Der gesetzliche Mindestlohn wurde zum 1. Januar 2015 eingeführt und durfte die Lohngrenze von 8,50 Euro nicht unterschreiten. Die erste Erhöhung gab es dann Anfang 2017 auf 8,84 Euro. Knapp 1,4 Millionen Jobs wurden im vergangenen Jahr mit dieser Summe pro Stunde bezahlt. Eine Kommission aus Gewerkschaftern, Arbeitgebervertretern und Wissenschaftlern orientiert sich bei der Gestaltung der Mindestlohnhöhe an der Entwicklung der Tariflöhne. Dabei hat das Gremium allerdings einen gewissen Spielraum, da es den Mindestschutz der Arbeitnehmer, faire Wettbewerbsbedingungen und den Erhalt von Arbeitsplätzen gleichermaßen im Blick haben soll. Nun hat die Kommission eine Erhöhung auf 9,19 Euro zum kommenden Jahresanfang und auf 9,35 Euro im Jahr 2020 empfohlen. Ann-Sophie Aue hat sich zu dieser Mindestlohnerhöhung in der Innenstadt ein Meinungsbild der Göttinger eingeholt.