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Liebe Leserinnen und Leser,
in den USA ist einiges los, in Deutschland ist einiges los. Allerdings möchte ich in dieser Woche ein Thema setzen, das zwar nicht (akut) die Titelseiten der Medien bestimmt, aber in Zukunft eine große Rolle spielen wird.
Es geht um unsere Wirtschaft und unsere großen Unternehmen. Ich möchte in diesem Newsletter bewusst eine konträre Rolle einnehmen, weil ich es für wichtig halte, dass wir über dieses Thema sprechen.
Um was geht’s?
In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich im Kontext der schwächelnden Wirtschaft in Deutschland oft diesen (oder einen ähnlichen) Satz gehört: “Wir müssen jetzt endlich mal wieder den Unternehmen zuhören, damit unsere Wirtschaft nach vorne kommt.” Der Satz wird gerne von Politikern auf Wahlkampfveranstaltungen gebrüllt oder in den sozialen Medien gepostet, um sich schnellen Applaus abzuholen.
Ich habe mir allerdings immer öfter die Frage gestellt: Was ist überhaupt dran an der Behauptung?
Was Trump und seine Gefolgschaft tatsächlich geschafft haben: Sie haben das sogenannte Narrativ umgedreht. Auf einmal muss sich Selenskyj entschuldigen für diesen Krieg. Auf einmal wird Selenskyj als Diktator dargestellt. Und auf einmal denkt über die Hälfte von Amerika, dass Selenskyj sogar für diesen Krieg verantwortlich sei.
Die USA haben die Seiten gewechselt. Oder um es so zu erklären, dass es jeder versteht: Die USA haben nun endgültig die WhatsApp-Gruppe des Westens verlassen.
Ich spüre keinen Hass gegenüber diesem Land und seinen Menschen. Ganz im Gegenteil. Aber die vergangenen Wochen haben dafür gesorgt, dass ich eine neue Liebe für Europa entdecke. Dafür danke ich dem US-Präsidenten sehr herzlich.
Heute wählt Deutschland einen neuen Bundestag und damit auch eine neue Bundesregierung. Wie wichtig die nächsten vier Jahre für Deutschland sind, das muss ich Ihnen nicht erklären. Doch vielleicht kann ich eine Perspektive aus den USA anbieten, um zu zeigen, was auf dem Spiel steht.
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