Sondersendung: Uneindeutige tonale Situationen

Sondersendung: Uneindeutige tonale Situationen

By Niels Hofheinz und Wolfgang KirchheimSociety & CultureArtsMusicPhilosophyPerforming Arts
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Sondersendung: Uneindeutige tonale Situationen episodes

  • Februar 2010 - Thema: Chili als Gemüse statt als Gewürz (Die Lachse des Bösen)
    BEIGESCHMACK:
    Immer wieder beobachtet man belustigt, dass meist gerade die eigentlich Ahnungslosen oder die, die noch am Beginn ihres laienhaften Interesse stehen, zwar ihre fachliche Kompetenz weit vor sich halten, aber bei fachlicher und faktischer Konfrontation sich sehr zu versichern beeilen, sie hätten es nie besser wissen wollen. Nicht fundierte und vor allem polemisierende, polarisierende Äußerungen, Verallgemeinerungen und haarsträubende Über-einen-Kammschererei wird schlimmstenfalls als „Meinung, die ich ja wohl noch äußern darf“ verpackt. Normalerweise wird der Entlarvte böse und entblödet sich mit unsachlichem Gemecker und bestenfalls hält er beleidigt die Sabbel. Danke. Denn für was unsere schöne Welt, die sowieso schon - hier setzen Sie bitte zwei ideologische/politische/künstlerische Oberfeindbilder ein - nötig zu haben scheint, heute wirklich keine Verwendung mehr über hat, sind repetive Diffamierungen dieser Feindbilder.Es ist selbstverständlich unfair, dem klugen Dorfempörkömmling [sic, mit 2 ö] seine deutlich kundgetane schlechte Meinung zu Mario Barth absprechen zu wollen. Aber die langweilt uns. Konservative Klassikentdecker, die Stings Dowland-Neuauflagen nicht gegen die so authentischen Originale tauschen wollen. Ja, wenn sie wüssten, wer die singt!
    Und von der armen Laienwurst zu verlangen, sich den Documentakatalog vor seiner Pilgerfahrt nach Kassel zu bestellen. Aber dass er den Nachbarlaien im Zug mit „die heutigen Künstler scheinen ja niemanden mehr berühren zu wollen. In der Schulzeit neunundachzig hatte ich mal ganz ähnliche Projekte, nur mit mehr Herz, ich war verliebt, wissen sie...“ zu drangsalieren, ist, abgesehen vom gelungenen Selbstbetrug, Absage an die eigentlich gewünschte Diskursivität.
    Wir haben es hier mit wahrhaften TOTSCHLÄGERN zu tun, liebe D&H, und jeder ihrer
    Diskussionsbeiträge lässt sich auf ein altbekanntes sprachliches Artefakt herunterbrechen, dessen Gebrauch derart entgleist ist, dass Gänsefüßchen überflüssig werden: Niveau sieht nur von unten wie Arroganz aus. Leider bleibt der bestellte Intellektualitätsanzug im Lager: Das systematische ideologische Aufplustern kernloser Statements, dann die Niederbügelei der noch Unwissenderen und die Flucht vor den sog. Fachidioten kennzeichnen weder geistige Beweglichkeit, noch subversiven Opportunismus. Es sind Beweise unheilbarer Tumbheit.
    S.O.W.
    http://sondersendung.schoenermusic.net
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  • November 2009-Thema: Berlin21
    Als sie meinen facebook-account upgedated hatte, bat sie mich, meine cpu-leistung ein wenig runterzufahren und ihr meinen Rom-Chip upzugraden. Ich will dein Betriebssystemloch hacken, raunte sie mir dabei zu, und allein ihre flüssigkristalle liessen mich übertakten. Meiner freundin ihr Mäc-Buk zog meine doppelt gecachten Rom-bausteine mit beiden treibern auf den webspace und liess ihren server mein veraletetes Betriebssystem backuppen. Ich stöhnte laut auf, denn dieses Gefühl liebe ich sehr. Dann hackte sie mich mit ihrem flash-applet, reconfigurierte zärtlich meinen Homebanking-account. Gleichzeitig phischte ihr herrlicher popup banner meine 128-bit verschlüsseelten benutzereinstellungen.
    Es war sau geil, und ich wäre gerne unter Meiner freundin ihr Mäc-Buks neustart zum buffer override gekommen.
    Dann kam ihre Frage, die mich im Innersten aufleuchten liess: Bist du schon mal per midi gehackt worden? Ich erschrak. Hatte ich doch schon einige spam.mails in meinem online-webspace gehabt. Aber ich konnte mir unmöglich vorstellen, dass Meiner freundin ihr Mäc-Buk mit meiner pcmcia-schnittstelle kompatibel sein könnte.
     
    Ich sagte ihr meine Bedenken, aber sie lächelte mich nur an: Ich meine nicht deine pcmcia-schnittstelle, Schatz, ich will deine firewire-festplatte defragmentieren! Eine Mischung aus Angst und Geilheit durchzuckte mich. Ich hatte mir noch nie mehr als zwei plasmabeamer an meinen dvi-adapter gesteckt, wenn ich den saturn-emulator mit dem videosequenzer synchronisiete. Und mein letzter provider hatte mir ab und zu ein touchscreen-handy emuliert während er mein vdsl umpatchte. Aber eine ganzes terraflop, die Vorstellung war der Wahnsinn. Du nimmst mich dabei bestimmt auf, sagte ich schüchtern zu Meiner freundin ihr Mäc-Buk. Aber ihre Antwort kam prompt: Vertrau mir, ich werde dir auf keinen Fall weh tun. Und wenn du, Stopp sagst, werde ich sofort aufhören.
     
    Das hörte sich gut für mich an, und so gab ich mich ganz Meiner freundin ihr Mäc-Buks Anweisungen hin. Als erstes kopierte sie einen bluray film aus meinem zwischenspeicher. Dann bat sie mich, es mir auf allen Viren bequem zu machen. Streck bitte deinen usb dongle so hoch, dass deine Rom-Chipbacken weit auseinander klaffen, forderte sie mich auf. Ich nahm die gewünschte Rom-Chipsition ein und wartete mega-hertzklopfend, was jetzt mit mir geschehen würde. Ich zuckte leicht zusammen, denn ich spürte, wie Meiner freundin ihr Mäc-Buk meine abonnierten podcasts in grossen Mengen in ihre Rom-Chip Spalten laufen liess, um sie danach in ihrer itunes-playlist zwischenzubuffern. Das war ein schönes Gefühl, und mein energieverbrauch verdoppelte sich. Gut so, lobte mich Meiner freundin ihr Mäc-Buk, die es bemerkte. Jetzt werde ich deine interne festplatte ausbauen.
     
     
    Es prickelte bis in mein bios-setup, als sich ihr von postscriptdateien lahmgelehter netztwe rkdrucker fast widerstandslos mit meinem tcp-port synchronisieren liess. Sie hackte mich ein bisschen, und ich quittierte es mit 16stelligem one-time pin-hardcoding. Dann steckte Meiner freundin ihr Mäc-Buk einen USB-Kabel hinzu. Wieder hackte sie mich, diesmal mit beiden USB-Kabeln. Ja, mach weiter, forderte ich sie auf. Sie tat es, anschliessend wurden mit beiden USB-Kabeln neue Schlüsseleinträge in meine registery geschrieben. Sag mir sofort, wenn es pingt, forderte sie mich dabei auf.
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  • September 2009 - Thema: Wal
    N: Internet?
    I: Hm?
    N: Was weißt Du?
    I: ... wal zu besuch. ... An deren Stelle hätte ich angst, dass der Wal das Bötchen umhaut. ... das is Migalo, der einzige albino wal der welt. ...Wal, der; ist ein kleines Insekt. Wale gehören zur Gruppe der wirbellosen Tiere, die Zeiten in denen Wale als reine Rohstofflieferanten galten, sind Vergangenheit. Geld lässt sich mit Walen heute besser verdienen. Ihre Unterstützung hilft uns dabei,
    Wale nachhaltig zu schützen!
    Neben der aktuellen Speisekarte werden die Gaststube und die Zimmerausstattungen präsentiert. Seit mehreren Tagen ist dann ein paar Tage später das Flensburger Dampf Rundum, zog sich der Wal wegen des Lärms auf die dänische Seite der Verarbeitung. Sachlichen, unkommentierten Schilderung der Abläufe aus.
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    sondersendung.schoenermusic.net
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  • August 2009 - Thema: Belang
    Details, Details.... Unsere schöne Französische Gastmoderatorin stellt Gastmoderatoren und Innen aus ganz Deutschland vor. Verhalten war gestern, da kommt Sondersendung und provoziert den Sommer, ja sie reizt ihn bis aufs Blut. Aber er bleibt ruhig, denn er ist ein Guter. Woher wir das wissen? Das weiß keiner. Sicher ist: der Winter kommt schneller als man denkt. Belanglos, sagen sie? Keineswegs - sehen Sie selbst!
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  • Juli 2009 - Thema: Moment!
    Thema ist Trauma. Der König räkelt sich in seinem Hermelinmantel und wiegt ungeduldig das Szepter. Soll er sterben? So weit hatte er sich entfernt vom wahren Glauben, so fremd war seine Verträumte Nichtigkeit. Der König sinnierte ein wenig finster, dann rief er plötzlich laut:
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  • Juni 2009 - Thema: der große Sommer- Mix
    Zum drauf- und runterkommen, zum meditieren und kontemplieren. Scherbe on the digital wave machine. Klirrig und glimpflich saugt das Spinnenartige am saftspendenen Halm. Oh, woher das jungfräuliche Gesicht? Keiner weiß es.
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