Die Sicht auf Dresden am 13. Februar 1945 ist auch noch Jahrzehnte später sehr ambivalent. Woran das wohl liegen mag …?
Wie war das eigentlich damals? Der 13. Februar 1945 fiel auf einen Dienstag, Faschingsdienstag oder halt Fastnacht. Und da wir leider oder besser zum Glück keine echte Zeitreise machen können, habe ich Text- und Tondokumente von Menschen herausgesucht, die damals in Dresden lebten und ihre Erinnerungen aufgeschrieben respektive erzählt haben.
Da ist zum Beispiel Peter Biele. Seine Erinnerungen hat der Schriftsteller in dem Buch „Aus dem Eckhaus“ verarbeitet. Mit einem kleinen Abschnitt aus diesem Buch beginnt meine Zeitreise.
Henny Brenner war kein Kind mehr, als sie in Dresden erlebte, wie der Krieg dorthin zurückkam, von wo er ausgegangen war. Wenige Monate zuvor, am 25. Oktober 1944, hatte sie Geburtstag, ihren 20ten. In ihrem autobiographischen Buch „Das Lied ist aus“ resümiert sie das „Vorspiel in der Hölle“ so:
„Den Bomben, die in jener denkwürdigen Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 die Stadt Dresden dem Erdboden gleichmachten, verdanke ich mein Überleben.“
Im Gegensatz zu Henny Brenner waren meine nächsten Zeitzeugen 1945 in der Tat noch Kinder, Achim und Renate Aris.
Im Wechsel erzählen die Geschwister.
Die Zeit heilt alle Wunden, sagt man so leichthin. Stimmt das überhaupt? Und wenn ja, ist das wirklich gut so?
Und auch deshalb und dafür gibt es diese Zeitreise mit Schlomo.