Zorn ist ein Gefühl.
Ganz wertfrei.
Wenn Du Gefühle unterdrückst,
ganz egal welche,
heißt es ja nicht,
dass sie weg sind.
Du zeigst sie nur nicht.
Sie ploppen dann irgendwann
mehr oder weniger vehement
und unkontrollierbar wieder auf.
Deswegen ist es so wichtig,
Dir Deiner Gefühle
bewusst zu sein und sie zu kommunizieren.
Und zwar zeitnah.
Ansonsten belasten sie Dich
und diese Last schleppst Du
überall mit hin.
Leichtigkeit hat so keinen Raum.
Menschen, die passiv-aggressiv oder
auch ganz offensichtlich aggressiv sind,
tragen ganz viel unterdrückten Zorn in sich.
Ebenso Menschen, die diese Aggression
durch selbstverletzendes Verhalten,
egal ob durch Ritzen, Suchtverhalten, Abhängigkeiten,
Isolation, Depression oder Autoimmunkrankheiten
gegen sich selbst richten.
Finde den Ursprung Deines Zorns.
Meist sind es Situationen, in denen
Deine Bedürfnisse nicht erfüllt wurden,
Du Dich nicht gesehen und/oder gehört fühltest.
Sprich es zeitnah an.
Und zwar den Menschen gegenüber,
die Dich und Deine Bedürfnisse
ignoriert haben.
Habe Mitgefühl mit Dir,
dass Dir Deine Bedürfnisse
in dem Moment nicht bewusst waren
oder Du sie nicht äußern konntest.
Erkenne Dich an,
dass Du sie jetzt kennst,
und willens bist zu lernen,
für sie und für Dich einzustehen.
Manchmal ist der Ursprung
unseres Zorns nicht auf Anhieb
ersichtlich.
Das kann sich auch dadurch äußern,
dass Du auf etwas zornig bist,
auf das Du keinen Einfluss hast:
Gott, die Politik, eine Menschengruppe ...
Dann gilt es, tiefer zu gehen.
Schau, ob Du Dir dazu
Hilfe an Deiner Seite wünschst und hole sie Dir.
Vielleicht möchtest Du auch allein tiefer tauchen.
Wenn letzteres, frage Dich:
Woher kennst Du dieses Gefühl?
Steckt noch etwas anderes hinter dem Zorn?
Wann hast Du dieses Gefühl zuerst gefühlt?
Wie alt warst Du?
Es ist immer hilfreich,
dem Zorn auch körperlich
Ausdruck zu verleihen.
Dabei helfen kleine Sandsäckchen,
die Du mit voller Kraft gegen
leere Wände schmeißen kannst,
ein großer Sandsack, den Du boxen kannst,
oder auch Deine Stimme:
Schreie all Deine Emotionen
aus Deinem Körper.
Schau mal,
wo es sich für Dich stimmig anfühlt,
bzw. machbar ist:
im Wald,
im Auto auf der Autobahn,
in Dein Kissen oder, oder, oder …
Mögest Du Deinen Zorn nicht mehr unterdrücken, sondern ihn zeitnah kommunizieren und zum Ausdruck bringen, das wünsche ich Dir.
Melde Dich hier zum Newletter an:
https://irisludolf.de