Liebe Hörerinnen und Hörer!
Heute geht es weiter mit Chris Paul!
Chris Paul: Für Angehörige_die weiteren Trauerjahre_4
Chris Paul mit ihrem Buch und wir von der Österreichischen Lebensbewegung möchten ihnen Mut machen, den Trauerweg eines anderen mitzugehen und besser zu verstehen, was auf diesem Weg passiert.
Trauern ist die Lösung, nicht das Problem.
Wer kann schon wissen, wie es nach dem Tod eines geliebten Menschen weitergeht.
Chris Paul schreibt davon, dass die menschliche Seele ein Programm entwickelt hat, um weiterleben zu können und das ist der Trauerprozess. Dieser führt durch die Zeiten von einem Leben MIT diesem Menschen der gestorben ist, hin zu einem aushaltbaren Leben OHNE ihn.
Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit den Schmerz und die Unsicherheiten nach einem Tod überstehen zu können.
Es geht nicht nur um Vergessen und Weitermachen.
Trauern besteht nicht nur aus dem Gefühl Traurigkeit.
Trauerprozesse enthalten viele starke Gefühle und viele oftmals wirre Gedanken. Sie bestehen hauptsächlich aus Erinnerungen, die nach dem Tod ins Gedächtnis gerufen werden, in Form von Bildern, Gegenständen, Geschichten etc.
Das Ziel eines gelungenen Trauerprozesses ist nicht das Vergessen, sondern dass sie irgendwann einmal in leichtes Gepäck münden. Dazwischen herrscht bestimmt auch mal Chaos, Hilflosigkeit und es wirkt unübersichtlich. Daher bietet Chris Paul uns mit ihren verschiedenen Trauerfacetten eine wirklich gelungene Struktur an, um Orientierung zu finden. Die 6 Trauerfacetten, auch als das Kaleidoskop des Trauerns bezeichnet, habe ich bereits in vorigen Podcast Folgen eingehend beschrieben, hör sie dir gerne nochmal an.
Kaleidoskop deshalb, weil jede Trauerfacette eine andere Form und Farbe hat, und weil sie sich immer mischen können. Diese 6 Trauerfacetten werden nicht wie ein 6 Stufen Programm nacheinander abgearbeitet, meistens beschäftigt sich der trauernde Freund oder Angehörige gleichzeitig mit mehreren Facetten.
Viel Interesse beim Hören!