Slow German
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Slow German episodes

  • SG #154: Weihnachtslieder
    Bald ist Weihnachten. Zeit, ein paar schöne Weihnachtslieder zu singen! In Deutschland ist es Brauch, dass wir am Heiligabend vor der Bescherung singen. Das bedeutet, dass wir am 24. Dezember wenn es dunkel wird um den geschmückten und beleuchteten Weihnachtsbaum stehen und Weihnachtslieder singen, bevor wir die Geschenke auspacken.
    Die meisten deutschen Weihnachtslieder sind sehr alt. Sie stammen aus dem späten Mittelalter. Damals waren sie Kirchenlieder, die über viele Generationen hinweg umgeändert wurden.
    Einige Beispiele für Euch, ich lasse die Weihnachtsmaus singen:
    Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.
    oder
    Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht
    Das kennt Ihr auch in anderen Sprachen, oder?
    Noch ein Lied:
    Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der See weihnachtlich glänzet der Wald: Freue dich, Christkind kommt bald!
    Kling, Glöckchen, klingelingeling, kling, Glöckchen, kling! Laßt mich ein, ihr Kinder, ist so kalt der Winter, öffnet mir die Türen, laßt mich nicht erfrieren. Kling, Glöckchen, klingelingeling, kling, Glöckchen, kling!
    Und das Highlight natürlich:
    O Tannenbaum, O Tannenbaum, wie grün sind Deine Blätter Du grünst nicht nur zur Sommerzeit nein auch im Winter, wenn es schneit O Tannenbaum, O Tannenbaum, wie grün sind Deine Blätter
    Alle Kinder haben sich bei diesem Lied gefragt, warum der Tannenbaum plötzlich Blätter hat. Denn eigentlich hat er ja Nadeln. Aber egal.
    Wenn Ihr Menschen hören wollt, die wirklich singen können, stelle ich Euch ein paar Links zu den Liedern auf slowgerman.com. Dort könnt Ihr in den Untertiteln der Videos den Text mitlesen!
    Natürlich gibt es auch moderne Lieder, die vor allem die Kinder alle kennen und mögen. Zum Beispiel den Ohrwurm „In der Weihnachtsbäckerei“. Auch dazu stelle ich Euch den Link auf die Seite.
    Slow German macht jetzt Weihnachtspause - wir hören uns im Neuen Jahr wieder! Auf slowgerman.com gibt es aber ein Weihnachtsgeschenk für Euch: Das Premium-Abo für 25% weniger. Einfach den Promo-Code „Weihnachten“ eingeben! Er gilt bis 7.1.2018.
    Die Weihnachtslieder mit Untertiteln zum Mitsingen:Alle Jahre wieder: https://www.youtube.com/watch?v=f2dD65CK6qYOh Tannenbaum: https://www.youtube.com/watch?v=2VN21X_wnWcStille Nacht: https://www.youtube.com/watch?v=gavZL5412JMLeise rieselt der Schnee: https://www.youtube.com/watch?v=Cq4nV_f7-J4Kling, Glöckchen Klingelingeling: https://www.youtube.com/watch?v=w8GX3EriaqsLeise rieselt der Schnee: https://www.youtube.com/watch?v=Cq4nV_f7-J4
    Die ganze Playliste mit Weihnachtsliedern mit Untertiteln: https://www.youtube.com/playlist?list=PL7Xc9V4mPsQL6BYaQkfA9qnshyzKUd53y
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg154kurz.pdf
    5 min
  • SG #153: Heinrich Heine
    „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“ Habt Ihr diesen Satz schon einmal gehört? Er wird immer dann zitiert, wenn es Probleme in Deutschland gibt. Der Satz stammt von Heinrich Heine. Er war einer der wichtigsten deutschen Dichter. Aber keine Angst: Auch wenn er am 13. Dezember 1797 geboren wurde, sind seine Texte sehr aktuell und relativ leicht zu lesen. Ihr werdet ihn mögen!
    Harry Heine wuchs in einem jüdischen Haushalt auf. Er war 13 Jahre alt, als Napoleon in Düsseldorf einzog. Schon als Schüler begann er, Gedichte zu schreiben. Beruflich sollte er eigentlich im Bankgeschäft arbeiten, aber dafür hatte er kein Talent. Also versuchte er es erst mit einem eigenen Geschäft für Stoffe, das aber bald pleite war. Dann begann er zu studieren. Er probierte es mit Jura und mit Geschichte, besuchte verschiedene Vorlesungen.
    Mit 25 Jahren veröffentlichte er erste Gedichte. Es war eine aufregende Zeit für ihn. Er wechselte die Städte und die Universitäten, er beendete sein Jura-Studium und wurde promoviert. Um seine Chancen als Anwalt zu verbessern, ließ er sich protestantisch taufen, er kehrte also dem Judentum den Rücken und wurde Christ. Daher auch der neue Name: Christian Johann Heinrich Heine. Später hat er die Taufe oft bereut.
    Wenn Ihr Heines Werke lest werdet Ihr merken, dass sie etwas Besonderes sind. Sie sind oft kritisch, sehr oft aber auch ironisch und humorvoll. Er spielt mit der Sprache. Er kann aber auch sehr böse sein und herablassend über Menschen schreiben. Seine Kritik auch an politischen Ereignissen und die Zensur, mit der er in Deutschland leben musste, führten Heinrich Heine nach Paris. Er wanderte nach Frankreich aus.
    Als Schriftsteller wurde er immer bekannter. Er wurde ein Vermittler zwischen Frankreich und Deutschland, versuchte den Menschen, die jeweils andere Kultur zu erklären. Er verdiente viel Geld mit seinen Schriften, heiratete eine Französin und traf große Menschen wie Karl Marx und Goethe.
    Aber dann passierte etwas Schlimmes: Heine brach zusammen. Mit 51 Jahren war er fast vollständig gelähmt. Acht Jahre lang musste er im Bett verbringen. Er nannte diesen Ort seine Matratzengruft. Was für eine Krankheit das war, weiß man heute nicht. Vielleicht Syphillis, vielleicht Multiple Sklerose, vielleicht eine Bleivergiftung oder Tuberkulose. Es ist egal. Wichtig ist: Er war schwer krank und fast blind, aber das hinderte ihn nicht daran, weiter bis zu seinem Tod zu schreiben.
    Versucht doch mal, etwas von Heine zu lesen. Auch wenn Ihr nicht alles versteht. Zum Beispiel das Gedicht „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ über die Loreley. Oder „Nachtgedanken“ mit dem diese Episode begonnen hat.
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg153kurz.pdf
    6 min
  • SG #152: Weihnachtsplätzchen
    Endlich ist wieder Advent! In den vier Wochen vor Weihnachten wird es besonders süß und lecker in Deutschland.
    Hauptsache viele verschiedene Sorten!
    Denn jetzt essen wir Lebkuchen und Weihnachtsplätzchen, im Norden auch Weihnachtskekse genannt. Es gibt viele verschiedene Sorten dieser kleinen Kekse, und ich möchte Euch heute einige davon vorstellen. Was alle Weihnachtsplätzchen gemeinsam haben ist, dass sie mit typischen Weihnachtsgewürzen und oft mit viel Fett und Nüssen gebacken werden - passend zum kalten Winter.
    Da sind zum Beispiel die Vanillekipferl: Aus einem Mandelteig macht man zunächst dünne Würste, die man dann zu kleinen Monden formt - den Kipferln. Dann werden diese mit Vanillezucker bestäubt. Sie haben keine Füllung, sind aber sehr lecker, weil der Teig sofort auf der Zunge zerfällt.
    Oder die Zimtsterne - diese Sterne habe ich noch nie selber gebacken, weil sie wirklich kompliziert sind: Auf einem dunklen und klebrigen Teig aus Mandeln ist eine dicke weiße Zuckerschicht aufgebracht. Beim Backen muss man aufpassen, dass diese nicht dunkel wird! Zum Glück kann der Bäcker das perfekt, also kaufe ich Zimtsterne am liebsten beim Bäcker.
    Weihnachtsplätzchen: Spitzbuben und Kolatschen
    Ich liebe auch die Spitzbuben, das sind Weihnachtsplätzchen aus zwei Lagen. Erst sticht man normale Plätzchen aus, dann nochmal die gleichen, allerdings mit einem Loch darin. Beide Hälften werden gebacken. Dann wird der Keks mit dem Loch darin mit Puderzucker bestäubt und der untere Keks mit Marmelade bestrichen. Nach dem Zusammenkleben sieht das besonders hübsch aus, weil die Marmelade durch das Loch zu sehen ist.
    Als kleines Kind durfte ich meiner Mama beim Plätzchenbacken helfen. Wir haben damals Kolatschen gebacken. Dafür rollt man einen Mürbeteig zu kleinen Kugeln, ich durfte mit meinem kleinen Finger ein Loch in die Kugeln bohren und dann wurde in dieses Loch Marmelade gefüllt.
    Kinder backen Weihnachtsplätzchen
    Genau das ist es, was ich an den Plätzchen so schön finde: Gemeinsam mit den Kindern zu backen. Die mögen natürlich alle Plätzchen, aber vor allem ist es ein Spaß, aus dem Teig verschiedene Formen auszustechen. Katzen, Tannenbäume, Nikoläuse, Sterne, Herzen und ähnliches. Nach dem Backen können diese einfachen Plätzchen dann mit buntem Zuckerguss oder Streuseln verziert werden.
    Selbst gebackene Plätzchen werden auch gerne an Freunde verschenkt - dabei überbieten sich die Leute gerne darin, wer mehr Sorten gebacken hat. Es ist wirklich viel Arbeit! In einer schönen Keksdose halten sich die Plätzchen einige Wochen lang - wenn man sie nicht vorher gegessen hat.
    Weihnachtsplätzchen für das Christkind
    Übrigens: Meine Mama erzählt aus ihrer Kindheit, dass es damals keine Weihnachtsplätzchen in der Vorweihnachtszeit gab. Stattdessen bekam jedes Kind an Weihnachten einen Teller voller Plätzchen. Da damals Süßigkeiten etwas sehr seltenes waren, war das für die Kinder der Höhepunkt des Festes.
    Mein Sohn stellt jedes Jahr eine Kerze und einen Teller mit Plätzchen für das Christkind nach draußen, damit es an Weihnachten eine kleine Pause machen kann, während es den Kindern die Geschenke bringt.
    Rezepte für Weihnachtsplätzchen:
    VanillekipferlZimtsterneSpitzbubenKolatschenLebkuchen
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg152kurz.pdf
    6 min
  • SG #151: Jugendsprache
    Jede Jugend hat ihre eigene Sprache. In der Jugendsprache werden neue Wörter erfunden, manchmal andere Betonungen oder Akzente nachgeahmt. Natürlich gibt es keine deutschlandweite Jugendsprache - jede Gruppe erfindet ihre eigene Sprache. Die Erwachsenen verstehen dann manchmal nur Bahnhof - also gar nichts.
    In meiner Teenagerzeit haben wir „geil“ gesagt, wenn wir etwas toll fanden. Ich erinnere mich noch daran, dass meine Mutter damals erschrocken ist, als ich das gesagt habe. Für sie war das ein Schimpfwort. „Geil“ bedeutete nämlich eigentlich, dass man große Lust auf Sex hat. Wir Teenager wussten das nicht, für uns hieß geil einfach nur super. Das zeigt, dass sich die Sprache verändert - Wörter wie prima, knorke, dufte bedeuteten früher ebenfalls „super“, benutzt aber heute kaum noch jemand. Die Steigerung von „geil“ war dann übrigens „endgeil“ - das hört man heute noch ziemlich oft auf der Straße.
    Es gibt übrigens jedes Jahr auch das Jugendwort des Jahres. Es wird seit 2008 von einer Jury ausgewählt. 2012 war das „YOLO“, die Abkürzung für „You Only Live Once“. Bei mir hieß das noch „Carpe Diem“, also nutze den Tag. YOLO ist Netzjargon, diese Abkürzung kommt aus der Internet-Welt.
    2015 landete auf dem zweiten Platz das Wort „merkeln“ - also wie unsere Kanzlerin Angela Merkel nichts tun, keine Entscheidung treffen. Böse, oder? In diesem Jahr wurde es „I bims“ - das ist eigentlich weniger Jugendsprache als Internet-Sprache. Es gab eine Witzreihe, die die deutsche Sprache ziemlich verhunzte. Aus „Ich bin’s“ wurde „I bims“.
    Gerne werden natürlich englische Begriffe in die Jugendsprache übernommen - zum Beispiel „chillen“, wenn man sich ausruhen möchte und nichts tun. Gerne erfinden die Jugendlichen auch politisch inkorrekte Schimpfwörter. Sie beschimpfen andere Teenager als „Mongo“ oder „Spasti“ - beides bezieht sich auf angeborene Gendefekte oder Behinderungen. Klar - Jugendliche provozieren gerne. Und manchmal denken sie auch einfach nicht darüber nach, was sie da sagen. Wenn etwas kitschig oder gefühlvoll ist, bezeichnen sie es auch gerne als „voll schwul“, also homosexuell.
    Jugendlichen ist oft auch die Grammatik egal: „Gehst du Bus“ anstatt „Gehst Du zum Bus?“ sind dann normal. Diese Art zu sprechen hat oft etwas mit multikulturellen Gegenden zu tun, also mit Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. „Kanak Sprak“ wird das auch gerne genannt, also Deutsch mit türkischen Einflüssen. Das finden wiederum deutsche Jugendliche so cool, dass sie auch so sprechen. Habt Ihr es gemerkt? Ich habe „cool“ gesagt. Früher Jugendsprache, heute sagt’s jeder. Das Gegenteil ist übrigens uncool.
    Viele Jugendsprache-Wörter haben die Erwachsenen mittlerweile übernommen. Wenn ein Haus zum Beispiel heruntergekommen ist, also dreckig und lange nicht renoviert, dann ist es „abgefuckt“. Kommt natürlich aus dem Englischen, würde aber kein Engländer mehr verstehen. Ein deutsches Wort aber ebenso Jugendsprache für das gleiche ist "versifft". Wenn jemand „breit“ ist oder „hackedicht“, ist er betrunken. Wenn wir uns schlecht über jemanden äußern, dann „dissen“ wir diese Person. Gerne werden Wörter auch einfach abgekürzt, aus „funktionieren“ wird „funzen“, aus „telefonieren“ wird „telen“. Oft ist schwer nachzuvollziehen, woher das neue Wort kommt: „Hammer“ steht für gut, "Pfosten" für eine dumme Person, gesteigert wird das gerne auch in „Vollpfosten“.
    Und das letzte Wort für heute: "vorglühen". Könnt Ihr Euch vorstellen, was das bedeutet? Es bedeutet, dass man Alkohol trinkt, bevor man zu einer Party geht, um in Stimmung zu kommen. Oft auch, um Geld zu sparen, weil der Alkohol zu Hause billiger ist als in einer Bar.
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg151kurz.pdf
    7 min
  • SG #150: Schiller und Goethe
    Zur 150. Episode von Slow German wird es Zeit, über die zwei größten Dichter Deutschlands zu sprechen: Schiller und Goethe.
    Man kann sich die beiden so vorstellen: Goethe war der bereits damals berühmte und verehrte alte Mann, und Schiller war sein Fan. Schauen wir uns die beiden etwas genauer an.
    Johann Wolfgang von Goethe wurde 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er wuchs in einer angesehenen Familie auf, sein Vater war Jurist. Also studierte Johann ebenfalls Jura und arbeitete als Anwalt. Das hielt ihn aber nicht davon ab, zu schreiben. Sein Drama "Götz von Berlichingen" machte ihn bekannt. Mit 26 Jahren wurde er nach Weimar eingeladen und blieb dort. Er arbeitete viel und hatte wenig Zeit für anderes. Mit 33 Jahren war er nach dem Herzog der mächtigste Mann in Weimar. Zehn Jahre lang hatte er nichts mehr veröffentlicht.
    Und dann hatte er die Idee: Er reiste nach Italien. Und zwar nicht so, wie wir heute mal für zwei oder drei Wochen in den Urlaub fahren. Er blieb zwei Jahre lang dort. Die Reise bezeichnete er später als Wiedergeburt. Er schrieb, schrieb und schrieb. Heute nennt man ihn den wichtigsten Autor der "Sturm und Drang"-Strömung.
    Zu seinen wichtigsten Büchern gehört "Die Leiden des jungen Werther". Dieses Buch machte ihn in Europa berühmt, Napoleon soll es sieben Mal gelesen haben. Aber es gab nicht nur Ruhm und Ehre: Das Buch löste eine Selbstmordwelle unter jungen Männern aus und wurde daher sehr kritisch betrachtet.
    Johann Christoph Friedrich von Schiller, bekannt als Friedrich Schiller, war zehn Jahre jünger als Goethe. Er wurde in Württemberg geboren, sein Vater war Militärarzt. Auch Schiller wurde Arzt wie sein Vater. Und wie Goethe schrieb er auch gerne und viel neben seinem normalen Beruf. 1782, mit Anfang 20, veröffentlichte er sein erstes Theaterstück: "Die Räuber". Es wurde sofort erfolgreich.
    1787 reiste Schiller nach Weimar. Goethe war gerade aus Italien zurückgekehrt, und sie trafen sich. Schiller mochte den älteren Goethe - aber der war nicht gerade begeistert. Die Männer waren Konkurrenten. Sechs Jahre später trafen sie sich wieder und daraus entstand eine Brieffreundschaft. Die Briefe sind heute noch erhalten und es macht Freude, sie zu lesen. Die Männer halfen sich gegenseitig bei ihrer Arbeit - und wurden dadurch noch größer und noch besser. Diese Zeit nennt man die Weimarer Klassik.
    Schiller starb 1805 an einer Lungenentzündung. Er wurde nur 45 Jahre alt. Goethes größtes Werk ist die Tragödie "Faust", die er drei Jahre nach Schillers Tod veröffentlichte. Der Schriftsteller war zu diesem Zeitpunkt fast 60 Jahre alt. Er lebte bis 1832.
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg150kurz.pdf
    6 min
  • SG #149: Der Rhein
    Der Rhein ist einer der wichtigsten und längsten Flüsse Europas. Er ist 1232 Kilometer lang. Seine Quelle liegt in der Schweiz, dann fließt er fast 700 Kilometer durch Deutschland und mündet schließlich in den Niederlanden in die Nordsee, also ins Meer. Er ist eine wichtige Wasserstraße – auf dem Rhein werden viele Güter per Schiff transportiert.
    Aber langsam, der Reihe nach. Der Rhein entspringt also in der Schweiz. Dort laufen viele kleine Bäche und Flüsse zusammen und bilden einen größeren Fluss, den Rhein. Dieser fließt dann an der Grenze zu Deutschland in den Bodensee – und auf der anderen Seite wieder hinaus. Das finde ich besonders faszinierend – auf Luftaufnahmen kann man sehen, dass sich das kalte und milchige Rheinwasser nicht mit dem Bodenseewasser vermischt. Bei Schaffhausen gibt es einen der größten Wasserfälle Europas, er ist 23 Meter hoch und 150 Meter breit.
    Dann fließt der Rhein durch Frankreich nach Deutschland. Hier machten die vielen Kurven des Flusses Probleme: Das Wasser wurde langsamer, Schiffe konnten hier nicht gut fahren, und die Überschwemmungen machten die Gegend so feucht, dass Insekten sich rasant vermehrten und Krankheiten an die Menschen übertrugen. Also wurde der Fluss wie viele andere auch begradigt – man lenkte ihn um, zwängte ihn in eine bestimmte Richtung und nahm ihm die Auen, also die Bereiche neben dem Wasser.
    In Süddeutschland kann man im Oberrhein nach Gold suchen – Touristen kommen extra hierher, um an Goldwaschkursen teilzunehmen. Aber weg vom Rheingold, der Rhein fließt weiter nach Norden und wird dort zum Mittelrhein. Der Bereich zwischen Rüdesheim und Koblenz zählt zum UNESCO-Welterbe. Hier steht der 130 Meter hohe Lorelayfelsen. Habt Ihr davon schon einmal gehört? Er ist Teil der Lorelay-Sage. Eine Sage ist eine Geschichte, die sich Menschen schon lange erzählen. Nach dieser Geschichte war Lorelay eine Nixe, also ein Wesen das halb Frau, halb Fisch ist. Sie konnte wunderschön singen. Mit ihrem Gesang lockte sie Männer an, die in ihren Booten unterwegs waren – und trieb sie in den Tod. Diese Stelle ist aber wirklich beeindruckend – hier ist der Rhein besonders eng und tief – 25 Meter.
    Bei Andernach gibt es noch eine Sensation, und zwar einen Kaltwassergeysir mit der höchsten Wasserfontäne der Welt. 60 Meter spritzt das Wasser hier in die Luft. Aus dieser verzauberten Landschaft mit Weinbergen und schönen Ufergebieten fließt der Rhein dann weiter in eine industrialisierte Gegend. Von der ehemaligen deutschen Hauptstadt Bonn fließt er bis zur niederländischen Grenze. Hier nennt man ihn Niederrhein. Hier liegt die Stadt Köln am Rhein, und der größte Binnenhafen Europas ist in Duisburg. Während in den anderen Rheingegenden viele verschiedene Tiere im Wasser leben, ist es hier eher öde, denn das Wasser ist trüb und zu warm und hat zu wenig Sauerstoff.
    Dann fließt der Rhein aus Deutschland hinaus in die Niederlande. Dort teilt er sich in drei Ströme auf und fließt in die Nordsee. Sein Süßwasser vermischt sich mit dem Salzwasser des Meeres. Diese Mischung nennt man Brackwasser.Wenn Ihr Euch den Rhein auf einer Karte anseht, werdet Ihr feststellen, dass viele große Städte am Fluß liegen. Köln hat eine Million Einwohner, dann sind da noch Straßburg, Koblenz, Bonn, Neuss und andere. Viele der heutigen Städte sind aus ehemaligen römischen Siedlungen entstanden. Der Rhein war die Grenze des Römischen Reiches.
    Und weil bald der Winter kommt noch ein Hinweis: Der Rhein ist schon oft im Winter komplett zugefroren. Zum Beispiel 1929. Als es noch keine Kühlschränke gab, hackte man das Eis aus dem Rhein in Stücke und lagerte es im Keller, um es im Sommer zu verkaufen. Heute leitet die Industrie oft Wärme in den Fluss ab, so dass seine Temperatur gestiegen ist.
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg149kurz.pdf
    7 min
  • SG #148: Martin Luther und die Reformation
    Martin Luther war ein Mönch. Er unterrichtete Theologie an der Universität von Wittenberg. Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther ein Schriftstück mit 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben. Eine These ist eine Behauptung. Ob das mit der Tür wirklich stimmt, wissen wir nicht – aber zumindest wurden seine Thesen gedruckt, denn den Buchdruck gab es zum Glück seit 1450. Schriften zu vervielfältigen war einfach geworden.
    In den Thesen war Luther vor allem gegen die von der Kirche verbreitete Angst vor dem Fegefeuer und gegen den Ablasshandel. Das Fegefeuer ist in der katholischen Kirche die Zeit nach dem Tod, in der die Gläubigen ihre Sünden büßen müssen. Der Ablasshandel bedeutete, dass Katholiken nach einer Sünde etwas tun mussten, um wieder Gottes Gnade zu bekommen. Das war manchmal eine Beichte oder ein Gebet oder auch eine Wallfahrt.
    Zu Luthers Zeit aber gab es noch eine andere Möglichkeit: Man konnte seine Sünden mit Geld freikaufen und so auch die Zeit im Fegefeuer verkürzen. Spezielle Prediger reisten damals durch das Land und verkauften Ablassbriefe. Auch Papst Leo X. fand die Idee gut, denn er brauchte Geld für den Neubau des Petersdoms in Rom.
    Luther fand all das schrecklich. Die Kirche war ihm zu verweltlicht. Die Bischöfe und der Papst lebten in Reichtum wie Fürsten, das gefiel dem Mönch nicht. Die Menschen sollten büßen und sich nicht freikaufen können. Die Kirche sollte wieder so werden, wie sie einst war.
    Luthers Kritik führte dazu, dass er 1521 aus der Kirche ausgeschlossen wurde. Er begann, seine Reformationsgedanken aufzuschreiben. Man solle sich im Glauben nur nach der Bibel richten. Einen Papst gab es in seiner Vorstellung nicht. Von den sieben Sakramenten der katholischen Kirche (Taufe, Eucharistie, Firmung, Ehe, Beichte, Krankensalbung, Priesterweihe) behielt er nur zwei: Die Taufe und das Abendmahl.
    Kurz darauf wurde er auch aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Er hatte keine Rechte mehr. Man konnte ihn töten, ohne dass der Täter dafür bestraft würde. Eine gefährliche Zeit für Luther.
    Er versteckte sich auf einer Burg und begann, die Bibel vom Lateinischen ins Deutsche zu übersetzen. Nicht Wort für Wort, sondern so, dass man es gut verstehen konnte. Die Bibel wurde damit auch für das einfache Volk verständlich. Und für Euch vielleicht interessant: Luther erfand einige Wörter, die wir auch heute noch benutzen: Machtwort, Lockvogel, Lästermaul oder Feuertaufe. Dazu noch einige Redewendungen wie „Perlen vor die Säue werfen“ oder „ein Buch mit sieben Siegeln“ oder „der Wolf im Schafspelz“.
    Die Lutherbibel verbreitete sich durch den Buchdruck schnell. 1522 kehrte Luther nach Wittenberg zurück und predigte dort. Er überzeugte die Bürger von seiner Reformation.
    Die Reformation führte zur Spaltung der Kirche. Neben der „alten“ römisch-katholischen Glaubensrichtung gab es jetzt auch den evangelischen Glauben. Luther selbst beendete 1524 sein Leben als Mönch, heiratete und wurde Vater von sechs Kindern. Er starb 1546.
    Genau 500 Jahre ist es nun her, dass Martin Luther seine Thesen an die Tür nagelte. Aus diesem Grund haben wir hier in Deutschland am 31. Oktober einen Feiertag. Dieser Tag heißt Reformationstag. Wegen des Jahrestages haben wir in diesem Jahr, also 2017, an diesem Tag alle frei. Wir müssen nicht arbeiten.
    Vielleicht sollten wir diesen Tag nutzen, um mehr über Martin Luther und die Reformation zu lesen. Auch über die kritischen Seiten. Manche bezeichnen ihn als religiösen Fundamentalisten, der gegen die Wissenschaft war. Luther war ein überzeugter Antisemit, der die Angst vor einer jüdischen Weltverschwörung predigte. Auch mit Demokratie hatte Luther nicht viel am Hut. Luther förderte die Hexenverfolgung, wegen der viele Menschen unschuldig starben. Er war sexistisch und sah Frauen als niedere Wesen. Aber wie immer gilt: Bildet Euch selbst Eure Meinung über diesen Mann. Und schreibt mir gerne in die Kommentarfunktion oder per Mail, zu welchem Schluss Ihr gekommen seid.
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg148kurz.pdf
    8 min
  • SG #147: Die Bahn in Deutschland
    Deutschland gehört zu den Ländern, die ein gut ausgebautes Schienennetz haben. Das bedeutet, dass hier viele Züge fahren und jeder größere Ort einen Bahnhof hat. 5600 Bahnhöfe gibt es in Deutschland. Man braucht also kein Auto, um sich in Deutschland fortzubewegen.
    Früher war die Deutsche Bundesbahn ein staatliches Unternehmen. Die Bahn gehörte also dem Staat. Auch die Menschen, die bei der Bahn arbeiteten, waren Beamte – sie sind es zum Teil heute noch. Erst 2041, wenn auch die letzten Beamten 65 Jahre alt werden, gibt es keine Beamten mehr bei der Deutschen Bahn AG.
    AG steht für Aktiengesellschaft. Seit den 90er-Jahren ist die Deutsche Bahn eine Aktiengesellschaft. Damals wurde die Deutsche Bundesbahn mit der Deutschen Reichsbahn der DDR zusammengelegt. Das bedeutet aber nicht, dass Bürger Aktien der Bahn kaufen können und damit Anteile an dem Unternehmen besitzen. Denn alleiniger Aktieninhaber ist der deutsche Staat.
    Heute gibt es in Deutschland pro Tag etwa 40.000 Zugfahrten. Man kann gemütlich mit der S-Bahn von umliegenden Gemeinden in die nächste Großstadt fahren. Oder man fährt Intercity, von einer Stadt zur anderen. Wer es besonders eilig hat, der nimmt den ICE, den Intercity Express. Das sind besonders moderne Schnellzüge, die aber natürlich nur auf besonders wichtigen Strecken fahren, zum Beispiel einmal von Norden nach Süden, von Hamburg bis München.
    Wer mit der Bahn fahren möchte, kann sich am Bahnhof den Fahrplan ansehen und dann eine Fahrkarte kaufen. Oder er geht vor seiner Reise ins Internet und druckt sich die Fahrkarte selber aus. Dabei sollte man die Fahrtzeit nicht zu knapp kalkulieren, vor allem wenn man umsteigen muss – denn auch wenn alles gut durchgeplant ist, kann es zu Verspätungen kommen. Dann muss man auf seinen Zug warten – und es ist ärgerlich, wenn man deswegen den Anschluss verpasst.
    Um besonders komfortabel zu reisen, kann man in manchen Zügen Sitzplätze reservieren. Dann hat man sicher einen Sitzplatz, auch wenn der Zug eventuell überfüllt ist. Fernzüge haben in der Regel ein Restaurant an Bord, in dem man kleine Snacks essen kann – oder etwas trinken. Es gibt die Möglichkeit, im sogenannten Großraum zu sitzen - das ist der Bereich, in dem viele Menschen wie im Bus beisammen sind. Manche sitzen zu zweit nebeneinander, manche haben ein Tischchen, um das vier Menschen sitzen können. Oder man reserviert ein Abteil, das sind kleine abgetrennte Räume in denen sechs Personen Platz haben.
    Auch für Familien gibt es spezielle Abteile - die kleineren Kinder können hier klettern und toben und dürfen laut sein, ohne die anderen Reisenden zu stören. Bis jetzt habe ich aber nur erzählt, wie es den Menschen geht, die in Deutschland Bahn fahren. Das Schienennetz wird natürlich auch für den Güterverkehr genutzt. Also für den Transport von Dingen. 20% der Güter werden in Deutschland über das Bahnnetz bewegt.
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg147kurz.pdf
    6 min
  • SG #146: Die Beziehung
    Wisst Ihr, was eine Beziehung ist? Es ist das Verhältnis, das wir zu einem anderen Menschen haben. Wenn wir in einer Liebesbeziehung sind, dann bedeutet das, dass wir einen anderen Menschen zum Partner haben. Und darum geht es heute.
    Irgendwann im Leben, meist als Teenager, manchmal aber auch schon als Kind, verlieben wir uns in einen anderen Menschen. Meistens erfährt dieser andere Mensch gar nichts davon, es bleibt ein Geheimnis. Verliebt sein ist ein schönes Gefühl, wir sagen dazu auch, dass man Schmetterlinge im Bauch hat. Es kribbelt im Bauch, als wären dort Schmetterlinge, die flattern würden.
    Nun nehmen wir an, dass der andere Mensch das gleiche Gefühl hat - dazu gibt es die Slow German-Folge "Dating". Im besten Fall beginnt nun eine Beziehung. In einer Beziehung hilft man einander, man gibt einander ein gutes Gefühl, unterstützt sich und verbringt viel Zeit miteinander. Man sagt dann "Ich habe einen Freund" oder "Ich habe eine Freundin". Oder: "Ich bin in einer festen Beziehung".
    Manche Paare ziehen dann zusammen in eine Wohnung und teilen sich den Haushalt. Nach einigen Jahren wagen die Paare dann oft den nächsten Schritt: Sie verloben sich. Der Statistik zufolge ist das meist im dritten Jahr der Beziehung der Fall. 86 Prozent der Heiratsanträge kommen immer noch vom Mann - aber auch einige Frauen trauen sich mittlerweile und machen ihrem Partner einen Antrag. Dann sind sie verlobt. Im Gegensatz zu den USA spielt der Verlobungsring keine so große Rolle - er kostet im Durchschnitt 300 Euro. Ein knappes Jahr später wird dann geheiratet, wenn möglich im Frühjahr oder Sommer, wenn das Wetter gut ist. Zum Thema Hochzeit gibt es bereits eine andere Episode von Slow German. Die Deutschen heiraten recht spät - im Durchschnitt ist der Mann schon 33 Jahre alt und die Frau 31. Eine Ehe hält in Deutschland im Schnitt fast 15 Jahre lang.
    Eine Ergänzung habe ich aber noch für Euch: Seit 1. Oktober 2017 dürfen auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten, also Männer dürfen Männer heiraten, Frauen Frauen. Die "Ehe für alle" wurde erst dieses Jahr, also 2017, beschlossen.
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg146kurz.pdf
    4 min
  • SG #145: Die deutsche Nationalhymne und Flagge
    Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland. So beginnt die deutsche Nationalhymne, über die ich Euch heute etwas erzählen möchte.
    Lange Zeit hatte Deutschland keine eigene Hymne. Es gab verschiedene Lieder, die bei wichtigen Ereignissen gespielt oder gesungen wurden. 1922 einigte man sich auf eine neue Hymne: Das Lied der Deutschen. Der Text des Liedes stammt von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, es ist ein Gedicht von 1841. Heute heißt es auch das Deutschlandlied. Es hat drei Strophen. Auf slowgerman.com findet Ihr den gesamten Text.
    Während der Nazizeit wurde nur noch die erste Strophe gesungen, die wir heute nicht mehr singen. 1949 suchte man eine Hymne für die neu gegründete Bundesrepublik Deutschland. Es wurde das Lied der Deutschen - allerdings die dritte Strophe. Die Hymne singen wir heute bei Fußballspielen und Staatsempfängen. Sonst sind die Deutschen eher vorsichtig mit patriotischen Liedern und Symbolen, anders als viele andere Länder.Die Musik der Hymne stammt übrigens von Joseph Haydn. Er komponierte das Kaiserquartett 1796/97.
    Und wie sieht es mit der deutschen Flagge aus? Ihre Farben sind schwarz, gelb und rot. Wir sagen aber "Schwarz-Rot-Gold" dazu. Wieso nun gerade diese Farben? Dazu gibt es eine schöne Legende, wer weiß, ob sie stimmt... Angeblich gehen die Farben auf das Jahr 1152 zurück. Damals wurde Barbarossa zum deutschen Kaiser gekrönt. Sein Weg führte ihn bei der Krönung über einen schwarz-rot-goldenen Teppich. Nach der Krönung wurde der Teppich in kleine Stücke geschnitten, als Souvenir für die Bürger. 1184 wurden diese drei Farben auf dem Reichstag als deutsche Farben festgehalten und das blieben sie auch die meiste Zeit. Es gab lediglich eine Pause, in der Schwarz-Weiß-Rot sich durchsetzte. Und natürlich auch die Zeit der Hakenkreuz-Fahne. Diese Fahne ist heute selbstverständlich verboten.
    Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland steht im Grundgesetz, dass die Bundesflagge schwarz-rot-gold ist.
    Das Lied der Deutschen
    Deutschland, Deutschland über alles,Über alles in der Welt,Wenn es stets zu Schutz und TrutzeBrüderlich zusammenhält,Von der Maas bis an die Memel,Von der Etsch bis an den Belt –Deutschland, Deutschland über alles,Über alles in der Welt!
    Deutsche Frauen, deutsche Treue,Deutscher Wein und deutscher SangSollen in der Welt behaltenIhren alten schönen Klang,Uns zu edler Tat begeisternUnser ganzes Leben lang –Deutsche Frauen, deutsche Treue,Deutscher Wein und deutscher Sang!
    Einigkeit und Recht und FreiheitFür das deutsche Vaterland!Danach lasst uns alle strebenBrüderlich mit Herz und Hand!Einigkeit und Recht und FreiheitSind des Glückes Unterpfand –Blüh’ im Glanze dieses Glückes,Blühe, deutsches Vaterland!
    Text der Episode als PDF: https://slowgerman.com/folgen/sg145kurz.pdf
    4 min

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