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Meine heutige Gästin Shannen ist 2007 als 11-jährige mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester nach Deutschland gekommen. Als Niederländerin und Europäerin hatte sie räumlich gesehen keinen weiten Weg kurz hinter die Grenze nach Kranenburg. Sie erzählt von den anfänglichen Hürden, besonders den sprachlichen. Denn interessanter Weise schickten ihre Eltern sie damals auf eine rein deutsche Schule, obwohl es in der Grenzregion bilinguale Schulen gegeben hätte. Aus der heutigen Sicht, war diese Erfahrung ein Gewinn für Shannen. Spannend ist zudem ihre Sicht auf den Heimatbegriff. Da ihre gesamte Familie inzwischen wieder in den Niederlanden lebt, fühlt sie sich mit diesem Land sehr verwurzelt. Ihr Zuhause hat sie jedoch in Köln gefunden, wo sie als selbstständige Finanzmaklerin arbeitet. Den regelmäßigen Wechsel zwischen den beiden Kulturen empfindet sie mittlerweile als Bereicherung. Wer gerne mehr Informationen über Shannen bekommen möchte kann ihr sehr gerne auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/shannenvanzagten oder Instagram Shannen van Zagten (@shannenvzagten) • Instagram-Fotos und -Videos folgen.
Die Syrerin Douaa erzählt in dieser 4. Podcastfolge eindrücklich von ihrem Weg über die Balkanroute nach Deutschland. Diese abenteuerliche Flucht hat sie gemeinsam mit ihrem damals 18-jährigen Bruder und der 10-jährigen Schwester gemacht. Sie berichtet sehr ehrlich von ihren Problemen, ihren Sorgen, ihrem Heimweh und der großen Last der Verantwortung für ihre Geschwister, an der sie beinahe zerbrochen wäre. Ihre Geschichten über all die fremden und zugleich wunderbaren Menschen, die den Geschwistern auf ihrem Weg bis hierher geholfen haben berühren und machen Mut.
In dieser Folge erzählt Hasan von seiner herausfordernden Kindheit als Kurde in der Türkei, seine Migration nach Deutschland als junger Mann ohne Familie und die Wichtigkeit der deutschen Sprache. Er berichtet von seinem Buch, welches er gerade schreibt. Seine Ansichten zum Thema Integration und Willkommenskultur sind sehr wertvoll und hilfreich. Heute ist Hasan erfolgreicher Unternehmer, Speaker, Autor, Coach und Familienvater. Sein Heimatbegriff ist an den Geburtsort geknüpft.
Larissa kam 1991 mit 13 Jahren gemeinsam mit ihrer Familie aus Russland hierher. Obwohl sie die deutsche Sprache zum Großteil bereits verstand, war es kein einfacher Weg für sie. Rückblickend haben ihr die Förderstunden in der Schule geholfen und die Tatsache, dass die Bewohner*innen ihres Heimatdorfes zum Großteil ebenfalls wegzogen waren. In dieser Folge spricht sie über ihr Verständnis von Heimat und ihre ersten Tage in Deutschland. Sie erklärt, wie das Dorfleben vor der Übersiedlung nach Deutschland abgelaufen ist und berichtet von den einmaligen Johannisbeerbüsche die an der Straße zum Nachbardorf verliefen.
Ich danke Larissa für ihren Mut, dieses allererste Interview mit mir zu führen!
Ich bin Amelie und hoste diesen Podcast. Ich habe das große Glück, in meiner Heimat wohnen zu dürfen. Ich kenne die Sprache, die Menschen, die Kultur in der ich lebe und aufgewachsen bin. Dafür bin ich unendlich dankbar!
Auf meinem Lebensweg begleiten mich schon immer Menschen, die ihre Heimat verlassen musste. Ihr Gründe sind unterschiedlich. Die Zeiten an denen sie in unser Land einreisten waren so verschieden, wie ihre Herkunftsländer. Was die meisten verbindet, sie können nicht zurück und tragen den Schlüssel zu ihrer früheren Heimat immer in sich.
Die Geschichten dieser Heimatlosen sind oftmals traurig, verzweifelt und manchmal aussichtslos. Dennoch sind sie spannend, inspirierend, Hoffnung und Verständnis stiftend und in jeglicher Hinsicht erzählenswert!
Alle Infos zu mir findest du hier: https://acadewi.de/de/
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