Sach & Fachgeschichten – Der Pneumo-Podcast

Sach & Fachgeschichten – Der Pneumo-Podcast

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Sach & Fachgeschichten – Der Pneumo-Podcast episodes

  • De Zeeuw, Jonigk, Seeliger und die Pathologie
    Pneumologie und Pathologie im interdisziplinären Austausch bei ILDs

    Der enge Austausch zwischen der Pneumologie und Pathologie ist für die exakte Diagnosestellung essenziell. Dr. de Zeeuw spricht gemeinsam mit Prof. Dr. Jonigk und Dr. Seeliger darüber, welche Informationen aus der Pneumologie wichtig sind, um in der Pathologie keine wertvolle Zeit zu verlieren. Prof. Dr. Jonigk als Pathologe sagt immer: „Mehr Material ist besser“. Aber natürlich ist es auch immer eine Nutzen-Risiko-Abwägung, möglichst minimal invasiv mittels Biopsie Gewebeproben der Lunge zu entnehmen. Die Expertenrunde diskutiert außerdem die Vorteile einer Kryobiopsie, welche vor allem im Gegenteil zur Zangenbiopsie sowohl die Architektur des Gewebes erhält, als auch größere und somit repräsentativere Gewebeproben erzeugt.

    Im weiteren Verlauf der Podcast-Folge geben die Expert:innen Einblick in ihre Forschungsgebiete. Die Gruppe um Dr. Seeliger forscht u. a. daran besser zu verstehen, welche Prädiktoren (Autoantikörper) die einzelnen ILD-Entitäten und Erkrankungsbilder aufweisen und ob mit selektiver Medikation der Krankheitsverlauf gebremst bzw. gestoppt werden kann.

    Ein spannendes Forschungsprojekt von Prof. Dr. Jonigk dreht sich um die aggressive Blutgefäß-Neubildung, die mit einem progredienten Krankheitsverlauf bei ILDs korreliert. Diese sogenannte intussuszeptive Angiogenese in der Lunge findet sich auch bei schweren Verläufen von COVID-19 und geht mit einer diffusen Anordnung der Blutgefäße einher. Diese Befunde könnten auch Symptome erklären, welche mittels anderer Lungenfunktionsuntersuchungen nicht erklärbar waren. Mithilfe dieses Wissens wird nun untersucht, wie die Prozesse der intussuszeptiven Angiogenese unterbunden werden können.

    Hören Sie in diesen hochinteressanten Beitrag rein und erfahren Sie Wissenswertes aus Theorie und Praxis!

    Behandelte Studien der Folge 12:

    • 27:19 Min: PANTHER Studie zur Tripletherapie aus Prednisolon, Azathioprin und Acetylcystein bei Lungenfibrose
    • The Idiopathic Pulmonary Fibrosis Clinical Research Network. N Engl J Med. 2012 May 24; 366(21): 1968-77.
    • 30:37 Min: Lungengefäß-Endothelialitis, Thrombose und Angiogenese bei COVID-19
    • Ackermann M et al. N Engl J Med 2020 Jul 9;383(2):120-128.
    • 32:20 Min: Morphomolekulare Motive der pulmonalen Neoangiogenese bei interstitiellen Lungenerkrankungen
    • Ackermann M et al. Eur Respir J 2020 Mar 12;55(3):1900933.
    • 39:39 Min: Schützt Pizza vor Krebs
    • Gallus S et al. Int J Cancer 2003 Nov 1;107(2):283-4.
    • 47:10 Min: Studien zur Entwicklung einer Zahnpaste gegen Mikrorisse
    • Müller WEG et al. Polymers (Basel) 2017 Mar 25;9(4):120.
      Ackermann M et al. Dent Mater 2019 Feb;35(2):244-256.

      Informationen zu den Gästen der 12. Folge:

      Prof. Dr. med. Danny Jonigk FRCPath ist Facharzt für Pathologie sowie Oberarzt am Institut für Pathologie mit einer Schwerpunktprofessur Thoraxpathologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. Zudem ist er Principal Investigator (PI) am Deutschen Lungenzentrum Standort Hannover „Breath“.

      Dr. med. Benjamin Seeliger ist Spezialist für Lungenheilkunde an der Medizinischen Hochschule Hannover. Dort ist er sowohl in der ILD-Ambulanz, als auch als Klinischer Forscher in der Wissenschaft tätig.

      49 min
    • De Zeeuw, Schäfer und die Rheumalunge
      Pneumologie und Rheumatologie: Gemeinsam erfolgreich bei Lungenfibrose

      Pneumologie und Rheumatologie – wie viel Überschneidungen gibt es überhaupt? Im Rückblick auf die letzten 10 Jahre stellen die beiden Experten Dr. de Zeeuw und Dr. Schäfer fest, dass ein Großteil der Zusammenarbeit durch gemeinsame ILD-Boards in Krankenhäusern zustande kommt. Ergänzend dazu begleitet die Behandlung derselben Patientinnen ihren Praxisalltag. Vor allem seit Zulassung der antifibrotischen Medikamente zur Behandlung interstitieller Lungenerkrankungen u.a. im Zusammenhang mit systemisch rheumatischen Autoimmunerkrankungen hat sich die Kooperation der Disziplinen zunehmend vertieft und bringt viele Vorteile für Patientinnen. In reger Diskussion tauschen die beiden Experten gegenseitiges Fachwissen aus und erläutern aus eigener Erfahrung relevante Symptome interstitieller Lungenerkrankungen, diagnostische Werkzeuge und Hilfsmittel bis hin zu Differentialdiagnosen und Therapieoptionen in der Vergangenheit und heute.

      Dr. Schäfer listet für ein rheumatologisches Krankheitsbild Gelenkschmerzen mit Rötung und Schwellung als rote Flagge für den behandelnden Pneumologen. Dagegen betont Dr. de Zeeuw die große Bedeutung der Auskultation, da ein positiver Befund eines endinspiratorischen Knisterrasselns immer hoch-pathologisch sei, weswegen das Abhören Bestandteil jeder Routineuntersuchung sein sollte. Auch einer gemeinsamen Patientenkommunikation messen die beiden Experten einen hohen Stellenwert bei. Dr. Schäfer betont dabei, wie wichtig positive und optimistische Formulierungen sowie eine umfassende psycho-soziale Betreuung der Betroffenen für die Hoffnung auf eine weiterblickende Therapie und deren Ziele sind.

      Zum Abschluss der Podcast-Folge macht Dr. de Zeeuw noch einen Abstecher zu einer Mainzer Studie, welche die Korrelation von Isopren in der Atemluft mit der FSK-Klassifizierung von Spielfilmen untersucht. Ob der Isoprengehalt der Atemluft auch im Zusammenhang mit medizinischen Fachveranstaltungen oder ILD-Boards eine Rolle spielen könnte, erfahren Sie u. a. in dieser Ausgabe der Sach- & Fachgeschichten.

      39 min
    • De Zeeuw, Trudzinski und die Gendermedizin
      Über Phänotypen und Stereotype

      Wie wirkt sich die ärztliche Wahrnehmung auf die Diagnose von Komorbiditäten wie Osteoporose, Depressionen, Schlafapnoe oder kardiovaskuläre Erkrankungen aus? Wie ist es möglich, dass manche Erkrankungen bei einem Geschlecht unterdiagnostiziert sind? Darüber sprechen Dr. de Zeeuw und Dr. Trudzinski in dieser Podcast-Folge und kommen zu der Erkenntnis, dass es bei dem Vergleich von Männern und Frauen mit COPD unterschiedliche Aspekte und viele, schwer einschätzbare Einflussfaktoren gibt, die es zu beachten gilt.

      Sie stellen sich die Frage, ob Frauen in bisherigen Studien adäquat berücksichtigt wurden und was sich in Zukunft ändern muss, um bestimmte Studienfragen beantworten zu können. Außerdem diskutieren sie, welche Probleme bereits bei der Datenerhebung z.B. bei Fragebögen zur Lebensqualität, sowie der Interpretation der Daten auftreten.

      Die beiden Expert:innen werden in ihrem Alltag häufig mit geschlechtsspezifischen Unterschieden, konfrontiert. Aus ihrer Perspektive erzählen sie, was das für sie selbst bedeutet und geben Tipps zum Umgang mit der Thematik in der ärztlichen Praxis.

      Hören Sie rein und erfahren Sie mehr über das spannende und komplexe Thema Gendermedizin!

      Dr. Franziska Trudzinski ist Privat-Dozentin und Oberärztin in der Pneumologie und Beatmungsmedizin sowie in der Allgemeinen Ambulanz (Interdisziplinäre Ambulanz) an der Thoraxklinik Universitätsklinikum Heidelberg.

      39 min
    • De Zeeuw, Böselt, Glöckl und die Rehabilitation
      COPD-Patient:innen aktivieren – Berge oder Meer?

      Welche Motivation und welche Ziele stecken hinter Rehamaßnahmen und wie motiviert man Patient:innen für diese Maßnahmen bzw. Ärzt:innen, ihren pneumologischen Patient:innen Rehamaßnahmen zu verordnen? Dr. Justus de Zeeuw diskutiert mit Dr. Tobias Böselt und Dr. Rainer Glöckl auch darüber, wie sinnvoll ambulante Rehamaßnahmen sind und ob Patient:innen bei stationären Maßnahmen eher von der allergenreduzierten Bergluft oder besser von salzhaltiger Meeresluft profitieren.

      Im Podcast beschreiben Dr. Tobias Böselt und Dr. Rainer Glöckl Patient:innen, die trotz jahrelanger Leidensphasen erstmalig eine pneumologische Reha besuchen. Sie berichten anschaulich, in welcher körperlichen Verfassung manche Patient:innen sind und dass viele davon überzeugt sind, dass sie bereits ihre maximale Leistungsfähigkeit ausgeschöpft haben. Die beiden Ärzte schildern, wie sie Patient:innen helfen, sich selbst zu helfen. Trainingsmethoden, Lungengymnastik, Ernährungsumstellungen – Maßnahmen, die die Lebensqualität deutlich verbessern und die Leistungsfähigkeit schon nach kurzer Zeit oftmals verdoppeln. Die Erkenntnis, dass einfache Mittel helfen, die Situation maßgeblich zu verbessern, löst ihrer Meinung nach einen Aha-Effekt bei den Patient:innen aus und dient als Motivationsschub.

      Außerdem klären die beiden Ärzte darüber auf, warum die Maßnahmen besser in einer Rehaklinik durchgeführt werden sollten. Denn für den Rehabilitationsprozess kann es wichtig sein, dass die Patient:innen aus ihrem sozialen Umfeld herauskommen, um sich auf sich selbst konzentrieren zu können. So lernen sie ihre persönliche Leistungsfähigkeit kennen und bekommen einen Anstoß, sich selbst zu motivieren.

      Das Ziel pneumologischer Rehamaßnahmen ist nicht die Verbesserung klinischer Parameter, sondern die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Teilhabe und damit die Verbesserung der Lebensqualität der Patient:innen, so das Fazit der Experten.

      Verpassen Sie nicht die Gelegenheit und hören Sie rein in die Expertendiskussion über die Bedeutung und Ziele pneumologischer Rehamaßnahmen.

      Dr. Rainer Glöckl ist Diplom-Sportwissenschaftler. Er leitet das Forschungsinstitut Pneumologische Rehabilitation der Schön Klinik Berchtesgadener Land, Schönau am Königssee, und ist Dozent am Zentrum für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München.

      Dr. Dr. Tobias Böselt ist Sport- und Rehabilitationsmediziner mit Schwerpunkt Pneumologie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

      41 min
    • De Zeeuw, Delis und die Palliativmedizin
      Nicht erst wenn´s zu spät ist!

      Wenn Menschen das Wort Palliativmedizin hören, denken Sie meist an das bevorstehende Ende einer Erkrankung – den Tod. Im Krankheitsverlauf ausgesprochen, wird dadurch oft ein falsches Signal vermittelt. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt das Thema anzusprechen? Dr. de Zeeuw vergleicht dies mit der Frage, wann Eltern ihr Adoptivkind mit der Tatsache konfrontieren sollten, dass es adoptiert ist und berichtet von einem Fall in seinem Bekanntenkreis. Am Ende sind sich Frau Dr. Delis und Dr. de Zeeuw einig: Ein „zu früh“ gibt es nicht. Die Möglichkeiten und Vorteile, die eine begleitende Palliativbetreuung bieten kann, sollten bereits bei Diagnosestellung aufgezeigt werden. Nur so können Patient:innen und ihre Angehörigen jederzeit über das „wann“ und „wieviel“ selbst entscheiden.

      Eine kontinuierlich fortschreitende Lungenerkrankung schränkt die Lebensqualität der Betroffenen zunehmend ein. Nicht selten geraten Patient:innen auch in eine Art Teufelskreis: Die im Krankheitsverlauf zunehmende Atemnot führt zu großer Angst, welche ihrerseits wieder die Atemnot verstärkt. Auch hier kann die Palliativmedizin einen wertvollen Beitrag leisten. Neben zusätzlichen medikamentösen Therapien sind es vor allem praktische Tipps und nicht-medikamentöse Maßnahmen, die in solchen Situationen helfen können. Als konkrete Beispiele benennen die Expert:innen u. a. eine ruhige Umgebung, Atemtechniken oder auch spezielle Sitzpositionen und letztendlich auch eine Sauerstofftherapie.

      Neben der Linderung von Krankheitssymptomen geht es bei der Palliativmedizin aber auch um die Verbesserung des seelischen Wohlbefindens. Frau Dr. Delis versucht ihren Patient:innen daher auch bei der Bewältigung emotionaler und sozialer Belastungen zu helfen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung auftreten.

      Verpassen Sie nicht die Gelegenheit und hören Sie sich das unterhaltsame und fachlich interessante Gespräch der beiden Expert:innen an. Sie werden feststellen, dass eine frühzeitige palliative Versorgung für Patient:innen mit schwerwiegenden Lungenerkrankungen in vielerlei Hinsicht Vorteile bietet.

      40 min
    • De Zeeuw, Busch und das Recht
      Drahtseilakt zwischen Theorie und Praxis

      Arzthaftungsprozesse machen in Deutschland eine vergleichsweise geringe Zahl aus. Um solche Prozesse zu vermeiden, ist es hilfreich zu wissen, welche Situationen besonders kritisch sind und wie man dabei am besten handeln sollte. Über solche Szenarien aus dem Praxisalltag sprechen Dr. Justus de Zeeuw und Prof. Dr. Dörte Busch – aus zwei unterschiedlichen Perspektiven.

      Ein wichtiges Thema bei der Arzthaftung ist die Aufklärungspflicht. In ihrem Gespräch erläutern die beiden Expert:innen, warum eine ausreichende Aufklärung notwendig ist und bei verschiedenen Patient:innen unterschiedlich ausfallen kann. Zusätzlich zur Aufklärungspflicht wird der Fokus in dieser Podcast-Folge auf den Off-Label-Use gelegt. Beim Aussprechen von Empfehlungen, die von der Zulassung abweichen, lauern zwei Gefahren. Einerseits könnte potenziell ein Behandlungsfehler vorliegen andererseits droht eine Regressforderung der Krankenkasse.

      Im weiteren Verlauf des Gesprächs werden auch aktuelle Problematiken wie das Ausstellen von Maskenattesten besprochen und eine Studie vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen ärztlicher Erfahrung und Qualität der Medizin untersuchte – mit einem unerwarteten Ergebnis.

      Diese Folge des Pneumo-Podcast ist für alle hörenswert, die mehr über das Thema Arzthaftung erfahren möchten.

      Prof. Dr. Dörte Busch ist Fachanwältin für Medizinrecht mit eigener Kanzlei in Berlin.

      50 min
    • De Zeeuw, Ficker und die Mortalität
      Evolutionäre Entwicklung der Mortalitätsstudien bei COPD

      Wenn der bekannte Raucherhusten hartnäckig wird und die Betroffenen immer häufiger unter Atemnot leiden, kann eine schwerwiegende Erkrankung der Lunge dahinterstecken – COPD. PodcastModerator Dr. Justus de Zeeuw und Gesprächsgast Prof. Dr. Joachim Ficker beziehen sich in dieser Sendung auf ihre langjährigen Erfahrungen aus dem Praxis- und Klinikalltag. Generell bekräftigen die Experten, fehle Patient*innen häufig das Bewusstsein für die Schwere der Erkrankung und das hohe Sterblichkeitsrisiko. Wichtig sei es daher, Patienten früh über die Risiken und den Verlauf der Erkrankung aufzuklären.

      Spannend für Sie als Zuhörer sind zudem die fundierten Ausführungen zur evolutionären Entwicklung der Mortalitätsstudien bei COPD. Die Experten nehmen ältere und derzeitige Studienparameter, Änderungen in der Methodik, Einschlusskriterien und bahnbrechende Ergebnisse genau in den Blick. Exazerbationen sind entscheidende Prädiktoren für das Sterblichkeitsrisiko bei COPD. Welche Studien und Ergebnisse können in Bezug auf die Mortalität bzw. Reduktion der Mortalität bei COPD hervorgehoben werden? Die Experten tauschen sich hierzu umfassend aus.

      Hören Sie in diesen wissenschaftlich hochinteressanten Beitrag rein und erfahren Sie Wissenswertes von unseren Experten!

      Prof. Dr. Joachim Ficker ist leitender Arzt der Medizinischen Klinik 3 mit dem Schwerpunkt Pneumologie, Allergologie und Schlafmedizin am Klinikum Nürnberg. Er ist zudem Leiter des Lungentumorzentrums Nürnberg und des Schlafmedizinischen Zentrums.

      48 min
    • De Zeeuw, Vogelmeier und die Atemwegsinfekte
      Eine Erkältung macht noch keine Exazerbation

      „Ich habe mich verkühlt.” Dieser Satz ist häufig zu vernehmen, wenn eine klassische Erkältung gemeint ist. Kälte wird häufig für die Entstehung des Krankheitsbildes verantwortlich gemacht. Studien bestätigen zwar, dass Atemwegsinfekte vermehrt in der kalten Jahreszeit auftreten, verursacht werden sie jedoch von Viren. Rund um die Auslöser und Abgrenzung von Atemwegsinfektionen ranken sich einige Mythen und Fehlannahmen. Dr. Justus de Zeeuw und Prof. Dr. Claus Vogelmeier klären über Fiktion und Fakten auf. Schwerpunktmäßig befassen sich die Experten mit diesen Fragen: Was ist eine Erkältung, wie wird sie behandelt und wie kann ich ihr vorbeugen?

      Im weiteren Verlauf des Gesprächs gehen die Experten von Atemwegsinfektionen über zur komplexeren Thematik der obstruktiven Atemwegserkrankungen. Bei COPD-Patient*innen, die eine Infektion der oberen Atemwege haben, ist es unbedingt erforderlich die Vorerkrankung zu berücksichtigen, um eine akute Exazerbation effektiv behandeln zu können. Hierbei sei es den Experten zufolge wichtig, über den Tellerrand zu sehen, um Differenzialdiagnosen ausschließen zu können.

      Im Zusammenhang mit der Behandlung von Exazerbationen bei COPD-Patient*innen stellen die Experten unter anderem diese Fragen: Ist es sinnvoll, zusätzlich Antibiotika einzusetzen, und wenn ja, in welchem Fall? Welche Schritte wären zur Eskalation der Therapie, bedingt durch eine Exazerbation, notwendig? Welche Dauertherapie der COPD wird dafür eingesetzt, solchen Exazerbationen vorzubeugen? Insbesondere gehen Dr. Justus de Zeeuw und Prof. Dr. Claus Vogelmeier auf die Problematik ein, den Schweregrad einer Exazerbation zuverlässig feststellen zu können.

      Lauschen Sie unseren Experten, es lohnt sich reinzuhören und das persönliche Wissen rund um das Thema Atemwegsinfekte zu erweitern.

      49 min
    • De Zeeuw, Kabitz und das Ärzt*Innenohr
      Augen zu – Ohren auf!

      „Es gibt fast nichts Besseres an einem Tag als Arzt, wenn man weiß, dass man das teuerste Gerät geschlagen hat“, findet Experte Prof. Dr. Hans-Joachim Kabitz gleich zu Beginn und meint damit, wenn ein eher seltener “Strike-Befund“ mittels Auskultation erhoben wird und sich die Diagnose im weiteren Verlauf durch bildgebende Verfahren bestätigt.

      Richtiges Auskultieren ist komplex und erfordert neben anatomischem Know-How ein korrektes und systematisches Vorgehen in Abhängigkeit dessen, wonach gesucht wird. Die Experten berichten hierzu lebhaft aus ihren persönlichen Erfahrungen und geben wertvolle Tipps, wie am besten vorgegangen wird und wo das Stethoskop anzusetzen ist.

      „Augen zu – Ohren auf“ lautet ein weiterer Rat der beiden Experten. Denn der Mensch ist ein visuelles Wesen, dem es so gut wie unmöglich ist, den eher nachgeordneten Sinn des Hörens dem Sehsinn vorzuziehen. Prof. Dr. Hans-Joachim Kabitz empfiehlt darum, mit bewussten Achtsamkeitsübungen im Alltag das Gehör zu trainieren. Und auch Dr. Justus de Zeeuw meint, dass „die Wolle auf dem Rücken“ weniger ablenkt, wenn die Augen beim Auskultieren geschlossen sind.

      Neben dem „Wie“ und „Wo“ ist aber auch das „Was“ beim Auskultieren entscheidend. Ist das zu hörende Atemgeräusch „normal“, „abgeschwächt“ oder „bronchial“? Bei dieser Fragestellung wissen die Experten mit hörbaren Beispielen zu überzeugen. So kann beispielsweise ein trockenes Knisterrasseln (Sklerosiphonie), welches nach einem sich öffnenden Klettverschluss klingt oder dem Laufen auf frischem Schnee gleicht, auf eine interstitielle Lungenerkrankung hindeuten, noch bevor sichtbare Veränderungen durch bildgebende Untersuchungen wie dem HRCT entdeckt werden.

      Lassen Sie es sich nicht nehmen und hören Sie sich das sehr unterhaltsame und zugleich fachlich hochwertige Zwiegespräch der beiden Experten an. Sie werden merken, dass das bloße „Abhorchen“ von Patient*innen in vielerlei Hinsicht einen sehr hohen Stellenwert im Alltag einer Ärztin bzw. eines Arztes haben sollte.

      36 min
    • De Zeeuw, Lommatzsch und die inhalativen Kortikosteroide
      Über die Bedeutung und Rolle der ICS-Therapie

      In der ersten Folge der Sach- & Fachgeschichten von Boehringer Ingelheim wird die „Reise“ der inhalativen Kortikosteroide bis hin zum aktuellen Stellenwert in der Asthmatherapie und insbesondere in der COPD-Therapie von den beiden Lungenspezialisten Dr. Justus de Zeeuw und Prof. Dr. Marek Lommatzsch unter die Lupe genommen. Ein Mix aus Studiendaten und Empfehlungen, gespickt mit praktischen Erfahrungen der beiden Experten, unterfüttern den interaktiven Austausch.

      40 min

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