Wir schleppen den lieben langen Tag
Ballast mit uns rum,
der uns daran hindert,
Freude zu fühlen,
es uns schön zu machen,
innerlich Ruhe zu finden.
Da sind zum einen die Dinge,
die uns bewusst sind,
wie zum Beispiel
die verschiedenen Dinge,
die uns täglich in Stress versetzen,
bzw. dafür sorgen,
dass wir aus dem Stress
gefühlt gar nicht mehr rauskommen.
Da sind aber auch Dinge,
die uns gar nicht bewusst sind,
wie zum Beispiel das Gefühl in uns,
das wir ganz tief verbuddelt haben,
aber noch da ist:
Das Gefühl der Trauer,
weil wir nicht das Leben leben,
das wir eigentlich leben möchten.
Die Trauer um all die Gelegenheiten,
die wir nicht ergriffen hatten.
Die Trauer darum,
noch nicht mal zu wissen,
was uns Freude macht,
weil wir immer nur
funktionieren mussten und müssen,
weil wir von einer Krise
in die nächste stolpern.
Zu all den Themen
gibt es auch noch
das Gefühl der Enttäuschung.
Das Gefühl ist uns eher bekannt.
Allerdings projizieren wir es oft auf andere:
Menschen haben uns enttäuscht,
Ergebnisse haben uns enttäuscht ...
Da ist aber auch ganz viel Enttäuschung,
die gegen uns selbst gerichtet ist.
Einiges davon bewusst,
anderes unbewusst.
Das alles wiegt sehr schwer
und hindert uns daran,
unseren Weg zu gehen.
Lass los.
Ich weiß,
das ist leichter gesagt,
als getan.
Vielleicht hilft Dir das
folgende Bild dabei:
Stell Dir vor,
Du hast eine Tasche,
in die ganz viel reinpasst.
So wie die von Mary Poppins.
Die steht offen vor Dir,
darauf wartend,
dass Du Dich ent-sorgst:
Packe Deine Sorgen rein,
eine nach der anderen.
Du kannst sie Dir zum Beispiel
als Ziegelsteine vorstellen.
Jeder Ziegelstein ist stellvertretend
für eine Sorge,
einen Grund der Trauer,
einen Grund der Enttäuschung.
Nach und nach packst Du
alles in diese Tasche,
was Dir schwer auf der Seele liegt,
was Dich belastet,
was Dir die Freude nimmt.
Und dann machst Du die Tasche zu
drehst Dich um,
und machst es Dir jetzt,
für diesen Augenblick,
richtig schön.
Atme durch.
Schüttle Deinen Körper.
Lass all die Anspannung los.
Und genieße die nächsten 2 Minuten,
20 Minuten, 2 Stunden oder auch länger.
Du kannst Dir das auch vorstellen,
kurz bevor Du ins Bett gehst.
Damit Du entspannter schlafen kannst.
Und wann immer Du meinst,
Dir die ganze Last wieder
aufhalsen zu müssen,
geh zur Tasche und
schau mal, ob Du wirklich alles
auf einmal rausnehmen möchtest,
oder ob es reicht,
nur das rauszunehmen,
was jetzt gerade dran ist.
Und wenn Du merkst,
dass jetzt, in diesem Augenblick,
nichts davon dran ist,
freue Dich und mache es Dir schön.
Mögest Du Dich immer und immer wieder ent-sorgen, das wünsche ich Dir!
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