Schlüssel ohne Heimat

Schlüssel ohne Heimat

By Amelie CleverSociety & Culture
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Schlüssel ohne Heimat episodes

  • Staffel 6 Folge 7 Sanela

    Sanela kam als kleines Kind aus Bosnien nach Schwelm, da ihre Eltern dort als Gastarbeiter*innen gearbeitet haben. Nach dem Besuch der dritten Klasse entscheidet sie sich, nach Bosnien zurück zu gehen und dort bei ihrer Tante zu wohnen. Wir sprechen über die langen Trennungsphasen von ihrern Eltern und ihre Rückkehr nach Deutschland, als der Krieg Anfang der 1990er Jahre in ihrem Heimatland ausbricht. Hochschwanger und jung verheiratet kommt sie zurück und versucht hier Fuß zu fassen.

    Die ersten Jahre sind geprägt von der Hilfe für andere Geflüchtete, die sich nicht so gut auskannten in Deutschland, wie sie selbst.

    Diese Jahre haben sie stark geprägt und zu ihrer heutigen Profession bzw. Berufung gebracht.

    Ein stellenweise emotionales Interview mit einem authentischen Einblick in die Zerrissenheit aber auch die Chancen, die sich aus Neuanfängen ergeben.


    Music by ⁠⁠⁠⁠⁠Oleg Fedak⁠⁠⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠⁠⁠Pixabay⁠⁠⁠⁠⁠

    Music by ⁠⁠⁠⁠⁠Julius H.⁠⁠⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠⁠⁠Pixabay⁠

    55 min
  • Staffel 5 Folge 6 Olivier

    Olivier ist in Ruanda geboren und überlebte mit 12 Jahren den dortigen Völkermord. Aus dem Wunsch nach Rache fand er über Kampfkunst und Meditation zum Buddhismus – jedoch als bekennender Buddhist lebte er in einem Land, in dem diese Religion kaum verbreitet ist.

    Weil er Versöhnungsseminare zwischen verfeindeten Volksgruppen leitete und ein Buch über Vergebung schrieb, wurde er von der ruandischen Regierung inhaftiert und 42 Tage gefoltert. Nach seiner Entlassung floh er nach Sri Lanka, wurde dort buddhistischer Mönch und veröffentlichte den Bestseller "Drop of Dharma".

    Schon in jungen Jahren geprägt von Hermann Hesses "Siddhartha" kam er einige Jahre später nach Deutschland und musste als Flüchtling zunächst sechs Jahre auf seinen Schutzstatus warten – eine Zeit, die er offen als belastend beschreibt.

    Heute arbeitet Olivier als Dolmetscher und Büromanager in einer Rechtsanwaltskanzlei, gibt Tai-Chi-, Yoga- und Meditationskurse an der VHS Gifhorn und hat gerade ein neues englischsprachiges Buch über Resilienz veröffentlicht. Berührend erzählt er, warum Deutschland für ihn zur kulturellen Heimat geworden ist – nicht der Geburtsort zählt für ihn, sondern der Ort, an dem man sicher, akzeptiert und geliebt ist.

    Ein bewegendes Gespräch über Vergebung, Sprache als Denkstruktur und die Kraft persönlicher Begegnungen, um Vorurteile abzubauen.

    Alle Infos zu Olivier findest du hier:

    https://olivier-biraro.com

    https://olivier-biraro.com/shop/

    https://www.amazon.de/Return-Northern-Eagle-Oliver-Biraro/dp/B09NR5R1BM/ref=sr_1_3?dib=eyJ2IjoiMSJ9.VgQ34xVZnpp8JvmRx7vAfDWlYMhpAEZ4inM7U5V7XS4.0BZBb7xpQyfUnOGhCVud4301_EcgzsCaClQMYmD5Nxo&dib_tag=se&qid=1786392902&refinements=p_27%3AOliver+Biraro&s=books&sr=1-3


    Music by ⁠⁠⁠⁠⁠Oleg Fedak⁠⁠⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠⁠⁠Pixabay⁠⁠⁠⁠⁠

    Music by ⁠⁠⁠⁠⁠Julius H.⁠⁠⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠⁠⁠Pixabay⁠

    52 min
  • Staffel 5 Folge 5 Brigitte

    Brigitte ist in Connecticut, USA, geboren und kam als 14-Jährige mit ihren aus Wolfsburg stammenden Eltern nach Deutschland – mit US-Pass, aber ohne Deutschkenntnisse in Wort und Schrift. Sie erzählt, wie sie zunächst als Ausländerin behandelt wurde, in der Schule zwischen amerikanischem und britischem Englisch aufgerieben wurde und trotz anfänglicher Neugier ihrer Mitschüler:innen schnell wieder ausgegrenzt war, sobald klar wurde, dass sie "nicht anders" ist.

    Beruflich führte ihr Weg über Bürokauffrau, 13 Jahre Buchhaltung und 13 Jahre Englischtrainerin schließlich zum Gründercoaching und heute zu ihrem eigentlichen Spezialgebiet: der Begleitung von "Impats" und "Trailing Spouses" – Partner:innen (meist Frauen), die für den Job des Partners ins Ausland ziehen und dabei oft mit Identitäts- und Sinnfragen allein gelassen werden. Genau hier setzt ihr Coaching an, unter anderem mit Hypnose und Klopfakupressur.

    Brigitte spricht offen über ihre Sehnsucht nach den USA und ihre Sorge angesichts der aktuellen politischen Lage dort – ihr letzter Besuch war im September 2024. Als möglichen neuen Lebensmittelpunkt hat sie mit ihrem Mann Irland entdeckt.

    Ihr Schlusswort, passend zum Thema Fremdsein: "Everybody is an Alien somewhere."


    Kontakt zu Brigitte:

    https://bridge-it-coaching.de

    https://www.linkedin.com/in/bridge-it-coaching/


    Music by ⁠⁠⁠⁠Oleg Fedak⁠⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠⁠Pixabay⁠⁠⁠⁠

    Music by ⁠⁠⁠⁠Julius H.⁠⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠⁠Pixabay⁠



    43 min
  • Staffel 5 Folge 4 Frau I.

    Diese Folge ist ein weiteres Novum, denn sie ist eine Solofolge.

    Meine Interviewpartnerin Frau I. wurde nach Kirgisistan abgeschoben, bevor ich sie interviewen konnte. In dieser Folge erfahrt ihr, wie es dazu kam.


    Music by Oleg Fedak from Pixabay

    Music by Julius H. from Pixabay


    Music by Julius H. from Pixabay

    Music by Julius H. from Pixabay

    15 min
  • Staffel 5 Folge 3 Nina

    This is a podcast only in English.

    Nina kommt aus Slowenien und lebt seit Oktober 2018 in Deutschland, wo sie heute als Product Managerin in der IT-Branche arbeitet.

    Im Gespräch geht es um Ninas Weg von Slowenien nach Deutschland und darum, wie sie hier angekommen ist. Gegen Ende der Folge entwickelt sich ein Gedanke, der gut zum Podcast-Titel passt: Neuanfang und Veränderung müssen nicht immer bedeuten, in ein ganz neues Land zu ziehen – auch ein neuer Job, ein neuer Partner oder ein neues Hobby können ein "neuer Anfang" sein. Wir sprechen außerdem darüber, wie wichtig es ist, selbstbestimmt zu entscheiden: Wer sich an einem Ort nicht wohlfühlt, sollte idealerweise die Freiheit haben, einen neuen Platz zu suchen.


    Music by Oleg Fedak from Pixabay

    Music by Julius H. from Pixabay


    48 min
  • Staffel 5 Folge 2 Horst

    In diesem Podcast spreche ich mit Horst unter anderem über einen Wert, der ihm in Deutschland manchmal fehlt: echte Menschlichkeit. Heimat bedeutet für ihn nicht nur ein Herkunftsort, sondern ein Gefühl – und das findet er am stärksten in den rumänischen Dörfern, wo seine Großeltern leben. Dort ist Gastfreundschaft keine Geste, sondern Selbstverständlichkeit: Die Tür steht offen, das Essen wird geteilt, und wer Hilfe braucht, bekommt sie – ohne viel Aufhebens.

    Dieses "Ich habe nicht viel, aber das Wenige teile ich mit dir" prägt sein Bild von Zuhause mehr als jede Stadt oder Landschaft. In Deutschland hingegen beobachtet er eher Misstrauen.

    Es geht im diesem Podcast jedoch auch um die beruflichen Chancen, die dieses Land bietet sowie den Stolz auf das Durchbeißen und die eigene Leistung, insbesondere unter nicht optimalen Vorraussetzungen.


    Music by ⁠⁠⁠Oleg Fedak⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠⁠⁠

    Music by ⁠⁠⁠Julius H.⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠

    49 min
  • Staffel 5 Folge 1 Intro

    Ich freue mich, dass ich wieder wunderbare Interviewpartner*innen finden konnte und somit heute die 5. Staffel startet!

    Ganz viel Freude und Inspiration beim Hören.


    Music by ⁠⁠⁠Oleg Fedak⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠⁠⁠

    Music by ⁠⁠⁠Julius H.⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠

    4 min
  • Staffel 4 Folge 9 Finale

    Wow, schon wieder geht eine Staffel zu Ende, aber eine 5. kündigt sich bereits an.


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    Music by ⁠⁠⁠Julius H.⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠

    3 min
  • Staffel 4 Folge 8 Lena

    Diese Folge ist besonders, denn Lena ist, anders als die meisten in diesem Podcast, in Deutschland geboren. Sie treibt allerdings aufgrund ihr Familiengeschichte sowie persönlicher Erlebnisse die Frage um, warum nicht wenige Menschen noch immer in Kategorien wie Ost- vs. West-Deutschland denken. Geboren in den 1990ern ist sie eigentlich in einem geeinten Land im Erzgebirge aufgewachsen. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum diese Kategorien weiterhin existent sein könnten und natürlich, wo sie Heimat verortet.


    Music by ⁠⁠⁠Oleg Fedak⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠⁠⁠

    Music by ⁠⁠⁠Julius H.⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠

    32 min
  • Staffel 4 Folge 7 Aysegül

    Als Aysegül 2018 mit ihrem Mann aufgrund von politischer Verfolgung aus der Türkei floh, waren ihre Söhne noch sehr klein. Um den beiden die Flucht zu erleichtern, spielten die Eltern eine Art Spiel, in dem es verschiedene Level zu erreichen galt. Somit sollte die gefährliche Reise für die beiden Jungen erträglicher gemacht werden. Nicht nur dieser Teil von Aysegüls Geschichte hat mich tief berührt. Wir sprechen in dieser Folge über die Hürden des Ankommens in Deutschland und wie diese beeindruckende Frau es geschafft hat, diese zu überwinden. Und natürlich erfahren wir, was für Aysegül Heimat bedeutet.


    Music by ⁠⁠⁠Oleg Fedak⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠⁠⁠

    Music by ⁠⁠⁠Julius H.⁠⁠⁠ from ⁠⁠⁠Pixabay⁠

    59 min

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