Main Character Syndrome klingt erst mal nach Selbstbewusstsein auf Steroiden. Nach Klarheit. Nach „Ich weiß, wer ich bin“.
In Wirklichkeit ist es oft etwas ganz anderes.
In dieser Folge geht es um die feine Linie zwischen gesunder Selbstführung und narzisstischer Selbstüberhöhung. Um das Bedürfnis, im eigenen Leben nicht nur Statist zu sein und wie daraus schnell eine innere Bühne wird, auf der alles ständig Bedeutung haben muss.
Wir sprechen darüber, warum Main Character Syndrome weniger mit Stärke zu tun hat als mit Kontrolle, wie es entsteht und warum es paradoxerweise oft aus Unsicherheit geboren wird, nicht aus Selbstwert.
Es geht auch um die Nebenwirkungen:
verzerrte Wahrnehmung, permanente Selbstreferenz, emotionale Erschöpfung.
Und um die Frage, was passiert, wenn man aufhört, sich selbst permanent ins Zentrum zu stellen, ohne sich dabei klein zu machen.