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Literaturfest vom 9. Dezember 2023 (Teil 7/8)
Literaturfest vom 9. Dezember 2023 (Teil 5/8)
Literaturfest vom 9. Dezember 2023 (Teil 6/8)
Literaturfest vom 8. Dezember 2023 (Teil 1/8)
Impulsvortrag von Aleida Assmann sowie Diskussion mit Aleida Assmann, Ibou Coulibaly Diop und Meron Mendel, moderiert von Insa Wilke
Erinnerungskonzepte der Zukunft brauchen ein kritisches Geschichtsbewusstsein. Wie kann die Aufarbeitung der deutschen Kolonial- und NS-Vergangenheit gelingen? Wie kann eine Praxis der Wiedergutmachung aussehen? Wie können Rassismus, Antisemitismus sowie Antiziganismus und Rechtsextremismus minimiert und am besten verhindert werden? Sind Reparationszahlungen, Rückgaben von Raubkunst, Umbenennungen von Straßennamen erste Schritte in die richtige Richtung? Migrationsgeschichte als gelebte Praxis zu würdigen und Erinnerung plural zu denken, sind die Ideale, wofür die Diskutierenden trotz unterschiedlicher Positionen und Lösungsansätze argumentieren.
In Kooperation mit der Faust Kultur Stiftung.
Literaturfest vom 8. Dezember 2023 (Teil 2/8)
Literaturfest vom 8. Dezember 2023 (Teil 3/8)
Lese-Reigen mit Musik, zusammengestellt und moderiert von Tanja Maljartschuk und Alexandru Bulucz, gelesen von Birgitta Assheuer (Sprecherin) und Barbara Englert (Schauspielerin), mit musikalischer Begleitung von Eduard Resatsch (Violoncello) und Nadine Resatsch (Oboe)
Spätestens seit Platon beschäftigt uns die Frage nach der Idealform menschlichen Zusammenlebens, und spätestens seit Christine de Pizan und Thomas Morus stellen wir sie auch literarisch. Umwälzungen aller Art begünstigen die Frage, verkomplizieren jedoch die Antwort. Die industrielle Revolution, das Zeitalter der Aufklärung, die Weltkriege, das Atomzeitalter, der Kalte Krieg, die digitale Revolution, der menschengemachte Klimawandel, der russische Krieg in der Ukraine – wir haben einen langen Weg hinter uns und bangen um unsere Zukunft. Welche Texte der utopischen Literatur sollten gelesen werden, weil sie uns etwas für die Zukunft mitgeben, woran wir uns orientieren können?
Die Kurator/innen des Festivals bedienen sich bei ihrer Auswahl aus dem reichen Fundus der Zukunftsvisionen, beginnend mit Christine de Pizans feministischem Werk „Die Stadt der Frauen“ über Thomas Morus’ namensgebende Schilderung eines vorbildlichen Staates „Utopia“ und Karin Boyes dystopischen Roman „Kallocain“ bis Kurt Vonneguts satirischer Science-Fiction „Katzenwiege“. Gedichte von Ingeborg Bachmann, Erich Fried und Wisława Szymborska ergänzen die Prosatexte. Nach Einführungen in die ausgewählten Texte folgen die Lesungen durch Birgitta Assheuer und Barbara Englert.
In Kooperation mit der Faust Kultur Stiftung.
Literaturfest vom 9. Dezember 2023 (Teil 4/8)
Diskussion vom 13. Dezember 2023 zur aktuellen Sendung mit Historikerin und Theologin Maria Coors und „Anstalt“-Redakteur Dr. Dietrich Krauß, moderiert von Matthias Blöser (Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN).
Satire leistet heute einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit ernsten gesellschaftlichen Themen. Das gilt auch für die ZDF-Sendung „Die Anstalt“. Beim Anschauen dieses explosiven Formats bleibt einem das Lachen oft im Halse stecken. Damit der Effekt nicht unkommentiert im eigenen Wohnzimmer verpufft, treffen wir uns zur „Nachbesprechung“ in der Akademie. Hier wird in großer Runde gelacht, weitergedacht und diskutiert. Popcorn und Getränke inklusive.
Podiusmdiskussion der Armutskonferenz für Frankfurt und Offenbach vom 22. November 2023 moderiert von Theresa Weiß (Frankfurter Allgemeine Zeitung).
Die aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft alarmieren. Lebenslagen von Kindern, Familien, Alleinerziehenden, Senior:innen und Bezieher:innen von Sozialleistungen verschlechtern sich in rasantem Tempo. Existenzängste und Armutsausgrenzung prägen den Alltag vieler Menschen und bedrohen nicht nur ihre persönliche Situation, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Aufgabe, für die Ursachen und Folgen von Armut zu sensibilisieren, Ausgrenzung zu verhindern und neue Wege in der Armutsprävention zu gehen, kann nur gemeinschaftlich gelingen. Die Konferenz bietet eine Plattform für den übergreifenden Austausch von Mitarbeitenden der Wohlfahrts- und Jugendhilfeeinrichtungen, Verantwortlichen aus Politik, Gesellschaft und kommunaler Verwaltung und Engagierten aus der Bürgerschaft. Im Fokus stehen Lösungsansätze für die beiden Main-Metropolen Frankfurt und Offenbach und die Frage, wie Armutsspiralen, Stigmatisierung und Ausgrenzung begegnet und gesellschaftlicher Zusammenhalt gefördert werden kann.
Diskursinsel vom 20. November 2023 mit Pfarrer und Musiker Eugen Eckert, Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf (Zentrum Ökumene der EKHN und der EKKW) und Pfarrer Horst Scheffler (ehem. Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Dienste für den Frieden e.V.), moderiert von Dr. Annegreth Schilling (Evangelische Akademie Frankfurt) und Dr. Gunter Volz (Evangelisches Stadtdekanat Frankfurt und Offenbach).
Vor 40 Jahren ereignete sich in der Nähe von Frankfurt ein schreckliches Unglück: Ein Starfighter stürzte über einer Autobahn ab, die Trümmerteile trafen ein fahrendes Auto und rissen eine ganze Familie in den Tod. Das Ereignis hatte Symbolkraft: Es war die Zeit heftiger Debatten und Demonstrationen gegen die Nato-Nachrüstung, und der getötete Pfarrer Martin Jürges war in der damaligen Friedensbewegung aktiv gewesen. Die Nichte des Pfarrers, Gesine Wagner, hatte mit schweren Verletzungen zunächst überlebt, starb aber 81 Tage später. Sie hinterließ ein bewegendes und nachdenklich stimmendes Tagebuch. Die Ökumenische Friedensdekade bietet eine Gelegenheit, an das tragische Ereignis zu erinnern und zu fragen, welche Wege wir heute gehen können, um den Frieden zu fördern.
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