkehren zu können.

    Europa zwischen Washington und Moskau

    Gleichzeitig setzte Trump Europa wirtschaftlich unter Druck, so Medwedtschuk. Hohe Zölle für den Zugang zum US-Markt hätten das jahrzehntelang praktizierte Modell infrage gestellt, bei dem politische Loyalität gegen wirtschaftliche Vorteile eingetauscht worden sei. Die EU, die de facto zu einem Anhängsel der NATO geworden ist, schwanke nun zwischen einer antirussischen und einer antiamerikanischen Haltung. 

    "Mit dem 28-Punkte-Plan können die USA unter Trump nicht länger als Verbündeter Europas betrachtet werden", habe der ehemalige EU-Außenbeauftragte Josep Borrell erklärt. Weder die EU noch Großbritannien hätten eine kohärente Strategie gegenüber Washington entwickelt. Die antirussische Politik Europas stecke zunehmend in einer Sackgasse.

    Selenskij unter Druck

    "Im Jahr 2025 hat Selenskij seine Rhetorik verändert, nicht jedoch seine Methoden", erklärt der Oppositionelle. Er versuche jetzt, sich als Friedensstifter zu inszenieren. Das wirke aufgesetzt, sei aber seine einzige Möglichkeit, um erneut Zugang zu Trump zu erhalten. Den erneuten Besuch in Washington habe Selenskij durch ein Rohstoffabkommen erkauft. Die ukrainische Bevölkerung müsse dafür bezahlen.

    Gleichzeitig breche die Machtvertikale Selenskijs sichtbar zusammen. Nach einem externen Korruptionsskandal im Jahr 2024 folgte im Jahr 2025 ein interner Skandal im engsten Umfeld des Präsidenten. Selenskij klammere sich an die Idee von Wahlen, um seine Macht zu verlängern und seine Legitimität zurückzuerlangen.

    Kritische Lage für Kiew und Europa

    "Zusammenfassend kann man sagen, dass die Positionen Selenskijs und der 'Koalition der Kriegstreiber' im Vergleich zu 2024 erheblich eingebrochen sind", so Medwedtschuk. Die Lage sei nicht nur für das Kiewer Regime, sondern auch für die Führung der EU sowie Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs kritisch – primär infolge ihrer radikalen antirussischen Politik.

    USA vor entscheidenden Wahlen

    Die weitere Entwicklung in den USA hinge maßgeblich von Trumps Kurs ab. Bei den Zwischenwahlen am 3. November 2026 würden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 Senatssitze neu vergeben. Hinzu kämen Gouverneurs- und Lokalwahlen in zahlreichen Bundesstaaten. Die Demokraten hoffen, Trump zu einer machtlosen Figur zu machen – vergleichbar mit der britischen Monarchie.

    Russland blickt zuversichtlich nach vorn

    Medwedtschuk betonte, dass 2025 ein Jahr der Stärkung des internationalen Ansehens Russlands und seines Präsidenten Wladimir Putin gewesen sei. Russland gewinne stabil – militärisch wie diplomatisch – und erreiche seine Ziele, unabhängig von den Positionen des Kollektiven Westens, der sich in der Krise befindet. Dies erklärte Putin am 27. Dezember 2025 bei einer Besprechung im Kommandoposten der vereinigten Truppenverbände.

    "Wenn die Kiewer Behörden den Konflikt nicht friedlich beenden wollen, werden wir alle vor uns stehenden Aufgaben im Rahmen der militärischen Sonderoperation mit Waffengewalt lösen."

    Diese Worte seien, so Medwedtschuk, ein passender Abschluss des Jahres und ein Beleg dafür, dass Russland mit Zuversicht in die Zukunft gehe.

    Mehr zum Thema – Wie Russland im Jahr 2025 kämpfte – und gewann

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  • Kriegszeiten: Dividendenzahlungen an Aktionäre größter Waffenhersteller Europas erreichen Rekordhöhe

    Die Dividendenzahlungen der größten europäischen Rüstungskonzerne haben ein Rekordniveau erreicht, berichtet die Zeitung Financial Times. Die führenden Rüstungskonzerne Europas beabsichtigen, ihren Aktionären in diesem Jahr rund 5 Milliarden US-Dollar auszuschütten, nachdem die weltweiten Militärausgaben wegen des Ukraine-Konflikts stark gestiegen sind, so die Zeitung weiter.

    Analysten von dem Unternehmen Vertical Research Partners haben berechnet, dass die acht größten Verteidigungsunternehmen Europas in diesem Jahr erhebliche Gewinne in Form höherer Dividenden erzielt haben. Die Studie zeigt, dass die Ausschüttungen "bald ein Zehnjahreshoch erreichen werden".

    Vor dem Hintergrund eines starken Investitionszuflusses in den europäischen Verteidigungssektor sind die Gewinne der Aktionäre der sechs größten US-Verteidigungsunternehmen – Lockheed Martin, General Dynamics, Northrop Grumman, RTX Corporation, L3Harris Technologies und Huntington Ingalls – gesunken. Die Branche erreichte im Jahr 2023 einen Zehnjahresrekord, doch danach setzte ein Rückgang ein.

    Der Umsatz des größten deutschen Militärkonzerns Rheinmetall stieg hingegen im ersten Halbjahr um 24 Prozent auf einen Rekordwert von 4,7 Milliarden Euro. Die größten Verteidigungskonzerne Polens, PGZ (Polska grupa zbrojeniowa) und Grupa WB, schließen das Jahr 2025 mit einem Rekordgewinn ab. Die Einnahmen des ersten stiegen um 40 Prozent auf fast 3,5 Milliarden US-Dollar, die des zweiten auf 750 Millionen US-Dollar. Das Portal RBK schreibt:

    "Zuvor hatte das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut (Stockholm International Peace Research Institute – SIPRI) berechnet, dass die Gesamteinnahmen der 100 größten Waffenhersteller der Welt im Jahr 2024 um 5,9 Prozent gestiegen sind. Analysten zufolge entfallen 22 Prozent der weltweiten Einnahmen aus Waffenverkäufen auf 26 europäische Hersteller.
    Ein Rekordwachstum verzeichnete die Tschechische Republik. Dank der Einführung der 
    sogenannten Tschechischen Munitionsinitiative (Czech Ammunition Initiative – CAI), einem Programm, das die Regierung des Landes im Jahr 2024 zur Beschaffung und zum Kauf von Artilleriegeschossen für die Ukraine ins Leben gerufen hat, stieg der Umsatz des Landes aus Waffenverkäufen um 193 Prozent."

    Und in Großbritannien gelang es der Regierung sogar, Verträge über den Verkauf von Rüstungsgütern an Verbündete im Wert von über 20 Milliarden Pfund (27 Milliarden US-Dollar) abzuschließen. Das ist ein Rekordwert seit 40 Jahren. So wird in diesem Zusammenhang sehr deutlich und verständlich, warum die Lobbyisten der europäischen Rüstungsindustrie in der EU so sehr an einer Fortsetzung des Krieges in der Ukraine interessiert sind – ohne Rücksicht auf die Opfer, deren Zahl wahrscheinlich bereits in die Millionen geht.

    Mehr zum Thema - Lord Skidelsky entlarvt Kriegshetzer – Teil I: Die Täuschungen hinter der Ukraine-Debatte

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  • Kiew nimmt an Übungen nach Art.5 des NATO-Vertrags teil

    Vertreter des Gemeinsamen NATO-Ukraine-Zentrums für Analyse, Schulung und Weiterbildung (JATEC) nahmen erstmals an einer Übung zur Anwendung der Mechanismen für kollektive Sicherheit gemäß Artikel 5 des NATO-Vertrags im Rahmen der Übung LOYAL DOLOS 2025 teil. Hierüber informiert der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in einer auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Mitteilung:

    "Erstmals haben ukrainische Vertreter an der Übung der Mechanismen für kollektive Sicherheit des Bündnisses teilgenommen."

    Dem Generalstab zufolge beteiligten sich rund 1.500 Militärangehörige und zivile Fachkräfte an der Übung an verschiedenen Standorten in Europa. Im Mittelpunkt der Aktivitäten standen Landoperationen mit Integration und die gleichzeitige Übung kohärenten Handelns in mehreren sogenannten Domänen (an Land, zu Wasser, in der Luft) – im Einklang mit der NATO-Strategie zur Schaffung stärker vernetzter und anpassungsfähiger Streitkräfte. Artikel 5 des Nordatlantikvertrags besagt, dass ein bewaffneter Angriff gegen ein NATO-Mitglied als Angriff gegen alle Mitglieder gilt und die Pflicht jedes Mitglieds zur Hilfeleistung auslöst. Die Art dieser Hilfeleistung ist indes nicht vorgegeben: Sie kann den Einsatz von Waffengewalt beinhalten oder auch nicht – und kann überhaupt aus allen möglichen Maßnahmen bestehen, die die jeweiligen Hilfe leistenden NATO-Mitgliedstaaten für notwendig erachten.

    Russland hat in den letzten Jahren eine beispiellose NATO-Aktivität an seinen Westgrenzen beobachtet. Das Bündnis weitet seine Initiativen zur Eindämmung Russlands aus und bezeichnet dies als "Abschreckung russischer Aggression". Moskau hat wiederholt seine Besorgnis über die Wiederaufrüstung und den Ausbau der Kontingente des Bündnisses an Russlands Grenzen in Europa geäußert. Das russische Außenministerium erklärte, die Moskauer Führung sei weiterhin offen für einen Dialog mit der NATO – dies solle jedoch auf Augenhöhe geschehen, und der Westen müsse seine Politik der Militarisierung des Kontinents aufgeben.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuvor in einem Interview mit dem US-Journalisten Tucker Carlson ausführlich erläutert, Russland habe keinerlei Absicht, NATO-Staaten anzugreifen – dies sei sinn- und zweckfrei. Der russische Staatschef hielt fest, dass westliche Politiker ihre Bevölkerung regelmäßig mit einer imaginären russischen Bedrohung verängstigen, um von innenpolitischen Problemen abzulenken – doch "kluge Menschen verstehen sehr wohl, dass dies alles Fakes sind".

    Die Ukraine erlangte ihre Unabhängigkeit gemäß ihrer Unabhängigkeitserklärung, in der Blockfreiheit, Neutralität und Nichtdiskriminierung nach ethnischer Zugehörigkeit festgeschrieben sind. Diese Unabhängigkeitserklärung selbst gründet und verweist dabei auf die zuvor verabschiedete Deklaration über die Souveränität der Ukrainischen SSR innerhalb der Sowjetunion, in der besagte Punkte ebenfalls festgeschrieben sind und die vor der Unabhängigkeitserklärung Vorrang hat.

    Die Russische Föderation ist einerseits rechtlicher Nachfolger, andererseits aber auch der von den Vereinten Nationen anerkannte sogenannte Fortsetzungsstaat der Sowjetunion.

    Mehr zum Thema - Putin: "Russen und Ukrainer sind ein Volk – in diesem Sinne ist die ganze Ukraine unser"

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  • Trump trifft Netanjahu zu Nahost-Konsultationen

    Israelische Medien berichten über eine Auslandsreise von Premier Benjamin Netanjahu in die USA, wo er sich erneut mit US-Präsident Donald Trump zu innen- wie außenpolitischen Gesprächsthemen treffen wird. Das Gespräch – das fünfte seit Trumps Amtsantritt im Januar dieses Jahres – ist für den heutigen Montagnachmittag in Trumps Anwesen Mar-a-Lago angesetzt.

    Ein Artikel der Times of Israel verweist zur aktuellen Reise des israelischen Premiers darauf, dass Netanjahu "in einer seltenen Entscheidung keine Reporter auf seinem Flug mitnahm, und er gab vor seiner Abreise nicht die übliche Erklärung ab." Die vordergründigen Gesprächsthemen seien laut Mitteilung weitere Absprachen über "die Zukunft des Gazastreifens und die anhaltenden Bedrohungen [Israels] durch die Hisbollah und Iran" sowie die Situation hinsichtlich des militärischen Agierens der Israelis im Libanon und im Westjordanland. 

    Die Jerusalem Post erklärt zu möglichen Unstimmigkeiten bei den Konsultationen:

    "Der wichtigste Streitpunkt dürfte Gaza sein, wo Israel darauf besteht, dass der Wiederaufbau des Gazastreifens erst beginnen kann, wenn die Hamas vollständig entwaffnet ist. Im Gegensatz dazu hat die US-Regierung bereits angekündigt, dass Trumps Plan im Januar in die zweite Phase übergehen wird, die wichtige Vereinbarungen umfasst."

    Laut US-Medien würden aktuell die Spannungen zwischen den wichtigsten Beratern von Präsident Donald Trump und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zunehmen, "da das US-Team zunehmend frustriert ist über Netanjahus Versuche, den Friedensprozess zu untergraben", so eine Einschätzung des Portals Axios am Freitag der Vorwoche.

    Dem Bericht zufolge ist der engste Kreis um den US-Präsidenten, darunter Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, Friedensbeauftragter Steve Witkoff und Stabschefin des Weißen Hauses Susie Wiles, "zutiefst verärgert, da sie glauben, dass Netanjahu das Abkommen 'verzögert' und aktiv Schritte unternimmt, um den Waffenstillstand in Gaza zu untergraben." Dazu heißt es weiter wörtlich im Artikel zum Blickwinkel der israelischen Seite (Bezahlschranke):

    "'Es ist ein entscheidendes Treffen. Es ist unklar, ob Trump dieselbe Meinung vertritt wie Witkoff und Kushner', erklärte ein hochrangiger israelischer Beamter. 'Bibi versucht, einen einzigen Zuhörer zu überzeugen. Die Frage ist, ob Trump sich in Bezug auf Gaza auf seine Seite oder auf die seiner Spitzenberater stellen wird. Wer weiß schon, wie Trump sich entscheiden wird?'"

    Ein ungenannter israelischer Beamter erklärte gegenüber Axios, dass US-Außenminister Rubio Netanjahus Position näher stehe als die Trump-Berater Witkoff und Kushner. Ein ebenfalls ungenannter Beamter des Weißen Hauses deutete zudem an, dass Netanjahu "im Wesentlichen die Unterstützung von Trumps Kernteam 'verloren' habe."

    Die Netanjahu-Administration und die Hamas-Leitungsebene haben dabei die zweite Phase des anvisierten Abkommens noch nicht offiziell unterzeichnet, "da beide Seiten einander vorwerfen, gegen die Bedingungen der ersten Phase verstoßen zu haben", so die Times of Israel darlegend. 

    Trump persönlich hatte jüngst angekündigt, dass der sogenannte "Friedensrat" (Board of Peace), der die Umsetzung des US-Plans überwachen soll, final im Januar 2026 eingerichtet werden soll. Der Einsatz einer "Internationalen Stabilisierungstruppe (ISF)" sowie die Bildung "einer technokratischen Regierung aus palästinensischen Persönlichkeiten zur Verwaltung des Gazastreifens sollen ebenfalls in den kommenden Wochen abgeschlossen werden", so US-Medien.

    Die erste Phase des ausgehandelten Abkommens, das am 10. Oktober in Kraft trat, umfasste die Freilassung israelischer Geiseln im Austausch gegen palästinensische Gefangene. Jerusalem kritisiere vor diesem Hintergrund aktuell noch die fehlende Rückführung einer letzten noch in Gaza verbliebenen getöteten Geisel. 

    Die zweite Phase umfasse "die Bildung eines vorübergehenden technokratischen Komitees zur Verwaltung des Gazastreifens, die Einleitung von Wiederaufbaumaßnahmen, die Einrichtung eines Friedensrats, die Schaffung einer internationalen Truppe, den weiteren Abzug israelischer Truppen aus dem Gebiet und die Entwaffnung der Hamas", so der offizielle Wortlaut.

    Die Vereinten Nationen schätzen die Kosten laut aktuellen Auswertungen für den Wiederaufbau des Gazastreifens infolge des israelischen Krieges, bei dem seit Oktober 2023 fast 71.000 Palästinenser getötet und über 171.000 verletzt wurden, auf etwa 70 Milliarden US-Dollar.

    Mehr zum Thema - Hamas lehnt Entwaffnung ab – Hochrangiger Hamas-Kommandant bei israelischem Angriff getötet

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  • IAEA: Technischer Waffenstillstand am AKW Saporoschje vereinbart

    Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat eine örtlich begrenzte Waffenruhe zwischen russischen und ukrainischen Streitkräften in der Umgebung des Kernkraftwerks Saporoschje in Energodar nahe Saporoschje-Stadt vermittelt. Dies ermöglichte dringend notwendige Reparaturen an den Stromleitungen, die das vorübergehend stillgelegte Kraftwerk versorgen, wie IAEA-Leiter Rafael Grossi mitteilt. Europas größtes Kernkraftwerk, das seit dem Jahr 2022 unter Russlands Kontrolle steht, war aufgrund von Angriffen auf die umliegende Infrastruktur wiederholt von der externen Stromversorgung abgeschnitten.

    Russische Beamte beschuldigten das ukrainische Militär, das Kraftwerk ins Visier genommen und es so gezwungen zu haben, auf Notstromsysteme zurückzugreifen. Die Stromausfälle hatten immer wieder Bedenken hinsichtlich der nuklearen Sicherheit geweckt. Die Ukraine wiederum beschuldigte Russland, die Stromleitungen zum Kraftwerk gekappt zu haben. In einem Beitrag im sozialen Netzwerk X (vormals Twitter) am Sonntag erklärte die IAEA, ihr Team vor Ort überwache die Reparaturarbeiten, die voraussichtlich mehrere Tage dauern werden. Diese Arbeiten seien Teil der Bemühungen, das Risiko eines nuklearen Unfalls während der andauernden Kampfhandlungen zu verringern.

    IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi dankte beiden Seiten für die Einigung auf dieses neue, vorübergehende "Fenster der Stille", um die Stromübertragung zum AKW wiederherzustellen und die nukleare Sicherheit zu stärken, teilte die IAEA mit.

    Das Kernenergie-Aufsichtsorgan der Vereinten Nationen hat wiederholt davor gewarnt, dass militärische Aktivitäten in der Nähe von Atomanlagen ernsthafte Sicherheitsrisiken bergen, und alle Seiten aufgefordert, den Schutz kritischer nuklearer Infrastrukturen zu gewährleisten. Während Grossis Reise nach Moskau im September zum Globalen Atomforum versuchte Kiews Militär, das russische Atomkraftwerk Kursk II bei der Stadt Kurtschatow mit einer Kamikaze-Drohne anzugreifen. Noch am selben Tag traf sich der IAEA-Chef mit Russlands Präsident Wladimir Putin, um über die globale nukleare Sicherheit und die Zusammenarbeit Russlands mit der IAEA zu sprechen. Putin lobte die Arbeit der Behörde und sicherte ihr die fortgesetzte Unterstützung Moskaus zu.

    Auch US-Präsident Donald Trump sprach nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij am Sonntag in Florida die Probleme des Atomkraftwerks Saporoschje an:

    "Präsident Putin arbeitet tatsächlich mit der Ukraine an einer Wiederinbetriebnahme."

    Trump fügte hinzu, Russlands Streitkräfte hätten die Anlage niemals  etwa "mit Raketen" angegriffen.

    Im März dieses Jahres erklärte Alexei Arestowitsch, Oberst der ukrainischen Armee a.D. und ehemals Berater in Selenskijs Präsidialamt, die ukrainischen Geheimdienste würden Angriffspläne gegen alle Kernkraftwerke Russlands schmieden, sofern diese erreichbar seien. Zudem hegten sie die Absicht, Kernkraftwerke unter Kontrolle des Kiewer Regimes selbst zu sprengen, falls die militärische Niederlage drohe.

    Mehr zum Thema - Putin: USA wollen größtes Atomkraftwerk Europas für Kryptomining

     

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  • Meinungsfreiheit: USA verteidigen Sanktionen gegen westeuropäische Zensoren

    Sarah Rogers, Staatssekretärin im US-Außenministerium, hat Washingtons Entscheidung, mehrere Europäer zu sanktionieren, verteidigt und gesagt, die "extraterritoriale Zensur von Amerikanern" untergrabe Redefreiheit und Innovation.

    Vorige Woche hatte das US-Außenministerium Sanktionen gegen fünf Personen verhängt, darunter die Britinnen Imran Ahmed und Clare Melford, die Deutschen Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon und den ehemaligen EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Thierry Breton. US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Sanktionierten hätten "organisierte Versuche geleitet, amerikanische Plattformen zu zwingen, amerikanische Ansichten zu bestrafen, gegen die sie stehen."

    In einem Interview mit der Sunday Times sagte Rogers, die Maßnahmen zielten auf den Schutz der Meinungsfreiheit und der Wettbewerbsfähigkeit des US-Technologiesektors. "Das sind Leute, die, in vielen Fällen, Geld der Regierung nahmen, um amerikanische Firmen zu zerstören, mit dem Zweck, amerikanische Aussagen zu unterdrücken", sagte sie.

    "Das sind letztlich ernste Entscheidungen, die beim Außenminister liegen und alle Prioritäten unserer Außenpolitik berücksichtigen. Aber die Redefreiheit ist eine dieser Prioritäten, und auch die fortgesetzte Fähigkeit des amerikanischen Techniksektors, zu führen und zu erneuern", fügte sie hinzu.

    Diese Sanktionen sind Teil eines lauter werdenden Disputs zwischen den USA und der EU zur Regulierung von Online-Äußerungen, der Kontrolle über digitale Plattformen und der Reichweite nationaler Gesetze über ihre Grenzen hinaus. Elon Musk, dessen Plattform X von EU-Regulatoren mit einer Strafe von etwa 120 Millionen Euro belegt wurde, die mit einer Verletzung der Transparenzregeln des Digital Services Act begründet wurde, begrüßte den Schritt und nannte ihn "so großartig".

    Zuvor hatte Musk gegen die Strafe protestiert und die EU ein "bürokratisches Monster" genannt, das aufgelöst werden sollte, und Brüssel vorgeworfen, es setze X unter Druck, um Meinungen zu zensieren.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron, der selbst einst Breton nominiert hatte, warf Washington "Zwang und Einschüchterung" vor. Der britische Labour-Abgeordnete Chi Onwurah sagte, Individuen wegen eines Disputs über Rede zu sanktionieren, untergrabe die Redefreiheit, die die US-Regierung zu verteidigen vorgibt.

    Der Bruch zeigte sich schon in Washingtons neuer nationaler Sicherheitsstrategie, die warnte, dass der EU wegen der Eingriffe in die Redefreiheit, der Unterdrückung politischer Opposition und des Regulierungsdrucks auf Innovationen die "zivilisatorische Auslöschung" drohe.

    Mehr zum Thema – "Demokratische" Existenzvernichtung: EU und Bundesregierung jagen Dissidenten

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  • Das Jahr 2025 zwang den Westen, sein Ziel im Ukraine-Krieg zu überdenken

    Von Geworg Mirsajan

    Die Entschlossenheit, nationale Interessen in den Beziehungen zu Ländern zu verteidigen, deren Regierungen unfreundliche, antirussische Maßnahmen ergreifen, hat sie dazu gezwungen, die Unmöglichkeit einer "strategischen Niederlage Russlands auf dem Schlachtfeld" anzuerkennen", heißt es in einer Erklärung des russischen Außenministeriums zu den Ergebnissen des zu Ende gehenden Jahres.

    Dies wurde zuvor auch von westlichen Journalisten und Militärs eingeräumt. "Der Konflikt sollte zu einer "strategischen Niederlage" Moskaus führen. Nun scheint es, dass der NATO selbst eine strategische Niederlage auf dem Schlachtfeld droht", bemerkt der italienische General Marco Bertolini.

    Das Gleiche sagen sogar europäische Politiker. "Italien hat kein Interesse daran, jemandem den Krieg zu erklären. Im Gegenteil, wir wollen die Beziehungen [zu Russland] wiederherstellen", sagt der stellvertretende italienische Ministerpräsident Matteo Salvini. Salvini wies darauf hin, dass Napoleon Bonaparte und Adolf Hitler Russland nicht unterwerfen konnten, weshalb dies auch der Chefin der europäischen Diplomatie, Kaja Kallas, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz kaum gelingen dürfte.

    Aber Macron selbst sagt jetzt nicht mehr, dass Russland auf dem Schlachtfeld besiegt werden müsse, sondern dass "es in unserem Interesse – sowohl als Europäer als auch als Ukrainer – liegt, den richtigen Rahmen für die Wiederaufnahme der Gespräche mit Moskau zu finden".

    Der tschechische Präsident Petr Pavel – der wie Emmanuel Macron noch vor kurzem zu den Falken in der Russlandfrage gehörte – kommt ebenfalls zu dem erzwungenen Schluss, dass man sich mit Russland einigen müsse. "Welche Alternativen haben wir? Endlos gegen Russland zu kämpfen? Ein solcher Ansatz würde wahrscheinlich zu großen menschlichen Verlusten für uns alle und zu schweren Schäden für unsere Volkswirtschaften führen", sagt er. Petr Pavel räumte ein, dass es äußerst schwierig sei, sich auf einen Kompromiss mit Russland zu verlassen, aber man müsse die realen Umstände berücksichtigen. Und die Realität sieht so aus, dass Russland am Ende des aktuellen Ukraine-Konflikts nicht zum Lager der Besiegten gehören kann.

    Jahrelang waren sich die Eliten in den USA und Europa einig, dass Russland um jeden Preis eine strategische Niederlage zugefügt werden müsse. Diese Idee entstand bereits im Jahr 2014 als Reaktion auf die Rückkehr der Krim in den "heimatlichen Hafen" und auf die Reaktion Moskaus auf den ukrainischen "Maidan".

    Der Widerstand Russlands und sein Bestreben, sein Volk zu schützen, wurden von den Globalisten als Aufstand gegen ebendiese "regelbasierte Ordnung" wahrgenommen. Russlands Erfolg bei der Verteidigung seiner nationalen Interessen hätte andere Länder dazu veranlassen können, ebenfalls von ihrer Souveränität Gebrauch zu machen, was es dem Westen erheblich erschwert hätte, die Kontrolle über die weltweiten Prozesse zu behalten (und genau das ist letztendlich tatsächlich passiert).

    Ursprünglich war es das Ziel der westlichen Länder, Russland durch einen Machtwechsel einen strategischen Schlag zu versetzen. Aus diesem Grund finanzierten sie verschiedene staatsfeindliche Bewegungen innerhalb der russischen Gesellschaft, führten eine Informationskampagne gegen den Kreml und versuchten auf vielfältige Weise, die Einheit der russischen Bevölkerung zu schwächen. Die Wette des Westens auf die liberale Pseudo-Opposition in Russland hat sich jedoch als Fehlschlag erwiesen – diese politischen Kreise waren lediglich in der Lage, westliche Gelder zu veruntreuen und sich um diese zu streiten.

    Der Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine verschaffte dem Kollektiven Westen neue Instrumente und ein neues Konzept eines strategischen Sieges über unser Land – durch einen "Krieg an der Peripherie" mit Russland, die Zerstörung seiner Wirtschaft und eine militärische Niederlage. Anders gesagt: Es sollte militärische Gewalt angewendet werden, ohne jedoch die Schwelle offener Aggression zu überschreiten. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2022 die Idee, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, offiziell zum strategischen Ziel des Westens proklamiert.

    Wenn jedoch Ende 2022 – Anfang 2023 noch einigen im Westen diese Strategie als erfolgversprechend erschien, so hatte sich die Lage seit Anfang 2025 grundlegend geändert. Die russische Armee verfügt an der Front über die strategische Initiative und stürmt dabei erfolgreich mehrere Städte. Die russische Wirtschaft deckt den Bedarf sowohl an der Front als auch die sozialen Bedürfnisse der russischen Bevölkerung in vollem Umfang – und das trotz zahlreicher Sanktionen, die vom Kollektiven Westen verhängt wurden.

    Dabei unterstützen Russlands wichtigste außenpolitische Partner das Land sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht, und das trotz des enormen Drucks, den der Westen auf sie ausgeübt hat. Indien kauft weiterhin russisches Öl, Brasilien russische Düngemittel, Afrika und der Nahe Osten russisches Getreide.

    Deswegen sind "die Europäer und Amerikaner zu dem Schluss gekommen, dass es mit den vorhandenen Mitteln nicht möglich ist, Russland in der Ukraine auf dem Schlachtfeld zu stoppen. Einen Krieg gegen eine Atommacht zu gewinnen, ist ebenfalls nicht möglich", erklärt Andrei Klinzewitsch, Leiter des Zentrums für die Erforschung militärischer und politischer Konflikte, gegenüber der Zeitung Wsgljad.

    Angesichts dieser Realität spalteten sich die westlichen Eliten in drei ungleiche Gruppen. Die erste Gruppe vertritt weiterhin ihre irrigen Ansichten. So unterstützen die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und die Staats- und Regierungschefs der baltischen und nordeuropäischen Länder nach wie vor die These, dass Russland besiegt werden müsse, ohne jedoch zu sagen, wie dies in der Realität zu erreichen sei.

    Andere – wie Macron, italienische Politikkreise und eine Reihe weiterer Europäer – erkennen allmählich, in welche politische Pattsituation sie sich selbst hineinmanövriert haben. Dennoch sind sie noch nicht bereit, von einer offenen Konfrontation mit Russland abzurücken.

    Währenddessen begann die dritte Gruppe, aus dieser Sackgasse herauszukommen. Dabei geht es nicht nur um den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und seinen slowakischen Amtskollegen Robert Fico, sondern auch um Washington.

    Der Anfang 2025 in den USA an die Macht gekommene Präsident Donald Trump und seine Verbündeten (sowohl aus US-amerikanischen als auch aus europäischen Politikerkreisen) kamen zu dem Schluss, dass es einfacher und vorteilhafter sei, mit Moskau nach einer Kompromisslösung zu suchen, anstatt zu kostspieligen, sinnlosen und sogar gefährlichen Druckmaßnahmen zu greifen, die zu einem Dritten Weltkrieg führen könnten.

    So verzichtete das Weiße Haus auf die Idee, Russland zu dämonisieren – aus diesem Grund findet sich beispielsweise in der nationalen Sicherheitsstrategie der USA nun kein Wort mehr darüber, dass Moskau eine Bedrohung für die USA, Europa, den Westen oder die Welt insgesamt darstellt. Was noch wichtiger ist: Es wurden Verhandlungen mit dem Kreml initiiert, deren Höhepunkt das Treffen der Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump, in Anchorage darstellte. Und die Ergebnisse genau dieser Verhandlungen geben Hoffnung auf eine echte Lösung der Ukraine-Krise – denn die Grundlage dieser Verhandlungen ist die Anerkennung der Tatsache, dass es unmöglich ist, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen.

    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 27. Dezember 2025 zuerst auf der Homepage der Zeitung Wsgljad erschienen.

    Geworg Mirsajan ist außerordentlicher Professor an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation.

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