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Die Berufung des Menschen ist es, Gottes souveräne Herrschaft und Weisheit in die Welt zu spiegeln und das Lob der ganzen Schöpfung Gott zurückzuspielen. Diese Predigt geht der Frage nach, wie wir Menschen uns als Bilder Gottes in der uns anvertrauten Schöpfung sozial, ökologisch und ökonomisch gerecht verhalten sollen. So viel sei verraten: Es geht nicht um Leistung aus eigener Kraft, sondern darum, ein Spiegel für Gottes Herrlichkeit in diese Welt hinein zu sein.
Albert Einstein soll einst gesagt haben: «Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf den Grund des Bechers wartet Gott.» Es ist so: Gott offenbart sich in seiner Schöpfung und deshalb kann ein Mensch Ihm dort auch begegnen. Diese Art von Begegnung hat eine heilsame Wirkung auf unsere geistliche, physische und psychische Gesundheit. Und – wir werden in das Lob der Schöpfung einsteigen und gemeinsam Gott einen Lobgesang bringen.
Über Jahrzehnte hatte kaum eine Freikirche das Thema «Haushalterschaft über die Schöpfung» auf dem Radar, obwohl es Gottes erster Auftrag an die Menschen war. Gott liebt nicht nur die Menschen, sondern die ganze Schöpfung. Es ist auch die ganze Schöpfung, die sich nach Erlösung sehnt. Vielleicht befiehlt Jesus deshalb: «Geht in die ganze Welt und verkündet der ganzen Schöpfung das Evangelium!» (Markus 16,15 NGÜ). Kirchen sind Hoffnungsorte mit viel Potenzial zur Weltveränderung.
«Dominus Providebit» - der Herr wird versorgen. Dies ist die Botschaft auf dem Fünffrankenstück. Es ist die Botschaft, dass sich Gott zur Rechten Zeit um dich kümmert. Über den Jesusnachfolgern steht die Prägung «Der Herr sorgt für mich». Es zeigt die Abhängigkeit von Gott und auch, dass er der persönliche Versorger ist. Mit der Teens Segnung kommt die religiöse Mündigkeit. Selbst glauben heisst nicht alles zu Wissen, alles aus eigener Kraft zu schaffen. Es heisst vertrauen, wachsen und auch Fehler machen.
Die religiöse Elite der damaligen Zeit nahm Anstoss daran, dass sich Jesus mit Menschen von schlechtem Ruf abgab und Gemeinschaft mit ihnen lebte. Sie glaubten, dass ‘Reines’ vom ‘Unreinen’ geschieden werden muss. Jesus reagiert auf diese Anschuldigungen, indem er das Gleichnis eines Hirten erzählt, der neunundneunzig Schafe zurücklässt, um das eine verlorene zu suchen. Die Freude über das eine Schaf, das sich finden liess und umkehrte, war sowohl in der sichtbaren wie auch unsichtbaren Welt riesig.
Häufig wird der Tod von Jesus und seine Auferstehung nur damit in Verbindung gebracht, dass er für unsere Sünden als Opfer starb. Doch es ist viel mehr – Jesus ist Sieger über Tod, jede Gewalt des Bösen und die Sünde! Er hat dies alles besiegt! Es gibt zwar noch Widerstände, doch dies ist ein letztes Aufbäumen des Feindes. Der Sieg ist vollbracht! Durch Jesus kann ich als sein Nachfolger selbst ein siegreiches Leben führen. Er gibt mir die Kraft und die Vollmacht dazu!
Wir haben einen natürlichen Hang dazu, gerade als Nachfolger Jesu, über Trauer und Schmerz hinwegzutrösten und auf eine hoffnungsvolle Zukunft zu blicken. Gerade aber an Karfreitag wollen wir gemeinsam mit Jesus dem Schmerz Raum lassen und zusammen mit dem Psalmisten von Psalm 88 in der Klage und der Trauer ausharren.
Freude wird oft mit Momenten des Glücks in Verbindung gebracht, doch wahre Freude geht tiefer – sie ist eine Haltung des Herzens, die uns auch in schwierigen Zeiten begleiten kann. In der Bibel wird die Freude als Geschenk Gottes beschrieben, das durch den Heiligen Geist in unser Leben kommt. Der Ort, der vollkommenen Freude, ist der neue Himmel und die neue Erde. Die Vorfreude darauf möchte unserem diesseitigen Leben Sinn, Glück und Erfüllung geben.
Sorgen haben das Potenzial uns herunterziehen und unsere Kraft zu rauben. Darum bringen wir unsere Sorgen in dieser Karwoche bewusst zu Jesus ans Kreuz. Er hat unser Leid am Kreuz getragen damit wir frei sind, um uns am Himmelreich Gottes orientieren zu können. Jesus gibt uns die Kraft das Reich Gottes in diese Welt zu tragen.
Der Apostel Paulus bezeichnet den Körper eines Jesusnachfolgers als Tempel des Heiligen Geistes. Wie bereits im Tempel des antiken Israels wohnt Gott mit seiner herrlichen Pracht in diesem Haus. Dies hat kraftvolle Auswirkungen für die Person selbst, aber auch auf das ganze Umfeld. Wie schon zu alten Zeiten muss der Tempel regelmässig instandgesetzt werden, so dass der Geist Gottes sich wohlfühlt und sich entfalten kann.
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