Ruhrtal - Biografische Geschichten aus dem Pflegeheim

Ruhrtal - Biografische Geschichten aus dem Pflegeheim

By Hans SchwichowSociety & CultureHistory
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Ruhrtal - Biografische Geschichten aus dem Pflegeheim episodes

  • #14 - so bin ich immer
    Immer wenn es ihr langweilig wurde, habe sie sich was Neues gesucht, so beschreibt sie ihren Berufsweg, den einmal bei einer Tankstelleneröffnung in Gelsenkirchen ihre damaliger oberster Chef Jean Paul Getty II gekreuzt hat. Lebensmittelpunkt war aber immer Essen, wo sie am 2.6.1940 während eines Bombenalarms geboren wurde und die meiste Zeit über gerne in Fischlaken wohnte. 

    Aufgezeichnet wurde das Gespräch am 4.8.23 – die Tagezeitung vermeldet in der Schlagzeile das Ende eines Traums, besiegelt durch das 1:1 der Fußballnationalmannschaft der Frauen im letzten WM-Vorrundenspiel gegen Südkorea. Die heutige Gästin ist mit ihrer Rente eigentlich ganz zufrieden, sie bekomme nicht so viel, weil sie ja nicht so viel gearbeitet habe und dann hört euch mal an, was sie über ihr abwechslungsreiches Arbeitsleben erzählt. - Hier einige Verweise auf angesprochene Arbeitgeber:  

    https://de.wikipedia.org/wiki/Didier-Werke 
     https://www.veedol-schmierstoffe.de/   https://de.wikipedia.org/wiki/J._Paul_Getty   https://www.brecklinghaus.de/   https://www.bew.de/  Die Picasso Ausstellung von der die Rede ist: „Malen gegen die Zeit“,2007, Düsseldorf, K20   Rückmeldungen sind möglich unter: https://ruhrtal.letscast.fm und auf Mastodon: https://ruhr.social/@ruhrtal
    1 hr 10 min
  • #13 - Bleib stark
    Sie könne sich von ihrem vierten Lebensjahr an, an alles erinnern; sie erzählt vom konfliktreichen Verhältnis zur Mutter, ihrem Vater, der sie geprägt, einmal mit hinunter in die Zeche Pörtingsiepen genommen hat und der früh verstarb. 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in einem Pflegeheim, in ihrer großen Familie ist sie für alle da, 5 verschiedenen Berufen geht sie nach. - Ihr seid das Sozialgericht: urteilt, ob ihre Rente nicht mindestens verdreifacht werden müsste. 

    Auch hier noch mal der Hinweis: die heutige Gästin hat immer wieder Sterbende begleitet und daher werden Krankheiten und Tod in dieser Folge immer wieder thematisiert. Wenn ich mit Pflegeschüler*innen das Thema „Duzen und Siezen“ bespreche, weise ich gerne auf das Manuskript hin, das auf folgender Seite zugänglich gemacht wird: https://www.swr.de/swr2/wissen/duzen-und-siezen-eine-kleine-sprachgeschichte-swr2-wissen-aula-2020-12-13-100.html Auf die Empfehlung „heiratet keinen Billardspieler“ muss ich hier noch kurz eingehen: Zu dem mittlerweile aufgelösten Verein „Billard 39 Essen“ hab ich nichts gefunden; aber wenn er Lust hat, werde ich demnächst mit dem im Gespräch erwähnten Vereinskameraden sprechen und nachhaken.  Rückmeldungen sind möglich unter: https://ruhrtal.letscast.fm und auf Mastodon: https://ruhr.social/@ruhrtal
    1 hr 49 min
  • #12 - oder man tobt sich mal aus und boxt mal
    Geboren wurde sie am 4.9.1940 in Köln. Sie hat noch in einem richtigen Tante-Emma-Laden gearbeitet, in der Fahrschule lernte sie ihren Mann kennen, beim ersten Versuch fiel sie in der Führerscheinprüfung wegen zu viel Baldrian durch. Sie erzählt vom Umgang mit ihrer Depression, ihrem Wanderpartner und einem grünen Motorrad mit Beiwagen. 

    Irgendjemand hier in der Gegend muss wohl ein solches besitzen! falls sie oder er zufällig zuhört!?!... Aufgenommen wurde das Gespräch am 26.6.23. - Die Tageszeitung sah Putins Regime nach dem Ende des Aufstandes der Wagner Söldner unter Druck. Ach ja! endlich ein erster interner Querverweis;)  dem Wanderpartner der heutigen Gästin könnt ihr in Folge 2 zuhören. Rückmeldungen sind möglich unter: https://ruhrtal.letscast.fm und auf Mastodon: https://ruhr.social/@ruhrtal
    1 hr 8 min
  • #11 - ein Interesse für Höhenveränderungen
    Lebenslang lesebegeistert, umfassend interessiert, wurde er Ingenieur. Sportlich hat er auch vieles gemacht, etwa mit 4 Jahren angefangen Ski zu fahren, er war Turner und Bergsteiger; er hat einen Pilotenschein; und drei Tage vor Veröffentlichung dieser Folge, am 4.7. hättet ihr ihm zum 79sten Geburtstag gratulieren können. 

    Aufgenommen haben wir das Gespräch am 26.05.23 – In der Tageszeitung wurde berichtet, dass im Bundestag eine Abstimmung anstehe: über die Pflegereform. (- „die“? oder vielleicht doch eher:  mal wieder eine.) Den Namen des 8000ers, den er bestiegen hat, kann der heutige Gast in Folge seiner Demenz nicht nennen:8146m, sagt er, sei der Berg hoch gewesen, ganz genau gibt es keinen mit dieser Höhe.Nah dran wären derDhaulagiri, Nepal, 8167m und der Manaslu, Nepal, 8163m . Bei denen gab es aber Erstbesteigungen erst in den 60ern!?!Unter anderem ist hier eine Liste der weiteren Kandidaten zu finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Achttausender  Rückmeldungen sind möglich unter: https://ruhrtal.letscast.fm und auf Mastodon: https://ruhr.social/@ruhrtal
    1 hr 7 min
  • #10 - die Zeit haben und die Möglichkeiten
    Die heutige Gästin ist mit 24 Jahren bisher die mit Abstand jüngste. Sie berichtet, wie man, in Nepal geboren, auf die Idee kommen kann, ausgerechnet in Deutschland Pflegefachfrau zu werden und von ihrem bisherigem Weg zu diesem Ziel hin.

    Das Gespräch fand am 21.6.23 vor dem Spätdienst statt. Es werden dort zwar eher Reisen beworben, aber bei der Verortung der im Gespräch benannten Regionen hat mir geholfen: https://nepal.de/nationalparks/chitwan-nationalpark/

    und:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Nawalparasi  Einen Eindruck welcher Aufwand alleine für etwas betrieben werden muss, das ganz einfach „Familienvisum“ heißt, vermittelt etwa: https://www.make-it-in-germany.com/de/leben-in-deutschland/mit-familie/ehegattennachzug-zu-nicht-eu-buerger  Feedback ist möglich unter: https://ruhrtal.letscast.fm und auf Mastodon: https://ruhr.social/@ruhrtal
    40 min
  • #9 - "du kannst nicht ohne Schule"
    Die Gästin in dieser Folge berichtet, wie es ist als Raucherin im Altenpflegeheim zu leben, vom innerdeutschen Grenzverkehr in den 60ern und von dem, was ihre Mutter über ihre Aktivitäten damals nicht wissen sollte, von langen Stunden des Wartens in einer Zelle der Grenzpolizei der DDR, von einem Leben als Lehrerin und von vielem mehr. 

    Geboren wurde sie am 26.1.41 in Oberhausen.Vorname Adelgunde.https://de.wikipedia.org/wiki/Adelgunde 
    Dass der 30.1. der Namenstag ist, ist aber Zufall.Miteinander gesprochen haben wir am 17.5.23Titel der Tageszeitung an diesem Tag: Studie: Gewalt für Polizei oft folgenlos Rückmeldungen sind möglich unter:https://ruhrtal.letscast.fm
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    1 hr 7 min
  • #8 - und ich durfte damals den Prinz spielen
    ,Vor allem dem Organisationstalent seines Vaters schreibt er es zu, dass die Familie nach der Flucht aus Oberschlesien in Lengerich, in der damaligen britischen Besatzungszone, schnell wieder Fuß fasste. Früh ist er Schalke Fan. Er berichtet  von seiner Laufbahn bei der Sparkasse, einer Geiselnahme, und von seinem lebenslangen Interesse an der Oper. 

    Das Gespräch wurde am 25.4.23 geführt; Schlagzeile in einer Tageszeitung: Thyssenkrupp-Chefin Merz gibt auf. Hier hab ich mich über Leobschütz informiert: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C5%82ubczyceIm heutigen Głubczyce, in Oberschlesien wurde der Gast dieser Folge am 21.9.1941 geboren Und wenn jemand bezüglich des erwähnten Oberligaspiels Preußen Münster gegen Schalke 04 in der Spielzeit 1951/52 genaueres wissen will; ich bin hier eingestiegen:https://www.sport.de/fussball/co3523/oberliga-west-1947-63/ma2468013/preussen-muenster_fc-schalke-04/aufstellung/
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    1 hr 28 min
  • #7 - Jetzt wissen Sie mein Leben

    Geboren am 16.11.1929 in Basel, erlebte sie den II. Weltkrieg und die ersten Jahre danach am südlichsten Rand Deutschlands, in Rheinfelden, um dann von dort aus ins Ruhrgebiet aufzubrechen, ohne den Kontakt ins südliche Baden zu verlieren.

    Tag der Aufnahme war der 22.4.23. In der Zeitung war an diesem Tag die Aussage, dass der „Photovoltaik-Ausbau in NRW stockt“ eine Schlagzeile wert.Über Rheinfelden hab ich mich vor dem Gespräch hier etwas schlauer zu machen versucht:https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinfelden_(Baden) und über Anthroposophie hier:https://de.wikipedia.org/wiki/Anthroposophie Dankbar wäre ich für eine Info, wenn jemand das südbadische/schweizerische (?) Kinderlied kennen sollte, das gegen Ende des Gesprächs von der Gästin zitiert wird. Habe leider nichts dazu gefunden. Rückmeldungen sind möglich unter:https://ruhrtal.letscast.fm

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    37 min
  • #6 - "Deutsch sprechen!"
    Diesmal berichtet eine Bewohnerin von Jugoslawien zu Zeiten Titos, über ihre Erfahrungen mit Migration, ungleicher Bezahlung, Beschimpfungen, Gewalt, einem verletzenden Scheidungskrieg, aber natürlich auch über ihr Dagegenhalten und über andere Dinge, die ihren Lebensmut stärken. 

    Geboren wurde sie am 31.1.1942 in Novi Sad im heutigen Serbien.Falls der Zahlendreher Fragen aufgeworfen hat, hier die Richtigstellung: die heutige Gästin ist erst vor etwa drei Jahren ins Pflegeheim gezogen; einige Tage zuvor, am 14.8.2020, verstarb ihr Ehemann.Das Gespräch fand am 8.4.23 statt. Kurz nach Ausschalten des Aufnahmegerätes bedauert sie, ihre Großeltern mütterlicherseits nicht erwähnt zu haben, die 1945, nach dem Sieg über die Deutschen in einem Internierungslager umgekommen sind. Die jugoslawischen Partisanen hätten die deutschstämmigen Bewohner der Ortschaften Čurug, Žabalj und Mošorin in der Nähe des Ortes Jarek festgesetzt, wo viele unter den schlechten Bedingungen starben und in Massengräbern verscharrt wurden. 
    https://kulturstiftung.donauschwaben.net/aktuelles_serbien/2010_12_19_jarek 
    1 hr 50 min
  • #5 - Auto fahren und singen

     Der Erstkontakt mit ihrem Ballonroller streckte sie vor dem Tannenbaum nieder, von Kaiser Haile Selassie erhielt sie eine Goldmünze, sie arbeitete mit körperbehinderten Kindern, sie berichtet, wie ihr Mann sich solidarisiert und den Ehering direkt nach der Trauung wieder ablegt, aber auch vom inneren Erleben ihrer Depression. Und sie stimmt kurz ihr Lieblingslied an.  

    …„Zwei in einer großen Stadt“ von Hildegard Knef; die Version meiner Gästin musste ich aus rechtlich-finanziellen Gründen leider stark kürzen; sie kennt das Lied ganz und hat es mir auch komplett vorgesungen.

    Da sie am 2.4.47 geboren wurde, ist sie mittlerweile 76 Jahre alt. Das Gespräch haben wir am 16.01.23 geführt. Tageszeitungen berichteten an diesem Tag auf den Titelseiten von Streit über Gewalt bei der Lützerath-Demo.

    1954 fand die Begegnung der Bewohnerin mit Kaiser Haile Selassie statt. Sehr kurz ist sie bei Minute 6(:39:15) in einer sehr langen Wochenschau aus jener Zeit zu sehen; sie ist das Blumenmädchen in der Mitte:https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/593862?set_lang=de Unverändert ist Feedback möglich unter https://ruhrtal.letscast.fm

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    1 hr 19 min

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