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In der neuen Folge spreche Ich mit Conny Sander, Marie-Therese Weber und Ines Jahne, dem Team der Hochschulsozialarbeit an der Hochschule Nordhausen in Thüringen. Das Trio berichtet über ihre Arbeit, ihre Motivation und die Herausforderungen, die Studierende an sie herantragen.
Seit 2021 gibt es an der Hochschule Nordhausen die Hochschulsozialarbeit – ein Projekt, das aus der Beobachtung entstand, dass psychische Belastungen bei Studierenden zunehmen. Neben der Pandemie waren es Themen wie Isolation, Zukunftsängste, Leistungsdruck und die Herausforderungen des Online-Studiums, die den Bedarf an einem niedrigschwelligen Beratungsangebot hervorgebracht haben.
Gefördert wird das Projekt aktuell vom Landesministerium Thüringen, zunächst bis Ende 2026. Was das Konzept besonders macht, ist die enge Präsenz am Campus und die Niederschwelligkeit: Sie sind in der Mensa, in den Veranstaltungen und über Social Media wie Instagram sichtbar. Ihre Beratung ist flexibel, auch auf Englisch möglich, und reicht von Face-to-Face-Gesprächen über Mail- und Online-Beratung bis hin zu Messenger-Diensten.
Typische Anliegen der Studierenden? An erster Stelle stehen psychische Herausforderungen (rund 44 %), gefolgt von studienbezogenen Fragen wie Zeitmanagement oder Prüfungsangst und an dritter Stelle finanziellen Sorgen. Oft greifen diese Themen ineinander und erfordern mehr als nur ein Beratungsgespräch. „Das Wichtigste ist, dass Studierende merken: Ich bin nicht allein, und ich habe jemanden, der mir zuhört“, betont Marie-Therese Weber.
Besondere Angebote wie Lerncoachings, Workshops („Stark in die Prüfung“), Peer-to-Peer-Initiativen, Veranstaltungen zu Themen wie Depression oder ADHS sowie Kooperationsprojekte mit lokalen und regionalen Partnern (z. B. dem sozialpsychiatrischen Dienst, Sportvereinen oder Theatergruppen) runden das Angebot ab.
Dabei versteht sich das Team nicht nur als Anlaufstelle, sondern auch als Brückenbauer: Sie vernetzen Hochschulangehörige, externe Hilfesysteme und Studierende miteinander und stoßen neue Projekte an, darunter einen Diversity-Tag, Sommermärkte, Theaterprojekte und Fachtagungen.
Ein wichtiges Anliegen des Teams ist es, die Hochschulsozialarbeit langfristig an der Hochschule zu verankern – auch über die aktuelle Förderperiode hinaus. Sie wünschen sich dafür stabile Finanzierungen, Supervision, Fort- und Weiterbildungen und die Anerkennung, dass Sozialarbeit auch im tertiären Bildungsbereich (also an Hochschulen) ihren Platz hat.
Wer mehr erfahren möchte, findet die Hochschulsozialarbeit online unter hs-nordhausen.de. Dort gibt es alle Infos zu Veranstaltungen, Beratungsangeboten und Kontaktmöglichkeiten.
Termine 2025:
Diversity Day am 27.05.2025 von 10:00 – 12:00 Uhr (Workshop „The Voice“ mit Steffi Böttcher von Studio 44.– Forumtheater) sowie von 14:00 – 18:00 Uhr (Treppenaktion) in Zusammenarbeit mit Frau Prof.in Dr.in S. Schramme (Diversitätsbeauftrage). Ort: oberer Campus der Hochschule
Sommermarkt am 12.06.2025 von 15:00 – 19:00 Uhr– ein vielfältiger Markt der Begegnungen zum Plauschen, Treffen und nachhaltigem Kaufen. Ort: Am Haus 32 und Umgebung
„Triff andere, die gleich sind“ – Austauschforum mit Neurodiversitätsgedanken (Tag und Uhrzeit wird noch bekannt gegeben)
Psychisch Fit Studieren – Online-Veranstaltung zur mentalen Gesundheit an folgenden Tagen in Deutsch und Englisch:
o Forum in Deutsch: 22.05.2025 von 17:00 – 19:00 Uhr
o Forum in Englisch: Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben!
Stark in die Prüfung – 4-teiliges Seminar (Workshop) zur Prüfungsvorbereitung am 11./13.06 und
16./17.06.2025 (Erhalt einer Teilnahmebescheinigung). Ort: Haus 32
Play & Talk am 04.07.2025 ab 16:00 Uhr auf dem Sportgelände der Hochschule
„Stimme, Text, Selbstbewusstsein“ – Starter- und Aufbauworkshop, um selbstbewusst in die mündliche Prüfung zu gehen; das Datum wird rechtzeitig über mediale Plattformen bekannt gegeben.
Weitere Links: Hochschulsozialarbeit Instagram, schrankenlos e.V. , Erster Hochschulsozialarbeiter Deutschlands (Görlitz – Archiv), Diversity Tag 2025 HS Nordhausen, Studio 44 e.V.
Was bedeutet eigentlich das Wort Depression? Bin ich Depressiv wenn ich Traurig bin?
Das Wort Depression stammt aus dem lateinischen und bedeutet Niedergeschlagenheit oder Bedrücktheit. Depressionen sind affektive Störungen. Sie sind nicht mit allgemein üblichen Schwankungen des Gefühlslebens zu verwechseln, sondern stellen eine Krankheit mit einem klar umrissenen Erscheinungsbild dar. Im Gegensatz zu einer Geisteskrankheit ist die Depression eine Gemütskrankheit und grundsätzlich vorübergehend. Die unterschiedliche Dauer und Schwere hängt mit den Ursachen und ihrer Behebung zusammen.
Wie in der letzten Episode „Was bedeutet ICD10…“ beschrieben lassen sich verschiedene Symptome unter einen ICD10 Schlüssel als Klassifikation für eine Erkrankung zusammenfassen.
Abhängig von dem Auftreten, der Häufigkeit und der Schwere, lässt sich eine Depression mit dem Schlüsseln F31, F32 und F33 beschreiben.
Folgende Haupt- und Zusatzsymptome sind Voraussetzung für die Diagnose einer Depression.
Hauptsymptome
Zusatzsymptome
Es gibt unterschiedliche Erklärungsmodelle für das entstehen einer Depression.
depressive Reaktionsbereitschaft des Gehirns durch Krankheit schwere Allgemeinerkrankung, Alkoholfolgen, organisch bedingte Hirnfunktionsstörung,
Genetisch:
Psychisch:
Sozial:
Das Kognitives Modell (A.T. Beck 1974)
Nach dem kognitiven Erklärungsmodell handelt es sich bei der Depression um eine kognitive Störung, die auf einer verzerrten Sicht der Realität (= Denkfehler) basiert. Hierbei wird die Depression durch drei negative Ansichten (= Triade) induziert und aufrechterhalten:
Die kognitive Theorie der erlernten Hilflosigkeit (Seligmann 1975) – Versuche mit Hunden.
Es gibt unterschiedliche Therapeutische Behandlungsmethoden.
Die pharmakologische Behandlung
Die Mehrheit der Menschen, die durch Suizid versterben, haben an einer psychiatrischen Erkrankung gelitten (90 %), am häufigsten an einer Depression (> 50 %). Daneben sind Schizophrenie und Suchterkrankungen ebenfalls mit einem erhöhten Suizidrisiko verbunden. Quelle: Deutsche Depressionshilfe
Wo finde ich Hilfe?
Tel.: 0800 / 33 44 533
Mo, Di und Do: 13:00 – 17:00 Uhr
Deutsche DepressionsLiga e.V. (Betroffenen Vertretung)
Shownotes
In der heutigen Episode beschäftigen wir uns mit der „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ kurz ICD-10, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben wird. ICD-10 ist das wichtigste weltweit anerkannte Diagnose-Klassifikationssystem der Medizin. Die Zahl hinter der Abkürzung „ICD“ gibt die Ausgabe an. Die „10“ Ausgabe ist 2017 die aktuelle Ausgabe. 2018 soll die 11 Ausgabe verabschiedet werden.
Wie ist die ICD-10 aufgebaut?
Beispiel: ICD-10 F32.2
In der nächsten Episode geht es um die Symptome einer (schweren) Depression und wie sich diese im Alltag bemerkbar machen.
Shownotes
WHO – ICD
[Update defekte Tonspur]
Ein Mann springt am Bahnhof in ein Taxi und ruft ungeduldig: „Los, los! Fahren Sie schon los!“ Der Taxifahrer dreht sich um: „Wohin wollen Sie denn?“ Darauf der Mann, immer ungeduldiger: „Egal wohin, egal! Ich bin Sozialarbeiter, ich werde überall gebraucht.“ (Autor unbekannt)
Ja was macht eigentlich ein Sozialarbeiter/in? Dave und Ich (Matthias) unterhalten uns in dieser Folge im Allgemeinen und im speziellen darüber womit ein Sozialarbeiter/in in seinem/Ihrem Beruf täglich beschäftigt ist.
Sozialarbeiter/innen sind in vielen verschiedenen Arbeitsfeldern tätig, von der Jugendhilfe über die Behindertenhilfe bis hin zur Familien- und Krankenhilfe. Sozialarbeit kann Generell als unterschiedliche Kombination von drei Rollen beschrieben werden:
Ein Methode die ich während des Gespräches erwähne, das Case Management, wird etwas wirr von mir erklärt. Deswegen hier noch mal eine kurze Definition zu der Methode: Case Management (in der Sozialen Arbeit)
„Case Management [..] will Klienten durch Koordination solche Dienstleistungen zugänglich machen, die zur Lösung ihrer Probleme benötigt werden. Als Case Manager vermitteln Sozialarbeiter und Sozialpädagogen wirtschaftliche, soziale und gesundheitliche, therapeutische und erzieherische (Erziehung), religiöse, juristische oder sonstige Hilfen an Menschen, die auf derartige Leistungen angewiesen sind.“
Quelle: Uni Hamburg
Die Sendung schließen wir mit dem Teaser für die nächste Folge. Wir möchten uns in der nächsten Folge gerne über das Thema Depression unterhalten. Wir werden die Kriterien für die Diagnose einer Depression vorstellen, auf die verschiedenen Auswirkungen für den Betroffenen und für seine Umwelt und wenn Ihr spezielle Fragen habt dann versuchen wir diese auch zu beantworten.
Also Fragen gerne in die Kommentare oder per Mail an uns.
Shownotes
Was sind Fake News – Fake News sind Falsch- und Fehlinformationen, die häufig über elektronische Kanäle (vor allem soziale Medien) verbreitet werden. Berichtet wird über Begebenheiten, die sich entweder in anderer Form, oder aber überhaupt nicht ereignet haben. Sie werden kalkuliert in Umlauf gebracht und verfolgen meist politische und oft finanzielle Absichten.
Fake News sind kein Phänomen welches erst mit den digitalen Medien entstanden ist, welches aber durch die Mechanismen des Mediums verstärkt werden.
Was ist das Problem mit Fake News – Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist die Reichweite von Falschmeldungen. Oft wird durch die emotional Ebene der Meldungen einen viralen Effekt erzeugt. Durch die oft hoch emotionalen Inhalte können „Fake News“ starke emotionale Reaktionen bei ihren Rezipienten hervorrufen.
In dieser Folge Unterhalten sich Dave Remmel und Matthias über das sehr komplexe Thema „Fake News“ Nach einer ausführlichen Vorstellung des Themas werden Ideen für den Umgang mit Falschmeldungen im Sozialarbeiterischen Kontext un im privaten Umfeld gesammelt.
Festzuhalten ist:
Daraus folgt:
Wie hilft beim erkennen von Falschmeldungen?
Shownotes:
Im Gespräch mit Frau Dr. Regina Abeld über professionelle Beziehungen in der Sozialen Arbeit.
Dr. Regina Abeld hat sich im Rahmen ihrer Dissertation mit dem Missverhältnis zwischen dem einerseits hohen Stellenwert der sozialarbeiterischen Fachkraft-Klient-Beziehung und andererseits der Randständigkeit des Themas in Praxis und Theorie beschäftigt.
In der Exploration dieses so zentralen Themas legt die Autorin einen zugleich empirisch-praktischen wie konzeptionell-theoretischen Entwurf vor. Sie stützt sich dabei auf die empirisch erhobene Perspektive von Klienten und Klientinnen der Gemeindepsychiatrie und greift Desiderate einer modernen bzw. postmodernen Theorie Sozialer Arbeit auf. Verbunden werden diese mit metatheoretischen Überlegungen zu den Konzepten „Habitus“ und „Identität“ sowie mit Bezügen zur Ethik und münden schließlich in die konzeptionelle Beschreibung einer „integralen professionellen Beziehungsgestaltung“.
Neben der Inhaltlichen Vorstellung ihrer Dissertation sprechen wir über die Motivation, Stolpersteine und Bedeutung von Promotion in der Sozialen Arbeit für die Soziale Arbeit.
Dr. Regina Abeld ist freiberuflich tätig als Lehrbeauftragte, Seminarleiterin sowie Mediatorin.
Shownotes
In dieser Folge bitte ich um Fragen für das Interview mit Frau Dr. Regina Abeld. In dem Interview gibt es zwei Themenschwerpunkte. Es geht um das Thema (Professionelle Beziehungen in der Sozialen Arbeit) der Dissertation von Frau Dr. Abeld und um das Promovieren in der Sozialen Arbeit.
Weitere Informationen zu meinem Interviewgast sind auf der Webseite von Frau Dr. Abled unter http://regina-abeld.de zu finden.
Ein kleines Lebenszeichen von sozial.audio Das neue Jahr ist schon 1 1/2 Monate alt und die bisher geplante Folge leider noch nicht auf der Spur. Es gibt bald wieder neues von sozial.audio, bis dahin …
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und Marc vom SoziFon (Der Sozialarbeiter Podcast), Christian von sozial-pr (Digital kommunizieren – Menschen erreichen), Benedikt von IWWM (Der Podcast über Soziale Arbeit und Medien) und Ich von Sozial.audio (Podacst von einem Sozialarbeiter über Soziale Arbeit) haben uns vor ein paar Tagen im virtuellen Raum getroffen um das (Podcast) Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen.
Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten (Danke an dieser Stelle an Studiolink) haben wir gemeinsam über das letzte Jahr und den Erfahrungen mit unseren Podcasts gesprochen, einen Blick in die Zukunft – das Jahr 2017 – gewagt und sowohl über die Erfolge aber auch Hürden des Mediums Podcast gesprochen.
Shownotes
SoziFon (Der Sozialarbeiter Podcast)
Neue Medien verändern das Berufsfeld der Sozialen Arbeit massiv, unter anderem die Kommunikation zwischen Klienten und SozialarbeiterInnen/-pädagogInnen. Das Medium erleichtert den Zugang zu Informationen (für die Ratsuchenden sowie für die SozialarbeiterInnen), die Online-Beratungsangebote ermöglichen, das Beratung Zeit- und Ortsunabhängig stattfinden kann und durch die mögliche Anonymität werden Zugangshürden zu Sozialen Angeboten gesenkt.
Benedikt Geyer, selbst Sozialarbeiter, Podcaster (Irgendwas mit Menschen) Dozent an der Katholischen Hochschule Mainz und medienaffiner Digital Native war zu Gast bei sozial.audio. Wir haben über die Auswirkungen der Sozialen/Neuen Medien auf die Sozialarbeit gesprochen. Das relativ spontane Gespräch/Format findet wahrscheinlich in absehbarer Zeit erneut statt.
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