Soziologische Perspektiven auf die Corona-Krise

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By Wissenschaftszentrum Berlin für SozialforschungScienceSocial Sciences
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Soziologische Perspektiven auf die Corona-Krise episodes

  • Michaela Kreyenfeld: Corona, Krise und Geburten

    Die Demografie beschäftigt in der Corona-Krise bisher vor allem die Frage der Sterblichkeit. Doch welche Auswirkungen sind auf die Geburtenzahlen zu erwarten? In ihrem Vortrag gab Michaela Kreyenfeld einige erste Antworten darauf.

    Da es selbstverständlich noch keine Daten dazu gibt, hilft ein Blick in die Geschichte. Lange galt, dass nur langfristige Entwicklungen wie die Frauenemanzipation und Wertewandel auf die Fertilität wirken, nicht aber Wirtschaftskrisen. Dieser Blick hat sich inzwischen gewandelt. Wirtschaftliche Not kann, wie Kreyenfeld zeigt, die Geburtenzahlen beeinflussen. Gleichzeitig beeinflusst sie den familienpolitischen Spielraum, positiv darauf einzuwirken.

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    • Stefan Liebig und Simon Kühne: Die Corona-Pandemie als kritisches Ereignis im Lebensverlauf – Design und erste Ergebnisse der SOEP-CoV-Studie

      Stefan Liebig und Simon Kühne gehen in ihrem Vortrag der Frage nach, inwiefern die Pandemie auf soziale Ungleichheitsstrukturen trifft. Informationen hierzu wurden in einer Zusatzerhebung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) gesammelt. Liebig und Kühne berichten in ihrem Vortrag erste vorläufige Ergebnisse aus der Befragung und zeigen auf, warum die längsschnittliche Forschungsperspektive des SOEP insbesondere auch für die politische Steuerung in der aktuellen Krise entscheidend sein kann.

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      • Markus Lörz: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf soziale Ungleichheiten im Studium
        33 min
      • Frauke Kreuter und Johannes Abeler: Akzeptanz App-basierter Kontaktnachverfolgung von Covid-19

        In ihrem Vortrag widmen sich Frauke Kreuter und Johannes Abeler dem Thema App-basierter Kontaktverfolgung, mit deren Hilfe flächendeckende Ausgangs- oder Kontaktsperren in Zukunft vermieden werden könnten. In Anbetracht des Potentials von Kontaktnachverfolgung ist es kaum verwunderlich, dass viele Länder unter Hochdruck an der Entwicklung solcher Apps arbeiten. Kreuter und Abeler geben einen Überblick zum Forschungsstand und zu den ungeklärten Fragen in Bezug auf die Akzeptanz solcher Apps.

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        • Simon Munzert: Wer nutzt die Corona-Warn-App? Tracking und Steigerung der Nutzung der COVID-19-Kontaktverfolgungs-App
        • Viola Priesemann: Die Eindämmung von COVID-19 erforschen
        • Johannes Abeler und Frauke Kreuter: Der Effekt von Corona-Warn-Apps
          Zu Gast
          • Johannes Abeler
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            • Frauke Kreuter
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                • Joshua Perleberg
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                  • Website
                    32 min
                  • Aladin El-Mafaalani: Shutdown der offenen Gesellschaft

                    In seinem Vortrag mit dem Titel „Shutdown der offenen Gesellschaft“ ging Aladin El-Mafaalani der Fragen nach, was die Corona-Krise für die offene Gesellschaft bedeutet, welche Paradoxien in der Krise zum Vorschein treten und inwieweit es sich um eine Krise der Offenheit handelt.

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                      Moderation
                      • Ellen von den Driesch
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                          29 min
                        • Heinz Bude: Legitimationsglaube, Folgebereitschaft und Verhaltensorientierung

                          Heinz Bude stellte in seinem Vortrag die Bedeutung der Corona-Krise für gesellschaftliche Solidarität dar. Die Krise sieht er als totales soziales Phänomen. An die Stelle von Freiheit individueller Selbstverantwortung, die die letzten Jahrzehnte prägten, treten Verletzbarkeit und gegenseitige Abhängigkeit. Die Staatsbedürftigkeit der Gesellschaft und Möglichkeiten einer neuen Solidarität werden sichtbar.

                          In dieser Grundkonstellation stellt Bude, dem Titel seines Vortrags folgend, Legitimationsglaube, Folgebereitschaft und Verhaltensorientierung der Bevölkerung in der aktuellen Situation dar.

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                          • Andreas Diekmann: Prosoziales Verhalten in der Krise
                          • Heinz Bude: Staatsbedürftigkeit, Staatsfurcht und Staatsphobie
                          • Jürgen Gerhards und Michael Zürn: China und die westlich-liberalen Demokratien in der Systemkonkurrenz: Zeigt die Bewältigung der Corona-Krise die Überlegenheit einer technokratischen Autokratie?
                          • Sebastian Moser und Tobias Schlechtriemen: Sozialfiguren der Corona-Pandemie
                          • Heiko Giebler: Verhältnismäßigkeit, soziale Verträglichkeit oder demokratische Legitimität? Bedingungsfaktoren der Akzeptanz von Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in vergleichender, experimenteller Perspektive
                          • Felix Wolter und Claudia Diehl: Selbstinteresse oder politische Überzeugungen? Zur Erklärung von Einstellungen zu Corona-Eindämmungs-maßnahmen
                          • Heinz Bude: Populationen und Gesellschaften. Wie sich Epidemiologie und Soziologie treffen können
                            Moderation
                            • Jan Wetzel
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                                30 min
                              • Rainer Schnell und Menno Smid: Methodische Probleme und Lösungen für eine epidemiologische Coronaforschung

                                In ihrem Vortrag gaben Rainer Schnell und Menno Smid eine Übersicht der Kritikpunkte aktueller Letalitäts- und Mortalitätsstatistiken. Dabei gingen sie der Frage nach, welcher Datenbedarf aus ihrer Sicht besteht, welchen Inhalt entsprechende Erhebungen haben sollten und wie Stichprobendesign und Datenerhebung aussehen könnten, um die tatsächlichen Infektionszahlen und durch die Infektionen verursachten Todesfälle zu messen.

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                                • Katrin Auspurg: Fieberhafte Forschung – Warum Forschung derzeit wenig verlässlich ist und was wir dagegen tun können
                                • Roland Rau: Offene Fragen in der demographischen Mortalitätsforschung
                                • Roland Rau: (Über-)Sterblichkeit während der Corona-Pandemie
                                • Rainer Schnell und Sonja Haug: Impfbereitschaft und Einstellungen zu Alternativmedizin und Verschwörungstheorien
                                • Jo Reichertz: Corona und die Krise der qualitativen Sozialforschung
                                • Leonhard Dobusch: Aktivismus und Wissenschaft: (k)ein Widerspruch?
                                • Katrin Auspurg: Statt ‚Boost‘ nur ‚Bias‘? Zum Kollaps von Qualitätsstandards in der (umfragebasierten) Corona-Forschung und was man dagegen tun könnte
                                  Moderation
                                  • Ellen von den Driesch
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                                      26 min
                                    • Mareike Bünning und Lena Hipp: Leben in der Lage. Wie wirkt sich Corona auf Arbeit, Familie und Wohlbefinden aus?

                                      In ihrem Vortrag gingen Mareike Bünning und Lena Hipp aus der WZB-Forschungsgruppe „Work and Care“ der Frage nach: Wie wirkt sich Corona auf Arbeit, Familie und Wohlbefinden aus? Erste Antworten konnten sie dabei auf Basis der empirischen Erhebung zu diesen Themen teilnehmen, die unter corona-alltag.de läuft. Basierend auf den Antworten von rund 8000 Teilnehmer*innen der ersten Erhebungswelle geht es im Vortrag insbesondere um die Auswirkungen im Bereich der Erwerbsarbeit – abhängig etwa davon, ob man in einem systemrelevanten Beruf arbeitet oder nicht.

                                      Weitere Informationen finden Sie auch in der Pressemeldung zur Studie.

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                                      • Birgit Leyendecker: Familie, Schulen, Bildungsschere – gibt es auch Chancen trotz oder wegen der Corona Pandemie?
                                      • Michaela Kreyenfeld und Sabine Zinn: Väterliches Engagement in der Coronakrise
                                      • Anja Weiß: Wie genau ändert Corona die Struktur sozialer Ungleichheiten?
                                      • Dana Valentiner: Die Gleichberechtigung der Geschlechter als Unbekannte im Rechtsdiskurs um Corona-Schutzmaßnahmen?
                                      • Christine Preiser und Esther Rind: COVID-19 und soziale Beziehungen am Arbeitsplatz
                                      • Mathias Huebener: Rolle rückwärts in den Einstellungen zur Erwerbstätigkeit von Müttern – Neue empirische Befunde zu den Effekten der Pandemie
                                      • Elias Naumann: Wie geht es Familien während (und nach) der Corona-Pandemie?
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                                        • Jan Wetzel
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                                            27 min
                                          • Armin Nassehi: Die Infektion der Gesellschaft

                                            In seinem Vortrag geht Armin Nassehi der Frage nach, wie eine Gesellschaft, die nicht wie aus einem Guss reagieren kann, mit der Corona-Infektion umgeht. Ausgehend von der Beobachtung, dass nicht nur der menschliche Körper, sondern auch die Gesellschaft offensichtlich vom Corona-Virus infiziert ist, analysiert Nassehi die Abwehrreaktionen gesellschaftlicher Funktionssysteme auf diese Infektion.

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                                            • Abschlussgespräch zum Kolloquium mit Jutta Allmendinger und Armin Nassehi
                                              Moderation
                                              • Ellen von den Driesch
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                                                  29 min
                                                • Karl Ulrich Mayer: Soziologie der Pandemie

                                                  In seinem Vortrag gibt Karl Ulrich Mayer einen ersten Überblick, welchen Beitrag der analytische Werkzeugkasten der Soziologie zur Bewältigung der Coronakrise leisten kann. Wer in welchem Maße von der Krise betroffen ist, hat viel mit sozialer Ungleichheit zu tun. Sie bestimmt, wie Kontakt- und Ansteckungsrisiken, Zugangschancen zu medizinischer Behandlung und Sterberisiken gesellschaftlich verteilt sind. Ein exaktes Wissen über diese Wirkungen braucht, um zu verhindern, dass die Coronakrise soziale Ungleichheit weiter verschärft.

                                                  Moderation
                                                  • Jan Wetzel
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